Unterschiedliche Längen für Picker/Swingtip nötig?

Moderatoren: Valestris, Derrik Figge, Onkel Tom, Moderatoren

Korsikaphil
Zander
Zander
Beiträge: 631
Registriert: 07.02.2005 - 14:43

Unterschiedliche Längen für Picker/Swingtip nötig?

Beitragvon Korsikaphil » 09.10.2010 - 12:18

Hallo!
Seht ihr einen Vorteil darin, beim Pickern bzw. Schwingspitzangeln mit zwei Ruten auf einem Dreibein zwei unterschiedliche Rutenlängen einzusetzen?
Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

Benutzeravatar
andal
Hecht
Hecht
Beiträge: 16068
Registriert: 24.04.2003 - 12:35
Wohnort: Rhein, km 624

Beitragvon andal » 09.10.2010 - 12:23

Nein. Je näher beide Spitzen beieinander abgelegt sind, desto einfacher und ermüdungsfreier kann man sie beobachten.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

Kai S.
Hecht
Hecht
Beiträge: 3473
Registriert: 14.11.2008 - 2:00
Wohnort: Ostfriesland

Beitragvon Kai S. » 09.10.2010 - 16:08

Ganz klar ja beim Picker.
Ich habe fast immer unterschiedlich lange Picker im Einsatz. Meine Standard Picker sind 3m und 2,70m lang. Zwei gleich lange ist echt schlecht, denn da Du ja im rechten Winkel fischt hast Du die Schnur des uferseitigen Pickers dann über die Spitze des an der Wasserseite stehenden laufen, bzw. in unmittelbarer Nähe zu der Spitze und Schnur. Bei meinen ist da durch die Länge eben ein Abstand dazwischen und es gibt keine Probleme.

Anders ist es dann bei der Schwinge. Da ist die gleiche Länge besser, denn da geht die Schnur ja normal gerade nach vorne weg, also als Verlängerung der Rute. Da die dann auch nebeneinander stehen und Richtung Wasser zeigen gibt es dort die Probleme nicht. Da ist es dann echt angenehmer zu beobachten wenn sie gleich lang sind. Das selbe auch wenn Du statt Picker eben Feederruten nutzen würdest die Du wegen der Strömung hoch stellst. Auch da wäre gleich lang besser, aber auch da stehen die dann ja nebeneinander und nicht hintereinander.

Bild

Benutzeravatar
JuliFisch
Hecht
Hecht
Beiträge: 4936
Registriert: 16.11.2007 - 13:00
Wohnort: In der Nähe der Weser!!!

Beitragvon JuliFisch » 09.10.2010 - 19:47

Für den Picker muss ich da auch Kai zustimmen, da sind zwei unterschiedliche Längen schon sehr viel einfacher zu handhaben, da die Ruten sich einfach nicht so im Weg sind.

M_Marc
ROOKIE
ROOKIE
Beiträge: 6
Registriert: 31.12.2009 - 17:59
Wohnort: Dortmund

Beitragvon M_Marc » 16.10.2010 - 20:59

Kannst doch ggfls. zwei gleich lange Picker etwas versetzt ablegen, wenn
es denn in einer Situation sein muss.
Ich würde wie Andal auch zwei gleiche benutzen, wobei man beim Pickern
eigentlich nur mit einer Rute (aufgelegt und in der Hand) angelt.

Kai S.
Hecht
Hecht
Beiträge: 3473
Registriert: 14.11.2008 - 2:00
Wohnort: Ostfriesland

Beitragvon Kai S. » 17.10.2010 - 17:46

Seit wann denn das?
Picker bedeutet doch fast automatisch 2-3 Ruten nebeneinander. Geht das echt auch mit nur einer? Das hört sich ja richtig fieß an. Was nutzt man dann als Rute 2-3?

Oder um es anders zu sagen dieses eigentlich immer passt nicht. Ich kenne es so das man eigentlich immer mit mind. 2 fischt, ausgenommen die ganz ganz seltenen Fälle wo nur eine Rute erlaubt ist und man statt der Feederrute den Picker nimmt. Das ist aber wie gesagt sehr selten. Von daher bedeutet das eigentlich halt nur das Du es so gewohnt bist während andere das als ungewohnt betrachten und abnormal.

Und klar gehen auch zwei gleich lange versetzt, aber wenn Du regelmäßig mit 2-3 Picker fischt, dann merkst Du schnell das es für den Anschlag besser ist wenn die Griffe auf der Selben Höhe sind. Es ist ja schon eine Umgewöhnung wenn die dritte Rute ebenfalls 2,70m lang ist und man die deshalb versetzt stellen muss. Das ist für den Anhieb schon ein kleiner Nachteil und auch beim Ablegen weil die eine Rute eben nicht auf bequeme Erreichbarkeit dann ausgelegt ist (aber da ist es dann wieder von Vorteil das ich eben von 2,10m bis 3m Ruten zur Verfügung habe).

rhinefisher
Hecht
Hecht
Beiträge: 5877
Registriert: 05.09.2006 - 20:19
Wohnort: Krefeld

Beitragvon rhinefisher » 17.10.2010 - 18:06

Hi! Eigentlich besteht der Trick beim Pickern ja darin, den kleinsten Zupfer zu erkennen und mit einem Anhieb zu quittieren - deshalb fischt man gewöhnlich nur mit einer Rute... .
Das gilt analog auch für`s feedern.
Petri
DEUS LO VULT !

Kai S.
Hecht
Hecht
Beiträge: 3473
Registriert: 14.11.2008 - 2:00
Wohnort: Ostfriesland

Beitragvon Kai S. » 17.10.2010 - 23:38

Wie schon gesagt, das eigentlich kommt eben darauf an wie man es gewöhnt ist. Für mich ist der Vorteil eines Picker weniger das ich schnell reagieren kann (das kann ich bei der Kopfrute besser) als vielmehr das ich meine zwei bis 3 "Ruten" möglichst nahe ans andere Ufer werfen kann (am besten an die Uferbefestigung damit die echt nahe dran liegen, beim letzten Fischen sah mein Futterkorb dank der vielen gewollten Aufpraller auch entsprechend aus, trotz Edelstahl :D) und dann auch noch gleichzeitig genau beim Köder anfüttere. Dazu kommt noch das ich eben problemlos 3 Ruten fischen kann, ohne das mir evt. Posen noch abtreiben, mal davon abgesehen das es eh unmöglich ist den Angelplatz zu überwerfen (wie man es bei der Matchrute ja macht) wenn man 50-100cm vom Ufer entfernt fischen will. :D

Von daher eben meine Aussage es kommt immer drauf an wie man es gewöhnt ist. Hier fischen die meisten bei den Hegefischen mit Winkelpicker, eben weil man damit genau diese Anforderungen erfüllen kann. Nahe ans andere Ufer und problemlos 3 Ruten setzen. Alternativ wird die Kopfrute mit 2 Feederruten/Pickern gefischt oder mit 2 Schwingspitzenruten. Bei ersten Zupfer schlägt eh kaum einer an außer die Bisse sind wirklich vorsichtig. Normal wird gewartet bis der Biß deutlich erkennbar ist, wer will schon den Haken aus dem Maul ziehen, mal abgesehen davon das es ja noch dauert bis man die Kopfrute aus der Hand hat oder über der richtigen Rute ist.

So ist es einfach und so machen es hier fast alle bei den Hegefischen. Ausnahmen halt wenn nur eine Rute erlaubt ist, aber der Threadersteller will ja mit zwei Ruten fischen, und das nur eine erlaubt ist, das passiert ja fast nie. 3 sind üblich, 2 sind normal, intern sind auch schon mal 5 erlaubt weil es eine Friedfisch und Raubfischwertung gibt, so das man dann je nach Vorliebe 4 auf Raubfisch und eine auf Karpfen stellt oder mit 2 Pickern auf Brassen geht und nebenbei noch drei Hechtruten setzt, oder eben auch mal mit 3 Pickern/schwingen auf Friedfisch + 1 Karpfen oder Wurmrute + 1 Raubfischrute. In Holland, wo nur eine Rute üblich ist, da fische ich auch anders, aber wo mit mehreren Ruten gefischt wird (also fast jedes Hegefischen hier) da muss die Taktik dann auch entsprechend angepasst sein.

Ich war dieses Jahr bei 22 Hegefischen wo mind. 2 Ruten erlaubt waren. Das sind so wenig weil es sich teilweise überschnitt und ich noch einige nicht teilnehmen konnte, die 30 hätte ich sonst auch voll gehabt. Demgegenüber war ich noch bei 4 Hegefischen wo nur eine erlaubt war, auch da habe ich wohl 5 verpasst wegen doppelten Terminen/keine Zeit. Das waren die in Deutschland. Aus Holland kommen noch 16 Wettfischen dazu bei denen ich war und wo nur mit einer Rute gefischt wurde, aber das ist ja eben auch Holland und nicht hier. Du siehst also den großen Unterschied bei der Zahl der Hegefischen mit mind. 2 Ruten und der Anzahl mit nur einer. Von daher ist es fast jeder hier gewöhnt mit mehreren Ruten zu fischen und auch zu pickern. Das fängt ja schon bei der Jugend an, so das es von klein auf ganz normal ist. Von daher hat man auch genug Zeit um zu probieren wie es für einem selbst am sinnvollsten ist wenn man mit 2-3 Pickern fischen will. :D
Ich habe für mich in den letzten 14 Jahren eben herausgefunden das zwei unterschiedlich lange Ruten ideal sind bei meiner bevorzugten Angelmethode für viele unserer Gewässer hier. Aber das ist eben auch eine Frage der eigenen Vorlieben und der Gewohnheit. Hier schaffst Du es jedenfalls die Leute zu verwirren wenn Du sagst nur eine Rute erlaubt, denn dann fragen die sich ob da einer einen Sonnenstich hat. :lol: Das sind die hier nicht gewohnt. Ich habe schon beim Freundschaftsfischen mit Huntetal und Harpstedt erlebt (die waren da bei uns zu Gast) das meine Nachbarn (abwechselnd haben wir bei solchen Freundschaftsfischen die Plätze, also der eine Verein Angelplatz 1,4,7 usw. der nächste 2,5,8 usw.) 3 Ruten im Einsatz hatten obwohl ausnahmsweise nur 2 erlaubt waren. Als ich das sagte wollten die es erst gar nicht glauben. :lol: :D

M_Marc
ROOKIE
ROOKIE
Beiträge: 6
Registriert: 31.12.2009 - 17:59
Wohnort: Dortmund

Beitragvon M_Marc » 19.10.2010 - 20:27

@Kai S.

Jetzt habe ich es verstanden und auch warum viele Engländer der Auffassung sind, die Deutschen hätten keine Ahnung vom Angeln.
Nichts für ungut, ist nur meine Meinung.

P.S.
Mir tuen nur die vielen kleinen Fische leid die wegen zu spätem
Anschlag verangelt wurden...(kopfschüttel)
Ach ja, beim Hegefischen kloppt man eh alles tod - verstehe.

Kai S.
Hecht
Hecht
Beiträge: 3473
Registriert: 14.11.2008 - 2:00
Wohnort: Ostfriesland

Beitragvon Kai S. » 20.10.2010 - 14:18

Hä?
Erstens wird fast kein Fisch verangelt (ok bei Barschen passiert es manchmal, aber die schlucken ja auch wie nichts gutes), und zweitens wie zum Teufel kommst Du auf totschlagen? Von den 26 Hegefischen waren 5 mit Töten und anschließendem Filitieren/Abholung durch einen Russen zum salzen, der Rest natürlich mit Setzkescher und umsetzen!
In Holland ist eh ausschließlich Setzkescher angesagt.

Wenn man keine Ahnung hat (usw. usw.).....

Keine Ahnung wie Du fischt, aber bei mir hängen die Haken zu 80-90% im vorderen Bereich des Mauls, dann noch ein paar gut erreichbar mit dem Hakenlöser. Die aller wenigsten sind verschluckt!