Vor Fischereischein Erfahrung sammeln durch Schwarzangeln ?

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Vor Fischereischein Erfahrung sammeln durch Schwarzangeln ?

Beitragvon CPURaucher » 22.02.2004 - 12:33

Ich möchte nun meinen Fischereischein machen .Aber bei einigen Fragen ,könnt ich mich so aufregen .(schon angemeldet )
Viele Fragen bzw. das Wissen dazu geht mehr in den Bereich Erfahrung hinein .
Ein großes Feld ist Gerätekunde . Es kann mir doch als Anfänger egal sein ,ob ich mit einer Bootsrute am Steg sitze oder nicht .Die Erfahrung wird mich schon lehren das ich damit nichts fangen werde und ob ich nun 0.25er Schnur oder 1mm verwende ist Erfahrungssache .Das ist wirklich ein erbärmliches Lernen wenn man sich Fragen an den Fingern herausaugt und diese abverlangt .

Thema Gewässerkunde
Gelbrandkäfer und sonstiges Gewürm ,verschiedene Gräser ,Enten - Stock- Bless etc.

ich will kein Botaniker werden und nicht der perfekte Angler nach bestandener Prüfung sein der an&s Gewässer geht und sofort alle Pflanzen aufzählt die um einem herum stehen und Käfer zählen die herumlaufen .

Ums kurz zu machen echt schwer der ganze "Kram" .

Klar ist es schon in gewisser Weise hilfreich aus diesen Bereichen etwas zu wissen aber so detailiert ? Mit solchen Methoden meiner Meinung nach zieht man sich Schwarzangler regelrecht heran .

Naja da hilft wohl kein jammern sondern nur das wälzen von Büchern.

Wenn hier jemand Tips geben kann ,wäre ich sehr erfreut darüber .

Das Lehrmaterial welches vom Blinker herausggeben wurde ist bereits in meinem Besitz und andere Lektüre .

mfg Stefan

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Beitragvon Bass » 22.02.2004 - 13:26

Gerätekunde ist auch dafür da dass man waidgerecht angelt . Stell dir mal vor man angelt mit viel zu schwacher Schnur auf vielkräftigere Fische , weil man es nicht besser weiß und die Fische leiden dann . Das ist einfach zum wohl der Fische und hilft einem schneller ein besserer Angler zu werden .


Ich finde , dass es gut ist , wenn man Pflanzen und Tiere des Gewässers kennt , da man es so besser versteht und weiß was diesem Ökosystem und letztendlich auch den Fischen schadet und es ist doch einfach besser , wenn man sich ein wenig auskennt .


Cu

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Beitragvon CPURaucher » 22.02.2004 - 13:36

Ja ich sage ja nicht ,das alles überflüssig wäre .Und auch euch "altanglen" reißt hier und da die Schnur aus div. Gründen .Aber wozu bitte schön muß ich wissen ,bei welcher Temp. Wasser seine höchste Dichte hat ?

Welche Steckvarianten gibt es bei Ruten ? Und welcher ph-Wert ist optimal .

Ehrlich ,gehst du mit Teststreifen ans Wasser um zu angeln und ermittelst den Sauerstoff und Säuregehalt des zu beangelnden Gewässers ?

mfg

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Beitragvon Bass » 22.02.2004 - 13:41

Das mit der Dichte ist extrem wichtig , da man so herausfinden kann wo die Fische stehen ( :arrow: Sprungschicht) . Ich messe tatsächlich , wenn ich im Sommer angeln gehe die Temperatur und , manchmal auch Sauerstoff auch um die Fische zu finden . Ph Wert und Sauerstoffgehalt kann auch sehr wichtig sein um zum Beispiel zu wissen warum eine Algenblüte u.s.w. da ist .

Wenn man mehr über sein Gerät weiß kann man auch besser einkaufen gehen .

Natürlich reißt auch erfahrenen Angler mal die Schnur ab . Aber wohl seltener als bei jemand der so gut wie nichts über Material weiß .

Cu

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Beitragvon CPURaucher » 22.02.2004 - 14:52

Ich sehe ja ein das dies wichtig ist um ein perfekter Angler zu werden .Aber lernt man sowas nicht aus der Erfahrung heraus ?

Bist Du ein "perfekter" Autofahrer gworden weil du in der Theorie gut aufgepasst hast ?
Weist du, wie du ein übersteuerndes Auto abfängst ? Ich glaube nicht .Ich habs auch erst gestern beim ADAC Training erfahren und angewand .

Ich kann mir doch in 24h Therie doch nicht das Wissen um den perfekten Angler aneignen und schon gar nicht ,kann man verlangen das diese Leute dies auch werden ,da die Informationsflut zu groß ist .

Meine Erkenntnisse über das Angeln sind sagen wir mal sehr beschränkt .Und du hast alle diese Sachen in der Theorie gelernt und angewand ? Vieleicht hast du es ja wirklich ,dann herzlichen Glückwunsch !
Oder ging es bei dir auch eher in Richtung Erfahrung sammeln ?

Es ist doch nicht "lebenswichtig" fürs angeln wie Dichte des Wassers oder die Temp. Es macht eher den Unterschied zwischen Erfolg und Mißerfolg aus .Und ob neben mir ein Süßgras steht oder ein Haselnußbaum :? ist doch gelinde gesagt egal .És entscheidet nur über den Erfolg .

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Beitragvon Bass » 22.02.2004 - 15:01

Ich habe das meiste nicht in den Vorbereitungskursen gelernt . Weil man da wo ich früher wohnte keinen Angelschein brauchte .Natürlich lernt man in der Praxis das Zeug einfach besser,leichter und gründlicher aber die Theorie hilft sehr gut das besser zu verstehen und einen Überblick zu bekommen .

Das mit der Dichte kann enorm wichtig sein sonst findet man z.B. in großen Seen nicht immer Fische , da man so ja auch weiß wo das wärmere/kältere Wasser ist und so die Fischeüberhaupt erst findet .

Gut die Sachen mit den Pflanzen sind wirklich für den Erfolg nicht wichtig , aber für manche bestimmt auch interessant und was brigt einem anglerischer Erfolg , wenn man das Ökösystem "Gewässer" im ganzen nicht kennt und so nicht unterscheiden kann was gut und schlecht für das Gewässe rund so auch die Fische ist .

Zum Autofahren da musste ich dreimal um so Hütchen fahren ein paar Buchstaben lesen , einen Bogen ausfüllen und ich hatte ihn . Fahren kann ich leider immer noch nicht richtig ich darf theoretisch nur .

Cu

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Beitragvon Grotius » 22.02.2004 - 15:17

Also ich finde den Stoff, den man für die Prüfung lernen muss, jetzt noch nicht so ausufernd, dass er ein wirkliches Hindernis auf dem Weg zum Fischereischein darstellen würde. Das, was man wissen muss, ist vielleicht nicht unbedingt zum Fangerfolg notwendig, aber doch sinnvoll, wenn man bedenkt, dass wir Angler ja nicht nur Fische fangen, sondern auch für die Pflege der Fischwasser verantwortlich zeichnen. Dazu gehören auch Grundkenntnisse (und mehr ist es wirklich nicht) über die ökologischen Zusammenhänge im Gewässer.
Was die Gerätekunde angeht: Es gibt Leute, die wollen angeln lernen, ohne dass sie jemanden haben, der ihnen was zeigen könnte. Für solche Leute ist es sinnvoll, hier Grundkenntnisse über die Gerätezusammenstellung zu erwerben. Außerdem ist er mit den Angaben, die er da erhält, hinsichtliche Waidgerechtigkeit auf der sicheren Seite.

Du siehst also, auch beim Angeln kann ein wenig Theorie nicht schaden. Sie ist die Grundlage für eine spätere erfolgreiche Praxis.

november

Beitragvon november » 22.02.2004 - 16:45

also ich möchte mal kurz den vergleich zum jagdschein machen ...im geegnsatz zum jagdschein is die prüfung für den angelschein n schiss...

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Beitragvon CPURaucher » 22.02.2004 - 17:18

Nun gut . Wahrscheinlich könnt ihr mir dann bitte mal bei dieser Frage weiterhelfen .

Welche fischereiliche Bedeutung haben Kolke und Gumpen in fließenden Gewässern ?

a) sie können sich nachteilig auswirken ,weil in ihnen das Wasser Sauerstoffarm ist

b) sie sind bevorzugte Standplätze der Fische

c) keine ,den Fische Meiden diese Plätze

Sind Kolken und Gumpen Unebenheiten im Gewässergrund ?

also schlußfolgernd b) ?

mfg Stefan

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Beitragvon andal » 22.02.2004 - 17:30

Ein Kolk, oder Gumpen ist eine Vertiefung des Flussgrundes nach einem Hindernis (z.B. Wehr-, oder Sohlsturz). Dort ist das Wasser sauerstoffreich, tief und es sammelt sich in der Kehrströmung Nahrung an. Deshalb b)!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon esox_lucius » 22.02.2004 - 17:40

Schwarzangeln um Erfahrngen zu sammeln, NEIN! Aber wenn Du einen Angler kennst soltest Du einfach mal mitgehen, und gucken ob es Dir gefällt.
Zur Fischereiprüfung....da ist ja nun wirklich kein Ding! Wenn Du in den Veranstaltungen aufpasst, brauchste auch nichts zu lernen...vieles ist einfach nur logisch. 1-2 Bücher gelesen und Du kannst beruhigt in die Prüfung gehen...

mfG. esox_lucius

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Beitragvon reverend » 22.02.2004 - 20:10

@CPURaucher:
Das ist doch eine nun wirklich praxisrelevante Frage. WEnn Du mal an einem Bach auf Forellen fischst, wirst Du gezielt Ausschau nach Gumpen halten!

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Beitragvon Bass » 22.02.2004 - 20:12

Manche Frage sind auch so blöd/einfach , dass man die Antwort wirklich ohne etwas zu wissen beantowrten kann .

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Beitragvon CPURaucher » 22.02.2004 - 20:20

"Manche Frage sind auch so blöd/einfach , dass man die Antwort wirklich ohne etwas zu wissen beantowrten kann "

Ja viele Fragen ergeben sich von selbst oder sind logisch aufgebaut ,nur diese Fangfragen nerven ein wenig .

Leider sind bei mir keine Forellenbäche oder Bäche im allgemeinen .Wehre auch nicht ,zumindestens habe ich als Nichtangler sowas nicht expliziet aufgesucht .

Aber nochmal Danke für die Antwort .

PS.

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Beitragvon CPURaucher » 22.02.2004 - 20:22

nachtrag zum PS.

Gumpen oder Kolk waren mir bisher kein Begriff ,da ich ja noch nicht in Forellenregionen gefischt habe . :lol: