Dann ist aber meiner Meinung nach ein echter Köderfisch am System fängiger. Warum dann einen Gummifisch nehmen?
Die vorgeschlagenen Variante Bottom Bouncer ist in vielen Gewässern nicht praktikabel, sondern eher hängerträchtig. Einigermaßen könnte es funktionieren wenn man die Rute in Hand behält (und das Boot mit Motor steuern kann).
Was funktioniert sind Dipsy Diver - also kleine Vorschaltscheiben, die den Köder auf einer bestimmten Tiefe laufen lassen - mit unbeschwertem Gummifisch.
Meiner Erfahrung nach ist beim Schleppen eine der wichtigsten Sachen, dass man den Köder unter Kontrolle hat, weiß dass er entweder konstant auf einer Tiefe läuft oder sogar in etwa weiß auf welcher.
Das erleichtert es ungemein (vor allem ohne Echolot), die derzeit fängige Tiefe zu finden. Es gibt nichts ärgerlicheres als einen Tag unter der Sprungschicht zu schleppen. "Normale" Gummifische ermöglichen das nicht so gut, weil sie viel stärker in der Lauftiefe varieren (je nach Geschwindigkeit, Schleppstopps, ...).
Für Anfänger beim Schleppen würde ich immer flachlaufende Schwimmwobbler (wenn mehrere Angeln erlaubt sind in zwe Lauftiefen!). empfehlen. Die Wobbler steigen bei Schleppstops (oder Bissen an der zweiten Angel!) auf, falls man sich in hängerträchtiges oder gesperrtes Gebiet verfährt, weil man das gleichzeitige Rudern und Angeln noch nicht richtig koordiniert (ok, das hört sich blöd an, ist mir aber schon passiert und ich konnte auch mehrere andere dabei schon beobachten) kann man durch einfachen Stopp die Köder an die Oberfläche steigen lassen und nacheinander einholen.
Blinker oder Gufis sacken schnell zum Grund. Für regelmässige Spinnstopps beim Schleppen sind sie aber die bessere Alternative.
Nichts desto trotz kann man natürlich auch mit Gufis schleppen, ich würde das aber eher Leuten mit Erfahung im Schleppen oder/und guten Kenntnissen des Gewässers raten. Ansonsten zieht man irgendwelche Köder ineffektiv durchs wasser, hat mit Glück einen Biss, weiß aber nicht auf welcher Tiefe....