• Hallo Kollegen,


    ich fische bisher „Allround“ (primär Ansitz auf Raubfische) und habe jetzt den Spaß am Feederfischen gefunden. Nun möchte ich mit der Feeder richtig beginnen und erhoffe mir hier ein paar gute Tipps von den erfahrenen „Feederprofis“ zum Thema Ausrüstung und Taktik.


    Mein Ziel sind primär Brassen, evt. auch mal Barben und sonstige größere Friedfische. Ich fische vor allem im Neckar bei Stuttgart.


    Ich überlege mir die Garbolimo Super G13 Power Feeder zu kaufen:
    http://www.garbolinouk.co.uk/r…/59/super-g-power-feeder/
    150g WG bei bei 3,9m Länge
    An die Rute komme ich um einiges preiswerter im Vergleich zum Normalpreis. Was haltet ihr von der Rute?


    Was die Dicke der Hauptschnur betrifft bin ich mir auch recht unsicher. Einige sind ja hier der Meinung, das 18er oder 20er Mono das absolute Maximum sind. Andere sind der Meinung, dass die Dicke der Hauptschnur beim Feedern keine Rolle spielt und verwenden 15er, 30er oder dicker. Was ist hier jetzt richtig?


    Bei Maden hatte ich bisher das Problem, dass mir die kleine Lauben und Rotaugen alles vom Haken gelutscht haben bevor große Fische beißen konnten. In einem Angelladen wurden mir Halibutt-Pellets in 8 bis 10mm für Brassen empfohlen. Hat jemand von euch hier schon Erfahrungen beim Feedern gemacht? Bisher dacht ich Brassen stehen eher auf süße Aromen wie Vanille.


    Jossi

  • Moin,
    Die Rute kenne ich nicht, für den Normalfall reicht die Rute für langsame Fließgewässer. Bei flotter Strömung und Schiffsverkehr solltest Du über die Anschaffung einer Heavy Feeder nachdenken. Für den Rhein nutze ich eine Berkley 80-200g in 4,50.
    Auf der "kleinen" Feeder hab ich eine 22er Schnur reicht dicke.
    Mit dem Futter kannst Du ruhig etwas experimentieren, es muss auf keinen Fall das teuerste sein.
    Für mich reicht meist Standard futter das ich noch mit geschrotetem Hanf und je nach Jahreszeit etwas Flavor versehe.
    Bei der Barbenjagt z.B. nehme ich eine gute Hand geriebenen Hartkäse. Auf den Harken kommt dann ein Stück Baby-Bell oder anderer Käse.

  • das problem mit kleinen lauben hab ich auch am kanal.
    also ich hab einfach eine hakengröße größer genommen und dann ein kleines bündel von 3-5 maden auf den haken gezogen das hält im normalfall die kleinen fische ab weils schlicht und einfach zu groß fürs maul ist.
    und maden haben ansich schon ein sehr starkes amoniak aroma was die fische total rattig macht... und zum anfüttern ist je nach gewässer ausprobieren angesagt.
    jeder user könnte dir jetzt hier eine futtermischung hinschreiben die an seinem gewässer vlt 30 fische bring, bei dir jedoch nicht einen einzigen :)

  • Lauben gibt es bei mir nicht, dafür unzählige Elritzen. Wenn ich hier eine Hakengröße von 6 oder 4 wähle, lutschen die kleinen die Maden halt aus, im Ergebnis igendwie das gleiche.
    Also wähle einen Köder den die kleinen nicht aufnehmen, der Zielfisch aber schon oder lebe mit dem ständigen genuckel an deinem köder.

  • Zitat von RudivomSee

    Lauben gibt es bei mir nicht, dafür unzählige Elritzen.


    Wundervolle Forellenköder diese Pfrillen! :D

  • Garbolino hatte früher super Ruten, wie es inzwischen aussieht, kann ich Dir leider nichts zu sagen. Gerüchten zu Folge soll die Qualität stark nachgelassen haben, die Gerüchte kann ich allerdings weder bestätigen noch dementieren.


    Zitat von Jossi


    Bei Maden hatte ich bisher das Problem, dass mir die kleine Lauben und Rotaugen alles vom Haken gelutscht haben bevor große Fische beißen konnten. In einem Angelladen wurden mir Halibutt-Pellets in 8 bis 10mm für Brassen empfohlen. Hat jemand von euch hier schon Erfahrungen beim Feedern gemacht? Bisher dacht ich Brassen stehen eher auf süße Aromen wie Vanille.


    Jossi


    Die Pellets sind eine Möglichkeit, die kleinen Fische auszusteuern. Aber ich gehe davon aus, dass eher das von Dir verwendete Futter nicht das richtige ist, bzw. Du es falsch anwendest.


    Lauben sind eigentlich Fische, die die obere Gewässerhälfte bewohnen, auch kleinere Rotaugen stehen normal abseits vom Grund.
    Wenn sie Deinen Futterplatz entdecken, dann ist Dein Futter wahrscheinlich zu aktiv, sprich es steigen Partikel aus dem Futter auf und schwimmen Richtung Oberfläche. Abhilfe schafft es, wenn Du Dein Futter nicht direkt am Wasser anrührst, sondern schon am Tag vor dem Fischen. Dann sind fast alle Partikel im Futter gut gesättigt und bleiben am Grund liegen. Nachteil ist dann allerdings, dass es länger dauert, bis sich das Futter aus dem Korb gelöst hat.


    Nächste Möglichkeit ist die Farbe des Futters: Auf ein Futter, welches dem Gewässergrund angepasst ist, stellen sich auch kleine Rotaugen, wenn sich das Futter farblich jedoch vom Gewässergrung abhebt, stellen sich die Kleinfische eher an den Rand des Futterplatzes.


    Dann hast Du noch die Option, Dich durch die Fische zu fischen, dazu solltest Du allerdings am Beginn kräftig Futter legen, damit gewährleistet ist, dass durchgehend Futter am Platz ist. Irgendwann sind die kleinen Quälgeister satt und suchen das Weite oder aber sie werden von den großen Exemplaren verdrängt. Wenn dann Brassen und Co am Platz sind, muss ausreichend Futter liegen, sonst ziehen sie wieder davon.


    Gegen ausgelutschte Maden hilft es, mit der Vorfachlänge zu experimentieren. Sind die Bisse kurz und heftig an der Rute zu sehen, es hängt aber kein Fisch, dann solltest Du das Vorfach verlängern und dem Fisch so etwas mehr Zeit geben, den Köder zu nehmen. Merkst Du hingegen die Bisse nicht und die Köder sind ausgelutscht, dann solltest Du das Vorfach kürzen. Hast Du Bisse und kannst diese verwerten, die Fische haben jedoch schon geschluckt, dann solltest Du das Vorfach auch einkürzen, dann haben die Fische zu viel Zeit.

    So wie ich die Sache sehe ist die Intelligenz bereits ausgestorben und es leben nur noch die Idioten.

  • Im Fluss nur mit einem Blei. Das reicht, um Kanten, Löcher und die Bodenbeschaffenheit zu erkunden. Im See mit Lotpose und Blei und wenn ein Boot mit Echo vorhanden ist... eh klar, oder!?

  • Mit der Feeder zu loten ist umständlich und erfordert viel Erfahrung und Gefühl, um kleine Tiefenunterschiede zu erkennen. Und auch viele Wurf, die richtig Radau machen und eher kontraproduktiv sind. Aber kleine Kanten und Löcher werden überbewertet. Viel wichtiger ist es, einen Platz mit gutem Grund zu finden, der vor allem sauber ist.

    So wie ich die Sache sehe ist die Intelligenz bereits ausgestorben und es leben nur noch die Idioten.

  • Wie Gerd aus Ferd schon sagte erfordert das Loten mit der Feederrute ein wenig Erfahrung. Hier ist ein Bericht von meinem Angelkollegen der das ganze erklärt und sogar noch durch einen Trick vereinfacht
    http://www.champions-team.de/t…12/Loten-beim-Feedern.php
    Wichtig ist das du dir einen Platz suchst auf dem du denn Korb ruckfrei bewegen kannst. Noch wichtiger ist das du dir eine Stelle frei von Schlamm suchst. das mögen Brassen und Co überhaupt nicht. Mit der Zeit wirst du beim Langsamen ziehen vom Korb auch genau wissen ob dein Untergrund Schlammig, Kiesig, Steinig oder mit Pflanzen bewachsen ist. Alles eine Sache des Ausprobierens und der Erfahrung.
    Im Fluss sieht das ganze anders aus. Da liegt das Hauptaugenmerk darauf eine Freie Spur zu finden um denn Korb auch mal durchtreibend Fischen zu können.


    mfg

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