Brassen im Kanal

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Kai S.
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Beitragvon Kai S. » 14.10.2009 - 18:40

Und was bringt der Sand dann?
Sand im Futterkorb ist halt eigendlich Blödsinn. Er soll das Futter beschweren damit es schnell zum Grund kommt. Das übernimmt beim Futterkorb aber eben der Korb. Damit ist Sand da normal unnötig. Und da die Futtermenge beim Feedern ja relativ klein ist würde Sand noch einen Nachteil haben, es nimmt dem Futter den Platz weg. Von daher verstehe ich Deinen Post nicht wirklich. Wenn die Strömung sogar so stark ist das sie z.B. einen 180g Futterkorb mitnimmt, wie soll da dann das bischen Sand liegen bleiben? Und wenn die Strömung das Futter aus den Korb holt, dann soll es sich normal ja auch nicht in Brocken verteilen sondern schön auseinandergehen. Sprich da sollte es im Idealfall so sein das sich der Sand eh vom Futter löst, und somit auch nichts bringt.

Aber da ich den Rhein nicht kenne, wäre es nett wenn Du einfach mal erklärst was Du damit bezwecken willst und warum Du da halt Sand in den Futterkorb gibst. Ich habe vorher noch nie gehört das einer sagt "tut auch Sand in den Futterkorb". Ich habe bisher überall nur den, von Olli schon genannten, Hinweis gehört "Sand hat nichts im Feederfutter verloren". Das war bisher immer die klare Aussage. Da Du der erste bist von dem ich höre dass er es anscheinend anders handhabt würde mich halt Deine Erfahrung und Begründung interessieren, und vor allem unter welchen Bedinungen Du die Erfahrung gemacht hast das die Fänge erst mit dem Sand gut wurden.Ich lerne ja gerne dazu.

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Beitragvon LaZe » 14.10.2009 - 19:46

Warum ich Sand in das Futter mische?

Weil mir mein Vater das so beigebracht hat. Bei viel Strömung sollte man etwas Sand in das Futter mischen da es dann besser am Grund liegen bleibt.

Aber ehrlich gesagt habe ich es ohne auch nie wirklich ausprobiert. Habe mit dem Sand immer gut gefangen und es deswegen nie geändert.

Eure Aussagen hören sich auch logisch an. Ich werde es mal ohne versuchen.

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Beitragvon stratmann » 16.10.2009 - 19:53

HAllo Laze,
Sand , besser Kies oder schwerer Lehm dienen dazu das eingworfene Futter schnell zum Grund zu bringen und machen wie Kai schon schrieb beim Feedern keinen Sinn. Hier ist es in der Strömung wichtig, das sich das Futter in der gewünschten Zeit löst bzw. halt länger im Korb bleibt. Letzteres kann man durch die Zugabe von bindenden Einzelmehlen erreichen. Dazu gehören schwere Bisquits, Lebkuchenmehl, PV1 collant oder in ganz schweren Fällen Bentonit und Zuckermelasse.
Maisgries, HAnf oder Kokos geröstet verringert die Bindung des Futters.
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Beitragvon LaZe » 18.10.2009 - 15:00

Cool wieder was gelernt ;)
Sand lass ich dann ma raus.

Also in strömenden Wasser sollte das Futter "klebriger" sein?

Kai S.
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Beitragvon Kai S. » 18.10.2009 - 15:55

Das kommt eben auf Dein Ziel an.
Beim Feedern ist es doch normal das Futter an den Grund zu bekommen, und da soll es dann relativ schnell aus den Korb kommen. Also muss es so klebrig sein, dass es nicht im Absinken rausfliegt, aber so "locker", dass es am Grund dann schnell rauskommt, nicht das Du beim Anschlag das Futter noch drin hast und dann über den Grund in Richtung Ufer breit verteilst.

Nehm z.B. mein Futter hier bei mir. Kanäle, nicht so tief, keine Strömung. Da kann es locker sein und auch mal im Absinken schon ein wenig rauskommen das als Wolke dann immer noch auf dem Platz landet.

Im Fluss hingegen ist da die Strömung, die das Futter leichter rausholt und dann vor allem sehr weit verteilt wenn es im Absinken rauskommt. Da muss es also so stark kleben und so festgedrückt sein, das es eben bis zum Grund hält.

Das gilt ebenfalls beim Stippen für die Futterbälle. Nur das Du dort schon Sand fürs Gewicht brauchst, aber auch die müssen im Fluß auch viel klebriger sein, damit sie nicht schon im Absinken auseinanderfallen und sich weit verteilen.

Du hast also schon recht, es sollte klebriger sein, das große Problem ist halt WIE klebrig? Und das ist eben die große Kunst des Anfütterns. Du kannst sagen das Futter von Hersteller XY fängt hier super, das von Hersteller YX ist hier nicht so gut. Wenn aber das Futter von XY nicht passend angemischt ist was die Feuchtigkeit angeht, oder nicht so stark im Korb zusammengedrückt ist, dann fängt der mit YX trotzdem vermutlich besser. Eben weil das Futter XY schon im Absinken über eine große Fläche verteilt wird, während YX im Korb bleibt und am Platz landet. Ich will damit sagen wichtiger als das Futter an sich sind eben die Eigenschaften bzw. wie man es zubreitet. Zementharte Brocken die sich nicht auflösen locken nicht gut, Futter das schon im Absinken aus dem Korb fällt und sich weit verteilt lockt ebenfalls nicht gut weil die Fische sich auch weit verteilen.

Welche Konsitenz bei Dir aber richtig ist musst Du eben rausfinden. Wenn Du sagst bisher war Dein Futter ok, dann sollte es ohne Sand auch noch passen. Oder Du probierst noch ein wenig und fügst ein paar klebende Komponenten dazu. Stratmann hat ja schon einige genannt, und wie ich schon sagte, die champions-Team.de Futterübersicht ist da auch super wenn Du nicht weiß was sich wie verhält.