Angelboot für Boddengewässer


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Berliner a.D.
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Angelboot für Boddengewässer

Beitragvon Berliner a.D. » 25.08.2010 - 20:51

Hallo zusammen,

wie ihr dem Titel entnehmen könnt, geht es um ein Angelboot für
Boddengewässer. Ich plane für das kommende Jahr mir ein
kleines Ruderboot anzuschaffen und hoffe hier auf ein paar Tipps.
Ich selber habe davon leider nicht viel Ahnung, konnte durch das
Stöbern im Internet aber schon ein wenig in Erfahrung bringen.

Ich denke das es ein Glasfaserkunststoffboot (GFK) werden soll,
nachdem was ich gelesen habe, sind sie recht beständig, leicht
und auch vergleichsweise kostengünstig.

Hier ein paar Eckdaten zu den Ansprüchen welches es erfüllen sollte.

- 2 bis 3 Personen
- 3 bis 5 Meter
- im Boot sollte das Stehen möglich sein, ohne zu sehr auf das Gleichgewicht achten zu müssen
- Motor nicht notwenig, Spiegel zum Anbringen eines Motors wäre nicht verkehrt
- Budget um die 400€ (somit würden neue Boote raus fallen)

Das Boot muss nicht weit zum Gewässer transportiert werden, zirka
200 Meter. Was gibt es hier für Transporthilfen?

Hat hier jemand einen Tipp, wo man günstige Gebrauchtboote im
Norden Deutschlands erwerben kann?

Worauf sollte ich beim Kauf von gebrauchten Booten achten?

Gibt es bestimmte Bootsformen/arten die besonders gut geeignet sind.
Also wie heißen Diese?

Oder zufällig Jemand aus der Umgebung von Rügen, der im Kommenden
Jahr sein "altes" Angelboot verkaufen möchte und es den Ansprüchen
nahe ist?

Danke schon einmal im Voraus!

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Beitragvon Tom Rustmeier » 27.08.2010 - 19:31

Ich würde mich an Seen umschauen wo Angelvereine (mit Booten) vorhanden sind. Dort kommt es immer mal wieder vor das welche gebraucht zum Verkauf stehen. Ansonsten Ebay.
Chronisch unterfischt..... :-(


In diesem Sinne

Petri Heil
und Grüsse aus Kiel

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Beitragvon Schraube » 29.08.2010 - 16:57

Hätte jetzt auch Ebay gesagt.

Worauf man achten sollte? Da Bodden nicht gerade immer einer Badewanne gleicht würde ich schon zu einem doppelwandigen GFK Boot raten oder eines was eine breite Auflagefläche hat. Sollte schon 4 Meter haben sonst wirds eng.

Ein Spiegel für den Motor ist sehr ratsam da du mit Rudern nicht weit kommst was ich dir jetzt schon sagen kann.

Boote in dieser Länge sind meist nicht schwer und auch über 200 Meter tragbar. Ansonsten müsste ein Trailer her oder du bastelst dir was ;)

Bei GFK Booten achte darauf das keine Fäulniss zu finden ist, keine Risse, Blasen im GFK oder zu alte Boote.

I.d.R. ist es allerdings mit einem Kauf in dieser Preisklasse nicht getan. Meistens gehören noch ein paar Renovierungsarbeiten dazu.

Sprich abschleifen, evtl Spachteln oder neue Glasfasermatten und zum Schluss die Lackierung mit Bootslack.

Ist meist ratsam diese Arbeiten zu machen wenn man etwas länger Spaß an dem Boot haben will. Und wenn man dann noch etwas mehr Spaß daran hat kann man sich auch gleich noch Drehstühle einbauen was ich und mein Kollege gemacht haben ;) Hier eine kleine Fotoserie was man aus einer alten GFK Schleuder machen kann. ^^

http://www.blinker.de/forum/viewtopic.php?t=27502


Viel Spaß mit der Bootssuche
!!!mehr als nichtsfangen kann man nicht!!!

spreche hiermit für alle rhein herne kanal angler ;) ihr wisst was ich meine

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Beitragvon JuanLuis » 30.08.2010 - 8:13

Für Angelsport würde ich Dir ein Boot mit flachem Boden empfehlen, weil es formstabiler ist als eines mit rundem Boden. Solche Rumpfformen werden u.a ``Dory`` genannt ... in Nordamerika sind besonders die driftboats sehr beliebt, weil sie sehr sicher im Wasser liegen ... so stabil, dass auch stark strömende Fliessgewässer, also Wildwasser, damit befahren werden können. Ein Beispiel für Selbstbau von so einem Boot http://driftboat-bauen.blogspot.com/ ist hier in Bildern und kurzer Beschreibung zu finden ... vielleicht gibt es auf dem Gebrauchtmarkt auch vereinzelt driftboats aus Polyester oder Holz (?)

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Beitragvon Berliner a.D. » 30.08.2010 - 19:37

@Tom Rustmeier
Das mit den Angelvereinen wäre eine Idee. Mir ist in meiner Umgebung
zwar keiner bekannt, das kann sich aber ändern. Bei eBay habe ich auch
schon geschaut, nur zu diesem Zeitpunkt nichts in meiner Umgebung
gefunden.


@Schraube
Danke auch für deine Ratschläge. Das mit dem Spiegel für den Motor ist
dann aber auch wirklich nur eine Option. Auf dem "Kleinen Jasmunder
Bodden" auf dem ich hauptsächlich unterwegs bin, benötigt man eine
Sondergenehmigung für ein motorbetriebenes Boot, somit ist paddeln
angesagt.

Ans Tragen habe ich auch schon gedacht, zu zweit sollte es klappen über
die genannte Distanz zu schleppen. Über einen Eigenbau habe ich auch
schon gedacht, hier werde ich mal durchs Netz stöbern für einen Bauplan.
Warum das Rad neu erfinden? ;)

Auf eine Aufbereitung stelle ich mich schon ein, freue mich ehrlich gesagt
auch ein wenig darauf. Das mit den Drehstühlen ist eine feine Sache,
denke aber ich werd erst einmal bei den normalen Bänken bleiben. ;)
Respekt und Anerkennung für eure Leistung!


@JuanLuis
Sieht sehr interessant aus, leider bin ich handwerklich nicht so begabt
das ich mich daran versuchen würde. Zumal die Materialkosten hier
mit Sicherheit die 400€ locker übersteigen werden. Gebraucht wäre es
natürlich interessant, nur laut dem Blog kosten diese Boote in den Staaten
schon 6000$, in Europa mehr, da sie wenn nur auf Anfrage gefertigt werden.
Ich denke hier müsste man mit min. 1000€ selbst gebraucht rechnen.


Danke euch dreien für eure Tipps! Auf weitere Meinungen und Ratschläge
freue ich mich immer, also schreibt euren Senf dazu, schaden kann es nicht.

Grüße

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Beitragvon fauso » 30.08.2010 - 20:14

Schau mal nach " Anka " Ruderbooten (http://www.kutterservice.de/Bootshandel ... rbanka.htm), die sind kentersicher, können von zwei Personen getragen werden und man müsste auch was brauchbares in deiner Preisklasse bekommen. ;)
Wenn man durch Arbeit zu Reichtum kommen würde, dann müssten die Mühlen den Eseln gehören.
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Beitragvon JuanLuis » 30.08.2010 - 23:54

Ja stimmt. die driftboats sind relativ kostspielig (Materialkosten bei Selbstbau ca. 2000,- Euro ), aber wenn man wirklich viel Zeit auf dem Wasser verbringt will mans doch auch gemütlich haben. Übrigens hat speziell dieses Driftboat auch einen herausnehmbaren Boden, der 2m lang und 90cm breit ist ( Fotos davon gibts in einigen Tagen ) Da kann man es sich auch mit Isomatte und Schlafsack bequem machen...trocken ...nachts ist es doch so schön ruhig, da wird man nicht gestört ...

Noch als Tipp für den Gebrauchtbootkauf: es gibt Unmengen an alten Polyesterbooten, insbesondere alte Segeljollen. Die will keiner mehr haben, weil das Material zum Segeln schon viel zu weich und brüchig ist, die Designs veraltet oder unpopulär. Sowas bekommt man ab ca. 100 - 200,- Euro, mehr ist das auch nicht wert. Zum Angeln reicht das aber noch wenn man keine hohen Ansprüche hat ... einfach gleichmässig abschleifen, spachteln, schleifen, ... und ein Gelcoat-Repair durchführen ( damit das Polyester nicht wieder Wasser zieht ). Umbauten kann man ja schrittweise durchführen, so nach und nach. In der Bootsbörse gibts viele Angebote, die Bootsbörse gibts am Kiosk für 4,- Euro. Der Herbst ist eine gute Zeit um preiswert Gebrauchtboote zu kaufen.

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Beitragvon Berliner a.D. » 01.09.2010 - 9:44

@Fauso
Die Bootsart "Anka" wurde mir auch schon geraten. Ich habe hier sogar schon
ein Angebot gefunden, welches in mein Budget reinpasst, nur muss ich damit
bis zum kommenden Jahr warten. Erst einmal der kommenden Nachwuchs und
der Umzug, dann das Hobby. =)
Auf der von dir geposteten HP finde ich nur neue Boote ab 1000€, das ist leider
nicht drin. Ist aber auch nicht verkehrt zu sehen, was so ein Boot neu kostet.

@JuanLuis
Die Driftboots scheinen super Allrounder zu sein, dazu noch sehr praktisch.
Wenn ich dafür das Geld hätte, würde mir die Zeit fehlen. Ich bin froh wenn
ich Zeit zum Angeln finde. Aber eventuell hat man ja mal das Glück ein
Schnäppchen zu machen, welches man ein wenig aufpolieren muss. Ich halte
die Augen offen.
Die Zeitung/Zeitschrift ist gemerkt, danke für die Tipps!

Mogbi2
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Re: Angelboot für Boddengewässer

Beitragvon Mogbi2 » 16.01.2019 - 17:32

Bei der großen Auswahl an Angelbooten ist es ganz und gar nicht leicht sich für eins zu entscheiden!
Hab' grad auch die Qual der Wahl...hab' hier bei https://angelprofi.org/angelzubehoer/angelboot/ wirklich tolle Angelboote gesehen.
Tja,welches es wird,weiß ich noch nicht...aber eins muß ich nehmen...ich will mir schon ne längere Zeit eines zulegen und jetzt ist es wirklich mal an der Zeit.Wird sozusagen ein Geschenk an mich selbst werden!

Ist zwar schon ne Weile her,deine Frage,aber diese Info mußte ich einfach teilen ;)

Hoffe dass du dein Angelboot gefunden hast!?

LG

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Re: Angelboot für Boddengewässer

Beitragvon Dreamworker » 17.01.2019 - 9:08

Du kannst dein zukünftiges Boot AUF der "Boot" in Düsseldorf finden, Termin eine Woche Ende Januar.

Wünsche viel Glück, vielleicht bekommst du ja etwas Rabatt auf Ausstellungsstücke....

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Re: Angelboot für Boddengewässer

Beitragvon Gerd » 17.01.2019 - 12:33

Ich denke, dass sich der TE in den letzten 8 Jahren für ein Boot entschieden hat :roll:
Humor ist der Knopf der verhindert, daß einem der Kragen platzt

*Joachim Ringelnatz*

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Re: Angelboot für Boddengewässer

Beitragvon Zockerherz » 15.07.2019 - 16:06

Also ich finde den thread ganz interessant, spiele ich doch ebenfalls mit dem Gedanken mir naher oder mittlerer Zukunft ein Schlauchboot zuzulegen.
Und lieber einen alten Thread wieder beleben, als 10 Neue aufzumachen wo überall das gleiche steht ;)

Das ArtSport Boot mit AluBoden sieht gut aus. Und mit 400 € neu eigentlich ganz erschwinglich und mit Außenborder kombinierbar. :D
Aber ich traue dem Braten irgendwie nicht. Wegen Gummi und Angelhaken. Aus Holz oder Carbon wäre das sicher besser, aber der Transport wird dann für mich zumindest nahezu unmöglich :dance:

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Re: Angelboot für Boddengewässer

Beitragvon Heidechopper » 16.07.2019 - 16:14

Ich fahre seit mehr als 8 Jahren im Urlaub an den Saaler Bodden. Ich kann Dir nur dazu raten: wenn ein Boot, dann sollte es rauwassertauglich sein und mindestens 4 Meter Lang sein. Ein Motor ist ein absolutes Muss, denn wenn der Wind auffrischt, bist Du mit Rudern allein verraten und verkauft. 5 Ps sollten es schon sein. Dazu auch Kompass und Karte: wenn da Nebel aufzieht, dann so schnell, das Du anschließend nicht mehr weißt, wo es wieder an Land zurück geht. Wind kann recht schnell aufkommen und ruckzuck sind kurze steile Wellen bis 1 Meter da, die ein kürzeres Bötchen gehörig ins Schaukeln bringen.
Gruß
Rolf