Sterlet oder Stör

  • Ein kräftiges Hellau, oh das ist ja schon rum glaub ich ;)


    Also hallo,


    an einem See wo wir geangelt haben gabs relativ viele Sterlet oder Störe drinne. Jetzt haben wir so en Ding daheim, weil unser Kumpel den vorbeigebracht hat.


    Meine Fragen:


    1. Schmeckt denn Stör oder Sterlet?
    2. Wie bereitet ihr den zu? Oder wie wird er verwertet, also Filet oder ganz in die Pfanne? ( wegen diesen Schilden am Körper)
    3. Tipps und Tricks?


    MfG

  • Ich würde ihn an deiner Stelle Filetieren, und die Haut abziehen, da die Viecher doch sehr schleimig sind, und du die Schilde ja nicht mitessen kannst. Zum ganz Braten dürfte der etwas zu groß sein, oder?
    Dann einfach die filets etwas Würzen und in Öl Braten.
    LG
    Moritz

  • Zitat von Raubfischer92

    ...
    Dann einfach die filets etwas Würzen und in Öl Braten.
    ...

    Hallo Moritz,
    nix Öl, nimm lieber Butterschmalz.
    Geräuchert sollen die Störartigen auch sehr lecker sein.

  • Ich würde Öl nehmen, da Butter sehr schnell braun wird, und so ein Störfilet wegen der Dicke doch recht lange braucht.
    Oder halt geklärte Butter nehmen.
    ODER in Butter braten, und dann im Ofen fertig garen, auch ne Möglichkeit.
    Räuchern wäre natürlich auch ne Variante.
    Ich muss ja gleich zur Arbeit, und da frag ich einfach mal meinen Chef, wie ers machen würde.

  • Ich selbst habe bisher keinen Stör/Sterlet gegessen, jedoch wurde bereits des öfteren hier angesprochen,
    daß diese Fischarten einen sehr eigenen Geschmack haben sollen ...


    Eventuell muss bei der Zubereitung doch etwas tiefer in die Trickkiste gegriffen werden

  • Zitat

    Eventuell muss bei der Zubereitung doch etwas tiefer in die Trickkiste gegriffen werden


    Also ich hab vorhin auch nochmal meinen Chef gefragt, und er meinte auch das du den Fisch am besten einfach braten sollst, und er muss es wissen.
    Schneid dir die Filets am besten einfach in handliche Stücke Schneiden, und dann mit etwas Salz und Cayenne Pfeffer braten.

  • Ich habe mir den im September gefangenen Stör von 4,3 kg, exakt 100 cm, gestern Abend mal aus der Truhe geangelt.


    Er war seinerzeit geschlachtet und ausgenommen worden, zum Frieren hatte ich ihn zum Kreis eingedreht.


    Ich habe ihn Mangels Erfahrung einfach - gefroren wie er war - mit einem (handbetriebenen-) Sägemesser in Stücke geschnitten.


    Also erster Schnitt Kopf ab, dann so ca 7 - 8 ca breite "Streifen" von abgesäbelt, bis ich den Schwanz wie den Kopf über hatte (und wegschmiss, weiß nicht ob der Stör zur Herstellung von Fisch-Fond taugt).


    DAS war der schwierigste Teil der Verwertung!
    Habe ein wirklich gutes Messer, eine Knochensäge quasi (sowas, wo in der Werbung Hammerköpfe mit angesägt werden^^).
    Aber dadurch, dass er bretthart gefroren war, hat sich die abgeraspelte Fleisch- und Knochenmasse unter der Hitze der Reibung im Schnitt zu "Talg" oder so verbunden.
    War echt die Härte (habe ne Blase an der Hand, als hätte ich 5 Tonnen Sand ungewohnter Weise mit der Schippe umgesetzt).
    Meine Empfehlung: Lasst den Burschen erst 1 Stunde antauen, dann sägt man besser.


    Die dadurch entstandenen 9 Stücke habe ich eingelegt, wie ich es mit meinen Forellen auch mache: einfache Salzlake, keine weiteren Gewürze.
    Da es 3 kg Fisch war, habe ich in 4,5 Litern Wasser 315/320 Gramm Salz gelöst und die Stücke für 12 Stunden (über Nacht) darin eingelegt.


    Heute früh dann habe ich den Fisch entnommen, gewaschen und mit Küchenpapier abgetrocknet. Für 2 Stunden noch an der Luft weiter abtrocknen lassen.


    Nach dem Mittag habe ich meinen Räucherofen angeheizt, die 9 Fischstücke auf Gitter gelegt (zum liegend Räuchern) und wie meine Forellen sonst auch, 1 Stunde gegart und ca 2 Stunden mit Buchenholz / -mehl geräuchert.


    Das Ergebnis ist perfekt! Das erste Stück habe ich zusammen mit meiner Frau noch warm gegessen, dazu ein trockenes Brötchen. Nix weiter - einfach nur den guten Geschmack genossen!


    Die Haut mit den Knochenplatten und auch die Wirbelsäule ließen sich durch den Garprozess, wunderbar lösen.


    Da keine Gräten im Fleisch sind, ist dies auch mal eine Empfehlung für "Fischhasser" oder Leute, die wegen einer Gräte im Hals "NIEMEHR" Fisch essen wollten.

  • Zitat von HuskyJerk

    Ja tut mir leid, ich leide etwas an Übermüdung
    Permanent-Nachtschichtler, ich geb mir mühe


    Was würde da ich sagen ... 8)
    Ich arbeite seit über einem Jahrzehnt nur Nachts ;)

  • Ich bin Leidenschaftlicher Angler, Koch und natürlich "Esser.


    Habe den Stör schon auf verschiedene Arten zubereitet.
    Am besten schmeckt er in doppelter Panade leicht gewürzt mit Chili Paprika Salz Pfeffer (Schnitzlevariation)
    Der Fisch hatt recht wenig Fett und einen erdigen nussig Geschmack der durch die Panade gut umspielt wird..
    Es ist Geschmackssache!
    Vorteil ist das der Stör keine Zwischengreten hatt und das Filet/Fleisch sehr appetitlich aussieht..


    Alles in allem ein Fisch mit Aroma (Eigengeschmack].
    Der aber keine Gräten hatt.
    Tipp. Beim Räuchern :Fisch einsalzen per Hand trocken
    Dann mit geschmolzener Butter üppig Gießen und dann mit Kräutern, (Rosmarin, Schnittlauch, Basilikum etc).
    Gründlich einreiben und gut 4std ziehen lassen.
    Vorm Räuchern leicht klarspülen mit eiskaltem Wasser.
    Petri und Buon Apetito

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