Bachforellen sind da, doch sie werden nicht gefangen


Moderatoren: Valestris, Derrik Figge, Onkel Tom, Moderatoren

Benutzeravatar
Smine
Zander
Zander
Beiträge: 403
Registriert: 11.10.2003 - 0:28
Wohnort: Saarland

Bachforellen sind da, doch sie werden nicht gefangen

Beitragvon Smine » 12.03.2005 - 12:43

Hallo,

gestern war Vereinsversammlung, und da wurden die Ergebnisse des Elektrofischens der Fischereibehörde, welches im Sommer durchgeführt wurde, bekanntgegeben. Wir alle bekamen große Augen, als wir hörten, was sich alles so in unserer "totgeglaubten" Flußstrecke tummelt. Neben vielen anderen Überraschungen wurden an allen drei Abschnitten zwischen den Wehren Bachforellen in diversen Größen gefunden, darunter auch einige große Fische zwischen 50 und 60 cm. Wobei noch zu sagen wäre, daß mit dem (leichteren) Gerät, mit dem das Fischen durchgeführt wurde, eher die Artenvielfalt festzustellen war; an manchen tieferen Stellen konnte der elektrische Impuls nicht bis zum Grund durchdringen, weshalb noch ein paar größere Überraschungen dort "lauern" könnten.

Das Problem ist nur, die Forellen werden nicht bzw. kaum gefangen! Den letzten Fisch dieser Art fing ein Angelkollege Mitte April letzten Jahres ganz "normal" auf einen am Grund angebotenen Tauwurm. Dabei gibt es in unserem Verein erfahrene Spinn- und Fliegenfischer, die das ganze Jahr über erfolglos blieben, zumindest in bezug auf die Bachforellen. Ich habe es selber auch mit der Spinnrute und der Posenrute mit Bienenmaden, Tauwurm etc. probiert, Grundrute sowieso.

Was würdet ihr mir empfehlen, um an die Fische heranzukommen? Hier ein paar Bilder von unserem Wiesenfluß, der in unserem Abschnitt zwischen 5 und 20 Meter breit sowie zwischen 1 und 3 Meter tief ist.

Diese beiden Bilder aus dem Sommer zeigen die breiteste Stelle, wo der Fluß kurz vor einem Wehr etwas gestaut wird. Dort ist es bis zu 2,5 Meter tief, genau in der Mitte scheint ein kleiner Gumpen zu sein, wo sich die Fische bevorzugt aufhalten. Da hab ich mal Regenbogenforellen gefangen, aber keine Bachis.

Bild

Hier einen Blick auf das Wehr:

Bild

Das ist mein absoluter Lieblingsangelplatz auf dieser Strecke! Ist er nicht schön :)

Und so sieht der Fluß weiter unten nach dem 1,20 m hohen Fallwehr aus: da wird er schmaler und flacher, die Fließgeschwindigkeit nimmt entsprechend zu. Während der Fluß oben schön gemächlich vor sich hin fließt, hat man hier doch schon eine flottere Strömung. Links unten, auf dem Bild nur noch ansatzweise zu sehen, fließt ein kleiner Bach ein, an der Stelle hab ich schon eine Äsche (siehe Avatar) und einen großen Döbel gefangen, einen weiteren großen Fisch durch Ausschlitzen verloren. Nur die Bachforellen wollen irgendwie nicht :?

Bild

Wär schön, wenn ihr hilfreiche Tipps für mich habt. Eine (massige) Bachforelle fehlt nämlich noch auf meiner Fangliste. Danke!

Gruß Smine

Benutzeravatar
Zanderschreck
Hecht
Hecht
Beiträge: 12521
Registriert: 25.04.2003 - 18:00
Wohnort: Lollar / Kreis Gießen

Beitragvon Zanderschreck » 12.03.2005 - 14:44

Ich würds mal direkt im Wehr probieren.
Oft halten sich die Bachforellen in knallharter Strömung auf. Vielleicht gibts an den Rändern vom Wehr ein paar kleine Strudel, dann fische mal direkt darin mit einem Wurm, Du wirst Dich wundern. Angel nicht mit zu feinem Zeug, weil diese Fische meist eine gewaltige Kraft besitzen, so das Du den Fisch sonst verlieren würdst.
Gruß
Volker

"Das Leben ist kein Ponyhof"

Benutzeravatar
til
Hecht
Hecht
Beiträge: 3237
Registriert: 13.05.2003 - 14:44
Wohnort: Reinach bei Basel/Schweiz
Kontaktdaten:

Beitragvon til » 13.03.2005 - 21:49

Geh mit leichtem Spinngepäck los. Stromauf laufen und Werfen und nicht rumtrampeln. Unbedingt auch Würfe (fast) paralell zum eigenen Ufer machen. Spinner c. Grösse 3 und Wobbler um 7cm sind gute Köder.
Bild

Benutzeravatar
wolfgang
Hecht
Hecht
Beiträge: 2619
Registriert: 17.07.2003 - 9:26
Wohnort: Schwerin

Beitragvon wolfgang » 13.03.2005 - 23:11

Die Vorgehensweise wie sie Til erwähnt hat deckt sich völlig mit meiner Meinung, der Spinner muß bei der Sache auch genügend tief laufen, da die Fische gern in den unterspülten Bereichen der Ufer stehen oder wenn vorhanden unter Wasserpestpolstern.
Auch zeigt sich hier, gerade an Niederungsbächen die Tatsache, daß sich Bachforellen insbesondere größere Exemplare sehr gut dem Fang entziehen können.
Hier in meiner Gegend kam es vor einigen Jahren öfter mal zu Beschwerden, wegen angeblich fehlender Fische in bestimmten Gewässern, durchgeführte Elektrokontollen zeigten immer das Gegenteil.
Diese Nachricht entspricht dem deutschen Forenreinheitsgebot von 2005, besteht aus 100 % chlorfrei gebleichten, FCKW-freien, wiederverwendbaren, geschmacksneutralen, nicht genmanipulierten Bits und ist frei von jeglichen Editierungen!©

Benutzeravatar
Marcw
Zander
Zander
Beiträge: 612
Registriert: 09.05.2003 - 16:00
Wohnort: Köln

Beitragvon Marcw » 14.03.2005 - 5:55

Tach auch,
das hört sich fast wie mein Hausgewässer an.

Da kann ich Dir nur empfehlen, Posenangel mit feiner Schnur. Die Tiefe mußt Du immer mal wieder testen und ändern. UNd als Köder nimmst Du toten Köderfisch, ein bisschen kleiner wie ein Finger, und Du wirst sehen, das Du die Forellen fängst wie verrückt. Das ist ein Top Köder. Und auch sehr Gut für Barsche und Döbel. Und versuche es Oberhalb vom Wehr, Da ist es meistens sehr Tief. Und da stehen die auch sehr gerne drin.

Gruß Marc

Benutzeravatar
Marcw
Zander
Zander
Beiträge: 612
Registriert: 09.05.2003 - 16:00
Wohnort: Köln

Beitragvon Marcw » 14.03.2005 - 5:55

Tach auch,
das hört sich fast wie mein Hausgewässer an.

Da kann ich Dir nur empfehlen, Posenangel mit feiner Schnur. Die Tiefe mußt Du immer mal wieder testen und ändern. UNd als Köder nimmst Du toten Köderfisch, ein bisschen kleiner wie ein Finger, und Du wirst sehen, das Du die Forellen fängst wie verrückt. Das ist ein Top Köder. Und auch sehr Gut für Barsche und Döbel. Und versuche es Oberhalb vom Wehr, Da ist es meistens sehr Tief. Und da stehen die auch sehr gerne drin.

Gruß Marc

Benutzeravatar
loup_de_mer
Zander
Zander
Beiträge: 549
Registriert: 16.01.2005 - 11:55
Wohnort: Konstanz

Beitragvon loup_de_mer » 14.03.2005 - 12:47

ne kleine Wasserkugel mit 1,20 schnur(oder nen bischen weniger) und dann nen Grashüpfer dran, das ist echt ein Topköder.

Benutzeravatar
wolfgang
Hecht
Hecht
Beiträge: 2619
Registriert: 17.07.2003 - 9:26
Wohnort: Schwerin

Beitragvon wolfgang » 14.03.2005 - 16:54

Hm,...........Tips zum Naturköderangeln auf Bachforellen sind von mir nicht zu erwarten.......... :no:
Diese Nachricht entspricht dem deutschen Forenreinheitsgebot von 2005, besteht aus 100 % chlorfrei gebleichten, FCKW-freien, wiederverwendbaren, geschmacksneutralen, nicht genmanipulierten Bits und ist frei von jeglichen Editierungen!©

Heimo Tobias Hepfer

Beitragvon Heimo Tobias Hepfer » 14.03.2005 - 17:52

Versuchs mal mit Spürangeln! Als Köder ein Wurmbündel.

Benutzeravatar
Marcw
Zander
Zander
Beiträge: 612
Registriert: 09.05.2003 - 16:00
Wohnort: Köln

Beitragvon Marcw » 15.03.2005 - 7:02

Wenn die Naturköder richtig angeboten werden sind die besser wie jeder künstliche Köder.
Obwohl ich auch mit künstlichen Ködern angel.
So sehe ich das, wobei es auch immer auf die Gegebenheiten drauf ankommt.

Gruß Marc

Benutzeravatar
til
Hecht
Hecht
Beiträge: 3237
Registriert: 13.05.2003 - 14:44
Wohnort: Reinach bei Basel/Schweiz
Kontaktdaten:

Beitragvon til » 15.03.2005 - 9:28

Also ich bin mir da nicht so sicher, ob die Naturköder besser sind. Der Hauptnachteil ist bestimmt die Verangelungsgefahr von Untermassigen, aber auch das absuchen des Gewässers gelingt mit Ihnen nicht so gut. Wenn man einen Standplatz kennt, ist der Naturköder vielleicht im Vorteil. Ausserdem sind Ansitzangler einfach ruhiger als laufende Spinnfischer. Sobald man allerdings waten kann sehe ich klare Vorteile für den Spinn/Fliegenfischer.
Bild

Benutzeravatar
Marcw
Zander
Zander
Beiträge: 612
Registriert: 09.05.2003 - 16:00
Wohnort: Köln

Beitragvon Marcw » 15.03.2005 - 9:46

Also wenn ich mit Naturköder angel auf Forelle, dann mit toten Köderfisch an der Pose oder halt Heuschrecke.
Dann bin ich genau wie der Kunstköderangler auch am Wandern. Denn den Fisch muß man suchen.
Dabei fange ich die schönsten Forellen.

Beim Ansitzangeln sind Forellen nur Beifang bei mir. Weil dann gehe ich nicht gezielt auf Forellen.

Gruß Marc

Benutzeravatar
Smine
Zander
Zander
Beiträge: 403
Registriert: 11.10.2003 - 0:28
Wohnort: Saarland

Beitragvon Smine » 17.03.2005 - 0:21

Danke für die Tipps. Werde mal versuchen, sie nach der Schonzeit umzusetzen :)