Wie hoch schätzt ihr die Scheuchwirkung?

  • Moin zusammen!
    Mich beschäftigen seit ein paar Tagen ein paar Fragen, da ich zu keiner Einigung mit mir komme, möchte ich gern eure Meinung hören.
    Folgende Situation, da ich kein Boot habe werfe ich meine Montagen bzw lauf die Steine mit der Wathose raus. Jetzt hab ich an meinem Fluss sehr weichen Boden, was die Schritte natürlich ins Gewässer überträgt.
    Wie hoch schätzt ihr die Scheuchwirkung ein wenn:
    - mit der Wathose im Fluss rum gelaufen wird
    - am Ufer entlang gelaufen wird bis man den vermeintlichen Hot Spot erreicht hat
    ???
    Zieht der Wels als "König des Gewässers" sich aus einem Gebiet vorerst zurück wenn er solche ungewohnten Töne wahrnimmt und kehrt dann nach einiger Zeit zurück zur Jagd/zum Ruhen? Oder ist es ihm sogar egal, denn er ist ja der Chef im Wasser und brauch sich nicht verstecken?
    Ich bin etwas skeptisch aus dem Grund, es werden großteils die Montagen mit Motorboot ausgelegt und teilweise erfolgen die Bisse kurz nach ablegen der Montage.


    So nu bin ich gespannt was ihr dazu denkt. Vielleicht mach ich mir auch ma wieder einfach nur über Banalitäten zu große Gedanken.


    Gruß Achim

  • Ich denke 3 Faktoren spielen eine Rolle:


    Wie groß ist der Fisch
    Hat er dort einen Unterstand oder zieht er.
    Wie nahe kommst du dem Fisch



    Und sogar noch eine 4:


    Was ist es für ein Gewässer. ( Badegewässer, Schifffahrt, badende Hunde usw.)


    Ich denke alles kann seinen Einfluss darauf haben

  • Hi Dennis!
    Schön von dir zu lesen. Son bißchen was weißt du ja von meinem Gewässer, an der Stelle ist selten mit Schifffahrt zu rechnen, gelegentlich ma Kanufahrer. Auch Badegäste, Hunde usw findest du an der Stelle nicht, da mein neuer Platz sich mitten im Nirgendwo befindet.

  • Das Auslegen der Montage vom Boot aus erfolgt auch nicht ganz geräuschlos nehme ich an.


    Was schon sehr abschreckt, wird wohl das Auswerfen von Steinen sein, was hin und wieder praktiziert wird.


    Aber beim leisen Laufen mit Wathose kann ich mir das nicht vorstellen.

  • Das Laufen mit Wathose hat meiner Meinung nach keine Auswirkung, gerade der weiche Grund sollte die Schritte dämpfen. Ich gehe davon aus, dass Du nicht durchs Wasser rennst, wie ein Wildschwein auf XTC. Solange Du nicht auf den Wels trittst, wird er sich noch nicht mal verziehen, wenn er am Ruhen ist. Und falls doch, dann wird er sehr zügig an seinen Ruheplatz zurück kehren.
    An Deinem Gewässer scheint ja recht viel Natur zu herrschen, deshalb sehe ich das Einwerfen von großen Steinen eher problematisch. An Gewässern, wo Wasser- Terror herrscht, macht Lärm weniger aus, aber in Deiner Wildnis sind die Fische wahrscheinlich nicht an plötzliche Geräusche gewohnt.

    So wie ich die Sache sehe ist die Intelligenz bereits ausgestorben und es leben nur noch die Idioten.

  • Hi!
    Also, eines ist mal ganz sicher; das sensorische Empfinden des Wallers ist zu 95% auf Schwingungen des ihn umgebeden Mediums ausgelegt... .
    Da mag jetzt jeder draus machen was er will, aber von den ca. 50 Fischen zwischen 120 und 180cm die ich so in meinem Leben gefangen haben dürfte ( ich bin relativ oft in Frankreich und Spanien - für den Aufwand bin ich auffallend erfolglos..), wurden keine 10% bei Lärm gefangen.
    Meine Angelstellen lagen aber zu mind. 80% in lärmbelastetem Gebiet.
    Fänge im Hafen sehe ich für mich nur noch als Zufälle. Gezielt versuche ich das garnicht mehr.
    Babys kann man natürlich überall und immer fangen - die Älteren scheinen sehr viel sensibler zu sein.. .
    Andererseits habe ich auch schon von anderen Anglern gehört, die in der Natur noch nie einen Wels gefangen hane, und es jetzt nur noch im Hafen versuchen.
    Ich halte Die für zu blöde, sich still zu verhalten... .
    Petri


    Hey Diox.. :gut:

  • Zitat von rhinefisher

    Hi!
    Also, eines ist mal ganz sicher; das sensorische Empfinden des Wallers ist zu 95% auf Schwingungen des ihn umgebeden Mediums ausgelegt... .


    Die Zahl würde ich noch erheblich nach oben korrigieren, nämlich auf 100 %.


    Deshalb halte ich es in einem ruhigen Gewässer - Warnow- für erheblich scheuchender, einen fetten Ankerstein einzuwerfen, als mit Watbux zum anvisierten Angelplatz zu laufen. Das dabei verursachte Geräusch 'Laufen auf schlammigem Gewässergrund' halte ich für natürlicher.


    In Gewässern mit viel Schifffahrt, Badegästen, steinewerfenden Kindern etc ist meiner Meinung nach der entstehende und herrschende Lärm zweitrangig.

    So wie ich die Sache sehe ist die Intelligenz bereits ausgestorben und es leben nur noch die Idioten.

  • Ohne Experte zu sein, aber ich würde mal die These aufstellen, dass sich Welse von Dingen die ins Wasser plumpsen überhaupt nicht abschrecken lassen, ehr im Gegenteil. Berichten nicht so ziemlich alles Welsspinnangler, dass ihre Köder oft direkt nach dem auftreffen auf die Wasseroberfläche genommen werden? Liegt das nicht mit ziemlicher Sicherheit daran, dass die Bartelträger relativ neugierig sind?


    Kann mir demnach nicht vorstellen, dass sie sich von solchen Geräuschen wirklich stören lassen.

  • Da hast du Recht Tom, sie legen es ja beim spinnfischen sogar drauf an, dass der Blinker recht laut aufschlägt und teilweise aus dem Geäst ins Wasser plumpst. Denn es ist ja in der Natur auch so dass mal ein Kücken etc. ausm Nest ins Wasser fällt und dann heißt es Mahlzeit.

  • Zu dem Schluss bin ich jetzt auch gekommen. Ich denke aber trotzdem dass es wichtig sein wird bei dem weichen Boden den ich am Spot habe, sich nicht zu viel zu bewegen damit nicht ständig Bewegung ins Wasser kommt, was ja dann auch ungewöhnlich ist, wenn sonst immer Ruhe herrscht.
    Also kommen die Köder beim nächsten langen Ansitz ne Stunde vorm Dunkelwerden raus unda dann is Ruhe am Platz :)

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