• Ich und mein Freund waren neulich wieder beim angeln und mein Freund angelte mit Fischfetzen auf Raubfische, da wir mehrmals bemerkt hatten, wie Räuber durch unseren Futterplatz raubten. Nach ca. einer halben Stunde fing er einen kleinen Barsch, der ca. 15 cm lang war. Als er ihm den Haken Lösen wollte (der Fisch hin ganz vorne) schoss dem Fisch der Magen durch die Kiemen raus. :shock:
    Wie funktioniert denn das? Ich muss dzusagen, das mein Freund sehr vorsichtig mit jedem Fisch umgeht, also kann es nicht sein das er ihn zu fest gedrückt hat sodas er ihm den Magen rausgedrückt hat. Auserdem, der Fisch hatte 2 Lauben und 3 Würmer im Magen.Weshalb hat er Trotzdem gebissen?Er musste doch pappsatt sein?


    Hoffe ihr könnt helfen, Feederfreak

  • Aus welcher Tiefe wurde der Fisch geholt? Barschartige verfügen über Schwimmblasen, die keinen Luftgang zum Verdauungssystem haben. Daher sind sie sehr empfindlich, was eine schnelle Druckänderung betrifft (--> Trommelsucht!)

  • Eine Möglichkeit für das Hervortreten des Magens wäre die sogenannte Trommelsucht.
    Werden Fische aus großer Tiefe zu rasch nach oben gedrillt, schafft ihre Schwimmblase den Druckausgleich nicht so schnell und bläht sich infolge des schnellen Außendruckabfalls auf wie ein Luftballon.
    Bei Renken, Seeforellen und Seesaiblingen kann das mitunter vorkommen. Bei Barschen habe ich es allerdings noch nicht gehört.
    Aber möglich scheint es mir bei dem pappsatten Fisch schon, da die Schwimmblase auch noch durch den gedehnten Magen zusammengedrückt war.
    Andere Möglichkeit: Der Barsch hat den Köfi tief geschluckt, sodass der Haken tief in seinem Schlund steckte. Im Drill kommt es oft vor, dass der gehakte Fisch seinen Mageninhalt auswürgt, um den letzten Bissen mit dem spitzen Ding drin wieder los zu werden. Aber leider saß in Deinem Fall der Haken fest im Schlund, sodass der nach oben drückende Mageninhalt den Magen mitgerissen hat.


    Warum hat der satte Barsch den Köder trotzdem genopmmen?
    Das erklärt sich am ehesten durch den gerade bei Barschen häufig zu beobachtenden Futterneid. Wahrscheinlich gab es noch mehrere andere Barsche in der Nähe des gehakten Barsches. Denen wollte er den fetten Köderbissen einfach nicht gönnen - nach der Methode: "Lieber sich den Bauch verrenken, als dem Nachbarn etwas schenken."


    Nach dem Einstellen des Postings stellte ich fest, dass Andals zeitgleich formulierter Gedanke der gleiche war wie meiner. Dann muss ja was dran sein.
    Wie tief war's denn an Deinem Angelplatz?

    Cogito, ergo sum.
    Credo, ergo intelligo.
    Piscor, ergo vivo.


    P.S.: Don't buy a fly - just tie!

    Einmal editiert, zuletzt von reverend ()

  • Das kennt man auch von Barschen ,wenn auch mehr von Zandern. Sieht man oft beim vertical jigging ,wenn nicht richtig gedrillt wird.


    So ein Tiefendrill z.B. aus 15m Tiefe besteht eigentlich aus 2 Teilen. !. den Fisch schnell vom Grund weg bekommen und ihn dann ganz lange im Mittelwasser drillen und langsam und vorsichtig nach oben holen. Dann passiert sowas nicht.


    cu

  • Zitat von Feederfreak

    So, an der Angelstelle wart es nicht tief. das war vieleicht 1 m tief, wir angelten im Uferbereich.


    Dann kann es z.B. durch den Drillstreß sein. Das habe ich bei Aquarienfischen auch schon mal erlebt. Das die nach dem Anfassen bzw. handling (Kois) schon mal "erbrachen".



    cu

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