Rückenschmerzen beim Spinnfischen

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Rückenschmerzen beim Spinnfischen

Beitragvon HardBeat » 24.02.2008 - 18:25

Ich hab mal ein etwas anderes Problem...
und zwar hatte ich heute wieder das gleiche Problem, mit dem ich mich schon immer rumärgere.
Und zwar bekomme ich von langem, ausdauernden Spinnfischen Rückenschmerzen. Das fängt etwa nach ner Stunde an, und wird immer schlimmer... bis ich irgendwann aufhören und mich hinsetzen muss.
Im sonstigen Leben habe ich aber nie Probleme mit meinem Rücken - im Gegenteil... der ist eigentlich durch meinen Sport recht gut trainiert.
Hat jemand ne Vorstellung woran's liegen könnte und was man dagen macht?

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Beitragvon Der Junge mit der Angel » 24.02.2008 - 18:30

der kann aus 1000 Gründen einfach nur verkrampft sein, dann könnte eine Massage 1x die Woche bereits helfen

edit: ist der Schmerz im Rücken oder in der Wirbelsäule?
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Beitragvon Zanderschreck » 24.02.2008 - 19:08

Habe das selbe Problem, sind dann wie ein kleiner Krampf zwischen den Schulterblättern.
Gruß
Volker

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Beitragvon Onkel Tom » 24.02.2008 - 19:14

Das kenne ich auch sehr gut! Bei mir setzten die schmerzen oft schon früher ein. Vielleicht, weil ich fast zwei Meter groß bin und auch oft bei anderen Tätigkeiten Rückenschmerzen bekomme! Ich glaube man achtet viel zu selten auf dir richtige Körperhaltung. Gerade beim angeln achtet man auf alles Mögliche, nur nicht darauf, dass man auch immer richtig (gerade) steht!
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Beitragvon Häger » 24.02.2008 - 19:16

Tja, man wird nicht jünger :D
Mir geht es ähnlich, besonders wenn ich den ganzen Tag etwas "schief" in der Steinschüttung stehe.
Meistens fängt dann die linke Rückenseite an zu ziehen.
Das Spinnfischen ist halt eine recht einseitige Bewegung, vielleicht sollte man mehr Sport treiben, Schwimmen soll doch gut für den Rücken sein...
Gruß
Stephan

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Beitragvon Fishing-IS-LIFE » 24.02.2008 - 19:58

geht halt mal zu einem physiotherapeuten,der kann euch sicher weiterhelfen.gute besserung


mfg Fishing-IS-LIFE

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Beitragvon donlotis » 24.02.2008 - 20:21

Das liegt daran, dass Du beim Angeln auf einmal Muskelgruppen stark beanspruchst, die sonst eher nur mitarbeiten. Da hilft oft ein gezieltes Kräftigungs- und Dehnprogramm der entsprechenden Muskeln und Bänder. Das sollte schon viel helfen, aber bitte vorsichtig sein, am besten mit fachkundiger Anleitung.
Ich habe es manchmal auch am ersten Tag, nach längerer Angelpause. Es sind zwar keine Schmerzen, aber ich spüre meinen Rücken. Das ist immer am zweiten Tag komplett weg, Gewöhnungssache (Training)!

Gruß donlotis
nureinestunde

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Beitragvon HardBeat » 25.02.2008 - 12:49

Der Junge mit der Angel hat geschrieben:der kann aus 1000 Gründen einfach nur verkrampft sein, dann könnte eine Massage 1x die Woche bereits helfen

edit: ist der Schmerz im Rücken oder in der Wirbelsäule?


Ist immer schwer, einen Schmerz zu beschreiben... aber Zanderschreck hat es ganz gut getroffen.

donlotis hat geschrieben:Das liegt daran, dass Du beim Angeln auf einmal Muskelgruppen stark beanspruchst, die sonst eher nur mitarbeiten. Da hilft oft ein gezieltes Kräftigungs- und Dehnprogramm der entsprechenden Muskeln und Bänder. Das sollte schon viel helfen, aber bitte vorsichtig sein, am besten mit fachkundiger Anleitung.
Ich habe es manchmal auch am ersten Tag, nach längerer Angelpause. Es sind zwar keine Schmerzen, aber ich spüre meinen Rücken. Das ist immer am zweiten Tag komplett weg, Gewöhnungssache (Training)!

Gruß donlotis


Training ist gut... ich verschwende seit drei Jahren 4-5 mal die Woche meine Zeit im Fitness Studio. Seit jeher mach ich dort auch ganz gezieltes Rückentraining - an der Muskulatur kann es kaum liegen.
Ich vermute, dass es tatsächlich die verkrampfte Haltung ist... dem muss man doch aber entgegen wirken können?
Ich hab auch schon versucht, ganz bewusst locker und gerade zu stehen... hilft nix!
Meine Überlegungen gingen sogar schon dahin, mein Gerät um zu stellen... vielleicht ist meins zu schwer?!?

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Beitragvon Der Junge mit der Angel » 25.02.2008 - 13:32

Meine Überlegungen gingen sogar schon dahin, mein Gerät um zu stellen... vielleicht ist meins zu schwer?!?
Meine Überlegungen gingen sogar schon dahin, mein Gerät um zu stellen... vielleicht ist meins zu schwer?!?


Wenn du deinen Trainingsplan mal hier einstellst kann ich mal drüber gucken, ich trainiere seit 7 Jahren und habe da etwas Erfahrung.

Durch Training mit Gewichten bekommst du Muskeln zwar gestärkt, aber nicht entkrampft.
Ich kann echt nur mal einen besuch beim guten Masseur empfehlen, dass muss in keiner Physioklinik sein, ausgebildete Physiotherapeuten sind auch in Schwimmbädern usw. beschäftigt, diese Leute haben oft wirklich Ahnung und die Tipps sind Gold wert. Eine Massage ist auch erstaunlich günstig und einen Versuch wert.

Schweres Training kannst du als Ursache fast völlig ausschließen, Muskelverletzungen würden sich beim Traiing bemerkbar machen, Krämpfe haben damit nix zu tun.
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Beitragvon Gerd » 25.02.2008 - 13:47

Die selben Probleme treten bei mir auch auf, jedoch habe ich einiges erlernt, um etwas Linderung zu erzielen:
Hauptursache ist meines Erachtens, dass man fast immer in einem Gefälle steht, sei es auch noch so klein. Diese relativ unnatürliche Fußhaltung wird automatisch durch ein Kippen des Beckens ausgeglichen, welches sich negativ auf die oberen Muskelpartien auswirkt. Abhilfe schafft hier oftmals schon ein Stück Holz, auf welches man den vorderen Fußteil stellt, so dass die Füße gerade stehen.

Auf Steinpackungen besteht das Problem darin, dass sich --zumindest an fließenden Gewässern- ein Fuß weiter unten befindet, als der andere, zudem eine leicht gedrehte Haltung in Strömungsrichtung. Abhilfe schafft hier ein gerades Hinstellen oder ein leichtes Drehen gegen die Strömung. Ist zwar gewöhnungsbedürftig, da man sich noch mehr auf das Gefühl beim Angeln verlassen muss und nicht mehr so gut die Schnur oder Rutenspitze im Blick hat, funktioniert aber. Zumindest bei mir.

Abhilfe schafft auch Bewegung, will meinen langes Stehen vermeiden und öfter mal den Platz wechseln, einen kleinen Spaziergang einlegen. Dass man die beanspruchten Rückenpartien gezielt trainieren kann, zweifele ich stark an.

Probleme - allerdings nicht beim Spinnfischen, sondern beim Stippen- habe ich oftmals in den Oberschenkeln und zwar dann, wenn es richtig gut beißt und ich an einem steilen Ufer sitze, zum Abstecken also jedes Mal aufstehen muss. Dieser Muskelkater lässt sich durch Training ebenso nicht abstellen
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Beitragvon Der Junge mit der Angel » 25.02.2008 - 13:57

Muskelkater lässt sich durch Training sehr wohl abstellen, allerdings dauert das seine Zeit.
Muskelkater entsteht durch eine Überlastung/starker Dehnung von Muskeln. Dass passiert zum einen bei ungewohnten Bewegungen (Muskeln sind an dieser Stelle wenig ausgebildet) oder eben bei starker Belastung.Es bilden sich Risse in den Muskelfasern, diese saugen sich mit WEasser voll, schwellen an und verkleben. der Muskel wird schmerzempfindlich, besonders wenn man den Muskel dehnt und somit die verklebten Muskelfasern auseinanderzieht. Ein dehnen nach dem Angeln wäre also schon mal ein Anfang den Muskelkater vorzubeugen.

Brennen die Oberschenkel schon während des Angelns ist das kein Muskelkater, sondern ein Sauerstoffmangel in den Oberschenkeln.

Durch Gewichtsttraining erhöhst du den Muskeltonus, der Muskel wird dicker und die Belastung verteilt sich auf ein dickeres Bündel an Muskelfasern - bleibt also insgesamt gleich, aber nimmt für jede einzelne Faser ab.

Wenn du 3x die Woche am Wasser sitzen würdest und diese Bewegung ständig machst würde nach einiger ZEit dieser Muskelkater nicht mehr auftreten, weil du an entsprechenden Stellen die Muskulatur verstärkst, die eben für jene Bewegung erforderlich sind.

Machst du schweres Beintraining ist die Chance ebenfalls sehr hoch an entsprechender Stelle Muskeln aufzubauen.
Anders auisgedrückt: Wer mit 150 Kilo Kniebeugen macht, bekommt vom ständigen aufstehen auch nicht so leicht Muskelkater.

Baut man beim Bodybuilding neue Übungen mit ein, ist der Muskelkater trotz geringer Trainingsgewichte am Anfang üblicherweise abartig, stellt sich aber nach einiger Zeit meist völlig ein, wenn man das Gewicht nicht erhöht.
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-Rückenschmerzen-

Beitragvon 6014klaus » 25.02.2008 - 14:09

Hallo HardBeat,

ich habe, bzw. hatte, das selbe Problem beim intensiven Spinnfischen. Durch Zufall kam ich aber auf eine sehr wirkungsvolle Lösung. Ich fische normal in 2 Vereinen in Baggerseen, und als ich mal die Möglichkeit hatte, woanders an einer Flußstrecke zu angeln, habe ich mein Tackle statt in Gerätekasten und Tasche in einem kleineren Rucksack mitgeführt. Das ganze wog höchstens 3 - 4 kg, also so ein Mode-Rucksack, wie ihn in der City jetzt fast jeder trägt. Und siehe da - es traten keinerlei Beschwerden mehr auf!! Ich führe das, wie andere hier im Forum ja schon schrieben, auf eine unbewusste Fehlhaltung zurück. Die Lösung aber ist der Rucksack beim Spinnfischen, probier's aus und Du wirst vermutlich keine Beschwerden mehr haben.
Grüße und Petri, Klaus

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Beitragvon lelox » 25.02.2008 - 14:31

Typische Anglerhaltung am Wasser: Kopf leicht nach unten beim Blick aufs Wasser und die Schultern nach vorne. Das gibt einen Rundrücken und der tut nach einer Weile weh. Beobachtet mal wie andere Angler dastehen. Ab und an ein Haltungswechsel schadet auch nicht

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Beitragvon Schraube » 25.02.2008 - 14:50

Kann jedem nur empfehlen seine Haltung mal zu hause vor dem Spiegel zu trainieren. Ich arbeite im OP im Krankenhaus und stehe den ganzen Tag! Am Anfang war es eine reine Quälerei.

Beim angeln achte ich darauf das meine Schultern nicht nach vorne hängen, Brust raus, eine lockere Haltung einnehmen und versuchen auch ein Hohlkreuz zu vermeiden. Dadurch zieht es gerne mal in den unteren Rückenpartien.... Falsche Armhaltung kann auch zu Rückenschmerzen im Schulterbereich führen!
!!!mehr als nichtsfangen kann man nicht!!!

spreche hiermit für alle rhein herne kanal angler ;) ihr wisst was ich meine

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Beitragvon Magne » 25.02.2008 - 16:33

Ich kann dem Jungen mit der Angel nur recht geben. Trainiere selber auch schon länger unter anderem im Fitness Studio. Bei einem reinen Geräte Training kann man recht schnell Muskelkater bekommen, wenn man einen zu einseitigen Trainingsplan hat. Ausgleichssport kann da wahre wunder bewirken.
Grundsätzlich sollte man immer auf seine Haltung achten, aber auch wie Gerd beschrieben hat Pausen einbauen, das ist bei mir immer die Zeit, wo ich einen schönen Tee, oder einen kräftigen Schluck wasser trinken, dann setzt man sich kurz am Rand ins Wasser, oder ins Gras und nach ein paar Minuten kann es weitergehen.