Beiträge von Tom Rustmeier

    Zitat von Rene

    Wo bezieht ihr eure Haken? Müssen es die Roten sein? Auf VMC wollte ich nicht verzichten, aber gibts bei den roten Haken Vorteile gegenüber den "Normalen"?



    Die haben einfach die Rote Schicht nochmal als Schutz drüber, bedeutet der Haken ist nen tick länger scharf und Rostet nicht so schnell.



    Natürlich kannst du auch andere nehmen, wir sind eben von den roten überzeugt. ;)


    Der biegt nicht so schnell auf, wäre doch schade deswegen nen guten Fisch zu verlieren. 8)

    Zitat von Beliebt

    Einen hab ich noch!


    Blei im Keller giessen???


    Wegen der giftigen Dämpfe von Blei ist es besser solche Sachen auf dem Balkon zu machen!




    Wir haben das deswegen ja auch genau vor einem Fenster welches offen war gemacht. Auf die Giftigen Dämpfe bin ich bereits im Text eingegangen. ;)



    Jo das war der Kollege der mit am Sperrwerk war. 8)



    Wieviele wir schaffen?? Denke wenn wir uns beeilen würden und nicht immer soviel schnacken dann sicherlich an die 80-100 pro Stunde.


    Das Problem dabei ist das die Form nicht zu heiss werden darf, wir haben sie zwischendurch immer mal wieder abkühlen lassen da sonst die Güsse nicht mehr richtig Sauber werden und sich zacken bilden. ;)

    Zitat von thorabo

    Petri an dich Tom! Du hast echt einen guten Lauf im Moment.
    Was lese ich da von Winter? Der soll nun noch zwei Wochen warten, regel das mal für uns!


    Greetz
    Th.



    War doch klar, ihr beide kündigt euch an und schon dreht der Wind auf Ost und der Winter kommt in den Norden. :? :? :?


    Naja, dafür hab ich aber gerade nen Riesenkarton voller Einweggrills bekommen, erfrieren und verhungern werden wir nicht. :D

    Von Tom Rustmeier



    Das Fischen ein teures Hobby ist und aufs Jahr gesehen jede Menge Geld schluckt wird einem nach dem Besuch beim Angelhändler um die Ecke schmerzhaft vor Augen geführt.

    Selbst wenn man nur zum schauen in den Laden geht und sich ein paar Kleinigkeiten kauft die man immer gebrauchen kann, ist man schnell die hart verdienten Euros los.
    Gerade bei Jigköpfen gehen die Preisspannen je nach Händler von 65 Cent bis hin zu 2¤ pro Stück.

    Wer viel mit dem Gummifisch Angelt wird auch zwangsläufig, je nach Gewässerstruktur, Hänger und Abrisse haben. Da kommt man pro Gummifisch leicht mal auf 2¤ die im Wasser verschwinden. Hat man nun ein sehr Hängerträchtiges Gewässer vor sich, geht so ein Angeltag schnell in die Geldbörse.
    Doch genau hier kann man als Handwerklich begabter Angler einiges sparen.


    Um den Verlust ein wenig zu mindern bietet es sich an die Jigköpfe selber zu Gießen. Dafür ist kein besonders großes Fachwissen von Nöten, jeder einigermaßen geschickte Angler bekommt das gut hin.

    Vor einigen Wochen habe ich zusammen mit meinem Vereinskameraden Olaf Hartmann bei Ihm im Hobbykeller eine Bleigießaktion gemacht, so haben wir das schlechte Wetter genutzt um unsere Boxen für die kommende Raubfischsasion wieder zu füllen.

    Dabei ist eine kleine Fotoreportage entstanden anhand derer ich euch Erklären möchte wie man sich selber billig Jigköpfe herstellen kann.



    Es gibt die verschiedensten Formen auf dem Markt zu kaufen, wir haben uns für den Eriejig entschieden. Der sogenannte Stand Up Kopf läuft in Still und Fließgewässern einfach echt Klasse und hat durch seine Form weniger Wasserwiederstand.




    eine Do It Bleikopfgießform, bekommt man im Fachhandel bereits für unter 50¤. Der Anschaffungspreis ist bei Anglern die viel Fischen schnell wieder reingeholt. Die Gewichte gehen von 3,5 gr, 7 gr, 10 gr, 17 bis hin zu 21 gr. Für jeden Anwendungsbereich ist also etwas dabei.




    hier zu sehen die 4/0 Babarian VMC Haken die wir benutzt haben, für unsere zwecke ist diese größe genau das richtig. Hauptsächlich benutzen wir die 4/0 Haken für 10 cm Gummifische die dann Hechte und Zander fangen sollen. Aber auch größere Barsche lassen sich von der Hakengröße nicht abschrecken. Die VMC Haken kann ich jedem nur ans Herz legen, sehr scharf und stabil. Die biegen im Drill nicht einfach so auf. Preis pro Haken je nach Einkauf bei ca 15-20 cent.




    zuerst wird das Blei in kleine Stücke vorgeschnitten damit es dann leichter Einzuschmelzen geht. Blei kann man kaufen, oder aber man besorgt es sich bei Bekannten die z.b. Ihre Dachrinnen Sanieren, dann bezahlt man nichts.




    die vorgeschnittenen Stücke in einer kleinen Schale gesammelt, so kann man je nach bedarf nachschmelzen.





    hier ist die Do-It Form nochmal in groß zu sehen. Es kann mit dieser Form pro Guss je ein Hakengewicht gefertigt werden.





    auf einem Gaskocher wird dann mittels einer ausgemusterten Suppenkelle das Blei erhitzt. Wichtig hierbei ist das Ihr für ausreichende Belüftung sorgt. Bleidämpfe sind extrem Giftig, es sollte am besten unter freien Himmel oder vor geöffnetem Fenster gearbeitet werden. Wichtig ist das die Kelle eine Verjüngung hat damit das Blei auch Sauber in die Form gegoßen werden kann.






    Während das Blei sich erhitzt und anfängt zu schmelzen lädt man die Form mit den ersten Haken. Wichtig hierbei ist das die Haken Sauber in der Form sitzen. Ist dies nicht der Fall schließt die Form nicht richtig ab und die Haken bekommen nicht die richtige Form.





    nach einiger Zeit wird der Schmelzpunkt erreicht und das Blei wird flüssig





    ist es flüssig kann damit angefangen werden die Form zu füllen. Wir haben hierfür die Form in eine Schraubzwinge eingedreht. Die Form wird durch das Blei erwärmt und kann so zu Verbrennungen führen. Also Vorsicht walten lassen.





    so sieht dann die Oberfläche nach dem befüllen der Kanäle aus. Nun das Blei ein paar Minuten abkühlen lassen.




    hier auf dem Bild ist sehr schön zu erkennen wieviel Schlacke sich im laufe der Zeit in der Kelle sammelt. Diese solltet Ihr immer wieder abschöpfen damit die Köpfe sauber werden.





    nachdem die Köpfe ein wenig abgekühlt sind könnt ihr die Schraubzwinge lösen, die Form öffnen und die Köpfe herrausnehmen. Am besten fasst Ihr die am Haken an. Vor dem befüllen muß weder mit Talk noch anderen Dingen die Form geschützt werden. Das Blei läßt sich ohne Probleme rausnehmen und backt nicht fest.



    Dann mittels einer Zange oder eines Seitenschneiders entfernt Ihr das überstehende Blei.





    das überflüssige Blei kann sofort wieder in den Schmelztiegel eingefüllt werden. Es geht also nichts verloren.




    und so kommen nach und nach verschiedene Gewichtsklassen zusammen. Die sehen doch besser aus als im Laden gekauft, oder?




    hier ist die Schlacke zu sehen die sich im laufe der Zeit sammelt und die Ihr wie bereits erwähnt immer wieder abschöpfen solltet.





    und so sieht das Endprodukt dann aus. Ein sehr sauber gefertigter Bleikopf der bereit ist zum Einsatz am Wasser. Macht im übriegen sehr viel Spaß so eine Gießaktion und spart wiegesagt jede Menge Geld. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen.




    Fotos und Bericht von Tom Rustmeier

    Einen hab ich noch. ;) ;)



    Mal eben für ein paar Stunden zum Fischen


    Von Tom Rustmeier


    Da der Winter zum kommenden Wochenende nun doch noch Einzug halten soll, bin ich heute Nachmittag nochmal schnell an die Ostsee gefahren um ein wenig die Blinker fliegen zu lassen. Und was soll ich groß schreiben, nach einiger Zeit bekam ich einen guten Fisch ans Band.
    Die Bremse sang mal wieder ihr bestes Lied denn der Fisch wehrte sich vehement gegen den drohenden Landgang. Heute aber passte mal wieder alles und so konnte ich diese 47 cm Meerforelle erfolgreich Keschern.





    Die Überraschung kam dann mal wieder beim Versorgen des Fisches, diesmal hatte ich einen Sprottenfresser erwischt. Drei ganze und 2 halbverdaute Sprotten kamen zum Vorschein.
    Ich hoffe der kommende Wetterumschwung schlägt den Fischen nicht zu dolle auf den Magen.



    Fotos von Tom Rustmeier

    Für alle hier nochmal der Bericht zum Heringsfresser:


    Von guten Geistern und dicken Überraschungen an der Ostsee….




    Von Tom Rustmeier



    Eigentlich sollte es für meinen Kollegen Olaf ein typischer Trollingtag auf der Ostsee werden. So waren er und sein Vater mal wieder in aller Herrgottsfrühe mit ihrem Boot Lars am Haken unterwegs und wollten zum Slippen in den Hafen von Möltenort um den Meerforellen und Dorschen der Ostsee nachzustellen, doch schon am frühen morgen kam der erste Rückschlag.


    Die Sliprampe war verschlossen, der Hafenmeister nicht zu erreichen, da ist der Frust natürlich groß.



    Aber es gibt in Kiel ja zum Glück mehr als einen Hafen und so machten sich die beiden auf den Weg nach Schilksee um dort ihr Boot zu Wasser zu lassen.



    Dort angekommen fanden Sie den Briefkasten des Hafenmeisters nicht wo Sie ihre Gebühr entrichten wollten. Um das Abschleppen Ihres Trailers nicht zu Riskieren wurde dann vor Ort entschlossen die geplante Tour unter großem Frust und Ärger abzublasen.



    Als ich gegen 10 Uhr per Sms die ersten Fangmeldungen von Olaf einholen wollte Berichtete er mir von seinem Debakel.


    Um dem Tag trotzdem noch was Positives abgewinnen zu können entschlossen wir uns kurzerhand zusammen zum Watfischen auf Meerforelle zu fahren.



    Als ich ihn gegen Mittag abholte stand ihm der Frust immer noch ins Gesicht geschrieben, völlig verständlich denn schließlich kam einen Tag zuvor eine Traumforelle von 91 cm in der Kieler Förde beim Schleppen zu Tage. Solche Fische motivieren natürlich jeden es selbst zu versuchen.



    Aber als wir am Wasser angekommen waren und uns in die Watklamotten schwangen änderte sich die Laune schlagartig.



    Olaf entdeckte einen Seehund der in Strandnähe immer wieder seinen freundlich dreinschauenden Kopf aus dem Wasser streckte.



    Das war natürlich ein paar Fotos wert, schließlich erlebt man das nicht jeden Tag beim Meerforellenfischen. Der Seehund ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und tauchte immer wieder in Unmittelbarer nähe zum Strand auf. Sind schon witzige Gesellen.



    Am Strand traf Olaf dann auch einen alten Bekannten der bereits eine gute ü 50 cm Forelle am Gürtel baumeln hatte. Er berichtete von einem sehr gutem Nachläufer, Fisch war also vor Ort.


    Als wir ihn auf den Seehund ansprachen kam nur der Kommentar „Na dann wird’s hier gleich wohl keine Fische mehr geben!“



    Davon ließen wir uns jedoch nicht abschrecken und machten uns auf zu unserer Wat und Wanderstrecke um endlich ins Wasser zu kommen.



    Ich ging vor und auf halber Strecke hatte ich bereits den ersten Biss den ich auch erfolgreich landen konnte. Ein strammer Grönländer hatte sich an meinem Snaps verbissen und wurde so zu einem Landgang eingeladen. Auffällig war das dem Fisch schon bei der Landung Sandaale auf dem Maul fielen. Der Fisch hatte sich total vollgefressen und einige der Tobiasfische waren noch im Schlund.




    Kurze Zeit später drehte der Wind, frischte kräftig auf was zur folge hatte das sich das Wasser immer weiter Eintrübte und sich eine ordentliche Welle aufbaute die das Fischen nicht wirklich angenehmer machte.




    Als beim zweiten Durchgang Olaf den Seehund wieder sehen konnte war für uns klar das heute jede Menge Futterfisch vorhanden sein musste.



    Und dann kurz nachdem wir den putzigen Gesellen erneut beim Jagen beobachtet hatten passierte es.



    Ich hob im mittlerweile stark angetrübtem Wasser meinen Snaps aus dem Wasser als genau in dem Moment ein heftiger Schwall an der Oberfläche erschien und sich den schon in der Luft baumelnden Blinker schnappte.



    Sowas habe ich bisher noch nicht erlebt, zum Glück war die Bremse gut eingestellt und so zog der Fisch erst mal gut Schnur von der Twin Power.



    Die Rute bog sich stark durch und es war klar dass ich endlich wieder eine gute Forelle am Band hatte. Nur wie den Fisch müde machen?? Ich stellte die Bremse noch einen Tick weicher ein, der Fisch zog wieder einige Meter von der Rolle und setzte sich am Boden fest.



    Der Schweiß stand mir sofort auf der Stirn, die Knie wurden weicher. Besonders nachdem ich vor 2 Wochen einen ähnlichen Fisch in fast gleicher Situation verloren hatte.



    Während ich noch am überlegen war ob ich die Forelle sich austoben lassen sollte um damit zu Riskieren das der Haken beim Sprung oder Drill ausschlitzt oder ich doch lieber mit Gewalt versuche zu Keschern stand Olaf bereits mit seinem großen Kescher neben mir.



    Der sah was passierte und eilte sofort zur Hilfe. Ich zog den Fisch näher an uns ran und die Forelle versuchte auf uns beide zuzuschwimmen.“ Beine zusammen, ich kann Sie nicht sehen im trüben Wasser“ kam sofort von Olaf. Und damit tat er gut denn es kann wirklich passieren das Forellen einen Angler genau wie beim Fußball „Tunneln“. Mir persönlich ist eine mal gegen die schnell geschlossenen Beine geschwommen und an meinem Knie abgeprallt, also lieber Leser immer wachsam sein falls ihnen eine Forelle genau unter der Rutenspitze einsteigt oder im Drill auf Sie zuschwimmt.



    Während Olaf noch meinte ich soll den Fisch müde Drillen hatte ich mich für eine Überraschungskescheraktion entschieden.



    Ich zog mit Gewalt den Fisch nach oben und Olaf war sofort mit dem Kescher da. Was nun folgte war reines Glück.



    In dem Augenblick wo ich den Fisch an der Wasseroberfläche hatte sprang der Blinker aus dem Maul und landete im Netz von Olaf. Der schöpfte beherzt den Fisch in seinen Kescher bevor dieser überhaupt merkte wie ihm geschah. Keine Sekunde zu früh, es hätte nicht viel gefehlt und auch dieser Fisch wäre verloren gewesen.


    Aber so hatten wir sie als Teamwork im Kescher und ich konnte mir meine Jubelschreie unter großer Freude von Olaf nicht mehr unterdrücken. Mit einem Grinsen im Gesicht das mich sicherlich noch die nächste Woche begleiten wird und bei meinen Mitmenschen immer wieder für Irritation sorgen wird wurde der Silberbarren an den Strand gehievt.








    Dort konnten wir das erste Mal den Fisch in Ruhe betrachten, 63 cm blankes Silber und ein richtiges Dickerchen lag vor uns. Wir schätzten den Fisch auf ca. 7 Pfund, natürlich war keine Waage dabei, aber wer braucht die schon wenn so ein Traumfisch vor einem am Strand liegt.


    Das der Begriff Heringsfresser traf bei diesem Übersteiger tatsächlich zu. Als ich den Fisch versorgte kamen sage und schreibe 13 Heringe zum Vorschein. Schon verrückt was für Fressmaschinen die Meerforellen sind.




    Nachdem der erste Anflug von Adrenalin verflogen war gingen wir wieder ins Wasser um den Tag der eigentlich nicht mehr getoppt werden konnte ausklingen zu lassen.



    Und was soll ich sagen, kurze Zeit später bekam ich die nächste Forelle an den Haken, diesmal eine knapp untermäßige die mit den besten Grüßen sich in 3 Jahren wieder bei mir zu melden in die Fluten der Ostsee entlassen wurde.




    Es folgten noch ein paar Bisse bei uns beiden sowie ein Aussteiger. Aber für Anfang Februar ein totaler Traumtag, 3 Fische gefangen und eine davon so ein Silberbarren.




    An diesem Tag passte einfach alles und an dieser Stelle möchte ich mich nochmals Herzlichst bei meinem persönlichen „gutem Geist“ Olaf Hartmann bedanken.



    Olaf, ohne dich und dein beherztes Keschern im richtigen Moment wäre auch diese Großforelle für mich verloren gewesen. Besten dank für deinen Einsatz!!!!


    Bei deiner nächsten Traumforelle werd ich versuchen mich zu Revanchieren.






    Fotos von Olaf Hartmann und Tom Rustmeier

    Zitat von Ironmeier

    Hallo, habe mir ein paar Shad&s in verschiedenen Größen gekauft, jetzt gibt es ein Problem,
    Wie führe ich diese.
    Bei einem normalen Gummifisch mit Jighaken ist der Haken ja oben, also kann ich ihn problemlos über den Grund hüpfen lassen, aber wie sieht es bei den shad&s aus, welche ja einen Drilling im Bauch haben.


    Petri Heil Ironmeier



    Du meinst sicherlich Stormshads.


    Tja, kommt aufs Gewässer drauf an, ist mit vielen Hängern zu rechnen würde ich den Drilling besser abmachen, sonst wirds teuer.
    Dann besser aus dem Bauchdrilling einen Schwanzdrilling machen. ;)