1,80 m Wels auf 0,18 Schnur

  • Zitat von Taradopescomen

    Auf einem Stillgewässer kann man mit einer 0,25 geflochtenen Schnur entsprechender Rute und Rolle denke ich jeden heimischen Fisch landen.


    Mein bislang leider einziger Spinnwaller mit 1,58 m hat an meiner Blechpeitsche beim Hechtangeln gebissen. An 22er Schnur hat es dennoch geschlagene 45 Minuten gedauert, ihn vom Boot aus mit einem zweiten Mann, der das Boot perfekt gesteuert hat, sicher zu landen. Wir haben tonnenweise Kraut im See und es war eine mega knappe Sache. Die Schnur sang die ganze Zeit in den höchsten Tönen.


    Unter 38er Geflecht gehe ich daher nicht gezielt mit der Spinne auf Waller und beim Ansitz habe ich richtig dickes Zeug drauf. Der Waller ist nicht schnurscheu, daher ist es gar nicht nötig, so dünn wie möglich zu angeln.


    Es gibt in meinen Augen einen einzigen Punkt, wo dünne Hauptschnüre von Vorteil sind und das ist sehr starke Strömung. Da kommt man mit 0,60er einfach deutlich schlechter senkrecht runter und muss so viel Blei nutzen, dass der Köder nicht mehr natürlich spielen kann. Unter 38er fische ich dann aber auch da nicht, da die richtigen Kaliber einfach extrem viel Druck machen und sich gerne in Hindernisse flüchten. Da muss man Druck ausüben können.


    Daher nochmal Respekt zu dem großen Fisch am dünnen Schnürchen, da muss man schon eine Menge drauf haben, um den sicher ins Boot zu bekommen :gut:

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  • Zitat von Derrik Figge

    Da kommt man mit 0,60er einfach deutlich schlechter senkrecht runter und muss so viel Blei nutzen, dass der Köder nicht mehr natürlich spielen kann.


    Spannt man beim Ansitz auf Wels nicht ab? Oder benutzt die Steinmontage?
    Das musst du mir jetzt mal erklären wie du auf Wels fischst.

  • Zitat von Taradopescomen

    Hallo,


    Gestern konnte ich einen schönen Wels am mittelschweren Spinnequipment landen.
    Mit einem 2 geteilten Rapala Wobbler fischte ich bei Wiesbaden Schierstein vom Ufer aus. Gegen 20:30 Uhr kam ein brutaler Einstieg an der Strömungskante, mir war klar den würde ich verlieren. Er zug wie eine Dampflok! Wie es der Zufall wollte kam in diesem Moment ein Angler in seinem Boot vorbei, sah die sich bedenklich biegende Spinnrute und fragte ob ich Hilfe benötige, dankbar nahm ich an und vom Boot aus entwickelte sich ein spannnender Kampf. Jetzt bestand kein Zweifel mehr es war ein sehr grosser Wels. Erst nach 15 min wo wir schon einen guten Km vom Startpunkt gedriftet waren konnte ich Meter um Meter Schnur zurückgewinnen. Nach etwa 25 min Drill die mir eher wie 2 Stunden vorkamen kam der prächtige Waller längsseits und wir konnten ihn landen. Riesen Dank an meinen neuen Freund Olli der einen Spitzenjob am Ruder seines Bootes machte und seine ganze Erfahrung in die Wagschale wurf und zu Alledem es noch auf video aufnahm.


    Ich fischte mit meinem neuen Spinnequipment auf Zander mit einer Greys Platinum Specialist 2,74 50-100g, Shimano Stella 4000 FD und Daiwa Braid 8 Tournament Pro 0,18mm. Zum Equiment ist zu sagen, einen besseren Belastungstrest hätte ich mir nicht wünschen können, Die Aktion der Rute war sehr gleichmässig, zum Teil bog sie sich bis ins Griffstück was kein Wunder bei einem über 50KG schweren Fisch ist der in der Hauptströmung kämpft. Die Rolle, traumhaft auch unter höchster Belastung arbeitete sie phantastisch. Und die Schnur, Qualität zahlte sich in definitiv aus.


    Super. :dance: Sie sind ein echter Profi

  • Beim Schleppangeln auf Seeforelle biss dieser schöne Wels am Bleder See in Slowenien. Er ist ca 1,40m lang und schätze ihn auf ca 28 kg. Er ging auf einen etwa 3 m tief laufenden Wobbler.
    Wieder an 0,18 Braid 8 tournament auf Stella 4000FD an einer Shimano Beast Master Special Tiger (max 8kg steht auf dem Ruten Blank ;)


    Der Drill war relativ unspektakulär, denn er liess sich ziemlich schnell in die Nähe des Bootes bringen, wo er dann allerdings gehörig Kräfte mobilisierte und einige starke Fluchten in die Tiefe unternahm. 5 Minuten später kam er längsseits, da ich jedoch keinen Kescher oder Gaff hatte war die Landung echt tricky. Kniend, mit einer Hand die Rute halten und mit der anderen mit einem Geschirrhandtuch den Wallergriff ansetzen war eine Herausforderung. Am Ufer hatte sich eine Zuschauermenge versammelt und beim Landen und Zurücksetzen gab es Szenenapplaus :)


    Der Bleder See ist wirklich sehr schön! Malerisch von Bergen eingerahmt eine Burg und eine Insel mit Kirche geben ihm ein besonderes Flair. Im Kristallklaren Wasser konnte ich mehrer Karpfen jenseits der 10kg Marke beobachten. Allerdings ist es sehr teuer da die Raubfischtageskarte kostet 30 Euro. Die Karpfenkarte gar glaube 75 Euro.

  • Petri zum Waller. Der ist echt gut genährt. Wieso hantierst Du denn bei der Landung mit nem Geschirrhandtuch rum?
    Und btw: Ein 8- Kilo- Blank hat richtig , aber richtig viel Dampf.


    Gabs denn auch noch Forellen?

  • Ich kannte den Wallergriff ja bis dato eher so vom Hörensagen, musste die Hand mit der Rute möglichst hoch nach hinten halten, damit die Schnur nicht in Kontakt mit dem Boot kommt. Da blieb nur eine Hand zum landen und ich dachte so ein bisschen Schutz kann da nicht schaden. Meiner Freundin wollte ich nicht zumuten die Angel mit dem Fisch dran zu halten, ausserdem musste Sie ja filmen..


    Forellen habe ich am Bleder See leider keine gefangen, auch keine gesehen.
    Bemerkenswert sind die riesigen Karpfen zum Teil deutlich über 10 kg.
    An einem See bei Zrece konnte ich in 3 Stunden 5 Zander fangen. :dance: Einen kleinen faden Beigeschmack haben bei mir die Wucherpreise ausgelöst.
    Ich dachte in einem strukturschwächeren Land wären die meisten Sachen günstig. Das trifft auf die extrem touristische Gegend um den Bleder See definitiv nicht zu. Die Angelkarte für Raubfische kostet 30 Euro. Ein Ruderboot die erste Stunde 20 ,- jede weitere 10 Euro. Also 140 Euro für einen Tag Boot mieten!??? Die Preise seien überall gleich sagte mir man am ersten Bootsverleih, denn so meinte er stolz, "sie hätten sich abgesprochen"..
    Habe letztlich woanders ein Boot für einen halben Tag für 40 Euro bekommen was sich in dem Moment als guter Deal angefühlt hat aber im Grunde ein Frechheit ist.
    Auf dem Rückweg nach Österreich standen wie eine gute Stunde im Stau vor einem Tunnel, einziger Grund es sind 7,10Euro vor der Tunneldurchfahrt zu entrichten. Obwohl man eine Vignette für 15 Euro die Woche kaufen muss, da sind dann scheints die Tunnel nicht mit drin.


    Vielleicht hat das für viele nicht so die Relevanz, aber wenn man wie ich budgetorientiert reist ist es gut, wenn sich Erwartungshaltung mit der Realität deckt.


    Die Seen sind traumhaft schön und ich komme wieder.

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