Habe heute zu ersten mal Wels gegessen, war nicht so gut!

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Beitragvon andal » 15.08.2007 - 9:48

Es gibt in der Küche ein paar radikale Tricks, wie man aus Lebensmitteln einen üblen Geruch, oder den berüchtigten "leichten Stich", herausbekommt, b.z.w. überdecken kann. Das ist mit herausprügeln gemeint.

Unter dem Strich werden diese Lebensmittel davon ganz und gar nicht besser und der ursprüngliche Eigengeschmack bleibt vollends auf der Strecke. Manchmal ist es so das letzte Mittel der Wahl vor der großen Tonne und deswegen wirds gemacht.

Das ist nicht unbedingt der offizielle Lehrstoff der Berufs- und Hotelfachschulen, aber trotzdem kommt jeder Kochlehrling damit innerhalb kürzester Zeit in Berührung. Und wenn es "nur" beim Personalessen ist!

Für die Gäste das Beste. Für die Knechte die Reste! :badgrin:
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Cactus » 15.08.2007 - 9:53

Hallo,

Karpfen aus sauberen Gewässern schmecken bis zu einer gewissen Grösse (gelegentlich auch mir) exzellent. Im Waldviertel befinden sich viele, relativ kalte Teiche, in denen die Fische (Angeln ist da meist nicht) extra für Weihnachten herangezogen werden. Für viele ÖsterreicherInnen ist Karpfen (meist gebacken) ein traditionelles Essen am hl. Abend. Natürlich gibt es auch ekelhaft schmeckende, fette Karpfen aus nicht sehr sauberen Angelteichen, gefüttert mit allem möglichen, Fische die schon fast mehr rund als lang sind und wo es darauf ankommt, möglichst grosse Fische möglichst oft zu fangen.....

Grüsse
Heinz
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Beitragvon Yog » 15.08.2007 - 18:23

... für die Knechte die Reste...

also das gibts auch für die Gäste...
Ich werden zum Beispiel schlagartig komisch, wenn ich hackfleischartiges esse, welches mit Thymian gewürzt wurde... das gilt auch für Würstchen...

.. ach ja.. das waren noch Zeiten :D :D :D ... damals :D
Petri heil
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*was gut das ich Mac-User bin* :D

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Beitragvon andal » 15.08.2007 - 18:49

Ouh... dann hättest du mit meiner Küche Probleme. Da ist zwar garantiert nix faul, aber ich liebe Thymian, auch in Hackfleischgerichten. :D
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Yog » 15.08.2007 - 18:55

Ne, das ist ja nicht gesagt, ich weiß nur was mit Thymian in Hackfleisch durchaus sehr gut vertuschen kann...

*war ja auch nur ein Beispiel, die anderen Sauereien will ich hier auch nicht ansprechen dmait keine dummen Gedanken aufkommen ;-)*

Alles eine Frage des Vertrauens :D
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Beitragvon andal » 15.08.2007 - 19:46

Der Gerhard Polt hat es in einem Sketch mal so ausgedrückt:

"A bisserl Zitrone und a bisserl Mineralwasser, dann passt des wieder und an meiner Gulaschsupp'n is noch koana g'storbn!" :lol:
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Beitragvon Mcuwe » 16.08.2007 - 0:30

was ist daran so schlimm karpfen zu essen??
was macht den karpfen zu so einem besondern fisch das er nciht entnommen werden soll??.. er ist ein fisch wie jeder andere auch.. nochdazu hat er relativ wenige gräten und relativ viel fleisch..

schmecken durchaus lecker.. die filets in einer mehl/paprikapulver mischung wälzen, ein bischen salz und ab damit in die friteusse.. dazu kartoffeln und kräuterbutter.. was besseres gibt es kaum..

und wenn das dunkle fleisch was unter der seitenlinie beim filetieren wegschneidet hat es sich mit dem "modergeschmack" auch erledigt..

ansonsten steht der karpfen keinem fisch im geschmack nach..

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Beitragvon andal » 16.08.2007 - 8:07

Da hast du was falsch verstanden. Ich entnehme sogar ein paar Karpfen pro Jahr, weil meine Leute gerne mal gebackenes Karpfenfilet essen. Aber ich selber esse keinen, weil ich ihn nicht mag.

Ich mag auch keinen Fenchel, Anis, Pangasius, grüne Paparika und keine Kapern. ;)
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Beitragvon Udo » 18.08.2007 - 4:15

Ich angele nicht auf Karpfen, es sei denn, &das nix anderes geht und wenn ich einen fange, dann kommt der wieder rein ins Wasser, denn essen will ich ihn nicht und warum soll er dann nicht noch ein bisschen weiterleben.

Zum essen finde ich nach wie vor die Forelle am besten, die Gräten sind zu verkraften und der Fisch schmeckt hervorragend.

Allerdings habe ich noch nie Hecht, Saibling oder Zander gegessen, von daher bin ich immer noch auf dder Suche nach dem Fisch der mir am besten schmeckt.

In Nerdseekrabben könnte ich mich reinsetzen und sie frisch vom Kutter den ganzen Tag in mich reinschaufeln, Muscheln in Weißweinsosse sind ein Gedicht, Hummer ist geil, aber das sind ja keine Fische.

Was auch richtig gut schmeckt ist die kleine Maräne, MMMMMHHHH .


Gruß... Udo

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Beitragvon Jesse » 06.08.2010 - 10:45

Sorry, das ich den Beitrag wieder ausgrabe, aber zu dem gewürzten Wels mit Paprika fällt mir ein das ich vor 2 Jahren Regenbogen-Forellen auch mit Paprika gewürzt hatte und sie irgendwie muffig schmeckte.

Kann es sein, dass das Paprikagewürz den Fisch irgendwie geschmacklich negativ beinflusst?

Seither würze ich alle Fische die ich fange nur noch mit Salz und Pfeffer und sie schmecken perfekt.
Gruß
Jesse

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Immer auf der Suche nach dem Monsterbarsch grösster bisher 39cm gefangen 27. Juli 2013 am Rhein.

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Beitragvon Forellenfischerflo FFF 2 » 06.08.2010 - 10:46

In Ungarn hab ich auch mal einen gegessen.Das Essen war gut der Wels nur ok.
Was ich schreib hasst jeder also:
Reg dich ab man du verschwendest mit blöden Antworten nur deine Zeit Mann!!![/b[b]]Spar dir die Antwort wenn sie sinnlos ist.

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Beitragvon jolyjoker » 06.08.2010 - 15:46

Noch einige Bemerkungen:
Vermeidet nach Möglichkeiten Fisch und Krustentiere aus der 3. Welt. Dort wird meist mit Giften und Antibiotikas gearbeitet, die einem die Haare zu Berge stehen lassen - von Andal mal abgesehen. Auch Hühnerteile aus solchen Ländern sind nicht ohne... aber mit Zars und Chickenpox.
Selbst wenn es zertifikate geben sollte, dort wird bestochen und geschmiert, dass selbst Siemens wie ein katholischer Knabenchor davonkommt.
Wer plus 40 Jahre alt ist hat sicherlich noch in Erinnerung, dass belgische und holländische Lebensmittelproduzenten das Kadaverfett der toten Nordseerobben und dioxinverseuchtes Motorenöl in Trockensuppen verarbeitet haben. Also vorsichtig sein und mistrauisch. Auch unsere Regierung erlaubt, dass Kochmilch als Frischmilch verkauft werden darf.
Der Pangasius ist ein Modefisch der nach nichts schmeckt und deshalb gerne genutzt wird. Eigengeschmack ist ja nicht mehr gefragt.
Joly

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Beitragvon MatthiasB. » 07.08.2010 - 21:10

jolyjoker hat geschrieben:Eigengeschmack ist ja nicht mehr gefragt.


§@*
Selbst die selbstgesuchten Wiesenchampingnons werden von so manchem mit Zwiebeln vergewaltigt...
Wenn nicht die meisten Gerichte mit Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromen versehen wären, gehe ich stark von aus, rührt heutzutage kaum einer mehr ein Essen an! Will mich nicht davon ausschliessen, weil wir es nicht mehr anders kennen! Aber ich esse in der Regel alles was auf dem Teller liegt! :p
Was mich geschmacklich nicht überzeugt hat, ist der schweineteure schwarze (und) rote Kaviar aus Russland. Man sollte ihn nicht essen, ich weiss, aber es ergab sich einst die Möglichkeit in einem Kreise gehobener Leute und da wollte ich mir nicht die Möglichkeit nehmen lassen wenigstens einmal das Zeug zu testen! Nach dem elendigen Salzgeschmack und noch nem unbeschreiblichen Geschmack, habe ich mir diesen dann sehr zügig mit sau teurem Champus runter gespült!!!! :lol: Nich so mein Fall! ;)
Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven, aber keine freien Völker regieren können.

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Beitragvon Hogy » 09.08.2010 - 18:46

Hier ist ein kurzes Video ueber die Pangasius (catfish) Produktion in Vietnam. Guten Apetitt:

http://www.vimeo.com/11817894

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Beitragvon andal » 09.08.2010 - 19:00

Man könnte glatt annehmen, der Pangasius ist die späte Rache Ho Tchi Minhs am Kapitalismus. :badgrin:
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.