Winterschnur zum Spinnenfischen


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Winterschnur zum Spinnenfischen

Beitragvon niels1984 » 29.11.2010 - 11:30

Hallo Leute,

Ich war am Samsag mal wieder los an der Elbe und stellte nach einigen Würfen ein Problem fest.
Meine Ringe an der Rute waren völlig vereist und meine geflochtene Schnur war zum brechen hart und Ankerseil dick mit Eis umschlossen.
Eine normale Köderfhrung war nichtmehr möglich.
Daher meine Frage an euch, wieder auf Monofile umsteigen für die kalte Jahreszeit oder gibts da besondere möglichkeiten dem ganzen entgegenzuwirken?

Ich bin für jede anregung dankbar.

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Beitragvon Onkel Tom » 29.11.2010 - 11:54

Geflochtene Schnur ist bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius in den meisten Fällen nicht mehr zu gebrauchen. Sie nimmt Wasser auf, dieses Gefriert und dadurch leidet die Tragkraft erheblich. Auch das Eis in den Ringen ist sehr Gefährlich für die geflochtene Schnur. Es gibt zwar auch versiegelte Geflechtschnüre. Doch auch diese Versieglung hält nicht ewig und dann hat man das selbe Problem.

Wenn du bei Minustemperaturen angeln willst, solltest du wirklich auf eine Mono zurück greifen. Ich habe das auch gemacht, muss aber sagen, dass mir die Mono beim Spinnangeln einfach nicht gefällt. Kaum Köderkontrolle, schlechtere Wurfeigenschaften, ich habe meine Saison nun beendet.
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Beitragvon Zanderschreck » 29.11.2010 - 12:03

Ich fische dann nur noch vertikal vom Boot aus. Da kann man notfalls die Rutenspitze unters Wasser tauchen.
Gruß
Volker

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Beitragvon niels1984 » 29.11.2010 - 12:26

Gibt es da besonders dehnungsarme Monofile?

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Beitragvon Onkel Tom » 29.11.2010 - 12:27

Ja gibt es..... in (aus) Japan. 8)
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Beitragvon niels1984 » 29.11.2010 - 12:34

Meinst die taugt auch was?
Ich kenn mich auf diesem Gebiet nicht wirklich aus.

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Beitragvon Onkel Tom » 29.11.2010 - 13:43

Diese Schnüre (ich glaube aus Nylon) sind in Deutschland noch nicht all zu verbreitet. In Japan werden sie aber schon eine Weile benutz und auch hier in Deutschland gibt es einige Leute, die das schon benutzen und auch durchaus zufrieden sind. Ich selber nutze es nicht und habe es auch nicht vor, denn ich komme mit Geflecht sehr gut zurecht und gehe bei den jetzigen Temperaturen nicht mehr zum Spinnangeln.
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Beitragvon niels1984 » 29.11.2010 - 14:11

Ach so zwischendurch habe ich schonmal lust zum Spinnangeln, und dann soll es eben auch funktionieren. Temperaturen interessieren mich da wenig.
Gibt es nicht auch geflochtene die das Talent hat sie im Winter benutzen zu können?

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Beitragvon rhinefisher » 29.11.2010 - 14:24

Hi! Mono mit wenig Dehnung ist immer die mit besonders hohen Tragkräften - die ist "vorgestreckt".
Bei Mono, besonders aber bei Geflecht, ist es recht sinnvoll die Schnur mit Siliconspray zu behandeln... .
Petri
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Beitragvon Onkel Tom » 29.11.2010 - 14:27

Vielleicht klappt es eine Weile mit der Fireline, ich glaube die ist beschichtet und nimmt zunächst kein Wasser auf. Ob und wie lange diese Beschichtung hält, muss dir allerdings jemand verraten, der diese Schnur schon eine Weile benutzt. Ich benutze andere Schnüre und kann dazu nichts sagen. ;)
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Beitragvon rhinefisher » 29.11.2010 - 14:48

Hi! Das klappt mit allen Geflochtenen - nur unterschiedlich gut.. :D .
Aber eine Weile hilfts schon.. .
DEUS LO VULT !

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Beitragvon niels1984 » 29.11.2010 - 15:44

Dann kann ich mir das wohl abschminken, meine Schnur ist nagelneu und es hilft nix.
Denn kram ich wohl meine Monofile wieder raus, hat mehr Sinn wie eine tiefgefrorene geflochtene.

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Beitragvon Gerd » 29.11.2010 - 16:11

Ich hatte die letzten Winter keinerlei Probleme mit der Fireline, auch gestern abend war sie gut zu fischen. Einziges Problem ist bei längeren Fußmärschen das Eis, dass sich auf der Spule bildet, das muss dann manuell entfernt werden. Aber mit der Schnur hat das Fischen wunderbar geklappt. Allerdings wird es irgendwann nervig, die Ringe freizuhalten. Die obersten zwei, drei Ringe kann man zwar durch eintauchen ins Wasser vom Eis befreien, aber zum Rest benötigt man immer manuelle "Kräfte".

Das da noch keine Ringheizung erfunden wurde :lol:
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Beitragvon niels1984 » 29.11.2010 - 17:25

Das wäre ja mal was, eine Rute mit Griffheizung.

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Beitragvon FehmarnAngler » 29.11.2010 - 17:36

Oder ein guter Korkgriff. ;)
Es gibt ja mitlerweile auch Rollenhalter die fast komplett mit Kork bedeckt sind und kaum Alu zu finden ist...

Ich habe ja das Glück das Salzwasser nicht so früh gefriert, die letzten tage ging Geflecht noch. Für den Notfall habe ich aber immer ne Rolle mit 0,22mm Gold Line von Grauvell mit. Ist ne klasse Mono zum Spinnfischen und relativ wenig Dehnung im Vergleich zu manchen doppeltweichgespühlten Forellenschnüren.


Gruß, Jochen
Vom 1. bis zum 15. August in Dänemark....


dem Hecht auf der Spur! ;)

Eine Woche Nymindegab Süßwasserangeln, eine Woche Hansholm auf Makrele und Wolfsbarsch