Meerforellen landen - aber wie?

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Wie landet ihr eure Meerforellen?

Keschern
13
68%
Stranden
5
26%
Handlandung
1
5%
 
Abstimmungen insgesamt: 19

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Matze Wendt
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Meerforellen landen - aber wie?

Beitragvon Matze Wendt » 19.01.2007 - 11:26

Ich bin der Meinung, dass das Keschern von Meerforellen mehrere Nachteile hat:

- Schleimschicht und Schuppen kleinerer Fische bzw. solcher, die zurückgesetzt werden sollen, werden u.U. beschädigt.

- nach dem (erfolgreichen) Keschern ist man zu lange damit beschäftigt, den Fisch (und evtl. auch den Haken...) aus dem Netz zu pfrokeln. Und weil eine Meerforelle selten alleine unterwegs ist, verpasst man evtl. die Chance auf einen weiteren Fisch (-kontakt).

- in der Endphase des Drills entsteht zwischen Schnur und Rute ein recht spitzer Winkel, die Pufferwirkung der Rute ist stark eingeschränkt.

Aus diesen Gründen halte ich das Keschern nicht unbedingt für die beste Landemethode und versuche - wenn die Bedingungen es zulassen - meine Forellen zu stranden oder von Hand zu landen.


Und wie landet ihr eure Meerforellen?
Zuletzt geändert von Matze Wendt am 02.09.2007 - 20:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Barschkönig » 19.01.2007 - 12:17

Ich unterscheide da, was ich mit dem Fisch vorhabe. Eine braue Forelle versuche ich im Wasser - weitestgehend ohne sie zu berühren - abzuhaken. Ein Keschereinsatz oder Anlanden kommt hier nicht in Frage.
Das gleiche gilt für deutlich untermaßige Fische.

Ein blanker, maßiger Fisch, den ich beabsichtige kulinarischen Gaumenfreuden zuzuführen wandert auch schon mal in den Kescher, vor allem dann, wenn sich der Strand auf Grund von Steinen und Geröll nur schlecht für ein anstranden eignet.

Bei größeren Fischen bevorzuge ich die Handlandung mittels Schwanzwurzelgriff (vor allem dann, wenn der Kescher neben der Kaffeekanne am Strand liegt :roll:). Außerdem habe ich auch nur einen verhältnismäßig kleinen Watkescher dabei, den ich sonst beim Fleigenfischen im Bach benutze. Ab 50 cm Fischgröße ist der eigentlich zu klein. Ist halt ein Grönländer-Kescher... :)
Erst wenn die letze Ölplattform versenkt ist, wenn die letzte Tankstelle geschlossen wurde, dann werdet ihr feststellen, dass man nachts um zwei bei Greenpeace kein Bier kaufen kann!

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Beitragvon Tom Rustmeier » 19.01.2007 - 12:50

Braune und kleine Fische per Handlandung, oder eben vorm Landen abschütteln lassen.


Gute Fische die blank und maßig sind und die ich mitnehmen will Kescher ich.


Generell sind Forellen wiederstandsfähiger als manche denken, ne normale Kescheraktion wo der Fisch im Wasser wieder Releast wird macht jede Forelle ohne Probs mit.

Anders siehts aus wenn untermaßige Fische erstmal im Sand landen und dort umständlich und lange paniert und vermessen werden. Das kann man im Wasser genauso gut machen.

Einfach mal den Rutengriff abmessen und dann eben ne Marke draufzeichnen und falls man sich nicht genau sicher ist ob der eine Zentimeter nu da ist den Fisch eben wieder Schwimmen lassen. ;)
Chronisch unterfischt..... :-(


In diesem Sinne

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Beitragvon Broder » 19.01.2007 - 13:26

Nachdem ich einmal gesehen habe wie jemand
eine große Meerforelle ( 58 cm ) gestrandet hat,
habe ich Mut bekommen das auch mal zu versuchen,
denn es sah so leicht aus und war erfolgreich.
Als es sich anbot habe ich dann einfach gestrandet,
daß ist im Prinzip eine sehr einfache und effekive
prima Methode neben den anderen Methoden.

Es ist völlig problemlos,
man kann jederzeit äußerst sensibel drillen und muß sich nicht mit dem Kescher in der einen der Angel in der andern plagen, daß Stranden geht fast wie von allein doch dazu mehr.
Die Fische haben in dem niedrigen Wasser
zunächstmal ja nur die Chance nach links oder rechts Fluchten zu unternehmen und so springfreudig scheinen sie mir auch nicht zu sein im Flachen, als wenn sie den Kescher sehen, dh der Fisch versucht natürlich immer wieder ins tiefe Wasser zu kommen und nimmt Schnur, nur irgendwann ist es soweit und der Fisch kann gestrandet werden und das kann tatsächlich sehr schonend geschehen, auch abhängig von dem Untergrund dort.
Ich denke dabei an feinen Sand und einem feinen sandigen sanften Spühlsaum wo sich der Fisch quasi selber hinaufbefördert mit seinen zappeln und die Wellen tun ihres dazu oder angespültes Seegras auf das der Fisch sicher und sanft quasi von allein dadurch das er zappelt und die Wellen nachschieben aufs Seegras befördert wird.

An eine Handlandung habe ich mich immernochnicht durchgerungen, bei Hornhechten und Dorsch ja - aufjedenfall nur bei Meerforellen ist mir die Handlandung noch immer zu schwierig diese Fische sind einfach enorm agil und nicht sehr griffig :?
TL

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Beitragvon northgermanmefofreak » 19.01.2007 - 14:12

moin,


wenn ich mit der fliegenrute unterwegs bin, dann lasse ich den kescher i.d.R. am strand/im auto oder sonswo, nehme ihn aber dann eigentlich nicht mit ins wasser. dass der fisch die fliege losschüttelt ist mir (ok, waren bisher auch nur 5 mefos + hering und dorsch) noch nicht passiert. und von der, mit der ich unterwegs bin, habe ich gehört, dass er auch nie beim fliegenfischen einen kescher dabei hat und selten einen fisch durch losschütteln der fliege verloren hat.

beim spinnfischen allerdings habe ich eigentlich immer nen kescher dabei.
ich kescher aber auch nur fische, die ich wirklich mitnehmen möchte. braune und untermaßige landen bei mir nie im kescher :!: wenn sie sich dann vor dem akhaken lösen, habe ich damit auch kein problem ;) .

somit bin ich für das landen mit der hand beim fliegenfischen und für das keschern beim spinnfischen, aber nur, wenn der fisch mit nach hause soll.


grüßung,


andré
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Beitragvon Binde » 19.01.2007 - 19:02

Ich benutze nur den Kescher wenn es sehr schwierig ist aus dem Wasser zukommen, wegne z.B. vieler grosser Steine, sonst zieh ich alles zber den Strand! :badgrin:

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Beitragvon northgermanmefofreak » 19.01.2007 - 19:13

Binde hat geschrieben:sonst zieh ich alles zber den Strand! :badgrin:



alles :?: :?: :?:
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Beitragvon Tom Rustmeier » 19.01.2007 - 20:08

Obs für den Fisch wirklich schonender ist wenn man ihn Strandet als wenn man ihn Keschert??


Ich glaubs ja nicht so richtig. Wenn man den Kescher vernünftig hochhält nach der Landung muß sich der Fisch nicht unbedingt ins Netz eindrehen. :idea:


Und selbst wenn, es ist doch eh meist der Blinker mit Haken der sich wenn dann richtig vertüddelt, den Fisch bekommt man doch fix raus.
Chronisch unterfischt..... :-(





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Beitragvon northgermanmefofreak » 19.01.2007 - 21:01

is halt gesachmackssache mit dem landen von fischen.

solange der fisch nicht unnötig lange am ufer oder im kescher herrumzappeln muss, ok ;)

aber bitte nicht so, wie ich es leider schon zu oft gesehen habe

:arrow: fisch ab innen kescher, dann an land, auf den boden mit dem fisch, kamera rauskramen, bild machen, fisch vom haken lösen, noch ein bild und dann noch nachmessen, ob der fisch nun wirklich untermaßig ist oder/und nochmals genau nachschauen, ob der nun wirklich braun ist und dann erst zurück oder "doch schon" abschlagen :shock:

bei solchen abläufen kann ich halt nur :Q__


und wenn man solche leutz dann noch freundlich auf das verhalten hinweist und fragt, was das grade für ne aktion war, wird man entweder nur doof angepupt oder diese personen verschwinden dann ohne ein wort zu sagen :bang: .




also:

"behandelt eure fische gut, sie werden euch früher oder später dafür danken ;) "





ciao
TL....André

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Beitragvon WhiteHawk » 19.01.2007 - 23:07

Also ich bin auf jeden Fall fürs Keschern(Bei verwertbaren Fischen)
Die Fische die ich mitnehmen will, was ich zumeist schon im Wasser sehe, werden gekeschert.
Kleine und braune Fische sehen erst garnicht den Strand, da diese sofort im Wasser abgehakt werden. Und wenn doch mal was schiefgehen sollte(z.B. Fisch in die Schnur gewickelt), werden sie vosichtig gekeschert und im Flachwasser abgehakt und enttüddelt.

Der Kescher ist für mich einfach sicherer als alles andere. Ich kann den Fisch schon im tieferen Wasser "verhaften, ohne ihn durchs Flachwasser zu führen, wo er sich gerne mal um einen Stein oder Blasentang wickelt.
Und Handlandung, nunja, ich habs einaml versucht, weil mein Vater den Kescher hatte (Ich hatte meinen da mal irgendwo am Strand vergessen :-@ ) und er kam mit seinem mal gebrochenen Fuß und kaputten Rücken nicht über die Steinpackung die uns trennte. Nach fünf Minuten hab ich den Fisch dann doch lieber gestrandet.

Das ist meine Meinung zum Thema "Landgang für Mefos"

mfg Tristan
Es ist ein Unterschied, ob man zu seinen Prinzipien steht, oder sich nur dahinter versteckt !

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Beitragvon Derrik Figge » 20.01.2007 - 0:13

Fische, die ich mitnehme, werden ausnahmslos gekeschert. Kann sein, dass ich dadurch pro Fisch 1 Minute länger brauche, aber dadurch habe ich Sicherheit und muss nicht jedes Mal zurück zum Ufer, da ist die Minute schnell gutgemacht :lol:

Zwei Forellen habe ich dabei mal verloren, da sich ein freier Haken im Netz verfangen hat und ich nicht schnell genug den Kescher angehoben habe. Heutzutage habe ich einen großen schwimmfähigen Kescher, halte den Stiel und das Ende des Netzes in der Hand und erst, wenn der Fisch genau drüber ist, hebe ich schnell hoch und lasse gleichzeitig das Netz los. Seitdem null Verluste.

Braue und kleine werden im Wasser sofort gelöst, wenn sie dabei abgehen, was solls, zählen in meiner Statistik eh nicht.

Was das Stranden angeht, davon halte ich persönlich nix. Erstens ist es für keinen Fisch gut, die Schleimschicht wird definitiv beschädigt, zweitens habe ich desöfteren gesehen, dass sich dabei Fische gelöst haben, weil der Druck nach Verlassen des Wassers ruckartig steigt, was spitz hängende Haken lösen kann. Die Angler haben dann mit einem gezielten "Elfmeter" den Fisch versucht an Land zu kicken...dabei krieg ich Plaque!

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Beitragvon dorschdiggler » 20.01.2007 - 1:22

Abhaken....und zwar da wo ich stehe.....wenn der Fisch zu klein ist...und beim Fliegenfischen generell
stranden.....da wo es geht (Steine und Blasentang und Fisch am Band erschweren das Zurückwaten wenn man tiefer steht enorm)
Keschern....wenn der Fisch eine respektable Grösse hat, oder die vorigen Methoden nicht praktikabel sind

Bait

Beitragvon Bait » 20.01.2007 - 18:23

Kleinen darf man die Chance geben sich loszuschütteln :lol: Da freu ich mich dann auch.
Ansonsten keschere ich prinzipiell alles ab geschätzten 50+.
Hab keine schlechten Erfahrungen mit verdrehen im Kescher etc.
Sicher im Netz und dort gelöst, ist besser als paniert auf dem Strand oder maltetriert auf Steinen. Geschwindigkeit ist auch dabei keine Hexerei, habe schon 3 in 10 Minuten ohne probl. wieder releast.
Denke jeder macht seine eigenen Erfahrungen.

Immer schön vorsichtig mit den Zicken sein!!!!!!


Bis zum nächsten Kontakt...immer zu lang.

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Beitragvon Mokki » 09.02.2007 - 22:20

Ich angel zwar nicht auf MeFo&s, aber:

Irgendwie klingt es hier so an, als ob Keschern nicht gerade Fischschonend wäre?! Also ich keschere immer meine (größeren) Fische und bin mir ziemlich sicher, das wenn
A) Der Kescher extrem Engmaschig ist
B) Der Kescher vorher angefeuchtet wurde

das die schonenste Art neben dem Lösen im Wasser ist...

Stranden ist doch eher wie Schmirgelpapier auf der Fischhaut, ich denke da an eigene Erfahrungen wenn man mal am Strand liegt und Sand inne Hose bekommt :D