Die Wobbler-Graupe braucht euren Rat!

  • Hihi, ja als nach Stunden immernoch nix kleben geblieben ist, bin ich wieder umgeschwänkt uff de Bleche :D


    Aber nächstes Mal angeln wir mit Stoppuhr und im Halbe-Stunde-Takt mit Wobbler. Wenn wir dann die heiße Beißzeit ausgemacht haben, nur noch mit Wobbler ;)

  • Hallo,


    also... das klingt nach einem Einsatz für Schwimmwobbler mit 1 bis 2m Tauchtiefe oder Suspender, damit kann man an Barschbergen oft abräumen.
    Der Rapala Jointed Floating Forellendekor) hat die notwendige Tauchtiefe und gute Laufeigenschaften, der X-Rap ebenfalls von Rapala ist eine gute alternative. Der Taildancer hat eine bessere Aktion, läuft aber vermutlich zu tief (um die 3m).
    Wenn die Hechte eher auf Weisfischimitate stehen ist der Salmo Warrior im Dekor "Real Shiner" <-- Weisfisch gut. Ebenfalls ein guter Weisfisch ist der Abu Tormentor.
    Wenn du etwas mehr Aktion und Afmerksamkeit brauchst dann ist ein Zalt oder Turus Ukko in grelleren Farben eine gute Wahl.
    Alle genannten Wobbler sind natürlich auch noch in anderen Dekors zu haben. Da hilft nur testen.


    Gruss
    Michael

  • Leute nehmts mir nicht übel, aber eigentlich geht es doch hier gar nicht um die hunderste Wobblerempfehlung ... sondern darum dass Tinca mit den Wobblern, die er bereits hat bisher keinen Erfolg hat, weil er entweder Pech hat oder zu schnell auf bewährte Köder umsteigt oder noch nicht raus hat wie er die Wobbler, die er hat fängig präsentiert. Wahrscheinlich ist es von allem ein bisschen.
    Ich würde daher raten: Vergiss die Sache mit der Stoppuhr, angel mal nur mit Wobbler. Am besten ein oder zwei universelle Modelle (Namen sind ja schon genug gefallen oder?) in ein oder zwei fängigen Farben (z.B. ein Schocker, ein Natur), dann kannste Spinnanglers Ungeduldsreaktion Köderwechsel immer noch praktizieren und bleibst trotzdem beim gleichen Köder.

  • Das kenn ich nur zu gut :p


    Man versucht, einen neuen Köder ausgiebig zu testen und man hat lange Zeit keinen Erfolg.


    Dann schwenkt man auf den Köder um, mit dem man bisher die besten Erfahrungen gemacht hat,
    hat damit zwar auch keinen Erfolg, aber man fühlt sich damit sicherer
    ... hat also nicht am neuen Köder oder am Unvermögen gelegen 8)


    Das ist nur eine reine Kopfsache - Vertrauen zum Köder, der Montage und zur Ausrüstung
    ist eben bereits die halbe Miete ;)


    Gruß,
    Peter

  • Zitat von lounger

    Leute nehmts mir nicht übel, aber eigentlich geht es doch hier gar nicht um die hunderste Wobblerempfehlung ... sondern darum dass Tinca mit den Wobblern, die er bereits hat bisher keinen Erfolg hat, weil er entweder Pech hat oder zu schnell auf bewährte Köder umsteigt oder noch nicht raus hat wie er die Wobbler, die er hat fängig präsentiert. Wahrscheinlich ist es von allem ein bisschen.
    Ich würde daher raten: Vergiss die Sache mit der Stoppuhr, angel mal nur mit Wobbler. Am besten ein oder zwei universelle Modelle (Namen sind ja schon genug gefallen oder?) in ein oder zwei fängigen Farben (z.B. ein Schocker, ein Natur), dann kannste Spinnanglers Ungeduldsreaktion Köderwechsel immer noch praktizieren und bleibst trotzdem beim gleichen Köder.


    Richtig Lounger, das unterschreib ich so. ;) {ß*#

  • Hey,


    ich danke Euch erstmal für die große Resonanz, habe ich nicht mit gerechnet! Danke!


    Ja, es ist eine Kopfsache. Man versucht halt einfach mit allen Mitteln mit Fisch nach Hause zu gehen, wenn stundenlang nichts lief. Also folgt wieder der Griff zum Blinker ;)


    Eine Frage habe ich noch, hat auch was mit dem psychischen Faktor bei mir zutun: Habe schon öfters gelesen (glaube auch hier in dem Thread), dass eine maximale Tiefe von ca. 2,80m (wie in "unserem" See) noch ein Bereich ist, wo Hechte die Köder in jeder Tiefe ausmachen und attackieren, egal ob grund- oder oberflächennah. Ist das so richtig? Ist es Jahreszeiten-abhängig und damit Unsinn? Ist es eine Halb-Wahrheit, die nur zutrifft, wenn das Wasser entsprechend klar ist?


    Denn in meinem Kopf ist eingespeichert: "Grundnah führen = Fisch, Oberfläche = Unfug". Was natürlich nach sich zieht, dass ich meine Räuber zu 99% in Grundnähe fange, weil ich auch zu 99% dort meine Köder präsentiere...

  • Ich glaube nicht, dass das bei 2,80 von der Klarheit des Wassers abhängt. Neben der Wassertemperatur ist auch von Bedeutung, ob der Fischgerade jagt (dann ist die Tiefe egal) oder ob er eher passiv ist und nur wegen der günstigen Gelegenheit oder als Aggression auf eine Störung auf den Köder geht (eher tief).


    Beim Woblerangeln ist bei vielen dann noch der Psychofaktor:
    tief geführt (oder sinkender Wobbler) = eher Hänger und ein Haufen Kohle weg (zumindest im Vergleich zu den Alternativen)
    von Bedeutung.
    Das erhöht dann auch eher eine Vermeidung von hängerträchtigen Stellen, die aber leider auch Hot Spots sind. Der günstige Standartwobbler ist dabei dann noch eher zu verschmerzen, als der Hightech-Wobbler, gerade überall beworben wird und nur aus Japan zu beziehen ist.

  • Okay, also halten wir fest:


    Wenn der Hecht aktiv jagt, macht er in einem knapp 3m tiefen Gewässer jeden Köder aus, egal ob er 1m über ihm oder 2m unter ihm schwimmt und auch egal wie trübe das Wasser ist? Hab ich das so richtig verstanden?

  • Ausmachen wird er ihn wohl immer aber attackieren wird er den Wobbler nur, wenn er wirklich aktiv ist.
    Wenn die Hechte träge sind und nur an ihren Verstecken rumlungern musst du sie schon sehr reizen und den Wobbler immer vor ihrer Nase entlang ziehen.

  • Hallo,


    also, die Hechte legen bei entsprechender Wassertemperatur auch schon mal nen 2 bis 3m Sprint hin, um Beute zu fassen. Wenn es richtig kalt wird, wird diese Bereitschaft geringer und man muss entweder den Köder dichter zum Hecht bringen und / oder grössere Köderanbieten (lohnendere Beute).
    Bei den jetzt herrschenden Temperaturen werden die Hechte sicher noch "sprintfreudig" sein, denke ich, wobei grössere Köder als im Sommer sicher eine gute Wahl sind - probieren halt.
    In flachen Gewässern kann man dann fast schon sagen, die Hechte beissen in jeder Tiefe, wobei immer gilt: lieber tendentiell zu hoch als zu tief fischen, da die Hechte Köder, die unter ihnen laufen, nicht mehr wahrnehmen können(toter Winkel sozusagen).
    Wenn die Hechte nun eine Fressphase haben, ist es relativ einfach, sie zum beissen zu bewegen - man muss u. U. das Beuteschema etwas austeten (das schwierigere ist es, eine Fressphase zu erwischen bzw. auch zu erkennen).
    Sind die Räuber eher in Ruhe muss man sie wecken bzw. agressiv machen.
    Das geht dann entweder mit Radauködern (Rasselwobbler, laute Oberflächenköder) oder mit Ködern, die man immer wieder dicht am Hecht vorbeiführt.
    Das bedeutet, dass du eine Stelle ruhig 3, 4 oder 5 mal anwerfen kannst, um einen "schlafenden" Esox zu wecken.
    Da hilft halt nur ein wenig Gedult.
    Viel Spass beim Wobbeln ;)


    Gruss
    Michael

  • Hallo Michael,


    danke für die ausführliche Antwort.


    Frag ich einfach mal ganz stupide: Wassertiefe ca. 2,50m, Jahreszeit Früh-Herbst, also jetzt, Tageszeit vormittags, Köder Wobbler, andere Faktoren außen vor. Wie tief sollte ich ihn am besten führen?

  • Zitat von TincaTinca

    Hm, wäre ja super, aber ich hab schon zig mal gelesen, dass Hechte nur Dinge wahrnehmen, die über ihnen passieren?


    Optisch ja, wenn du dir mal die Lage der Augen bei den Hechten angesehen hast.
    Über die Seitenlinie werden sie sicherlich mehr orten können, vor allem im trüben Wasser.

  • Hallo,


    @ Pikehunter, richtig ;) mit den Augen orten die Hechte bei guter Sicht und dann hauptsächlich leicht nach oben und frontal.
    Mit den Seitenlienien haben sie dann praktisch "Rundumsicht" - mit der Einschränkung, dass nach unten nix geht.
    Nach unten sind die Hechte so gut wie Blind und Taub.
    @ TincaTinca, ich würde mit ca. 1m anfangen, wenn es nicht schnackelt, gehe ich dann auf 2m. Schnackelt es dann immer noch nicht, kannst du evtl. mal Oberflächenköder oder solche, die oberflächennah laufen, wie z. B. Mann's 1 Minus verwenden. 1 Minus bedeutet, dass der Wobbler in einem Fuss Tiefe (30 cm) oder weniger läuft. Alternativ kannst du auch den Stretch 1 Minus nehmen, der dann schlanker ist und in grösseren Längen verfügbar ist.
    Bei klarem Wasser sind eher Naturdekors oft erfolgreicher, in trübem Wasser sind Grelle Muster besser - Probieren geht aber auch hier über Studieren.
    Bei oberflächennahen Ködern kannst du auch mal dunkle Modelle testen, die sich gut gegen den hellen Himmel abzeichnen.


    Gruss
    Michael

  • Du kannst auch einfach einen Schwimmwobbler erst langsam, mit den folgenden Würfen ein bisschen schneller und mit steilerer Rute führen, dann fischt Du auch unterschiedliche Wasserschichten.
    Mit einem Sinkwobbler ist die Reihenfolge umgedreht. Sinkwobbler haben den Vorteil, dass sie bei passiven Raubfischen einen Wegebeiss/leichte Beute- Effekt durch die langsamerere Führung haben können.
    Kurze Einholstops in beiden Varianten gut.

  • So liebe Freunde, da nun neben der Ist-Analyse auch die Soll-Analyse abgeschlossen ist, kommen wir morgen zur Systemrealisierung :D


    Bin gespannt wie ein Flitzebogen!


    Möchte hiermit auch nochmal allen Leuten für die qualitativ hochwertigen Beiträge und ihre Mühe danken, einfach top!

  • Hallo,


    jo, bin auch mal gespannt ;) Ich wünsche schonmal viele Hechtbisse.
    @ llounger, mit den Sinkwobblern hast du natürlich recht. Noch lieber als Sinker verwende ich dann Suspender, die kann man praktisch dem Hecht vor der Nase stehen lassen und wieder ankurbeln. Oft erfolgt in deisem Moment ein Biss.
    @ TincaTinca. nicht das du mir nun im Angelladen alle Wobler leerkaufst :D


    Gruss
    Michael

  • Danke Michael :)


    Eine Frage fällt mir da noch ein, hat zwar nichts mit Wobblern zutun, aber mit dem Gewässer um das es sich handelt.


    Die meisten Hechte haben Einheitsgröße. Und mit "die meisten" meine ich auch "die meisten". 9 von 10 Hechten die wir fangen, sind zwischen 60 und 70cm lang.


    Was sagt uns das? Bestand verbuttet? Ich mach uns immer Hoffnung indem ich sage: "Die Hechte scheinen hier perfekte Bedingungen zum Reproduzieren zu haben, also müssen doch irgendwo die Mütter und Großmütter rumschwimmen".


    Bin ich ein unverbesserlicher Optimist oder ist mein Geschwafel zutreffend? :D

  • Na von "Verbuttung" kann man bei 70er Hechten ja wohl nicht sprechen :p


    In der fangfähigen Alterspyramide (nach dem Mindestmaß) sind die 60-70er natürlich dementsprechend stark vertreten
    und werden auch überproportional gefangen.


    Mit zunehmender Größe und damit auch höherem Alter wird die Warscheinlichkeit potentiell größer
    mit einem Hakenbewehrten Köder Kontakt zu bekommen und sein Leben gegen einen warmen Platz
    in der Pfanne einzutauschen.


    Dadurch wird die Luft in den oberen Längensegmenten natürlich zwangsläufig dünner.


    Gruß,
    Peter

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