Beiträge von Holger Wulf

    Hi,
    ich habe nicht vor, mich über die fischereirechtliche Kompetenz von Boardies auszulassen, sondern will auf die ursprüngliche Frage eingehen: Was wir vom Zurücksetzen halten, wenn ein Fisch zu tief geschluckt hat und nicht überlebensfähig ist.


    Mir wäre es am liebsten, es würde in die (ethische) Verantwortung des Anglers selbst gestellt, wie er mit einem gefangenenn Fisch verfährt. Das setzt voraus, dass die überwiegende Mehrheit der Angler ein entsprechendes Verantwortungsbewusstsein hat. Im großen und ganzen gehe ich davon aus - diesbezüglich wurde mir hier im Forum aber schon heftig widersprochen.
    Ich halte generell nichts davon, jeden maßigen Fisch töten zu müssen. NAtürlich will ich gegen kein Gesetz verstoßen. Das schließt nicht aus, dass ich mich manchmal bei der Landung bestimmter Fische blöd anstelle. Fische können ja so glitschig sein...


    Ich befürworte es sehr, dass untermaßige Fische, die definitv nicht überleben werden, getötet werden dürfen (dann aber nicht angeeignet werden). Ein toter, zerstückelter Fisch stellt immerhin noch Nahrung für andere Tiere dar.
    Im Zweifelsfall sollte aber tatsächlich der Haken so kurz wie möglich abgeschnitten und der Fisch zurückgesetzt werden. Denn viele Fische sind erstaunlich zäh. Ich würde das bei seltenen Arten (ganzjährig geschützt etc.) immer so machen und dann die Daumen drücken. In solchen Fällen kann ich es verantworten, drei Fische leiden zu lassen, um einen seltenen nicht voreilig den Gnadenstich zu geben.
    Bei Rotaugen etc. sehe ich das allerdings anders.


    Beste Grüße


    Holger/ Blinker

    Hi!
    Geh mit einer Geflochtenen den Dorschartigen an den Kragen, nimm aber eine Stationärrolle mit 0,30er Mono mit und schlepp an der einen Wobbler hinter dem Boot her (Meerforelle, Lachs).
    Beim Pilken ist es immer fängiger, wenn du die Kunstköder mit Natur garnierst!
    Willst du gezielt auf Lumb, Leng, Steinbeißer empfehle ich dir Naturköder (Flatterfisch, Garnelen, Muschelfleisch). Ignorier die Plattfische nicht! Sie gehen auch auf Fetzen und Garnelen, wenn du aber Watt- und Seeringelwürmer mitbringst, wirst du staunen, was so alles an den Haken geht!!!!


    Gruß
    Holger

    Hallo zusammen,
    ihr habt es wahrscheinlich in den News gelesen: Gestern mussten wir drei ertrunkene Angler vor Rügen, heute drei tote deutsche Angler in Norwegen melden.
    Sowohl in Norwegen als auch am Bodden wurde schlechtes Wetter schlichtweg ignoriert. Bei Windstärke 8 (!!!!!!!) mit einem kleinen, offenen Boot rauszufahren, wie vor Rügen geschehen, grenzt an beabsichtigten Selbstmord.
    Ich habe mir bislang eingebildet, dass wir (und auch unsere Kollegen von Fisch&Fang und Rute&Rolle etc.) oft genug auf die Gefahren beim Bootsangeln bzw. die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen aufmerksam gemacht haben. Täusche ich mich? Oder sind diejenigen Angler, die solche Unfälle provozieren, notorische Nicht-Leser von Angelzeitschriften?
    Damit mich keiner falsch versteht: natürlich tun mir die Verunglückten leid. Aber zusätzlich denke ich auch an diejenigen, die bei Such- und Rettungsaktionen ihr Leben riskieren - ob sie das "professionell" als Seenotretter/ Küstenwache tun oder als zufällig anwesende Wassersportler. Seeunfälle, die durch unglückliche Umstände ("Pech") hervorgerufen werden, gibt es schon genug. Da müssen nicht noch Unfälle hinzu kommen, die durch grobe Fahrlässigkeit hervorgerufen werden.


    Mit traurigen und wütenden Grüßen


    Holger/ Blinker


    P.S.: Für alle, die wirklich noch "Nachhilfe" brauchen:
    - vor jeder Ausfahrt (auch auf größeren Binnengewässern!) die Wettervorhersage beachten. Herrscht bereits morgens Windstärke 4 fährt man besser nicht raus. Im Zweifelsfall vom Ufer aus angeln!
    - auch bei ruhigen Verhältnissen: niemals betrunken ans Ruder/ an die Pinne
    - auf Seetüchtigkeit des Bootes und notwendige Signal-/ Rettungsmittel achten
    - den Rat von Einheimischen befolgen
    - auf dem Meer haben Tarnklamotten mit Wasser-Aufsaug-Effekt nichts zu suchen!
    - eine Rettungsweste zu tragen ist ein Zeichen von Klugheit, nicht von Feigheit
    - im Handy den Seenotruf einspeichern (Seenotleitung Bremen 0049-421-536870; geben auch Notrufe aus dem Ausland weiter)
    - vor der Ausfahrt sich abmelden, Zielgebiet und voraussichtliche Rückkehr angeben (und sich auch wieder zurück melden)
    - zum Pinkeln nicht an der Bootseite stehen, es geht auch im Hocken (und Ösfässer hat auch jedes vernünftige Boot)

    Moin, moin!
    Habe gerade etwas in unserem Archiv gewühlt. Der Rekord-Zander ist in Heft 2/91 zu bewundern. Fänger Freidrich Kraus aus Brunn/ Österreich hat Ende 1990 (so spät, dass er in keinem Heft aus dem Jahr 90 mehr auftaucht) den Zander in der Donau auf ein Rotauge gefangen. Und damit einen Zander aus dem Jahre 1979 von 36 Pfund 375 Gramm um 325 Gramm übertroffen.
    Falls ich morgen wieder Erwarten viel Zeit haben, scanne ich den Fisch mal ein und stelle ihn ins Netz.


    Grüße


    Holger/ Blinker

    Die absolute Mehrzahl meiner Ruten sind Steckruten. An die Aktion einer guten Steckrute kommt auch eine sehr gute Tele nicht ran.
    Beim Zusammenbauen mache ich es mir meist sehr einfach. Schnur-Clipper raus, Montage abschneiden, Schnur auf die Rolle kurbeln, Rute auseinandernehmen. Alles andere gibt meist Tüddel, Schnur verhakt sich im Reißverschluss der Rutentasche etc. Kostet nur Zeit und Nerven, bzw. Fisch, wenn ich eine Beschädigung der Schnur übersehen habe. Lieber am Anfang des Angeltages neu montieren (und die Montage dann auch wirklich an die aktuellen Verhältnisse anpassen, statt aus Faulheit und vermeintlicher Zeitersparnis die alte Montage dranlassen.


    Gruß
    Holger/ Blinker

    Hi,
    die Trave hat einen guten Weißfischbestand (Brassen, Rotaugen, Güstern, Aland), Karpfen kommen auch vor, werden aber selten gezielt beangelt. das ist auch nicht ganz einfach, da auf weiten Strecken (gesamter Stadtbereich von Lübeck) die Grundangel verboten ist. Feedern ist also nicht erlaubt. Mit der Matchangel geht es ganz leidlich, die Bolo ist besser. Als Beifang kannst du mit Barschen rechnen, im Herbst erreichen die recht nette Größen.
    Die Wakenitz bietet ein sehr gutes Weißfischangeln, weniger große Barsche (erst im Winter ziehen die manchmal vom Ratzeburger See rein), dafür mehr Karpfen und Schleien. Wenn Du ein naturbelassenes, wunderschönes Gewässer suchst, bist du an der Wakenitz richtig. Mitgliedschaft in einem VDSF-Verein ist allerdings Voraussetzung...


    Gruß


    Holger/ Blinker

    Ich denke, es gibt zwei Gründe, warum Karpfen springen:
    Zum einen ist es die pure Lebensfreude, wenn sie das Festblei hinter dem Boilie entdeckt haben. Nach dem Motto: Ich kann Anfutter vom Köder unterscheiden ;)
    Zum zweiten wollen sie uns zeigen, dass sie da sind. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Karpfen reine Spinnangler bemerken. ("Wieder das falsche Gerät eingepackt") ;)


    Mit freitäglichen Grüßen


    Holger/ Blinker

    Kaffee und Müsliriegel bzw. Fruchtschnitten sind immer dabei, bin ich mit der Familie unterwegs wird es etwas mehr (um meine Tochter bei Beißflauten bei Laune zu halten, haben sich Schokokekse als äußerst effektiv erwiesen...).
    Gleichzeitig habe ich auch eine Auswirkung auf die Fische festgestellt (und scheine nicht der Einzige zu sein): Wenn ich mit Essen beschäftigt bin, mehr noch, wenn ich mir gerade eine Zigarette drehe, hat das sehr positive Wirkung auf den Hunger der Fische...


    Ich war bislang aber nur einmal so dekadent und habe mit eine Pizza ans Wasser bestellt (Lob dem Handy). Der Pizzabote war ausgesprochen amüsiert...


    Zum Alk: Egal auf welchem Gewässer, trinke ich auf Booten keinen Alkohol. Bei längeren Ausflügen von Land aus, darf es mal eine Dose Bier sein. Vom Besaufen halte ich eh nichts, erst recht nicht am Wasser.


    Gruß


    Holger/ Blinker

    Nichts gegen die Lippenköderung, wenn es auf Zander geht. Beim Aal produziert sie aber Fehlbisse über Fehlbisse. Zieh den Köfi lieber mit einer Ködernadel auf den Haken. Die Hakenspitze tritt bei mir im Rücken des Köfis aus. Das bringt keinen 100%igen Schutz gegen Fehlbisse (den Angler möchte ich porträtieren, der bei jeden Aalbiss einen Fisch fängt...), reduziert die Anzahl aber.
    Aalköder biete ich generell am Grund oder in unmittelbarer Grundnähe (5 cm drüber) an. Ich weiß, dass wir im Heft auch schon Artikel über Oberächenfischen auf Aal hatten. Und ich habe selber schon beim Barschangeln (Tauwurm im Mittelwasser) Aale gefangen. Aber in über 90% aller Fälle ist der Grund am fängigsten. Köfis schneide ich übrigens immer den Bauch auf und ritze sie auch in der Seite ein (für Aal und Zander!). Auch Tauwürmer verlieren immer das Schwanzende.


    Gruß


    Holger/ Blinker

    Hallo,
    ich habe auf den Jungangler-Seiten vor einiger Zeit günstiges Gerät vorgestellt. Ich habe das auch prinzipiell nach wie vor. Allerdings möchte ich nur Gerät vorstellen, bei dem ich ein ruhiges Gewissen habe. Und bei etlchen Rollen für 25 Euro kann ich eine Empfehlung nicht verantworten. Und zwar aus den Gründen, die hier schon genannt wurden: Eine 25-Euro-Rolle, die eine Saison lang hält (solange man nur kleine Fische am Haken hat), ist viel teurer, als eine 75-Euro-Rolle, mit der man zehn Jahre lang angeln kann und die auch bei einem 20-Pfünder nicht versagt.
    Preis beiseite - mein Albtraum: ich stelle eine Billig-Rolle vor. Daraufhin wird sie von einem Jungangler (wahlweise arbeitslosen Erwachsenen) gekauft. Der verliert durch Blockierung der Bremse den 20-pfündigen Karpfen, auf den er fünf oder mehr Jahre lang gewartet hat. Und ruft dann bei mir an.... NEIN, definitv NEIN! Dieser Albtraum soll niemals wahr werden!
    Wenn ihr mit günstigem Gerät wirklich gute Erfahrungen gemacht habt (und dieses Gerät im Handel noch erhältlich ist), mailt es mir bitte. Dann hat niemand in der Redaktion etwas dagegen, dass das Teil im BLINKER vorgestellt wird.
    Nebenbei: ich war früher lange genug arbeitslos, um mit Schrott ans Wasser zu gehen. Seit ich beim Blinker arbeite, hat sich logischerweise mein Gerätefundus drastisch geändert. Und das sehe ich als einen wichtigen der vielen Vorteile meines Jobs an. Die Fische sehen das allerdings ganz, ganz anders...


    Gruß


    Holger/ Blinker

    Also: ein hungriger Aal wird dir das Sargblei vielleicht noch verzeihen, aber ein halbwegs normaler Zander wird es mit den Worten "ich lass mich doch nicht einsargen" kommentieren!
    Wenn du von ruhigem Wasser sprichst, warum dann eine solche Hammermontage?
    Wenn die Schnur nicht abriebfest sein muss (und Hechte nicht zu befürchten sind), nimm ein 30 cm langes Vorfach aus 0,06er geflochtener Schnur oder 0,16er bis 0,18er Mono - Hauptsache weich! Für kleine Köderfische unter 8 cm reicht ein Ryderhaken Größe 4, den du im vorderen Körperdrittel des Köfis einsetzt. Sonst nimm ein Hakenfluchtsystem aus einem Einzelhaken (Köfi-Kopf-Bereich und einemn Einfachhaken Gr. 3-4, den du in durch die Schwanzwurzel des Köfis stichst, Hakenspitze bleibt natürlich frei. Der vordere Haken sollte den Köfi halten, damit der nicht krumm am Grund liegt. Das Blei (so leicht wie irgend möglich) darf der Zander nicht spüren. Entweder Seitenzwei, wenn dafür die Strömung zu stark ist eine Durchlaufmontage, die ihrem Namen gerecht wird. Achte bei Anti-Tangle-Röhrchen darauf, dass die Bohrung nicht zu klein ist, um den problemlosen Durchlauf zu gewährleisten! Bei Hindernissen am Grund etc. lieber mit Auftriebskörper arbeiten. Schnurbügel bleibt offen, als Bissanzeiger hat sich ein leichter (!) Kletteraffe bewährt.
    Ich wünsche dir Petri Heil!


    Gruß


    Holger/ Blinker

    Hi Indiana,
    ich bin weit davon entfernt, mir die Werbung von Berkley aufs T-Shirt zu drucken...
    Ich bin auch nicht der Meinung, dass Gulp etc. Ersatz für natürliche Köder darstellen. Alles was ich will, ist, dass wir diese Köder weiteren Tests unterziehen und dann feststellen, ob sie was taugen, wann sie was taugen und ob sie dann ihr Geld wert sind. Als ich den Gulp das erste Mal am haken hatte, bin ich felsenfest der Überzeugung gewesen, dass ich nicht einen einzigen Biss auf das Ding bekommen würde. Ich bin dann eines besseren belehrt worden. Und bin seitdem etwas vorsichtiger geworden.
    Ich kann mir die Berkley als Notfall-Ersatz-Köder gut vorstellen. Und bei den Maden haben wir definitv schon festgestellt, dass eine Kombi aus Kunst- und Naturmade besser fängt als Natur pur. Ob das an der Farbe, dem Geruch oder dem Geschmack liegt, weiß ich nicht.
    Ich habe die Berkley-Köder jetzt immer dabei. Aber sie kommen nur dann an den Haken, wenn ich in Experimentierlaune bin oder den entsprechenden beruflichen Auftrag habe. Wenn ich einfach nur fangen möchte, kommen z.B. normale Tauwürmer an den Haken. Das bedeutet allerdingdings nichts. Schließlich angle ich auf Karpfen meistens mit Mais, Teig und Kartoffel und nur sehr selten mit Boilie. Das heißt nicht, dass ich Boilies für schlechte Köder halte...


    Gruß


    Holger/ Blinker