Vorfach bei Steingruppen


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fischer_neuling
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Vorfach bei Steingruppen

Beitragvon fischer_neuling » 21.03.2011 - 18:09

bei meinem "hausfluss" wollte ich es einmal probieren auf barben zu angeln, allerdings sind in diesem am rand die ersten 3-4 meter steinaufschüttungen. wenn ich jetz mit einem 150-200 gramm blei in eine strömungskante (die entstehen meist am rand, wegen kleinen landzungen) werfe, ist das risiko recht groß, dass entweder der haken oder das blei zwischen den steinen stecken bleibt und ich abreißen muss.
könnte ich jetz mit einem dickeren vorfach, die gefahr verringern, dass das blei oder der haken abreißt?
PS: die strömung ist ungefähr so wie in der donau!

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RudivomSee
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Beitragvon RudivomSee » 22.03.2011 - 8:45

Moin,
2 Fragen habe ich da:
Bei der Fischereiprüfung hast Du etwas zum Verhältnis Vorfach zur Hauptschnur gelernt?
welchen Grund wird es wohl haben das die Tragkraft des Vorfaches immer geringer sein sollte als die der Hauptschnur.

Was glaubst Du wie viel Tragkraft eine Schnur haben muss um ein zwischen die Steine gerutschtes Blei nicht abreißen zu lassen und wofür sollte das gut sein?
Sicherlich kannst Du die Tragkraft so erhöhen, dass Du eher die Rute Knickst
als das sie reißt,Sinn macht es nicht.
Ein Zwischen die Steine gerutschtes Blei frei zu bekommen ist nahezu unmöglich und der Abriss ist unvermeidbar.
Ich bin wie ich bin; die einen kennen mich, die anderen können mich!!!
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Beitragvon rissfischer » 22.03.2011 - 9:05

Ich weiß ja nicht, wo du die Strömung in der Donau meinst, aber 150-200 g finde ich völlig übertrieben!
Wenn ich in der Donau auf Barben fische und meinen Köder an der Strömungskante ablege, dann nehme ich maximal 120 g.
Du kannst billige Bleie verwenden, die dann bei einem Hänger auslösen.
Dazu solltest du Inline-Bleie verwenden, die an der Hauptschnur mit einem Überschiebteil an der Tube befestigt werden.
Dann wird die Hauptschnur über das Blei geführt wird und dann am unteren Teil des Bleis mittels des Wirbels, der eingeschoben wird, befestigt.
Beim werfen hält das gut und bei einem Hänger rutscht das Blei dann raus.
Gegen einen Hänger mit dem Haken kannst du so gut wie nichts tun.

Du kannst auch längliche Bleie verwende, wie Tiroler Hölzl.
Ich würde mich freuen, wenn ich mit Anglern aus der Region Oberschwaben von Ravensburg über Biberach bis Ulm in Kontakt kommen würde!

Kreissportfischereiverein Biberach an der Riss e.V.

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Beitragvon Korsikaphil » 22.03.2011 - 13:52

Meine Bebleiung wenn Abrisse unvermeidbar sind:

Man nehme eine Büroklammer, biege diese gerade, und forme an einem Ende eine Öhse.
Nun nehme man die billigsten Lochbleie, die man finden kann und schiebe die gewünschte Anzahl auf die Klammer.
Man biege das Ende der Klammer so um, dass die Bleie nicht mehr von allein herunterrutschen können.
Zuletzt verbinde man die Öhse der Büroklammer per Karabiner mit der Schnur. Endblei oder Laufblei, beides ist möglich.

Der Clou an der Geschichte: Wenn man das Ende der Klammer, welches die Bleie hält, nur leicht umbiegt, kann man unter kräftigem Zug die Klammer herausziehen, wenn sich das Blei festgesetzt hat. Die Montage bleibt erhalten, nur das Gewicht bleibt zurück. Neues Blei draufstecken und weiter gehts.
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Beitragvon Diox » 22.03.2011 - 14:29

Eine Alternative wäre natürlich noch das Blei an einem sehr dünnen Seitenarm an zu bieten. So verliert man ebenfalls nur das Blei und es ist sehr schnell montiert.
Im Moment suche ich einen Programmierer der mit bei einem Projekt helfen würde! HTML und CSS gefragt! Jave Vorteilhaft!

Ansonsten Bla Blub

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Beitragvon fischer_neuling » 22.03.2011 - 19:09

rissfischer hat geschrieben:Ich weiß ja nicht, wo du die Strömung in der Donau meinst, aber 150-200 g finde ich völlig übertrieben!

ich angle im donaukanal da ist in der mitte nur glatter beton und die strömung ist doch recht zügig! ;)

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Beitragvon fischer_neuling » 22.03.2011 - 19:22

RudivomSee, das ist mir schon klar! :roll:
allerdings hab ich nicht geimeint, dass das vorfach dicker als die hauptschnur sein soll sondern, dass es etwas dickerer sein soll als wenn ich zum beispiel ein 22er vorfach nehme.
erst vor kurzem ist mir ein blei beim ausloten mit na 28er mono bei na steinpackung hängengeblieben und habs trotzdem frei bekommen ;)

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Beitragvon RudivomSee » 22.03.2011 - 21:38

@ fischer_neuling,
na dann ist das kleine Missverständnis ja ausgeräumt ;)

Meiner Meinung nach bringt ein stärkeres Vorfach keine Vorteile, zum einen wirst Du auch dort deine Hänger haben und den Haken frei bekommen oder auch nicht zum andern, habe ich die Erfahrung gemacht das wenn ein Haken an Steinen hängen bleibt und ihn wieder frei bekomme dieser in den meisten Fällen Unbrauchbar wird weil er einfach stumpf ist oder auf gebogen.
Wenn ich an der Ruhr auf Barbe fische kommt es schon häufiger vor das der Haken hängen bleibt das hindert mich aber nicht, trotzdem mit max. 22er Hauptschnur und 18er Vorfach zu fischen.
Haken die ich retten kann kommen aber grundsätzlich in meine Angelkiste und dann in die Mülltonne.
In der ersten Zeit meines Anglerlebens habe ich diese noch verwendet aber Aussteiger durch stumpf Haken und Abrisse weil das Vorfach doch irgendwo einen "Knacks" abbekommen haben haben mich zum schnellen Umdenken bewegt.
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Beitragvon Korsikaphil » 23.03.2011 - 9:36

Haken die ich retten kann kommen aber grundsätzlich in meine Angelkiste und dann in die Mülltonne.


+1.

Besonders die sogenannten "Chemisch Geschärften " sind äußerst störrisch beim Nachschleifen. Besser weg damit!
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Beitragvon Wormman » 23.03.2011 - 12:17

Hm, was kann ich dir empfehlen? :-S

- Viele Hänger in Steinpackungen passieren erst beim Einholen der Montage: Also Rute hochhalten und schnell kurbeln (Rolle mit hohem Schnureinzug von Vorteil).

- Abriebfeste Schnur verwenden (sowohl Hauptschnur als auch Vorfach)! Lass dich am besten von einem kompetenten Angelgerätehändler beraten. Grundsätzlich gilt, dass nicht vorgestreckte Schnüre geschmeidiger und abriebfester sind (Ich konnte mich nach anfänglichem Zögern von den Vorzügen der Maxima Chameleon überzeugen lassen und fische seit einem Jahr keine andere mehr. Führt aber leider kaum ein Händler – ich hab‘ mir ein paar Großspulen über’s Internet bestellt). Sehr reißfeste, vorgestreckte Schnüre sind viel weniger abriebfest und verzeihen auch ein Überdehnen bei einem Hänger viel weniger.

- Günstiges Blei verwenden, damit das Wehklagen nach Abrissen nicht so groß ist! Am besten in Größeren Mengen über‘s Internet bestellen oder selber gießen (lassen).
Und – wie Diox schon schrieb – das Blei am besten an einem Seitenarm mit dünnerer Schnur befestigen. Oft reißt nur der und man ist schnell wieder einsatzbereit.

Hoffe, das eine oder andere hillft dir weiter! §@*
Carpe noctem!

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Beitragvon fischer_neuling » 23.03.2011 - 19:10

Danke für die Tipps :)
könnt ichs nicht auch mit nem tiroler hölzl probiern?

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Beitragvon Wormman » 23.03.2011 - 19:53

fischer_neuling hat geschrieben:könnt ichs nicht auch mit nem tiroler hölzl probiern?

Ist auf hängerträchtigem Grund sicher nicht das Verkehrteste, doch auch leider lange kein Garant gegen kapitale Hänger. Ein Abriss schmerzt meist doppelt, denn die Dinger sind nicht so billig, v.a. die höheren Gewichte.
Carpe noctem!

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Beitragvon Korsikaphil » 24.03.2011 - 11:35

Selbstbastler-Alternative zum Hölzl:

Nimm irgenwelche Metallstangen aus weichem Material, wie man sie im Baumarkt oder manchmal auf Baustellen des Nachts findet. Die zersägst du, bearbeitest ein Ende mit der Feile, so dass es flach wird, und bohrst genau dort ein Loch hinein. Montage wie bei Büroklammer.
Ist zwar eine Heidenarbeit, aber für Hängerfreies Angeln ein großer Fortsschritt!
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Beitragvon Korsikaphil » 24.03.2011 - 11:37

die Dinger sind nicht so billig


Bei Fisherman`s Partner gibts die ab 70 Ct. das Stück, sind damit billiger als Birnenbleie.
Die schweren sind allerdings deutlich teurer.
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Beitragvon Rari » 24.03.2011 - 14:49

Ich mach mir die Gewichter immer mit Flusssteinen. Einfach einen Winkelschleifer mit Diamantscheibe nehmen und einen Schlitz einschneiden.
Danach wird einfach noch einen Wirbel eingeklebt und fertig ist das unsichtbare und günstige Gewicht.
[font=Arial]Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.[/font]