baitcaster combo

  • Vor allem sind die Megabass-Ruten aber ziemlich teuer. Außer der neuen Serie für den US-Markt. Aber ich glaube kaum, dass Dir die gefallen wird. Viel Kork daran.


    Ich dachte an die Deliverance B-198M Hard Bait Special.


    Die nach wie vor besten Ruten auf dem Markt für alles bis 1oz bietet allerdings die Daiwa-Steez-Serie. Aber die kannst Du vergessen, die liegen zum Teil weit über Deinem Limit. Die sind Oberklasse, aber das muss nun wirklich nicht sein.


    Ich würde an Deiner Stelle die Graphiteleader nehmen. Mit der hast Du was, das Du auch noch in fünf Jahren fischen wirst. Passt qualitativ sehr gut zur Premier, das ist ziemlich genau eine Liga. Mit der zweiteiligen Major Craft hingegen wärest Du nicht lange glücklich, das kann ich Dir so sagen. Die würde auf kurz oder lang gegen was anderes ersetzt werden. In Japan kostet sie unter 100 Euro. Sie ist ok für ein Weilchen, aber mehr auch nicht. Für das Geld gibt es nix wirklich Gutes, geschweige denn Erstklassiges, nirgendwo.


    Das alles habe ich nicht geschrieben, um Dich in Unkosten zu stürzen. Nur weiß ich von unzähligen anderen Fällen, wie so was läuft. Die zu billig kaufen, kaufen mit schöner Regelmäßigkeit doppelt oder schmeißen den Kram bald wieder in die Ecke. Das ist in Wahrheit die teure Variante, nicht die günstige. In diese Falle muss man aber ja nicht jeden Newcomer tappen lassen. Offensichtlich gehörst Du ja zu denen, die vorrangig oder sogar ausschließlich Spinnfischen wollen. Und dann zahlt es sich nicht aus, auf den Cent zu kacken. Wenn Du das von Anfang an im Kopf hast, wird Dir das eine Menge Lehrgeld ersparen.


    Viel besser sparen kannst Du bei den Baits. Denn hier neigen die Allermeisten dazu, über die Jahre einen unglaublichen Haufen Kohle sinnlos aus dem Fenster zu werfen. Nicht bloß durch Schrottkäufe, sondern vor allem dadurch, dass sie doppelt und dreifach gemoppelt kaufen - zum Beispiel ein Dutzend Baits einer Sorte, die allesamt mehr oder weniger genau das gleiche machen. Das ist rausgeschmissenes Geld, aber nicht eine gute Rute oder Rolle.

  • Ja das stimmt, du hast mich jetzt endgültig von der Graphiteleader überzeugt, es wird die werden ;) Das Problem mit dem doppelt kaufen kenne ich leider schon, meine ul habe ich mir ja auch komplett neu gekauft, weil die alte einfach zu billig/ nicht gut genug war. :/

  • Und genau das gleiche wäre auch bei der Major Craft passiert. Diese Firma macht exzellente Ruten. Aber jede Firma hat eben auch ihre Discountecke. Man kann da kaufen, aber eine Liebe fürs Leben wird daraus nicht werden, sondern bloß ein Quickie. Das fängt schon beim Duplonmaterial des Griffes an, da gibt es erheblich Qualitätsunterschiede. Und es setzt sich fort bei der Qualität des Blanks und der ganzen übrigen Komponenten, Verarbeitung inklusive. Bei Billigruten gibt es, sorry, eben Billigmist, denn hexen und blau färben kann keiner von denen und zu Verschenken verschenken haben die auch nichts. Die wollen einen Gewinn sehen am Jahresende.


    Die Graphiteleader kann ich Dir guten Gewissens empfehlen, die Major Craft hingegen nicht. Denn beim Baitcastern - aber nicht bloß da - spielt die Qualität der Rute eine Rolle, und zwar eine erhebliche. Nämlich in Sachen Komfort, Köderführung, Bissausbeute und nicht zuletzt auch Wurfweite. Letzteres ganz besonders bei den Leichtgewichten unter 1oz. Generell soll die Rute einem nicht die Arbeit erschweren, sondern erleichtern - das gilt für alle Gewichtsklassen. Eine gute Rute tut das, eine schlecht gewählte Rute macht das Gegenteil. Bis hin zu akuten oder auch chronischen Sehnen- und Gelenkschäden oder Rückenbeschwerden bei häufigem oder ausschließlichem Spinnfischen. Nicht sofort zwar, aber früher oder später wird es einen erwischen, wenn man da dauerhaft schlampt. Dann lernt man die Lektion eben auf die harte Tour, aber am Ende lernt man sie so oder so. Denn hat man sich erst einmal einen Tennisarm eingefangen, bleibt der Arm anfällig für den Rest des Lebens. Und auch ein kaputter Rücken kann entzücken.


    Eine kleine Faustregel, die man vielleicht im Hinterkopf halten sollte dabei, gegen die allerdings täglich zig-tausendfach verstoßen wird: Wirklich optimal, das heißt mit geringstem Kraftaufwand, wirft jede Rute, gleich welche, nur in einem relativ schmalen Bereich, der, je nach Hersteller, irgendwo in der Mitte des spezifizierten WG-Bereichs liegt. Wem was liegt an dauerhafter Gesundheit auch noch im fortgeschrittenen Alter, berücksichtigt das und bleibt vor allem vom oberen Limit ein Stück entfernt. Nichts ist übler als eine überlastete Rute, denn die kostet unnötig viel Kraft, da ein hübscher Teil derselben völlig wirkungslos im Blank verpufft und gar nicht auf den Bait übertragen wird. Aber man kann es sich natürlich auch selbst schwerer machen, wenn man solche Neigungen hat.


    Bei einer Stationären kann man noch so lala durchkommen mit einer etwas suboptimal dimensionierten Combo für ein Weilchen. Beim Baitcastern kann man das nicht, denn daran wird man nicht viel Freude haben. Weshalb am Ende ein doppelter Kauf stehen wird oder eine Combo im Verkaufsthread, für die man nicht viel kriegt. Denn Bilig- und NoName-Gerät verliert schon mit dem ersten Tag rapide an Wert, wenn man es denn überhaupt noch los wird. Das lohnt sich noch nicht einmal, wenn man nicht sicher ist, ob man bei der Baitcasterei bleiben wird.

  • Du bist noch jung, da ist das alles weit weg. Aber ich kenne so einige Spinnfisch-Krüppel, wo sich schon mit 30, 40 Jahren der Rücken oder was anderes meldet. Die Rechnung kommt nämlich erst viel später, aber dann fällt sie hoch aus. Mit 15 denkt man natürlich an so was noch nicht. Aber es kann nicht schaden, wenn man es schon einmal gehört hat.


    Spinnfischen ist eine sehr einseitige Belastung. Und wenn man es viel macht, ist es einfach nur verrückt, das mit schlecht dimensioniertem Gerät zu machen. Der Opa, der ab und an auch mal seinen Heintz oder Mepps 3 badet und ansonsten mindestens 95% seiner Zeit Ansitz macht, kann sich das erlauben. Du nicht, wenn Du Dich hauptsächlich oder ganz und gar aufs Spinnfischen verlegen willst. Spar was bei den Baits, da geht die meiste Kohle sinnlos durch den Schornstein des Hauses.


    Ein bisschen Verlust ist da zwar unvermeidlich, weil man auch mal was Neues probieren muss. Aber mit der Zeit kriegst Du einen Blick dafür, was sich lohnen könnte und was davon bloß der Aufguss des Aufgusses von längst Bekanntem ist, das bereits in ziemlich gleicher Gestalt schon in der eigenen Box liegt. Auf Hecht kann man einen Angeltag ohnes weiteres mit einem halben Dutzend gut selektierter Baits bestreiten, die sich in einer Planbox unterbringen lassen. Und zwar unter Berücksichtigung sämtlicher Situationen, die so am Wasser vorkommen. Aber nicht eben selten kann man es mit noch weniger Baits machen. Nicht vergessen: Baits sind einfach Werkzeuge, die auf bestimmte Situationen passen und auf andere nicht. Wenn man sie clever auswählt, abgestimmt auf das, was man hat an Gewässern, kommt man mit ziemlich wenig Zeug bestens hin. Und dann dürfen darunter auch ruhig ein paar erstklassige Sachen sein, die ein bisschen was kosten. Um Dir ein Beispiel zu geben: Bei dem Stiefel, den ich fische, komme ich über die ganze Saison mit nicht mehr als sechs verschiedenen Baittypen in wenigen Farb- und Größenvarianten bestens aus. Mehr ist da nicht nötig, und darunter sind dann noch zwei Baittypen, die eher selten drankommen. Und den größten Teil der besseren Exemplare ab 90cm fange ich auf genau vier verschiedene Baitmodelle, Farbvarianten schon inklusive. Der Rest ist Dreingabe.


    Mach mal so nach drei, vier Jahren eine Bestandsaufnahme bei Deinen Baits. Dann wirst Du ziemlich schnell sehen, dass ein erheblicher Teil davon gerade so gut ist, als hättest Du ihn nie gekauft. Und wenn man es noch länger schleifen lässt, kriegt man rote Ohren beim Anblick all des vollkommen überflüssigen Zeugs. Regel auch hier: Lieber weniger, aber dafür das Beste. Was das Beste ist, kriegt man manchmal von anderen serviert, aber bisweilen muss man es selbst herausfinden. Das kostet dann eben ein bisschen Lehrgeld. Aber ich kann Dir jetzt schon sagen, dass Du den Vision 110 sehr bald erheblich häufiger dranhängen wirst als den Arnaud 100. Vom Vision 110 gibt es mehrere Varianten, die zwei besten sind: Der Suspender und der langsam auftreibende. Die genügen eigentlich schon, und auf andere Minnows in der Klasse kann man dann schon weitgehend oder sogar ganz verzichten. Es wäre denn, man wollte noch ein bisschen tiefer nach unten.


    Die Dinger kosten was, aber gehören zu dem Besten in ihrer Sparte, das es gibt. Man muss ja nicht ein Dutzend Farbvarianten davon kaufen, denn am Ende bleibt man sowieso bei ein oder zwei Hauptvarianten hängen - nämlich die, die der natürlichen Beute einigermaßen ähneln. Der Rest liegt dann in der Kiste und schaut schön bunt und kratzerfrei aus, dass es eine wahre Freude ist, weil er eh kaum drankommt. Und auf solche oder ähnliche Weise kommen all die schönen Sammlungen zustande, die zwar ein jedes Herz erfreuen, aber nicht die Hobbykasse, wo es alsdann an anderer Stelle fehlt. Sodass, zum Bleistift, auch die nächste Rolle wieder nur eine Worldmaster-Zaubergold mit drei eingebauten Sollbruchstellen werden kann, aber nix Vernünftiges. Doch bei den Snaps und der Schnur wollen wir dann einmal so richtig was sparen, denn das lohnt sich ganz bestimmt. Nützt doch nix, oder haben's schon mal einen Fisch auf die Schnur beißen sehen? - Na bitte, sag ich doch!

  • Bei den Ködern bin ich mittlerweile zur vernunft gekommen, mein Rapala Slingbag besitzt zwei Boxen und beide sind gut gefüllt, die eine mit gummis und bleiköpfen und die andere mit Wobblern, aber nicht übertrieben voll und ich habe mit jedem einzelnen Köder schon gefischt, kann ihn Also gut führen und weiß auch Wann ich ihn einzusetzen habe, ich habe mit. 90 % meiner Köder auch schon Fische gefangen. Wenn ich neue Köder Kaufe dann nur ganz gezielt einzelne von denen ich weiß dass ich sie für eine bestimmte situation benötige. Fluorocarbon wurde oft als einsteigermaterial Fürs baitcastern empfohlen

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