Verbote in Angelvereinen

  • Hallo Kollegen,


    in dem Thread `Kaugummi` von carprusher wurde u.a. von ihm angesprochen, dass es in seinem Angelverein verboten ist, farbige Boilies zu benutzen!!


    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie innerhalb der einzelnen Vereine die Mitglieder sich gegenseitig mit zum Teil unnötigen Auflagen, Beschränkungen und Verboten das Anglerleben schwer machen.
    Ist es der Neid um jeden gefangenen Fisch, der eine Vorstandschaft dazu treibt Ihre Mitglieder zu kasteien?
    Wenn Angler vor lauter Verzweiflung schon darüber nachdenken das o.g. Köderverbot mit Kaugummikugeln zu umgehen, dann kommen mir doch starke Zweifel, ob solche eigenwilligen Einzelverbote den Fischen letztendlich dienlich sind.


    Meine Frage an Euch: (Würde mich brennend interessieren!)
    Gibt es bei Euch in Eurem Verein auch ähnliche Beschränkungen, die weit über das gesteckte Ziel (gesetzliche Vorgaben) hinaus schießen?


    Grüße aus München,
    Peter 8)

  • Also bei mir im Verein gibts das Überhaupt nicht. Wir sehen das alles etwas Lockerer, nach dem Motto was nicht schädlich ist, und keiner weiß macht auch keinen Heiß. Also nix schlimmes, sondern sowas wie Setzkescher benutzen. Aber ich finde es durchaus auch heftig was man hier so alles an Verboten lesen kann. Z.B. Nachtangelverbot in Bayern. Das Verstehe ich echt nicht. Auch Mißgunst unter den Anglern gibt es bei uns nicht. Wir gönnen uns gegenseitig die Fänge und helfen dann auch natürlich beim Keschern. Ich finde das sollte eigentlich auch selbstverständlich sein. ;)



    In diesem Sinne


    Petri Heil


    Der Deckert

  • Ich kenne soviele unnütze Verbote das ich oft nur mit dem Kopf schütteln kann.
    Bei uns im Verein haben wir ein selbst auferlegtes Nachtangelverbot.
    Dann haben wir ein paar Kilometer schönster Lahn die wir nicht vom Boot aus beangeln dürfen.
    Unser Angelverein ist ca 80 Mann stark, davon gehen aber aktiv höchstens 15 Mann angeln.


    Das Problem in vielen Vereinen ist, dass der Vostand aus lauter "Nichtanglern" besteht. Gäbe es mehr aktive Angler in Angelvereinvorständen, dann gäbes es auch nicht so viele unnötige Selbsteinschränkungen.

  • so tut mir leid wenn das jez n lütten länger wird, aber es muss echt ma raus!


    der einzige Grund warum ich überhaupt im Angelverein bin ist, dass ne Gastkarte für den Leineabschnitt hier arschteuer ist, man als Gastangler nicht Spinnfischen darf und man auf Hecht nur vom 1.7. bis 30.9. angeln darf. Und die Gastkarte kriegt man auch erst ab 18


    Also bin ich in den Verein eingetreten als ich 12 war, weil's für mich die einzige Möglichkeit war überhaupt zu Angeln.
    fangen wir mal bei blödsinnigen/behindernden regeln für die jungangler an:


    Man brauch nen "Raubfischstempel" um auf Raubfisch angeln zu dürfen.
    Den Raubfischstempel kriegt man erst ab 14


    Dann besteht die Pflicht an 3 Arbeitsdiensten im Jahr teilzunehmen, was ich prinzipiell für absolut in Ordnung halte. Bloss wenn diese Arbeitsdienste nur für die Jugendgruppe Pflicht sind und die Erwachsenen sich durch Zahlen von 5 euro pro Arbeitsdienst "freikaufen" können, ist das ungerecht.
    Es besteht auch die Pflicht an ZWEI gemeinschaftsangeln teilzunehmen. Das ganze wird damit begründet, dass dadurch der Zusammenhalt der Jugendgruppe gestärkt wird.
    Ich bin in diesen verein nur eingetreten um ne Angelerlaubnis zu kriegen und auf Hecht angeln zu können. Was soll ich mich 5 stunden ans Wasser setzen und auf nen Karpfen warten? Is nich mein Ding! Mal abgesehen davon halte ich Gemeinschaftsangeln sowieso für Kappes weil Angeln mit Wettkampfgedanken .. naja .. not my cup of tea. Und ich frage mich ernsthaft wie ein gruppengefühl gestärkt werden soll wenn 20 Leute um nen See verteilt alleine sitzen und angeln.
    so ...diese drei arbeitsdienste udn die 2 gemeinschaftsangeln sind Voraussetzung um nen Raubfischstempel (s.o.) zu kriegen
    Also hab ich bis ich 14 war schön alles nach Vorschrift gemacht und hab trotzdem keinen "raubfischstempel" gekriegt weil irgendwer verrafft hat mich beim Gemeinschaftsangeln aufzuschreiben.
    Dann bin ich erstmal aus dem Verein ausgetreten weil Schnauze voll. Angeln war ich dann 4 Jahre nicht mehr, hab halt gewartet bis ich 18 werde. Und das war ne verdammt harte Zeit!
    An meinem 18. Geburtstag hab ich mich dann auch gleich auf den Weg in den Angelladen gemacht um wieder in den Verein einzutreten weil siehe oben zum thema Gastkarten.
    So jez bin ich in dem Verein seit 2 Jahren wieder drin, darf endlich mit Spinnködern in der Leine auf Hecht angeln und alles Gut. Ne NIX is gut.


    jez kommt das nächste reichlich bescheuerte Verbot:
    "Das Blinkern in den vereinseigenen Teichen ist nur vom 1.10-31.12. erlaubt"
    ich frage mich was sowas soll?! Hat da jemand Angst, dass Leute mit Spinnködern vielleicht mehr fangen könnten als andere Leute die zu faul sind sich ma zu bewegen?


    Ich hab's sowieso nicht so mit Vereinen, und wenn ich angeln gehe, dann will ich meine Ruhe haben und laufen und nicht mit nem Haufen Proleten die sich nur besaufen am Wasser sitzen, so wie's bei Vereinsangeln von "meinem" Verein ist. Deswegen war ich auch noch bei keiner einzigen versammlung oder anderen Vereinsaktivität


    kann irgendwer nachvollziehen, dass ich den verein gelinde gesagt zum KOTZEN finde?

  • Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Und zwar so gut, dass ich noch nie in einem Angelverein Mitglied war. Lieber nehme ich gewisse Mehrkosten in Kauf und spare mir die ganze Gschaftlhuberei!


    Ich weiche dann lieber ins Ausland aus und bezahle. Dafür kann ich und darf ich.


    Man kann fast den Eindruck gewinnen, dass der typische deutsche Vereinsfunktionär bereits als alter, engstirniger und weltfremder Mann geboren wird.

  • Ich kann das nicht nachvollziehen.
    Ein Verein besteht aus Mitgliedern die gemeinsam ihre Interessen (Hobby)
    ausüben. Ein Angelverein pachtet Gewässer pflegt und bewirtschaftet diese mit ihren Mitgliedern.
    Nun gibt es hier gewisse Regeln das dieses System so gut wie möglich in allgemeinem Mitgliederinteresse funktioniert.
    Wenn einer irgend etwas blöd oder bekloppt findet hat er die Möglichkeit mit anderen Mitgliedern welche die Sache genau so sehen, etwas dagegen zu unternehmen.
    Ein Verein bietet auf jeden Fall viele Vorteile.
    Wenn alle Gewässer in privater Hand wären, was würden die Tageskarten kosten? :roll:

  • Mir gehts genau so wie Deckert es beschrieben hat. In unseren Verein gibt es (fast) keine Sonderauflagen die ich beachten muss, auch unser Vorstand besteht aus guten und praktisch denkenden Leuten. Im Verein in dem ich bin, haben wir eine Stolze zahl von etwa 100 aktiven Mitgliedern von denen immer ca. 20-70 an den Vereinsangeln teilnehmen.

  • In meinem Verein isses eigentlich wie bei Sniper.
    Gültige Ver- und Gebote in meinem Verein sind nicht unsinnig, sondern sehr nachvollziehber und nützlich, wie zB das Nachtangeln erst ab dem 01.06 des jeweiligen Jahres erlaubt ist, um den Zander zu schonen (Schonzeit bis 31.05., jedenfalls in Hessen). Ist aber auch mehr als GEbot zu sehen, solang man auf Köderfisch und Mehrfachhaken verzichtet. Ein generelles Nachtangelverbot wie in Bavaria kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
    Und ein generell schlechtes Image haben Vereine in meinen Augen nicht (kenn allerdings auch keinen bayrischen Verein persönlich andal :) ), denn wenn ich nicht schon sehr früh in einen Verein eingetreten wäre, dann hätte ich kaum die Möglichkeit zum Angeln gehabt. Wenn man als Jugendlicher (also Nichtführerscheinbesitzer) keine angelnden Verwandte/Bekannte hat, dann siehts in einer nicht allzu wasserreichen Region ziemlich trübe aus, denn wer nimmt einen mit? Wer bringt einem die vielen nützlichen und notwendigen Tipps und Tricks bei?
    In meiner Zeit als jugendlicher Angler waren es vor allem die vielen guten Jugendangeln, bei denen ich viel lernen (und fangen) durfte. Für diese Erfahrungen noch einmal ein Dankeschön in den virtuellen Raum....

    "Loyalty to a petrified opinion never yet broke a chain or freed a human soul." Samuel Longhorne Clemens

    Einmal editiert, zuletzt von Fergen ()

  • Also mal so als Info für euch, es gibt Bundesländer, da hilft es dir garnix wenn du denn normalen Angelschein hast, und dann Irgendwo ne Gastkarte haben möchtest. Bekommt man nicht, und das seit Ungefähr 3 Jahren. Und jetzt kommt der Hammer, Leute die z.b. dann aus Hamburg kommen, kriegen eine Gastkarte ausgestellt weil bei denen dann die Touri.Regelung greift. Also wenn du aus S-H. kommst, must du dir einen ANgelverein suchen, wenn du nicht nur am Forellensee oder an der Küste im Meer angeln willst. Meiner Meinung nach nur Geldabzocke. Die haben so halt alle Angler dazubekommen sich in Vereinen zu Organisieren und schön Beitrag zu Bezahlen, und das Land Kassiert schön mit dabei ab. Tja, also hab ich mir nen Verein gesucht und auch einen echt sehr Guten Gefunden. Im Vergleich zu dem was ich hier so Lesen muß, Angle ich ja im Paradies. Unglaublich was für Bescheuerte Regeln manche Menschen sich einfallen [email protected], bei uns kostet einmal Arbeitsdienst verpasst 25¤. Schlag das doch mal für die Faulen Erwachsenen vor. Laßen die Kinder für sich Arbeiten, nene.!!



    In diesem Sinne


    Petri Heil


    Der Deckert

  • Zitat von Fergen

    In meinem Verein isses eigentlich wie bei Sniper.
    Gültige Ver- und Gebote in meinem Verein sind nicht unsinnig, sondern sehr nachvollziehber und nützlich, wie zB das Nachtangeln erst ab dem 01.06 des jeweiligen Jahres erlaubt ist, um den Zander zu schonen (Schonzeit bis 31.05., jedenfalls in Hessen). Ist aber auch mehr als GEbot zu sehen, solang man auf Köderfisch und Mehrfachhaken verzichtet.


    Könntest Du mir das näher erklären ? Ich sehe da irgendwie nix sinnvolles bei. Was ist sinnvoll an einem Nachtangelverbot ?

  • Zanderschreck
    hm, vielleicht hab ich es etwas missverständlich geschrieben. Nachtangel"verbot" im Bereich der Zanderschonzeit! In den vergangenen Jahren war der Zander in unserem Vereinsteich sehr dominant (dehalb generell Raubfischfang erst ab Juni) und um zu verhindern, dass so mancher Zander, "aus versehen an den Wurm geht und tödlich verletzt", noch während der Schonzeit in die Truhe kommt (ich hoffe die Ironie kommt rüber), ists halt bis zum Ende der Zanderschonzeit verboten. Das ist in meinen Augen ein guter Kompromiss von Angelspass und Artenschutz.
    Ein generelles Nachtangelverbot ist selbstverständlich nicht mein Ding, aber in Zeiten, in denen den Anglern von "Naturschützerseite" aus dermaßen auf die Finger geguckt wird, da kann man mit einer Regelung wie bei uns schnell mal Angriffe von aussen abwehren.
    Ab dem 1 Juni kann man Nachtangeln bis einem die Finger abfallen.

    "Loyalty to a petrified opinion never yet broke a chain or freed a human soul." Samuel Longhorne Clemens

  • Jetzt stell die mal vor ich wäre ein Wallerfan und dann ist die beste Zeit auf Waller rum.
    Du sperrst eine halbes Jahr ein Gewässer nur weil Du Angst hast das die Mitglieder sich nicht an die gesetzlichen Schonzeiten halten, ist das nicht traurig ?
    Nimmst aber anderen ehrlichen Anglern jede Chance im Frührjahr auf Ihren Traumfisch zu gehen (Aal, Karpfen, Wels).
    Und nur um einen Fischart zu schonen, andere nicht zu beangeln ist übertrieben.

  • Stopp! Ich bin nicht der Vorsitzende der Anti-Vereinsliga. Mein Statement hat eine sehr einsame Position, dessen bin ich mir sehr wohl bewußt. Das die Vereine eine wichtige Funktion erfüllen ebenso!


    Womöglich nötigt mich bessere Einsicht ja mal zum Beitritt in einen ASV, so er denn meinen Vorstellungen und Erwartungen entspricht, aber bis dahin genieße ich meine eigene Gesellschaft. ;)

  • Zitat von Carprusher

    n1 verein @ riotkid
    hast du sonst gar keine möglichkeit in deiner nähe zu angeln????
    mfg carprusher


    nur forellenpuff .. udn bevor ich nochma in so nen forellenpuff fahre schneid ich mir die hände ab .. echt ma ...


    Sniper:
    mir ist klar, dass n verein shcon wichtig ist, aber die sache ist, dass in dem verein hier die jugendlichen, die im endeffekt die leidtragenden des ganzen sind absolut keine lobby haben
    ich brauchte damals keinen der mir angeln beibringt, dazu hab ich nen vater. Hinter dem bin ich als 5 jähriger pöks schon hergeklettert als er hechtangeln war
    daher auch meine wahrscheinlich etwas kranke vorliebe zum "laufen" und meine abneigung gegen "sitz"angeln.
    und verein als interessengemeinschaft schön und gut. ich bin gerne bereit für nen verein was zu tun und mitzuarbeiten wenn ich hinter den zielen udn entscheidungen stehe. aber so nen kappes wie mit der feinrippunterhemdenträgerfraktion am wasser sitzen und grillen und das dann als vereinsangeln zu deklariern .. ne danke
    ich will alleine angelnoder mit jemandem der das gleiche verständnis vom angeln hat wie ich. für mich ist angeln eben nicht n haufen leute die aufm klumpen sitzen und warten dass der elektronische bissanzeiger piept.


    andal ...lass usn ma zusammen angeln gehn :D

  • Zitat von Zanderschreck

    Jetzt stell die mal vor ich wäre ein Wallerfan und dann ist die beste Zeit auf Waller rum.
    Du sperrst eine halbes Jahr ein Gewässer nur weil Du Angst hast das die Mitglieder sich nicht an die gesetzlichen Schonzeiten halten, ist das nicht traurig ?
    Nimmst aber anderen ehrlichen Anglern jede Chance im Frührjahr auf Ihren Traumfisch zu gehen (Aal, Karpfen, Wels).
    Und nur um einen Fischart zu schonen, andere nicht zu beangeln ist übertrieben.


    ein Argument, da will ich Dir nicht widersprechen.
    Für den unsrigen Vereinsteich aber hinfällig, da, wenn Du mit KöFi angelst, 9 von 10 Bissen ein Zander ist. Selbst der ehrliche Angler hat mal das Pech, einen gefangenen Fisch evtl. nicht mehr zurücksetzen zu können, weil er zu stark verletzt wurde (beim Zander eh heikel). Und da gibts ja die bescheuerte Regelung, dass ein Fisch, der während der Schonzeit gefangen wird, - unabhängig von seiner Verfassung - wieder ins Wasser zurückgesetzt werden muss - ganz gleich ob er das überleben wird oder nicht. Wäre schade, (wenn man das Glück hat, dass sich der Zander im Gewässer fortpflanzt) wenn man dann einen laichreifen Rogner vor die Glocke hauen muss, oder?
    Aber davon mal ab.......ich sehe mich durch die Regelung nicht beeinträchtigt, denn die beste Aalzeit ist meiner Meinung nach nicht vor Juni. Und mit den Wallern hat sich auch erledigt. Ein gezielter Ansitz lohnt sich bei uns nicht.


    Grüsse

    "Loyalty to a petrified opinion never yet broke a chain or freed a human soul." Samuel Longhorne Clemens



  • riotkid, was hast du für ein Problem?
    Du kannst doch angeln wie du willst, ob du im Verein oder Gastangler an einem Gewässer bist, ein paar Regeln musst du immer einhalten.
    Ich habe übrigens auch lieber meine Ruhe beim Angeln.
    Der einzige Unterschied zwischen unserem Angelart wird darin liegen das mich nur die großen Fische in einem Gewässer vom Fang her interessieren. Die kleinen Fische darst du dann mit dem Kunstköder fangen. :lol:

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