Gelb-Gold-Färbung Zander

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Gelb-Gold-Färbung Zander

Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 04.10.2012 - 6:53

Petri,

bei uns werden relativ oft große bis kapitale Zander gefangen,
die als sogenannte "Gold-Zander" bezeichnet werden und eine teilweise bis vollständige geld-goldene Färbung analog Goldorfen usw. vorweisen.
Beim jährlichen Besatz zeigen die Jungfische diese Färbung noch nicht.
Der Zanderbesatz erfolgt auch erst seit 15 Jahren, vorher gab es dort keine Zander.
Das heißt, diese Färbung stellt sich bei den besetzten Fischen erst wesentlich später ein.
Habt Ihr dafür eine Erklärung?

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Beitragvon andal » 04.10.2012 - 7:57

Ja.

Die Färbung ist immer abhängig vom Habitat und dort zusätzlich auch noch, wo der Fisch steht. Im Kraut, im Freiwasser, oder in der Tiefe. An großen Seen kann man das bei Barschen sehr deutlich erkennen, aber auch bei Regenbogenforellen, die teilweise den Regenbogen gänzlich verlieren können.

Das geht mit unter extrem schnell. Fang dir ein paar Lauben, oder kleine Rotaugen. Die eine Hälfte gibst du, natürlich lebend, in einen weißen Eimer und die andere Hälfte in einen schwarzen. Bereits nach ein, zwei Stunden ist ein Unterschied in der Färbung erkennbar.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 04.10.2012 - 19:18

Chameleon-Zander?

oder doch eher

Albino-Zander?
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Beitragvon andal » 04.10.2012 - 19:20

Nicht verstanden? Die Umgebung prägt die Farbgebung!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 04.10.2012 - 19:59

doch aber gelb?
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Beitragvon Carp Gear » 04.10.2012 - 20:03

cyprinus_bau hat geschrieben:doch aber gelb?


Du solltest dich nicht fragen warum gelb! Sondern warum gerade nicht gelb! ;)
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Beitragvon Tidi » 04.10.2012 - 23:22

Vor kurzem fing ich Rotaugen in einen sehr flachen Gewässerabschnitt, welche sehr farblos waren, sahen aus wie tot und einige Zeit in der Sonne gelegen haben, also die sind auch Chameleonmäßig drauf ;-)

Ich habe mal gehört das beim Züchten von Goldfischen auch orangefarbene Bassins verwendet werden, wird schon seinen Grund haben.

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Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 05.10.2012 - 21:08

http://www.blinker.de/forum/nickpage.ph ... l&pic=1589

so sehen die Zander aus
dass diese Färbung umgebungsbezogen sein soll,
kann ich nicht nachvollziehen.

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Beitragvon andal » 05.10.2012 - 21:26

Wenn diese Färbung allgemein bei adulten Zandern auftritt, dann hat sie vermutlich einen umgebungsbezogenen Hintergrund. Sonst halte ich es für einen Fall von gehäuft auftretendem Xanthorismus, eventuell bedingt durch einen dafür empfänglichen Stamm an Zandern. Stammen alle Satzfische aus der gleichen Quelle?
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Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 05.10.2012 - 21:31

Es dürfte zumindest immer der gleiche Zuchtbetrieb sein, das klingt plausibel, obwohl die Satzzander noch ungefärbt sind. Eventuell kommt ja diese Genschwäche erst später durch.
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Beitragvon *Chorche* » 07.10.2012 - 16:41

Das IST definitiv Xanthorhismus, so eine Färbung ist durch nichts anderes erklärbar.

Dass die Farbe erst später durchkommt ist auch klar, schau dir doch mal einen jungen Goldfisch (also eine Zuchtform des eigentlich silbernen Giebels) an, die sind bis zu einer gewissen Größe auch silbrig bis bronzefarben und werden erst später golden :)

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Beitragvon reverend » 07.10.2012 - 21:17

Dass Xanthorismus bei Zandern auftritt, habe ich zwar noch nicht gehört, jedoch lässt das Foto auch für mich keinen anderen Schluss zu.

Sind denn alle adulten Zander in dem Gewässer so gefärbt, oder gibt es auch "normal" gefärbte Zander?

Im ersten Fall wäre es eine habitatbedingte Färbung, im zweiten Fall lediglich eine in freilich außergeöhnlicher Häufung auftretende Farbvarietät einzelner Individuen.
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