Wurfgewicht selbst gemacht - nebenbei no Blei


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Wurfgewicht selbst gemacht - nebenbei no Blei

Beitragvon Tiedenspringer » 04.11.2020 - 2:06

Moin,

da ich zum Grundangeln meistens WG zwischen 30 und 40g benutze (Strömungskante oder stillere Buhnenbereiche) habe ich mir gedacht - mache dir die Teile doch selbst, hast ja alles an Material zu Hauf da.

Einteilige Form (simpel) aus einem 80er-Bleigewicht (Sechseckig) zum kopieren der Form.

Material:
Epoxi oder Resin
Quarzsand
Eloxierter Draht (1mm)

Draht (im Gießbereich mehrfach verdreht) in der Form einfädeln, Epoxi bzw. Resin mit Quarzsand vermischen das es gerade noch Gießfähig ist, Form fixieren und eingießen. Auf dem Photo sind noch kleinere Lunker zu erkennen - die sind aber uninteressant.

Arbeitsaufwand: Wenige Minuten.
Kosten: Für mich keine, da alles schon länger vorhanden. Reale Fixkosten ca. 20 Cent, denn man könnte statt Quarzsand auch feine Kiesel oder sogar Spielplatzsand nehmen (minimal geringere Dichte).

Ergebnis:
Natürlich ging es mir primär um das Umsetzen, eine Nachhaltigkeit ist nebenbei auch gegeben. Natürlich erreiche ich mit einer Dichte von etwa 2,5 nicht Ansatzweise das Gewicht von Blei - aber mit Zusatzt z.B. einer alten Schraube oder Muttern erhöhe ich die Dichte noch zusätzlich. Vom Original Bleigewicht bleiben mir etwa 30g, mit einer Zusatzschraube in der Form komme ich auf knapp 40g, genau das was ich brauche.

Zusätzlich könnte ich relativ einfach zwei Drähte (2mm) ansetzen (zwei Bohrungen, durchstecken und verbiegen), dann hätte ich ein klasse Krallengewicht.

Den Draht verbiege ich noch zu einer Oese und fertig ist das Wurfgewicht für Lau...! ;)
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Olaf

"Angeln ist die unverdächtigste Form des Nichtstuns!" ;)

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Re: Wurfgewicht selbst gemacht - nebenbei no Blei

Beitragvon ToTi » 04.11.2020 - 19:04

Sieht ja sehr interessant aus. Vor allem ist eine natürliche Tarnung durch den Sand gegeben. Perfekt!
Aber nachhaltig oder umweltbewusster? Ich glaube es nicht.
Ich kenne mich mit den Materialien nicht aus, aber es sind doch Kunststoffe/Harze auf Basis von Erdöl.
Also ich sehe da keinen Unterschied, ob Blei oder dein Wurfgewicht im Wasser verbleibt, nach einem Abriss.
Oder ich sehe das falsch? Dann lasse ich mich gerne des besseren belehren.
Leg dich nie mit Anglern an, wir kennen Orte, da findet dich niemand :D

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Re: Wurfgewicht selbst gemacht - nebenbei no Blei

Beitragvon Tiedenspringer » 05.11.2020 - 0:09

ToTi hat geschrieben:Aber nachhaltig oder umweltbewusster? Ich glaube es nicht.
Ich kenne mich mit den Materialien nicht aus, aber es sind doch Kunststoffe/Harze auf Basis von Erdöl.
Also ich sehe da keinen Unterschied, ob Blei oder dein Wurfgewicht im Wasser verbleibt, nach einem Abriss.
Oder ich sehe das falsch? Dann lasse ich mich gerne des besseren belehren.


Moin,

Kunstharze ohne BPA (Bisphenol-A) setzen nach völliger Aushärtung keine Stoffe mehr frei und ist im Wasser nicht löslich. Im Datenblatt unter Angaben zur Ökologie wird ausdrücklich erwähnt dass es nicht Umweltschädlich ist. Wenn ich z.B. 20ml gieße sind davon etwa 75% Quarzsand, der Anteil von Epoxi/Resin ist also sowieso recht gering. Mir ging es auch primär nicht um Nachhaltigkeit - reiß dir eine 5g-Kunststoffpose oder diverse Perlen ab und du hast die gleiche Menge "Müll" im Wasser. ;)

Aber ein paar Gramm Resin sind doch allemal besser als 40g Blei...so als brauchbarer Nebeneffekt!
Viele Grüße aus Winsen/Luhe
Olaf

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Re: Wurfgewicht selbst gemacht - nebenbei no Blei

Beitragvon Gerd » 05.11.2020 - 10:13

Ich kann mir da ja nicht helfen, das ganze sieht aus wie ein türkischer Nougat am Stiel. Bist Du Dir ganz sicher, dass da nicht was schief gelaufen ist, hast Du mal reingebissen ? :lol:
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Re: Wurfgewicht selbst gemacht - nebenbei no Blei

Beitragvon Tiedenspringer » 05.11.2020 - 12:50

Da beisse ich nicht rein aber ich habe Mal daran geleckt, leicht salzige Note mit Fischgeruch. :lol:
Viele Grüße aus Winsen/Luhe
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Re: Wurfgewicht selbst gemacht - nebenbei no Blei

Beitragvon ToTi » 05.11.2020 - 18:36

Tiedenspringer hat geschrieben:
ToTi hat geschrieben:Aber nachhaltig oder umweltbewusster? Ich glaube es nicht.
Ich kenne mich mit den Materialien nicht aus, aber es sind doch Kunststoffe/Harze auf Basis von Erdöl.
Also ich sehe da keinen Unterschied, ob Blei oder dein Wurfgewicht im Wasser verbleibt, nach einem Abriss.
Oder ich sehe das falsch? Dann lasse ich mich gerne des besseren belehren.


Moin,

Kunstharze ohne BPA (Bisphenol-A) setzen nach völliger Aushärtung keine Stoffe mehr frei und ist im Wasser nicht löslich. Im Datenblatt unter Angaben zur Ökologie wird ausdrücklich erwähnt dass es nicht Umweltschädlich ist. Wenn ich z.B. 20ml gieße sind davon etwa 75% Quarzsand, der Anteil von Epoxi/Resin ist also sowieso recht gering. Mir ging es auch primär nicht um Nachhaltigkeit - reiß dir eine 5g-Kunststoffpose oder diverse Perlen ab und du hast die gleiche Menge "Müll" im Wasser. ;)

Aber ein paar Gramm Resin sind doch allemal besser als 40g Blei...so als brauchbarer Nebeneffekt!


Jetzt hab ich mich eines besseren belehren lassen ;-)
Danke für den informativen Beitrag :-)
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