"Special Pike FC" ade...

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Onkel Tom
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"Special Pike FC" ade...

Beitragvon Onkel Tom » 26.07.2013 - 18:07

Hallo in die Runde!

Vor einiger Zeit las ich, dass unser Boardie Aron84 seit geraumer Zeit mit dem in der "Szene" bekannte Special Pike FC" von MbFishing angelt, ohne einen einzigen seiner Hechte dadurch verloren zu haben. Da wir ja alle wissen, dass Armin durchaus viele und auch große Hechte in der Peene und anderen Gewässern fängt, gab mir diese Aussage deutlich mehr, als es jeder Werbetext jemals könnte. So fragte ich ihn, ob er mir mal ein wenig vom 0,65er Pike FC zu Testzwecken schicken könnte. Ich brauche das Zeug eigentlich nicht, da ich mit meinen Vorfächern absolut ausreichend fange, aber ich war neugierig. Ich wollte das Material einfach mal völlig unvoreingenommen und neutral testen und was bietet sich da besser an, als eine geplante Angelwoche auf Rügen, wie ich sie nun hinter mir habe.

Da ich trotz Arnims Berichten kein starkes Vertrauen in dieses Material hatte, einigte ich mich mit allen meinen Begleitern darauf, dass ich es zunächst ausschließlich an der Barschrute montierte und auch nur kleine Gummiköder mit Einzelhaken zum Einsatz kommen. Der Plan war recht simpel, ich wollte unbedingt, das ein Bodden typischer Sporthecht von 60 bis 90 cm mal so richtig auf den kleinen Gummi knallt und sich diesen hinter pfeift, so das auch auf jeden Fall ein Kontakt mit dem Vorfach zu Stande kommt.

So angelten wir also erst mal 3 Tage recht erfolgreich auf der Ostsee, um Dorsche zu fangen, um dann den letzten Angeltag auf einem Bodden zu verbringen. Meine 3 Kollegen, allesamt langjährige erfahrenen Boddenangler, verwendeten die sonst üblichen starken Titanvorfächer an allen Ruten. Zunächst mal recht "lustig", alle drei hatten mit ihren "sichtbaren" Vorfächern bereits jeweils einen Hecht gefangen, während ich mit meinem "unsichtbaren" Vorfach noch immer auf den ersten Hecht wartete. Dann geschah es....

Ich bekam einen typischen Boddenhecht Biss, schnell, hart, eindeutig und ich schlug an so wie ich es schon hunderte male mit Stahl/Titan gemacht hatte. Und was passierte noch bevor die Biegung der Rute ihr Maximum erreichte? Richtig, da war nur noch einen erschlaffte Schnur und als ich ein deutliches "das gib es doch nicht" von mir gab, war plötzlich totenstille auf dem Boot, denn wir alle wussten, was gerade passiert war. Ich bin nur heil froh darüber, dass es 3 Zeugen dieses Ereignisses gibt und das ich das "Resultat" nicht gleich vor Wut weg geschmissen habe. Das war so etwas von einem lehrbuchmäßigen FC Durchbiss, wie man ihn gar nicht besser beschreiben kann und auch das Material spricht eine so was von deutliche Sprache, ich war echt kurzzeitig irritiert. Ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber dass das so hoch gepriesene "Wunder FC" gleich beim ersten Einsatz und ersten Hechtkontakt in der Stärke 0,65 gleich den Schwan macht, hätte auch ich nicht zu träumen gewagt.

Ich habe versucht, die Stelle des Durchbiss zu fotografieren und lade es auch gerne hoch.

Bild

Bild

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Von mir aus soll jeder der will damit angeln, es wird auch sicherlich etliche male gut gehen, wenn man Glück hat, aber eines steht ganz sicher fest, "bissfest" und somit hechtsicher ist was anderes. Ich habe nach dieser Nummer wieder ein 25 lbs Titanvorfach an die Barschrute gebaut und alle dann noch folgende Hechte und Barsche konnten sicher gelandet werden. Wir fingen dann zusammen im Boot an diesem Tag noch eine deutlich zweistellige Zahl von Hechten zwischen 60 cm und 104 cm sowie einige Barsche bis 35 cm, alles auf Titan.
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Beitragvon Johannes T. » 26.07.2013 - 19:01

Und die Moral von der Geschicht: Dem FC Vorfach traue nicht!
Sehr schöner Beitrag, hat es dich wirklich so überrascht, dass das Material nicht gehalten hat?
Grüße und Petri
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Beitragvon andal » 26.07.2013 - 20:02

Des Plastikglumpert ist halt doch nur ein Dekofaden fürs Vereinsheim!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Esoxfreund » 26.07.2013 - 20:23

da ist vermutlich mein Stan-mar Vorfachmaterial aus Polen hechtsicherer ;)
wir hatten uns das ja schon gedacht, aber das es dann gleich beim ersten Kontakt reißt Ö|

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Beitragvon Carp Gear » 26.07.2013 - 20:28

Tja Thomas, da sieht man mal wieder, dass das alles nur evtl. mit großen Hechtködern klappt, wenn der Hecht nicht so schnell über beißen kann. Im Endeffekt ist es nur eine Spielerei der Angelindustrie um noch ein paar Euros aus dem gesättigtem Markt raus zu holen. Man sollte lieber beim guten alten Stahlvorfach bleiben und dann muss man sich auch nicht so ärgern. Man stelle sich vor, man verliert einen Meterhecht wegen so einem Mist?
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Beitragvon andal » 26.07.2013 - 20:34

Bei neuseeländischen Landwirten gibt es ein Allheilmittel für alles, wenn was locker ist, oder zwickt. Das geflügelte Wort ist der "wire no. 8", der Draht Nummer 8. Man sollte auf die echten Praktiker hören. Draht hält diese Welt zusammen; besonders die von Hecht und Angler! :D
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon lelox » 26.07.2013 - 21:04

Der Ausgang des Experimentes überrascht mich nicht im Geringsten.
So ein Plastikfädchen mag zwar oberflächlichen Kontakt mit Hechtzähnen einen Drill lang durchhalten, aber wenn die Schnur mal im Maulwinkel liegt und der Hecht richtig das Maul zuklappt, dann ist sie binnen Sekundenbruchteilen gekappt.

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Beitragvon Siggi R. » 28.07.2013 - 0:27

Hi,
ich nehme Wolframvorvächer.
Die sind härter als Stahl und tragen mehr als die Hauptschnur.
Nervig ist nur, dass sie nach einigen Würfen verdrallen.
Das wichtigste beim Angeln sind lange Arme, damit man zeigen kann, wie groß der Fisch war!

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Beitragvon Onkel Tom » 28.07.2013 - 0:33

Die sind aber auch nicht sicher und können durchgebissen werden. ;)
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Beitragvon Siggi R. » 28.07.2013 - 0:35

Obwohl die härter als Stahl sind?
Das wichtigste beim Angeln sind lange Arme, damit man zeigen kann, wie groß der Fisch war!

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Beitragvon aron84 » 28.07.2013 - 10:40

Schöner Beitrag Tom. :D

Tja da muss ich mich wohl für den Hecht verlust verantwortlich zeigen. Aber du hast ein schönes Beispiel gegeben wie es nicht sein soll. Was soll ich sagen mir ist genau das gleiche passiert. Verrückt und ich schwöre heilig es ist der erste verlust durch glatten Vorfach durchbiss gewesen. Auf jeden Fall fliegt das Wunder fc nun auch wieder bei mir raus. .. schade schade aber zwei Vorfach enden können nicht lügen ;)

Gruß in die Runde

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Beitragvon RudivomSee » 28.07.2013 - 12:37

Siggi R. hat geschrieben:Hi,
ich nehme Wolframvorvächer.
und tragen mehr als die Hauptschnur.

Nicht Dein ernst oder? Da hat mal wieder jemand beim Vorbereitungskurs zur Fischerprüfung nicht aufgepasst.
Ich bin wie ich bin; die einen kennen mich, die anderen können mich!!!
http://www.soester-angelverein.de/

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Beitragvon Siggi R. » 28.07.2013 - 17:10

RudivomSee hat geschrieben:
Siggi R. hat geschrieben:Hi,
ich nehme Wolframvorvächer.
und tragen mehr als die Hauptschnur.

Nicht Dein ernst oder? Da hat mal wieder jemand beim Vorbereitungskurs zur Fischerprüfung nicht aufgepasst.

Moin,
war ursprünglich auch so beabsichtigt, nur habe ich festgestellt, dass meine 16er geflochtene im Knoten vor dem Vorfach reißt, wenn ich einen Hänger habe
und das Vorfach trägt gerade mal 2,5 kg (Kleinhechtversicherung an der Barschrute)

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Beitragvon Lahnfischer » 30.07.2013 - 14:29

Fein Tom, dass du mal mit der Mär vom hechtsicheren FC aufräumst, wenn auch auf Kosten eines Hechtes, aber wer weiß, wie vielen anderen Hechten du damit einen großen Gefallen erwiesen hast... ;)
Gruß Thomas

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Beitragvon rhinefisher » 31.07.2013 - 6:34

Hey Siggi R Du solltest unbedingt deinen Knoten überprüfen.
Das kann so nicht sein..... .
Warum sollte das Material von "MB-Fishing denn anders sein?
Das ist nur ein Mann mit einem kleinen Handel und nicht die Royal DSM..... :lol: .
Ich wiederhole es gerne nochmal; an Hardmono von 400lbs habe ich Wahoos in Sekunden verloren, die ich mit 80lbs wire gefangen hätte.
Beim Hecht ist es nicht anders.
Petri
DEUS LO VULT !