Beiträge von andal

    @ Peter:


    Ob Du das als Polemik siehst, oder nicht, das bleibt Dir überlassen.


    Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass dem Bärenleben nie eine Chance gegeben werden sollte. Die vermeintlichen Lebendfangversuche waren reine Augenwischerei. Was soll's, wir haben es ja, werden halt ein paar Klassenzimmer weniger gestrichen dieses Jahr, dann fällts auch bei den Finanzen nicht auf. Der "Huber" wirds schon richten.


    Der Schießbefehl war noch gar nicht richtig gültig, da war der Bruno auch schon tot. An so viel Zufall kann man einfach nicht ernsthaft glauben. Auch nicht als Obrigkeitsfanatiker.


    Nur übersiehst Du eines. Ich habe nie gesagt, der Bär müsste hier frei herumlaufen dürfen. Dazu ist Bayern zu zersiedelt und zu denaturiert.

    Wieviel Menschen werden eigentlich weltweit durch Bären getötet und wieviel werden von Taxis überfahren?


    Man muss nicht alles von vorne herein umbringen, was möglicherweise zu einer Gefahr werden könnte. Da gibt es andere Mittel. Man muss nur wollen! Das war aber bei Bruno nie wirklich geplant.

    @ Peter:


    Ich meine damit ja auch vor allem die jungen Anfänger, die beinahe geblendet von Hochglanzfotographien, ans Wasser ziehen und meinen, die Bilder wären die Realität.


    Das ist mir schon klar, wenn Du Genitalien, äh... gen Italien fährst, dann ist alles auf den Zweimeterwaller konfiguriert. Bei Dir und anderen Anglern mit Erfahrung darf man aber auch davon ausgehen, dass sie die Wirklichkeit dabei nicht aus dem Auge verlieren. So war das gemeint! ;)


    @ Yog:


    Ich möchte alles, nur nicht den Fisch meines Lebens fangen. Denn strenggenommen müsste ich danach aufhören zu fischen. :lol:

    Es muss sich doch wirklich niemand rechtfertigen, wann er sich über welchen Fisch freut. Wobei es für einen gestandenen Angler eigentlich normal sein sollte, dass ihn jeder Fisch freut. ;)


    Was mir aber ein wenig aufstößt, sind dann so Fangbildunterschriften, wie...
    bloß ein 15 Pfünder... nur 70 cm... leider keiner von den großen u.s.w.


    Das wirkt dann irgendwie so, wie eine Dokumentation des Versagens und der Enttäuschung. Wir sind doch nicht im Yuppie-Club und auf Ranglisten angewiesen. Mein Haus, mein Auto, meine Freundin... ;) ;) ;)

    Jetzt komm mal wieder runter, edler Fliegenjunker. Keiner will Deine Götter schmähen, aber der Spruch, dass bei Dir keine Hindernisse in Wurfweite stehen ließ nur den Schluss zu. ;)

    Da kannst Du hier aber noch reichlich Gefechte gegen Schreibfehler führen. Da ist so ein windiges Plural "s" noch harmlos. Am Ende fühlst Du Dich dann sicher, wie der Mann von La Mancha... 8)


    Japanische Farbkarpfen (Spring auf mein Herz und erfreue Dich an der deutschen Sprache! :lol: :lol: :lol: ) sind in erster Linie einmal Karpfen. Mischt so einer in einem heimischen Weiher beim Karpfen machen mit, dann passiert eigentlich nicht dramatisches. Es gibt vielleicht ein paar bunte Abkömmlinge, die sich auch nach einigen Generationen wieder verlieren werden. Das wars dann schon. Wohlfühlen wird er sich so, oder nicht, wie die anderen Karpfen auch. Das man aber mit einem einzigen Fisch bereits eine Fischkrankheit übertragen kann ist nicht spezifisch für den Goldie aus Nippon. Das geht mit jedem einheimischen Fisch auch, wenn er denn Erreger trägt.


    Wenn es um Artenverfälschung und blindwütige Einschleppungen fremder Arten geht bin ich normalerweise sehr radikal dagegen. Aber hier denke ich mir da weniger. Die Zahl dieser nicht eben billigen Fische ist ja in der freien Wildbahn eher verschwindend gering und selbst dann sind es nicht solche Auswirkungen, wie bei Sonnenbarschen, Katzenwelsen, exotischen Schildkröten, oder am schlimmsten, beim Ochsenfrosch!

    Zitat von Lightning Bug

    Also ich fische oft bis zum Arsch im Wasser, aber von Büschen und Bäumen in Wurfweite keine Spur!!


    Wo angelst Du? Im Lernschwimmbecken!? ;) ;) ;)

    Ich finde es immer recht amüsant, wenn sich die "Wurfgötter" vorm ehrfürchtigen Publikum auf Podesten präsentieren und ohne jedes Hinderniss im Umkreis von vielen hundert Metern die Leinen kunstvoll fliegen lassen.


    Das der normalsterbliche Fliegenfischer aber in der Regel bis zum Arsch im Wasser steht, Erlengesträuch und Brennesselurwälder auf seine Schnur lauern, das spielt dabei alles keine Rolle.


    :lol: ;) 8)

    Mit Superlative meine ich nicht den Drang zur perfekten und bestmöglichen Ausrüstung. Das hat wirtschaftlich betrachtet sogar einen messbaren Nutzen und ein Schaden am Angeln entsteht daurch ganz gewiss nicht. Anderenfalls wäre das Fischen in den U.S.A., oder Japan bereits zur Gänze ruiniert, denn dort werden mit dem Fischen Umsätze gefahren, dagegen wirkt Europas Angeletat wie die Portokasse eines Tante Emma Ladens!


    Ich meine vielmehr damit, dass sich nicht wenige und vor allem junge Angler nur über kapitale Fische verwirklicht sehen.


    Als Beispiel:


    Die typische Junganglerfrage nach dem Köder für die großen Karpfen. Nicht nach einem Karpfenköder schlechthin, sondern nach dem für die maximal großen Karpfen. Denn nach seiner Vorstellung, die ja von den Fachmedien nach Kräften gefördert wird, gilt er nur was, wenn der Karpfen auch riesige Dimensionen hat. Schließlich sind die Angler, die er für "gute Angler" hält, ja auch nur mit monströsen Fischen abgebildet.


    Ich halte das für eine sehr verschobene Perspektive, die dem aufstrebenden Knaben vermutlich ganz rasch den Spass an der Freude nimmt. Wobei ich selber aber auch dem Superlativ beim Fischen anhänge, aber der beschreibt sich anders.


    Es gibt kaum etwas schöneres, als das Fischen an sich. Man beachte bitte das "kaum"! ;)

    Wenn man ganz ehrlich ist, dann passt zu jeder Rute genau eine Spitze wirklich perfekt in der Biegekurve.


    Aus dem Grund bevorzuge ich gleich Ruten mit festeingesetzten Zitterspitzen. Das ist zwar mit Sicherheit die kostspieligste Lösung, aber die festen Quiver, die auch noch ein Stückchen länger ausfallen, als die Wechselspitzen und damit eine noch deutlichere Bissanzeige abgeben, bieten einfach die optimale Biegekurve und einen Aktionsverlauf, bei dem Ruten mit Wechselspitzen einfach nicht mithalten können.

    Dabei übersiehst Du aber einen sehr entscheidenden Punkt.


    Wenn man herginge und würde leistungssteigernde Mittel und Verfahren bei den Profis zulassen, weil die auf eigene Verantwortung handeln, dann hat das unabsehbare und vor allem verheerende Folgen für den Amateur- und Freizeitsportbereich!


    Im Spitzensport steht immerhin die Elite der Sportmedizin Gewehr bei Fuss und so ein erlaubtes Doping stünde dann wenigstens unter einer soliden ärztlich-wissenschaftlichen Überwachung. Wobei das natürlich auch höchst fragwürdig wäre, weil keiner weiß, wann Schluss ist, wann die Steigerung mit solchen Mitteln den finalen Ruin eines Körpers bewirkt! Radler, die einfach tot umfielen gab es bereits einige und niemand möchte auch nur einen einzigen mehr sehen!


    Aber man stelle sich vor, was dann bei den Amateuren und den Hobbysportlern los wäre! Kaum auszudenken, wie es dann dort zuginge. Irgendwelche halbgebildeten Vereinsmaseure und völlige Laien hantierten dann, ohne jede medizinische Kenntnis und Überwachung, mit teilweise wirklich unabsehbar riskanten Mitteln herum. Völlig ohne Kontrolle...! Weil was den "Großen" Recht ist, das muss ja allen anderen billig sein.


    Es ist ja nicht so, dass das nur eine Fiktion von mir ist. Man muss nur mal genauer hinsehen, dann erkennt man diesen Trend leider in einigen Sportarten schon sehr deutlich. Gerade die Kraftsportdisziplinen sind da ein schauerliches Beispiel, das auch schon nicht wenige Opfer gefordert hat.


    Ich bin der Meinung, man muss gegen Doping vorgehen, so hart und direkt, wie nur immer möglich. Wenn das einen Tag vor einem Großereignis ist, oder, so wie bei den letzten olympischen Spielen, in Hausdurchsuchungen mündet, dann mag das für den Einzelfall drastisch, vielleicht sogar übertrieben wirken, aber es ist der richtige Weg.


    Ein Sportler muss wissen, wenn er bescheisst, wenn er eine verbotene Leistungssteigerung anwendet, dann rechnet er automatisch und billigend damit, dass er seinen Sport im Falle des Erwischtwerdens, nur noch als Zuschauer ausüben wird; ohne Bewährung und ohne Amnestie!


    Abschließend muss ich wieder auf die "ollen" Griechen zurückkommen. Selbst die wußten bereits, wo der Wettstreit stattfindet, da wird gemauschelt. Zu den Spielen der Olympiaden hatten sie dagegen auch ein probates Mittel gefunden, das in ihrer Zeit den Betrugsversuchen recht wirkungsvoll Einhalt geboten hat.


    Alle Athleten wurden Wochen vor den Spielen im Gymnasion quasi kaserniert. Dort standen sie unter ständiger Beobachtung. Dabei kontrollierte man nicht nur ihre Disziplin, sondern auch ihre körperliche Verfassung, während sie sich, dem olympischen Frieden verpflichtet, in Wettkampfform brachten.


    Sicher ist das in der Antike ausreichend gewesen und heute nicht mehr so ganz zeitgemäß, aber es ist prinzipiell ein Denkansatz, den man im Hinblick auf die Gleichheit der Voraussetzungen nicht außer Acht lassen sollte.


    Ich möchte bei Sportwettkämpfen nicht wissen, wer den besseren Arzt hat!

    Wenn der Flutende Hahnenfuß in voller Blüte steht, dann bleibt Dir Dein Krautblinker ganz einfach oben auf liegen. ;)

    Zitat von Flob

    Aber auf diese Weise kann man einen Sport auch kaputt machen (von seiten der die Doping betreiben und von seiten der Ermittler, die übereifrig handeln!)


    Wer war zuerst da, die Henne, oder das Ei?


    Macht man gar nichts dagegen, dann fallen die Burschen irgendwann tot vom Rad. Hat es leider alles schon gegeben.


    Macht man ein bisschen was dagegen, dann lachen sich alle ins Fäustchen und es geht so lustig zu, wie wenn es gar keine Kontrollen gäbe.


    Geht man richtig hart gegen die Dopingsünder vor, dann wird der Vorwurf laut, es würde der Sport ruiniert werden.


    Was nun? Freie Wahl der Drogen? Windelweiche Scheinkontrollen? Der "totale Krieg" gegen das Doping?


    Die Auswahl der Möglichkeiten wirkt irgendwie so, als ob man sich zwischen dem Teufel und dem Beelzebuben entscheiden sollte und am Ende ist alles irgendwie Scheisse!


    Nur eines wird ganz sicher nicht passieren. Die reinen und edelmütigen Sportler, die nur der Passion und Fairness wegen in den Wettbewerb gehen, die wird es nie geben. Die gabs noch nicht mal bei den Olympiaden der Antike. Sogar dort wurde beschissen, dass es Gottvater Zeus die Fussnägel aufrollte!

    Außerdem, was sollte einer Rute schon passieren? Die Dinger halten ein Leben lang, wenn man sie dementsprechend behandelt!


    Ja, aber wenn und blah, blah, blah... es sind auch schon Schätze in Museen verbrannt. :lol: :lol: :lol:

    Nüchtern betrachtet, bringt dieses Fehlen der gesetzten Favoriten sogar Spannung in die Tour. Die letzten Jahre reduzierte sich die Frage doch nur darauf, ob es Lance wieder packt und ob ihm der Ulle einerseits am Berg Paroli bieten und ihm beim Einzelzeitfahren die Entscheidung abverlangen kann. Der Rest reduzierte sich doch nur auf die Frage nach den Tagessiegern und an welchem erstbesten Hügel die italienischen "Supersprinter" das Handtuch werfen.


    Dieses Jahr ist alles offen. Ich hoffe, dass einer, der sonst nur als Edeldomestike strampeln musste, seine Chance ergreift. Wenn man sich so die Namen der gekürzten Teilnehmerliste ansieht, dann finden sich dort durchaus Leute, die die 2006er Tour prägen könnten.