Brassen im Kanal

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Brassen im Kanal

Beitragvon Fusheezy » 12.10.2009 - 10:27

Moin zusammen,
wollt die tage mal im kanal mit futterkorb auf brassen angeln gehen.
meine auserwählte angelstelle befindet sich unter einer brücke. der kanal ist in der mitte ca 3m tief und 5m breit. das wasser ist relativ trüb und der grund ist fest und dunkel, ohne krautbewuchs. die strömung ist an dieser stelle für so einen kleinen kanal recht stark, da sich ca. 25m stromauf eine schleuse befindet. ich wollte allerdings in der etwas schwächeren umkehrströmung auf der gegenüberliegenden seite fischen... habe dort im sommer schon dicke klodeckel gefangen.

nun endlich zu meiner frage :)
was empfehlt ihr mir für ein futter? die temperatur soll ja die tage in der nacht (ich gehe allerdings tagsüber angeln) schon auf die 0°C zu gehen. empfiehlt es sich da schon auf ein herbes futter zusetzen?
wäre nett wenn ihr mir vllt den ein oder andere futtermix verratet :)
am besten mit zutaten ausm' supermarkt. bin ein sparsamer mensch ;)
ach und was meint ihr sollte ich denn jetzt am besten am haken servieren? maden, mais, mistwürmer...?
danke schon mal im voraus!

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Beitragvon LaZe » 12.10.2009 - 13:12

Also ich würde einen ganz gewöhnlichen Feeder Brassen Mix ausm Angelladen verwenden.

Hmm aus dem Supermarkt..... Paniermehl mit Zucker / Vanillezucker / Caramelsirup.
Evtl. mit Sand strecken damit es besser liegen bleibt.

Als Hakenköder würde ich Mais/Wurm verwenden. Als Mix oder einfach 2 Ruten auslgen.

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Beitragvon Fusheezy » 12.10.2009 - 13:22

ja danke erstmal für die antwort.
ich hatte auch vor nen "standard" mix ausm' angelladen als basis zuverwenden, wollte nur mal gerne wissen was ihr da vllt noch so zum strecken reinmischt. so was wie tortenboden oder womit ich auch schon gut gefangen hab, lebkuchen. gibt nen süß/herzhaftes aroma...
wenn du sagst mit zucker bzw. vanilliezucker, meinst du das es noch zu früh ist herzhaft zu füttern?

Kai S.
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Beitragvon Kai S. » 12.10.2009 - 13:36

Hm womit ich strecke.
Maismehl. Gibt es beim Müller (also in der Windmühle) für 2 Euro pro 5 Kg. Auch nehme ich gerne Haferflocken die ich in einer Kaffeemühle zerkleinere. Da die aber gut kleben blos nicht zuviel, hängt aber auch von der Stelle und dem Rest ab. Ansonsten das Panniermehl aus dem Supermarkt klebt meist zu stark, da sind die 6 Euro für 20 Kg Beutel von den Futtermessen Anfang des Jahres besser.

Da es schon kühl wird würde ich auf dunkles Futter setzen. Nimm z.B. Kakao um es dunkel zu färben. Herzhaft auf Brassen, ne dann lieber winterlich, sprich weiter süß, aber eben Richtung Spekulatius oder Zimt. Etwas Vanillezucker schadet aber nie. Und jetzt wo es kälter wird kann auch der Salzanteil im Futter höher werden (im Sommer ist der meist kleiner aber natürlich immer dabei).

Wenn Du ein paar Ideen haben willst, schau einfach mal beim champions-team.de vorbei. Die haben in ihrer Sammlung einen super Bericht über Anfutter, wie man es einteilt (Geschmackslieferant, Streckmittel, ect.), was es kann (kleben, auflockern, auftreiben, ect.), wann man es nutzt, usw.

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Beitragvon Fusheezy » 12.10.2009 - 14:26

da hab ich doch mal ne frage.
und zwar wieviel salz bzw. zimt sollte man denn auf 1 kilo futter mischen?
und ist es ratsam bei zugabe von natürlichen aromen wie vanilliezucker oder zimt noch zusätzlich lockstoff aus der pulle hinzuzugeben oder ist das futter dann "über-aromatisiert"? (ist es eigtl generell möglich das die fische die nase voll haben?)

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Beitragvon zandrog » 12.10.2009 - 14:47

Also ich denke es wird schwer dait die Fische die Nase voll haben wahrscheinlich bringt es ab einem gewissen Grad einfach nicht mehr mehr Wirkung
wer rechtschreibfehler findet kann sie behalten :-)
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Überdosieren

Beitragvon stratmann » 12.10.2009 - 16:59

Die Aromakonzentrate kann man sehr schnell überdosieren!! Probier doch einfach mal das Buttervanille-Aroma aus Mutters Backregal. Das schmeckt ekelhaft bitter.

Das mit dem Sand vergiss mal ganz schnell wieder. Beim Feedern haben Sand, Lehm und Kies nix im Futter verloren. Der Korb hält das Futter am Grund!!

Da man im beim Feedern meist mit wenig Futter hinkommt, sollte das Wenige wenigsten von ordentlicher Qualität sein.

Es gibt sehr gute fertige Futtermischungen schon ab 1€ je Kilo. Da ist selbst das Paniermehl aus dem Supermarkt teurer.
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Beitragvon Fusheezy » 13.10.2009 - 9:35

ok dachte ich mir doch... und wieviel zimt bzw salz sollte man dann demnach auf ca. 1 kg futter geben?

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Beitragvon stratmann » 13.10.2009 - 12:50

Das hängt stark von dem Basisfutter ab. Wenn ich ein eher neutrales Basisfutter habe, kommen da bis zu 500 g Salz auf 5 Kg Trockenfutter. Bei fertigfuttern, würde ich es aber erst probieren. Viele Futtersorten haben schon einen guten Salzgehalt - auch solche, die vermeintlich süss riechen. Beim Zimt musst Du Dich auch rantasten, das ist von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich.
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Beitragvon Fusheezy » 13.10.2009 - 12:58

alles klar danke für die antwort.
ich werde es einfach mal testen wird schon schief gehen.

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Beitragvon Taxler » 13.10.2009 - 13:32

stratmann hat geschrieben:Bei fertigfuttern, würde ich es aber erst probieren.

Igitt - ... dat Futter probieren ob es salzig genug ist ...? :Q__

Ich lutsche ja auch nicht erst an einem Tauwurm oder an Heilbuttpellets um zu testen
ob den Fischen das Zeug mundet.
Ich bin mir sicher, dass ich zu einem völlig anderen Schluß käme, als die Zielfische.
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon Kai S. » 13.10.2009 - 13:50

Du musste mal nach Bremen zur Stippermesse kommen. Wenn da die Sorten von CM auf dem Tisch stehen gehen da einige wie am Buffett dran lang und probieren alle Sorten mal durch. So ungewöhnlich ist es also nicht, und hier geht es ja auch um die Frage süß oder salzig und nicht darum ob es Dir schmecht. VdE z.B. hat meist eher salzige Mischungen, da braucht man weniger Salz.

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Eine Frage der Qualität

Beitragvon stratmann » 14.10.2009 - 8:36

Warum sollte man qualitativ gute Futtersorten nicht probieren?

Als ernsthafter Angler beschäftigt man sich mit den Bestandteilen des Futters und weis was man da tut.

Ich probiere auch nur das trockne noch nicht angerührte Futter, und auch nur vor der Zugabe von Seidenraupenmehl, Zuckis, gequetschten Castern oder Taubenmist. Auch solche Futtersorten mit Fischmehl sind nicht nach meinem Geschmack.

Kay hat das Paradebeispiel für salziges Futter ja schon genannt, probiert doch einfach mal das überall für seinen süßlichen Geruch bekannte Brasem von van den Eynde, Ihr werdet überrascht sein!

Gegenbeispiel ist die Futtermarke Shock, von denen kenne ich kein einziges salziges Futter.

Gruß
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Re: Überdosieren

Beitragvon LaZe » 14.10.2009 - 17:00

stratmann hat geschrieben:Die Aromakonzentrate kann man sehr schnell überdosieren!! Probier doch einfach mal das Buttervanille-Aroma aus Mutters Backregal. Das schmeckt ekelhaft bitter.

Das mit dem Sand vergiss mal ganz schnell wieder. Beim Feedern haben Sand, Lehm und Kies nix im Futter verloren. Der Korb hält das Futter am Grund!!

Da man im beim Feedern meist mit wenig Futter hinkommt, sollte das Wenige wenigsten von ordentlicher Qualität sein.

Es gibt sehr gute fertige Futtermischungen schon ab 1€ je Kilo. Da ist selbst das Paniermehl aus dem Supermarkt teurer.
Olli


Also ich feeder schon länger im Rhein und habe mit ein wenig sehr feinkörnigem Quartzsand im Futter die Besten Erfahrungen gemacht.
Der Rhein hat viel zu starke Strömung auch in den Buhnen und sowas, da bleibt fast nichts liegen!

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Beitragvon andal » 14.10.2009 - 18:35

Das ist doch ein Schmarrn³!

Klebst du die Futterkrümel an den Sandkörnern fest, oder wie geht das ausgerechnet bei dir, dass sich Futter und absolut unbindiger Quarzsand nicht sofort im Wasser entmischen?
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.