Ausbalancieren einer Spinrute


Moderatoren: Valestris, Onkel Tom, Derrik Figge, Moderatoren

Benutzeravatar
KnusprigBackfisch
Brassen
Brassen
Beiträge: 67
Registriert: 20.05.2014 - 9:03

Ausbalancieren einer Spinrute

Beitragvon KnusprigBackfisch » 20.05.2014 - 9:19

Moin moin!

Ich würde gern meine Spinrute (10-40g, 2.40m) ausbalancieren da sie sehr kopflastig ist. Die Rute lässt sich weder vom Schwerpunkt verstellen, noch kann man das Endstück abnehmen (um dort zB ein Gegengewicht anzubringen) Hat jemand das in der Form schonmal Selfmade gemacht? Wie habt ihr das angestellt? Habe was von "Wickelblei" gelesen - Wird das einfach um den Endgriff gewickelt und getaped? Gammelt das Kork darunter dann nicht irgendwann? Alternative Vorschläge erwünscht :)

Gruß :)

Benutzeravatar
Gerd
Hecht
Hecht
Beiträge: 10622
Registriert: 17.09.2005 - 12:34
Wohnort: Lkrs. Bergstraße / Hessen

Beitragvon Gerd » 20.05.2014 - 9:25

Einfachste Lösung ist die Verwendung einer schwereren Rolle.
Humor ist der Knopf der verhindert, daß einem der Kragen platzt

*Joachim Ringelnatz*

Benutzeravatar
KnusprigBackfisch
Brassen
Brassen
Beiträge: 67
Registriert: 20.05.2014 - 9:03

Beitragvon KnusprigBackfisch » 20.05.2014 - 9:43

Schon probiert (von 2500er auf 4000er) - Hilft leider nicht viel. Zudem brauch ich kein so grosses Gerät beim Spinnen.

Benutzeravatar
Posenangler
Brassen
Brassen
Beiträge: 72
Registriert: 04.05.2013 - 14:44

Beitragvon Posenangler » 20.05.2014 - 21:42

Schwere frage. Ich Habe mal was davon gehört, dass sich Leute den Rollenhalter versetzen lassen, aber ich glaube das es schwierig sein würde dass selber zu machen. Das machen zu lassen ist meine Wissens auch nicht billig Ich habe auch gehört das Leute sich die Abschlusskappe austauschen lassen. z.B. Von Aluminium zu Edelstahl aber wenn du die Kappe nicht ab kriegst wird das schon schwierig. Was dir vielleicht helfen könnte ist, dass die meisten Kleber nicht besonders hitzebeständig sind. Ich weis aber nicht bis zu welchen Temperaturen du hochgehen kannst ohne den Blank zu beschädigen.

Benutzeravatar
Schimpi
Hecht
Hecht
Beiträge: 4278
Registriert: 11.07.2007 - 14:26
Wohnort: Roßdorf bei Darmstadt

Beitragvon Schimpi » 21.05.2014 - 16:22

Hast du mal getestet, wieviel Gramm hinten an die Rute müssen, damit sie ausbalanciert ist ?

Je nachdem wieviel es ist hatte ich mir mal überlegt, ob es nicht ausreichend ist, ein kleines Löchlein in die Abschlusskappe zu bohren und eine Schraube mit Unterlegscheiben einzudrehen und auch zu verkleben.

Ich habe das nicht getestet, ob das klappt, da ich mir dann doch ne neue Kombo gekauft habe. ;) Kann mir aber vorstellen, dass das ne Alternative sein kann.
Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!

Benutzeravatar
KnusprigBackfisch
Brassen
Brassen
Beiträge: 67
Registriert: 20.05.2014 - 9:03

Beitragvon KnusprigBackfisch » 21.05.2014 - 16:46

Habe schon testweise ein Paar Sechskantmuttern mit Tesa hinten drangeklebt um ein Gefühl zu kriegen wie viel Gewicht ich ca brauche - Gewogen hab ichs aber noch nicht :) Fühlt sich auf jeden Fall wesentlich besser an, wenn die Rute im Gleichgewicht ist. Wenn ich den Gummipropfen am Rutenende abbekomme, müsste ich ne Schraube da reinkriegen (Die werde ich dann aber besser kleben als "schrauben" :) ) Mal schauen ob das reicht.

Benutzeravatar
KnusprigBackfisch
Brassen
Brassen
Beiträge: 67
Registriert: 20.05.2014 - 9:03

Beitragvon KnusprigBackfisch » 26.05.2014 - 9:37

Habe es nun mit Walzblei/Wickelblei umgesetzt und das ging ganz gut. So hab ichs gemacht:

Erstmal das Wickelblei lose um das Griffende um zu testen wie viel ich benötige. Das Blei soll anschließend IN den Blank. Der ist ohnehin hohl und so brauch ich aussen nichts hässlich rumtapen :)
Nach dem Abwiegen habe ich das Wickelblei walzenförmig aufgewickelt so das es ein etwa 10cm langes "Bleiröllchen" ergab - Dabei muss man natürlich schauen das der Blank den Durchmesser auch "schlucken" kann. Notfalls wickelt man zwei Röllchen. Beim wickeln lieber erstmal eine Lage weniger nehmen, sonst kommt man u.U nicht tief genug in den Blank.
Zum Testen habe ich zunächst etwas kräftige Schnur mit eingewickelt, so das ich das Röllchen testweise einschieben und wieder rausholen kann.
Dann habe ich immer wieder eine Lage Klebeband um das Röllchen gemacht und wieder in den Blank geschoben, solange bis sich das Bleiröllchen gerade noch locker reinschieben lässt.
Abschliessend das ganze noch mit einem guten Epoxidkleber einkleistern, reinschieben und trocknen lassen. Endkappe wieder druff und jut!

Die Rute ist natürlich insgesamt etwas schwerer geworden (gute 150g warens sogar), aber dafür super ausbalanciert. Sie schwebt nun sehr locker an zwei Fingern in der Hand und lässt sich super zupfen.