Barbenangeln im Rhein

  • Hi @all,


    möchte mich dieses Jahr mal um die Barben im Rhein "kümmern". Habe ja schon einiges über diese kampfstarken Fische gelesen. Ich angle so in der Höhe von Dinslaken. Die Rheinströmung ist ja schon ziemlich heftig. Deshalb gleich meine erste Frage. Wie siehts mit der Rute aus. Habe eigentlich keine Heavy-Feeder in meinem "Ruten-Wald". Ich könnte alternative ne 3,66m Drennan-Carp-Feeder (max. bis 110g) oder eine 3,90iger Drennan Continental-Carp mit 3lbs verwenden. Wären die denn halbwegs geeignet (Strömung / Aktion / Wurfgewicht)? Welche Futterkörbe (wie stark vorbebleit / evtl. mit Krallen) benutzt ihr? Schnurtechnisch dachte ich an eine 0,28mm Hauptschnur und ein 25iger oder 22iger Vorfach.


    danke im voraus
    gruß & petri
    der nightfish

  • Uff - 35iger :? Naja - Körbchen + Futter werden wohl einiges wiegen - und das will auch erstmal geworfen werden. Mal schauen - habe auf 2 E-Spulen noch 32iger Anaconda-Extrem-Line. Der "Faden" kann einiges ab. Werde den wohl zunächst mal probieren.

  • Zitat von bobbl

    Ich würd eine 35er Schnurv nehmen.
    Ansonsten müsste es gehen....


    35er Schnur ?
    Ich angel selbst im Rhein auf Barben und mir reicht eine 25er Hauptschnur locker aus. 35 halte ich für übertrieben.


    bis denne
    Sven

    Egal wie erfolgreich Du bist, egal wie
    sehr Du versagst, über einer Milliarde Chinesen ist das scheißegal.

  • In normaler Strömung sollte Deine Drenan mit 110 g WG ausreichen, auch die 25er Schnur reicht, dazu ein 22er Vorfach. 35er ist höchstens als Schlagschnur notwendig, als Hauptschnur langt die 25er. Wir benutzen ja schließlich die Rollenbremse, ne. Beim Auswerfen mit der Rute musst Du jedoch aufpassen und "rund" werfen, extreme Wurfweiten würde ich vermeiden. Aber normal reichen 20-25 Meter Entfernung, dass sollte mit einem sanften Wurf problemlos möglich sein.


    Zum Gerät auf Barbe noch was: Ich fische oft mit der 13m-Rute und 20er Hauptschnur - die hält (fast) jede Barbe problemlos aus.
    Also-25er Markenschnur reicht dicke.

    So wie ich die Sache sehe ist die Intelligenz bereits ausgestorben und es leben nur noch die Idioten.

  • Hi,also ich halte 35er auch füe was kräftig,hatte selbst im letzen Herbst derbe Verluste zu beklagen beim Barbenfischen,habe dann alles überdacht,mache es jetzt so:28er Catana Hauptschnur,25er Stroft Vorfächer und stabile Drennan oehr Haken,da habe ich keine überaschungen mehr erlebt,gruß Mischa

  • Ganz einfach: So leicht wie möglich, so schwer wie nötig :D


    Ich denke, dass Dir diese Frage keiner genau beantworten kann, dazu sind die Verhältnisse am Rhein zu unterschiedlich. Falls es Dir hilft - ich fische zwischen 50 - und 160 Gramm.


    Ich wähle den Korb so schwer, dass er in leerem Zustand gerade so liegen bleibt. Wenn ich den optimalen Korb gefunden habe, nehme ich einen, der 10 Gramm schwerer ist und ange mit dem Füttern an. Das hat den Hintergrund, dass ein befüllter Korb der Strömung mehr Widerstand bietet, als ein leerer.
    Nach der Anfangsfütterung ( ca 10-15 Körbe) wechsele ich auf ein Blei, dass 30 Gramm schwerer ist, als der zu Beginn ermittelte Futterkorb. So bleibt die Montage sicher am Platz liegen. So fängt man zuerst die Fische, die direkt auf das Futter kommen, diese sind in der Regel kleiner. Falls keine Bisse (mehr) kommen, wechsele ich auf ein Blei mit dem Ausgangsgewicht. Dieses bleibt relativ ruhig liegen, durch Anheben der Rute wird es jedoch um ca einen halben Meter versetzt. So suche ich die Futterspur nach größeren Exemplaren ab. Erst wenn dann keine oder merklich weniger Bisse kommen benutze ich den Futterkorb (10 Gramm über Anfangswert) und bringe neues Futter ein, jeweils nur eine Füllung.


    Das Ganze ist ein regelmäßiges Wechselspiel zwischen diversen Gewichtsklassen.

    So wie ich die Sache sehe ist die Intelligenz bereits ausgestorben und es leben nur noch die Idioten.

  • Meine Bebleiung liegt auch meistens zwischen 100g-160g,schwerer mag ich&s persönlich nicht,neme meine körbe aber dann auch mit den zwei krallenstiften,bringt noch etwas mehr halt,kommt halt drauf an,wo du gehst,an hafeneinmündungen,ströhmungskante oder im kehrwasser von buhnen oder häfen

  • Hi! 0,35er wäre schon wegen dem Stömungswiederstand eher schlecht, als Schlagschnur genügt eine gute 0,30er. Tellerbleie sind noch zu erwähnen - und nicht zu große Köder, keine handlangen Köfis oder so... .
    Alles Andere wurde wohl schon gesagt.
    So solltest Du auch mit den relativ leichten Ruten gut zurecht kommen.
    Petri!

  • Wirklich klasse Jungs - vielen Dank.


    Gerd aus Ferd
    Das nenn ich mal ne "runde Sache" :) Diese Antwort hat "Hand und Fuß" {ß*#


    Bis 160g ist schon ganz ordentlich. Ok - werde das aber selbst austesten. Hoffe mal, dass ich nicht ganz so schwer fischen muss, denn dann müsste ich doch mal über ne Heavy-Feeder nachdenken.


    Schnurtechnisch habe ich gerade 2 Spulen mit 0,25mm GTM aufgezogen (gab es bei uns im Angebot -> 200m für 5 Euro) - das passt also schonmal. Jetzt noch ein paar verschiedene Futterkörbchen, um variieren zu können. Habe ja noch ein wenig Zeit zum Vorbereiten - ist ja eh noch Schonzeit.


    In verschiedenen Postings steht, dass Maden für Barben die Köder "erster Wahl" sind. Könnt ihr das bestätigen? Was ist denn mit Käse? Im Bezug auf Barben habe ich ködertechnisch sonst immer sofort an Käse gedacht.


    Habt ihr eventl. noch einen Tipp zum Futter - irgendwas spezielles zu beachten? Wieviel sollte man denn bei einem 6 stündigen Ansitz einplanen?

  • also meine erfahrung war,das ich früher mit käsewürfel an grundmontage mit 80er sargblei barben gefangen habe,aber nicht so viele wie jetzt mit dem feedern und maden als köder,ist,meiner meinung nach,irgendwie effektiver,vorallem weißt du bei maden,das der köder auf jedenfall dran geblieben ist,nach dem wurf,was ja bei käse nich immer der fall war
    hoffe das hilft weiter,gruß Mischa

  • Ich finde Maden erste Wahl beim Feedern, da doch relativ schnell angeschlagen wird. Käse ist auch ein sehr guter Köder, jedoch musst Du dann etwas verzögert anschlagen, es sei denn, Du fischst kleine Stückchen am Haar.


    Wieviel Futter Du in sechs Stunden benötigst hängt von vielen Faktoren ab wie z.B. Strömung, Fischvorkommen. Pro Stunde kannst Du aber - je nachdem wie oft Du auswerfen musst- mindestens 0,5 - 1 Liter einrechnen.

    So wie ich die Sache sehe ist die Intelligenz bereits ausgestorben und es leben nur noch die Idioten.

  • Hi! Maden sind auch bei mir erste Wahl - Bissausbeute und zahl der Bisse sind am besten. Mit Köfi, so 5-8cm lang, fange ich aber die größten. Vom Buhnenkopf mit Tiroler Hölzel, die noch gut liegen bleiben, aber beim anheben der Rute wandern - damit fische ich ohne anzufüttern die Buhne in einer Stunde ab. Dann gehts zur nächsten, bis ich die Fische gefunden habe. Es kommen ja sowiso nicht so viele Standplätze in Frage... . 8)
    Petri!

  • Sorry für Doppelpost:


    Aber das mit den KöFis ist KEIN Witz, sondern durchaus realistisch.
    Zumindest fange ich tagsüber regelmäßig Barben beim fischen mit Wobblern, vor allem im späten Herbst. Die so friedliche Barbe futtert wohl gerne mal was handfestes, von Maden und Käse wird man ja auf Dauer nicht richtig satt.

    So wie ich die Sache sehe ist die Intelligenz bereits ausgestorben und es leben nur noch die Idioten.

  • Hallo,


    durchaus interessante Köder auf Barben sind auch Frühstücksfleisch in grösseren Würfeln und Leberkäse. Auch rohe Schweins- oder Rindsleber kann gute Fische bringen muss aber schön blutig sein und relativ oft erneuert werden.


    Grüsse
    Heinz

  • Köderfische als Barbenköder - habe ich zunächst wirklich für einen Scherz gehalten.


    rhinefisher

    Zitat

    ...und nicht zu große Köder, keine handlangen Köfis oder so...


    Habe mich schon bei Deiner ersten Antwort gewundert :) Köderfische ??? Auf Barben ??? Ja wie jetzt .......???


    Ok - wieder was dazu gelernt - und die Chance neben einer schönen Barbe einen Barsch oder vielleicht auch einen Zander zu bekommen, spricht allemal für einen Versuch mit dem Köfi. Die Barbe scheint ja ein richtiger Allrounder zu sein.


    Gruß & Petri

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