Aal Neueinsteiger

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Aal Neueinsteiger

Beitragvon Leimentaler » 03.07.2011 - 12:46

Hallo Zusammen

Da ich nicht das Glück habe, direkt an einem Gewässer zu wohnen, komme ich nur selten zum Fischen. Wenn ich dann aber fische, dann meistens auf Hechte oder Barsche.
Nun gehe ich nächste Woche in die Ferien an einen Schweizer See. Das schöne ist, dass der Garten direkten Anschluss an den See hat.
Also habe ich mir überlegt, meine Tätigkeiten beim Fischen ein bisschen zu erweitern und erste Versuche au den Aal zu starten.
Viel weiss ich über das Aalfischen leider noch nicht. Deshalb ein paar Frahen:

1. Die beste Zeit soll am Abend/Nacht sein. Richtig?

2. Mit was für einer Montage habe ich die besten Chancen?

3. Welchen Köder könnt Ihr mir empfehlen?

4. Was muss man bei der Landung und beim Abhaken eines Aales beachten? Schwierigkeiten?

5. Sonstige Hinweise? Tipps?

Danke für Eure Hilfe!

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Re: Aal Neueinsteiger

Beitragvon Friedfischfreund » 03.07.2011 - 15:11

Leimentaler hat geschrieben:Hallo Zusammen

[...]

1. Die beste Zeit soll am Abend/Nacht sein. Richtig?
Ja, richtig.

2. Mit was für einer Montage habe ich die besten Chancen?
In der Regel mit einer Montage, die den Köder auf Grund/nahe des Grundes anbietet. Am einfachsten ist eine Laufbleimontage, bei der entfällt das Loten. Das Blei sollte aber wirklich frei laufen und dem Fisch keinen Widerstand bieten.

3. Welchen Köder könnt Ihr mir empfehlen?
Tauwurm und andere Würmer oder kleine Köderfische (Fingerlänge).

4. Was muss man bei der Landung und beim Abhaken eines Aales beachten? Schwierigkeiten?
Kleine Aale aus dem Wasser heben und nur größere Fische mit dem Kescher landen. DieSchwierigkeit ist, dass Aale sehr schleimig sind und quasi nie still halten ;).

5. Sonstige Hinweise? Tipps?

Danke für Eure Hilfe!


Grüße FF
Ein Spatz in der Hand ist immer noch besser, als eine Taube auf dem Dach.

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Beitragvon Diox » 03.07.2011 - 15:45

Hallo,

also Friedfrischfreund hat das ja schon sehr gut beschrieben.

Ich würde es nicht anders machen, wegen dem abhaken:
Am besten einfach Vorfach aus dem Karabiner nehmen, und mit dem Aal in den Eimer geben. Im Normalfall findest du dann schnell den Haken in diesem
Willst du den Fisch zurück setzen wie gewohnt normal den Haken lösen, hat er zu tief geschluckt einfach das Vorfach so knapp wie Möglich abschneiden. Der Aal kann durch seine Eigenschaften den Haken sehr schnel loswerden.

Als Tipp kann ich dir nur Wurmkonzentrat als Lockmittel empfehlen da der Aal einen sehr guten Geruchsinn hat.
Im Moment suche ich einen Programmierer der mit bei einem Projekt helfen würde! HTML und CSS gefragt! Jave Vorteilhaft!

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Beitragvon QuickNick » 03.07.2011 - 19:44

Noch ein paar Ergänzungen zu meinen "Vorpostern": Du solltest sehen, dass der Aal so schnell wie möglich aus dem Wasser kommt, da sie die Angewohnheit haben, sich im Geäst etc. festzusetzen, wenn sie zu viel "Spiel" haben. Und dann hilft meistens nur noch Schnur kappen. Vorfach sollte auch entsprechend dick sein (mind. 0,30mm Mono oder gleich dünnes Stahlvorfach). Die größeren Gesellen haben so große Raspelzähnchen, dass sie mit einem zu dünnen Vorfach gerne mal kurzen Prozess machen. Wegen Hakengröße muss man sehen. Wenn sie spitz beißen, eher etwas kleinere Haken (ca. 6-8er).

Petri!

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Beitragvon Leimentaler » 04.07.2011 - 8:04

Hallo

Schonmal danke für die Antworten. Zu den Haken habe ich noch eine Frage. Ich gehe mal davon aus, dass ich einen Einerhaken nehme, nicht einen Drilling, oder? Wenn ich mit kleinen Fischchen angel, steche ich die in der Lippe auf?

Wie verhalte ich mich bei einem Biss? Sofort anschlagen oder dem Aal Zeig geben, um den Köder richtig zu nehmen?

Ist es auch möglich, mit einer Pose zu fischen? Also Pose, Blei, Wirbel und Haken? Oder spürt der Aal dann einen zu grossen Wiederstand beim Biss?

Gruss

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Beitragvon QuickNick » 04.07.2011 - 9:16

Hey.

Dem Aal ruhig Zeit geben! Gerade, wenn sie spitz beißen. Ich hänge immer ein Knicklicht in die Schnur. Dann kann man recht gut sehen, was unter Wasser abgeht. Manchmal zitter das Knicklicht eine Minute oder länger, bevor der Aal dann richtig genommen hat.

Posenangeln (Knicklichtpose) geht auch gut. In stehenden Gewässern (an seichten, verkrauteten Stellen) sehr empfehlenswert. Köder einfach auf Grund legen. Wenn die Pose richtig ausgebleit ist, spürt der Aal gar keinen Widerstand.

Gruß

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Beitragvon Leimentaler » 05.07.2011 - 10:19

Vielen Dank für die Antworten. Ich denke, dass ich es hauptsächlich mit einer Posenmontage probieren werde.

Was verwende ich da für Posen? Und wie "bebleie" ich diese? Das heisst, soviel Blei, dass sie bei kleinsten Berührungen am Köder gleich untergeht/nachgibt?

Und stört es den Aal, wenn ich ein Knicklicht an die Pose klebe?

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Beitragvon Diox » 05.07.2011 - 12:29

Hallo,

Köderfische würde ich mit der Ködernadel aufziehen das der Hakenschenkel zum Mund raushängt.

Ansonsten nehme ich sehr schlanke Posen bis 5 gr. bevorzuge aber das Grundfischen. Nimmt der Aal Schnur, schlag ich an.

Knicklicht stört beim Posen angeln in tieferen Gewässern nicht, in flachen Bereichen ist es ne Glaubenssache.
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Beitragvon QuickNick » 05.07.2011 - 15:14

Ich glaube nicht, dass es den Aal stört. Die Aale sind ja nicht gerade als Augenräuber bekannt. Aber wie gesagt: Glaubenssache. :) Ich habe auf jeden Fall schon zwei Stück mit Knicklichtpose in seichtem Wasser gefangen. Wobei ich auf Aal auch eher die Grundangelei bevorzuge.

Die Diox´sche Köfi-Anköderung verwende ich auch. Aber dann doch lieber wieder etwas größere Einzelhaken nehmen, sodass der Hakenbogen und die Spitze nicht zu weit im Köfi verschwinden (die Montage kann man auch gut auf Zander nehmen).

Gruß und Petri!
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Beitragvon Diox » 05.07.2011 - 16:18

QuickNick hat geschrieben:
Die DioxZsche Köfi-Anköderung verwende ich auch. Aber dann doch lieber wieder etwas größere Einzelhaken nehmen, sodass der Hakenbogen und die Spitze nicht zu weit im Köfi verschwinden (die Montage kann man auch gut auf Zander nehmen).



Wenn die Methode nun schon nach mir benannt wird ;) Dann will ich auch noch dazu sagen das ein feines 7x7 Stahlvorfach sicher nicht von Nachteil ist bei der methode. Den Aal stört es nicht und wenn doch mal ein Hecht vorbei kommt ist es wesentlich sicherer.
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Beitragvon Korsikaphil » 07.07.2011 - 21:13

Ich zieh den Köfi auch auf, allerdings nehme ich einen kleinen Drilling (Gr. 8-6) oder einen Ryderhaken (2). Den steche ich ins Köpfchen vom Köfi, und zieh das Vorfach zum Schwanz hin durch (Nadel vor der Rückenflosse einstechen, und zum Schwanz hin durchstechen). damit ist der Haken schön verankert, und es besteht keine Gefahr, dass der Köfi verrutscht, und eventuell den Haken blockiert. Mach ich auch mit größeren Köfis auf Hecht so, dann natürlich mit größeren Haken. Klappt prima!
Stahl halte ich zwar nicht für nötig, es schadet aber auch nicht. Achte auf robustes Material, ich nehm mindestens eine 0,28er Hauptschnur.
Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

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Beitragvon Korsikaphil » 07.07.2011 - 21:15

Was muss man bei der Landung und beim Abhaken eines Aales beachten? Schwierigkeiten?


Hihi! Das macht das Aalangeln ja so interessant :-))
Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

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Beitragvon Leimentaler » 08.07.2011 - 21:59

So, ich war nun im Angelshop und habe mir die Grundmontage erklären lassen. nun stellen si h mir aber noch zwei Fragen:

1. Man hat mir so einen Ring gegeben, welchen man in die Schnur hängen kann. beisst nun ein Fisch wird der Ring gehoben und ich erkenne den Biss. ABER: der VErkäufer hat gesagt, dass man mit offenem Bügel angeln soll. Wie wird nun der Ring angehoben? Läuft die Schnur dann nicht einfach durch den Ring durch?

2. Muss ich dem Köder "Auftrieb" Verschaffen, dass er über dem Boden ist? Oder kann er auf dem BOden liegen?

Danke und Gruss

Kai S.
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Beitragvon Kai S. » 09.07.2011 - 0:29

Kann auf dem Boden liegen, so fische ich immer. Auftreiben geht aber auch, dann aber so das man die Höhe einstellt.
Den Ring finde ich nutzlos. Ich fische mit einem Ü-Ei in das ich einen Draht zum Einhängen gemacht habe, das selbe geht mit Weinkorken, Sektkorken, Teile von Plastikflaschen, Alufolie, usw. usw.
Also kaufen muss man da nichts. Ja die Schnur zieht da durch wenn Du nichts hast das sie "stoppt". Ich nutze einen Freilaufrolle, da ist der Bügel dann normal auf bis die Schnur oben ist. Kannst aber auch ein Gummiring auf die Rute ziehen, die Rolle auf machen und die Schnur unter den Gummiring ziehen. Dann geht der Bißanzeiger auch erst hoch und wenn die Schnur straff ist zieht der Fisch sie aus dem Gummi raus und los geht es.

Btw. das Ü-Ei oder der korken haben den Vorteil das man ein Knicklicht rein schieben kann und schon ist es auch gut sichtbar.

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Beitragvon Leimentaler » 10.07.2011 - 20:32

Danke füe Eure Antworten. nun nochmals eine Frage...

Wie weit draussen bzw. In welcher Tiefe soll ich fischen? Ich angle an einem See. So weit draussen wie ich werfen kann oder eher in Ufernähe?

Gruss