Biologie - Wachstum von Aalen

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Biologie - Wachstum von Aalen

Beitragvon Gerd » 21.06.2009 - 19:05

Folgendes Szenario ereignet sich seit einigen Jahren an meinem Vereinsgewässer: Beim Aalangeln mit Wurm bekommt man die ganze Nacht Bisse, die Fänge sind jedoch relativ bescheiden.

So auch am vergangenen Freitag.

Nachdem ich endlich einen Biss verwandeln konnte - ein guter Brataal von ca 65 cm- und weitere Bisse versaubeutelt habe, montierte ich um und fischte mit einem 10er Haken und kleinen Tauwurmstücken. Von da ab verwandelte ich jeden Biss.

Es waren tatsächlich Aale. Die Größen schwankten zwischen Bleistift und Schnürsenkeln :(

Dann sagte mir ein Kollege, dass vor ca 10 Jahren ein Kilo Glasaale in das Gewässer eingebracht wurden, deshalb der stetige Fang der Kleinaale.

Kann es denn sein, dass die Aale innerhalb dieses Jahrzehntes derart schlecht abgewachsen sind ?
Laut Wiki benötigen Aale ca 12 - 15 Jahre zum Erreichen der Geschlechtsreife, dann sollten sie doch innerhalb der 10 Jahre zu guten Exemplaren von 500 Gramm aufwärts abgewachsen sein.

Was könnt ihr mir über das Wachstum von Aalen berichten ?
Habt ihr ähnliche Erfahrungen an Euren Gewässern machen können ?
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Beitragvon wolfgang » 21.06.2009 - 20:32

Ohne die genaueren Bedingungen zu kennen, halte ich es doch für nahezu unmöglich, daß sich bei Aalen ein derartiger Zwergenwuchs einstellt, wenn andere Fischarten und auch andere Aale normal abwachsen.
Hier wäre zu vermuten, daß tatsächlich Steigaale bis in dieses Gewässer vordringen können oder aber wenn das nicht möglich ist, es zu weiteren Besatzmaßnahmen in den letzten Jahren gekommen ist, welche nicht bekannt geworden sind, aus welchen Gründen auch immer.
Letzteres erscheint mir wahrscheinlicher.
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Beitragvon Gerd » 22.06.2009 - 6:59

Nachbesatz mit weiteren Glasaalen fand definitiv nicht statt.

Die Abwachsrate der anderen Fischarten ist auch nicht sensationell, die Karpfen z.B. werden maximal 10 Kilo schwer. wobei ich das eher auf den Stamm zurückführe, da sie alle schlank und lang sind.
Raubfische wachsen sehr gut ab, auch wenn sie selten gefangen werden. Große Rotaugen werden recht selten gefangen, sind aber vorhanden. Die Brassen werden groß, allerdings nicht sehr schwer - sie erinnern oft an Rasierklingen. Alles in allem ist es wohl kein Gewässer, welches für sehr gutes Wachstum steht.

Was auffällig ist : Wir hatten jahrelang eine enorme Bevölkerung an Kamberkrebsen, seit letztem Jahr ist diese nahezu verschwunden.
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Beitragvon rhinefisher » 22.06.2009 - 8:12

Hi! Auch bei diesen, eher schlecht anmutenden Bedingungen, halte ich ein solch langsames Wachstum für unmöglich. Wenn dann auch noch Krebse im Gewässer sind, kann ich mir das auch nur mit "stillem" Besatz erklähren; ein Kilo Glasaal ist schnell besorgt und verklappt.. .
Petri!
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Beitragvon wolfgang » 22.06.2009 - 18:14

Wie gesagt, ich kenne die genauen Bedingungen nicht, beharre aber auf meiner Ansicht. Entwerder Zuwanderung auf natürlichem Wege, wenn dies nicht möglich Besatz.
Aale können sicher auch im Wachstum kümmern, aber Bleistiftlänge nach 10 Jahren ???
Ich will mich da nicht zu sehr aus dem Fenster hängen, aber Besatz geht oft eigenartige Wege...die nicht immer legal oder offiziell sind, auch ohne Wissen des Vorstandes.
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Beitragvon foersterasslar » 23.06.2009 - 10:51

Ein stiller Besatz kostet ein ganzen batzen Geld!

Schön wenn es solche Leute gibt!
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie unkomentiert behalten.

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Beitragvon rhinefisher » 23.06.2009 - 11:13

Hi! Das mit dem stillen Besatz von Aalen ist so ein Ding; Je nach Gewässer und Verein wird nämlich kaum gezielt auf Aal gefischt. Wenn sich dann doch 1-2 Leute für den Aal ernsthaft interessieren, können die über 90% der Erträge abfangen... .
Das funktioniert in der Form wohl mit keiner anderen Fischart.. .
Petri!
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Beitragvon Nagel » 23.06.2009 - 20:54

So betrachtet ein lohnendes Unternehmen :idea:

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Beitragvon wolfgang » 23.06.2009 - 20:57

foersterasslar hat geschrieben:Ein stiller Besatz kostet ein ganzen batzen Geld!

Schön wenn es solche Leute gibt!



Darüber kann man ganz geteilter Meinung sein!
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Beitragvon Kai S. » 24.06.2009 - 8:39

Zumindest wenn der dann Krankheiten einschleppt, oder der See der für Krebse vorgesehen war auf einmal Aale und Welse enthält.

Ich kann mir aber btw. auch nicht vorstellen das die Aale sich da so schlecht entwickelt haben. Da muss es eine Verbindung zum Fluß geben oder echt Besatz von unbekannten.

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Beitragvon Teichgraf v. Poppenbüttel » 24.06.2009 - 13:05

Ich bin mir nicht Sicher aber ich glaube das Kilo Satzaal kommt so ca. 70 €. Das ist dann die Sortierung ca. 50 Fische pro Kilo das hört sich schwer nach euren Aalen an oder? :D Honi soit qui mal y pense
Der Trainer hatte nach den ganzen Ausfällen im Angriff nur noch die Wahl zwischen mir und dem Busfahrer. Da der Busfahrer seine Schuhe nicht dabei hatte, habe ich gespielt. "Jan-Aage Fjortoft"

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Beitragvon Taxler » 24.06.2009 - 18:31

Teichgraf v. Poppenbüttel hat geschrieben: Honi soit qui mal y pense

Na ja - "wilder Besatz" ist eigentlich in keinster Form zu begrüßen :?
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich