Zander auf Grund mit künstlichen Köderfisch???

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Angler06
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Zander auf Grund mit künstlichen Köderfisch???

Beitragvon Angler06 » 20.11.2010 - 13:34

Hallo,

ich bin neu hier im Forum.
Ich möchte gerne wissen, ob es Sinn macht, Zander auf Grund mit einem künstlichen Köderfisch nachzustellen? Oder ist dass nur mit totem natürlichen Köderfischen/Fetzen sinnvoll?
Eure Meinung würde mich sehr interessieren.
Vielen Dank!

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andal
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Beitragvon andal » 20.11.2010 - 13:51

Ein künstlicher Köderfisch, also ein Gummifisch, auf Grund reizt einen Zander so sehr zum Anbiss, wie ein Stein. Essen Zander Steine? ;)

Entweder beim Gufi mit der Aktion den Biss herbeiführen, oder beim Grundangeln mit einem echten Fisch den Geruchs-/Geschmackssinn reizen. Selbst die eingelegten Köderfische aus dem Glas kann man knicken.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Beliebt » 20.11.2010 - 16:15

Auch wenn es funktioniert finde ich dass es keinen Sinn macht.

Ist der künstliche Köderfisch nämlich so mit Geruchs-/Geschmacksstoffen behandelt um selbst beim passiven Angeln einen Biss herbeizuführen, so ist davon auszugehen, dass der Fisch diesen künstlichen Köderfisch frisst. Hat man bei dieser Angeltechnik einen Schnurbruch wird unser Kunstköder im Magen des Fischs verbleiben und wohl in den meisten Fällen zum Tod des Fisches führen.

Deswegen entweder Naturköder der auch verdaut werden kann oder Kunstköder die ohne Bewegung für Fische nicht mehr interessant sind. Alles andere ist unfair gegenüber unseren schuppigen Freunden!

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Beitragvon Julian14 » 21.11.2010 - 6:03

Ich habs auch bei der angelshow angebissen mit matt hayes gehört!
aber ich finde das gibt dem fisch einfach kein reiz reinzubeissen , wenn es ein gufi ist :-)

mfg

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Beitragvon Zanderschreck » 27.11.2010 - 12:13

Beliebt hat geschrieben:Auch wenn es funktioniert finde ich dass es keinen Sinn macht.

Ist der künstliche Köderfisch nämlich so mit Geruchs-/Geschmacksstoffen behandelt um selbst beim passiven Angeln einen Biss herbeizuführen, so ist davon auszugehen, dass der Fisch diesen künstlichen Köderfisch frisst. Hat man bei dieser Angeltechnik einen Schnurbruch wird unser Kunstköder im Magen des Fischs verbleiben und wohl in den meisten Fällen zum Tod des Fisches führen.

Deswegen entweder Naturköder der auch verdaut werden kann oder Kunstköder die ohne Bewegung für Fische nicht mehr interessant sind. Alles andere ist unfair gegenüber unseren schuppigen Freunden!


Sorry, aber für den Schnurbruch bist Du als Angler verantwortlich. Jeder Angler hat die Pflicht, sein Gerät so zu wählen, dass es nicht passieren kann.
Ansonsten, würde ich überhaupt nicht auf die Idee kommen, ein Stück Gummi ohne Bewegung einem Zander anzubieten.
Gruß
Volker

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Beitragvon Beliebt » 01.12.2010 - 10:23

Echt? Frage mich warum dann soviele Angler von Köderverlusten berichten.
Rutschen da die Gummis vom Haken?

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Beitragvon niels1984 » 01.12.2010 - 12:34

Ich denke eher es liegt daran das es sich dabei um Hänger handelt die man sich sehr schnell als Buhnenangler einhandeln kann. Da nützt es dann meist nichts mehr wenn es mit ruckeln und zucken nicht klappt die Schnur zu durchtrennen.
Ich persönlich habe noch keinen Fisch durch Schnurbruch verloren, ob ich nun mit oder ohne Stahlvorfach einen Hecht gefangen habe spielte dabei keine Rolle.

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Beitragvon Zanderschreck » 01.12.2010 - 21:39

Okay, Köderverlust durch Hänger ist ja was ganz normales. Aber Köderverlust durch Gehakte Fische sollte nicht zur Regel werden.

Ich selber habe schon Fische durch Schnurbruch verloren, was mir anschliessend sehr leid für den Fisch tut und ich daraus meine Lehre ziehe.
Habe mal einen sehr schönen Wels mit 40er Geflochtene verloren, da hätte ich mich am liebsten ertränkt. Nächsten Tag kam 60er drauf, dass war die logische Schlussfolgerung.
Gruß

Volker



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Beitragvon niels1984 » 02.12.2010 - 7:47

Ich denke mal das dies ein Szenario ist welches durchaus vorkommen kann und auch darf, denn man kann sich einfach nicht auf alles vorbereiten.
Mir selbst ist es schon zweimal passiert das ich beim Posenfischen mit einem 6er Haken und Maden dran einmal einen 85er und einen 55er Hecht gefangen habe. Ich muss denen die Maden wohl genau vor das Maul geworfen haben in dem Moment als sie zupackten. Das wäre ja auch kein Grund nun nurnoch mit Stahlvorfach nach Friedfisch zu Angeln.
Wer ahnt denn schon das plötzlich ein Wels den Köder nimmt, bei dem das Gerät übervordert ist, ausser man angelt natürlich auf Wels, dann ist damit ja zu rechnen.

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Beitragvon Kai S. » 02.12.2010 - 14:16

Naja auf was soll er sonst mit einer 40er geflochtenen gehen? :D

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Beitragvon niels1984 » 02.12.2010 - 15:57

Das hat damit doch nichts zutun. Als ob es nicht genügend andere Möglichkeiten gibt so eine Schnur einzusetzen. Damit kann man auch auf Köderfische Angeln. Ich habe mit einer alten Wallerrute und 50er Monofilen auf Rotaugen geangelt, einfach weil ich sie noch stehen hatte!

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Beitragvon reverend » 02.12.2010 - 19:20

Und? Hat's Spaß gemacht?

Zu deinen Hechtbissen auf die Maden: Wahrscheinlich hat sich an denen ein kleiner Friedfisch zu schaffen gemacht - und das hat den Hecht dann verleitet.
Das Risiko hat du natürlich immer beim Köderfischangeln: Du hast einen KöFi am Haken, der zappelt wie wild beim Einholen. Und ein (meistens untermaßiger) Hecht sieht's und rumpelt drauf.
Dann hilft nur eins: Vorsichtig den Hecht drillen. Meist ist dieser ja nicht gehakt, sondern gibt einfach seine Beute nicht mehr her - bis man ihn in Ufernähe hat.
Sollte er geschluckt haben, ist das Abködern dann meist auch kein Problem.
Cogito, ergo sum.
Credo, ergo intelligo.
Piscor, ergo vivo.

P.S.: Don't buy a fly - just tie!

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Beitragvon Kai S. » 02.12.2010 - 20:18

niels1984 hat geschrieben:Das hat damit doch nichts zutun. Als ob es nicht genügend andere Möglichkeiten gibt so eine Schnur einzusetzen. Damit kann man auch auf Köderfische Angeln.


Sorry aber was schreibst Du da für einen Blödsinn?
Natürlich ersetzt man seine 40er geflochtene, die man zum Köderfischangeln nimmt weil man nichts anderes hat, mit einer 60er geflochtenen weil man ja auch mal evt. Welse beim Köfi fangen raus bekommen will.....
Darum hat er sicher auch von einen 18er Haken auf einen 10er gewechselt, die Welse sind ja etwas stärker als die Köfis.....
Glaubst Du echt das er bei einer geflochtenen 40er die der Wels zerreißt noch einen Haken nehmen kann mit dem er Köfis bekommen kann?

Vor allem als erfahrener Angler mit jahrelanger Angelerfahrung hat man ja auch kein passendes Gerät für etwas das man öfter mal macht, erst recht nicht wenn die Verlobte auch noch angelt.

Also sorry, das ist doch eindeutig das er auf Wels aus war, denn wegen Köfis oder so hätte er nicht gleich die Schnur auf 60er gewechselt und eine günstige Köfi Rute kostet weniger als der Schnurwechsel.

Und was den Hecht beim Köfistippen angeht, da sollte man dann auch ein paar Punkte nicht vergessen. Erstens ist das Vorfach vermutlich eh nur 0,12-0,16mm stark, dazu der Haken nur 10-18er. Sowas stört einen Hecht nicht die Bohne und vergeht schnell, aber ganz anders ein Kunstköder der mit seinen Drillingen das Maul auch verschließen kann oder ein Gufi der nicht mal eben schnell verrostet.

Man kann nicht auf alles vorbereitet sein, muss man auch nicht, aber es sollte z.B. klar sein das man auf Zander mit Stahlvorfach fischt wenn auch Hechte zu erwarten sind und das man mit einer Schnurstärke fischt die den Hechten angepasst ist. Alles andere ist nicht waidgerecht.

Manchmal sollte man doch mal eben kurz überlegen bevor man hier irgendwelche hanebüchenen Theorien erfindet.

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Beitragvon Zanderschreck » 02.12.2010 - 22:43

Kai S. hat geschrieben:Man kann nicht auf alles vorbereitet sein, muss man auch nicht, aber es sollte z.B. klar sein das man auf Zander mit Stahlvorfach fischt wenn auch Hechte zu erwarten sind und das man mit einer Schnurstärke fischt die den Hechten angepasst ist. Alles andere ist nicht waidgerecht.

Manchmal sollte man doch mal eben kurz überlegen bevor man hier irgendwelche hanebüchenen Theorien erfindet.


Mehr gibts zum Thema Fische verlieren, weil nicht waidgerecht kaum noch zu sagen.


Zu meinem Thema: Ich war natürlich nicht auf Rotaugen angeln, sondern mit einem 3pfündigen Brassen auf Wels ;) .
Einen Tag vorher habe ich ca. 60 Meter eine 60er Geflochtenen verloren, so war die Spule estmal unbrauchbar. Hatte aber noch eine Ersatzspule dabei. Die sollte eigentlich auch mit 60er Waller-Kalle bespult sein. Mein Händler hatte aber wohl einen schlechten Tag als er die bespult hatte. Auf dem Wasser zig Kilometer vom Camp weg, bemerkete ich dann auch beim montieren, dass es keine 60er Schnur war sondern dünner, okay dachte ich mir "shit happens". Also 40er genommen Montage raus und gehofft das es auf die andre Rute beisst :D.
Natürlich kommts dann immer so wie es nicht kommmen soll. Nach ein paar kleinen Waller so um einen Meter, bekomme ich einen richtig fetten Biss auf die Rute mit der dünnen Schnur. Zuerst kommt der Fisch auf mich zu, dann schwimmt er flussaufwärts, ein sicheres Zeichen für einen ü2Meter-Waller......
Dann kommt der Fisch zurück, die Rute schon unter mächtig Spannung.
Der Fisch droht in die Ankerleine zu kommen, ich kann ihn mit viel Druck umlenken. Der Fisch droht in Richtung Schraube zu schwimmen, er zieht wie eine Dampflok, da habe ich dann so viel Druck beim Versuch ihn umzulenken aufgebaut, dass mir die 40er einfach weggeklatscht ist.
Das war der einzigst vernünftige Fisch in einer Woche Italien und den verliere ich, weil ich mit zu dünner Schnur gefischt habe. Nächsten Tag kam dann eine 60er drauf, die mir Taxler gegeben hat, nur da war es dann leider auch zu spät.
Wie schon gesagt, aus Fehlern lernt man, aus Fehler Anderer kann man aber auch lernen, deswegen immer richtiges Gerät dabei und keine faulen Kompromisse eingehen ;).
Gruß

Volker



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Beitragvon niels1984 » 03.12.2010 - 7:28

Kai S. hat geschrieben:
niels1984 hat geschrieben:Das hat damit doch nichts zutun. Als ob es nicht genügend andere Möglichkeiten gibt so eine Schnur einzusetzen. Damit kann man auch auf Köderfische Angeln.


Sorry aber was schreibst Du da für einen Blödsinn?
Natürlich ersetzt man seine 40er geflochtene, die man zum Köderfischangeln nimmt weil man nichts anderes hat, mit einer 60er geflochtenen weil man ja auch mal evt. Welse beim Köfi fangen raus bekommen will.....
Darum hat er sicher auch von einen 18er Haken auf einen 10er gewechselt, die Welse sind ja etwas stärker als die Köfis.....
Glaubst Du echt das er bei einer geflochtenen 40er die der Wels zerreißt noch einen Haken nehmen kann mit dem er Köfis bekommen kann?

Vor allem als erfahrener Angler mit jahrelanger Angelerfahrung hat man ja auch kein passendes Gerät für etwas das man öfter mal macht, erst recht nicht wenn die Verlobte auch noch angelt.

Also sorry, das ist doch eindeutig das er auf Wels aus war, denn wegen Köfis oder so hätte er nicht gleich die Schnur auf 60er gewechselt und eine günstige Köfi Rute kostet weniger als der Schnurwechsel.

Und was den Hecht beim Köfistippen angeht, da sollte man dann auch ein paar Punkte nicht vergessen. Erstens ist das Vorfach vermutlich eh nur 0,12-0,16mm stark, dazu der Haken nur 10-18er. Sowas stört einen Hecht nicht die Bohne und vergeht schnell, aber ganz anders ein Kunstköder der mit seinen Drillingen das Maul auch verschließen kann oder ein Gufi der nicht mal eben schnell verrostet.

Man kann nicht auf alles vorbereitet sein, muss man auch nicht, aber es sollte z.B. klar sein das man auf Zander mit Stahlvorfach fischt wenn auch Hechte zu erwarten sind und das man mit einer Schnurstärke fischt die den Hechten angepasst ist. Alles andere ist nicht waidgerecht.

Manchmal sollte man doch mal eben kurz überlegen bevor man hier irgendwelche hanebüchenen Theorien erfindet.


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