Ja wo leben wir denn ...

  • Zitat

    Ein ausschlaggebender Grund für meinen diesjährigen Erfolg sind unter anderem Dinge, die man in Zeitschriften wie dem Blinker erfahren kann. Es ist zwingend erforderlich sich mit seinen "Zielfisch" ernsthaft zu beschäftigen, wenn man auf Dauer erfolgreich angeln will. Kein Fisch springt einem von alleine in den Kescher.


    Ich stimme Dir ohne Eischränkung zu. Für mich ist Angeln besonders an neuen Gewässern das Abenteuer pur. Als Beispiel nenne ich den Rhein. Ich suche mir Rheinabwärts immer neue Stellen um meinen Zielfisch zu fangen. Schneidertage sind natürlich selnbstverständlich. Auch probiere Methoden aus, die u.a. im Blinker aufgezeigt werden sofern ich sie für sinnvoll halte. Hinzu kommt, das die größte Angelzeitschrift Europas von mir deswegen gern gelesen wird, da sich die Berichterstattung nicht nur auf unsere innerdeutschen Gewässer beschränkt. Also jedem das seine.

  • Hi! Weder meinte ich speziell die Karpfenangler (die in dem Fall noch am wenigsten..), noch wohne ich in Plön (und ich fahre der Umwelt zuliebe auch nicht mal eben 300 od. 500km zum angeln..), und schon garnicht wollte ich, das bei Onkel Tom ein bitterer Beigeschmack ensteht - da habe ich mich vielleicht etwas mißverständlich ausgedrückt.
    Desweiteren dürft Ihr mir glauben, daß ich anglerisch durchaus weiß was ich tue, und auch in der Lage bin ein Gewässer zu erforschen.
    Ebenso könnte ich die letzten 25 Jahrgänge vom Blinker und der F&F herunterbeten.
    Auch zähle ich zu den Menschen die genug Zeit und Geld haben.
    Hilft aber alles nicht: Die Angelbedingungen haben sich hier am Niederrhein so drastisch verschlechtert, das Ortsfremde gar keine Chance mehr haben.


    Das ist aber gar nicht so sehr mein persöhnliches Problem, mich stört daß ich im Umkreis von 150km kein einziges Gewässer kenne, aus dem ich den Fisch auch essen möchte.
    Das empfinde ich als dermaßen übel, daß ich ernsthaft darüber nachdenke hier weg zu ziehen - wirklich nur wegen der Angelei... .
    Wenn man irgendwo auf dem Lande lebt, bekommt man die Veränderung vielleicht nicht richtig mit. Hier in Rhein-Ruhr ist alles völlig tot.
    Und auch in Ostfriesland haben sich die Dinge geändert; höre ich heute " 5 Aale - super Abend.." kann ich nur lachen.. .
    Kai, frage doch mal im Verein, wie das früher so war mit dem fischen auf Aal.. . Wir hatten mal ein Haus in Leezdorf und ein Freund hat noch heute sein Boot in Norddeich liegen, deshalb habe ich dort oft geangelt; es ist nicht nur auf Aal viel schlechter geworden.
    Hinzu kommt ein ganz anderes Verhältniss Angler/Gewässer.. .
    Und Tom; ich neide Dir ganz sicher nicht Deine Fänge - ganz im Gegenteil.. .
    Aber wenn Du mal bei Googel Earth vergleichst, zähle nicht nur die Gewässer, sondern bedenke das wir hier mehr Arbeitslose und Rentner haben, als ihr Einwohner.. .
    Hinzu kommt, daß man hier bei vielen Windrichtungen überhaupt nicht angeln kann - die Abgasfahnen sind unerträglich.. .
    Ich muß los - melde mich dann später nochmal - wenn Lahni und EnglishPike mit mir geschimpft haben.. :D .
    Petri!
    Ähh.. ich möchte dann noch betonen daß ich auch unter Arbeitslosen und Rentnern Freunde habe. Ich möchte niemanden verunglimpfen... :)

  • Das Thema hatten wir gestern Abend erst noch. Die drei am Kanal die erst einen hatten sagten auch früher war alles besser. Diese Zeit kenne ich selber aber nicht, in den letzten 15 Jahren war es schon so und es ist natürlich klar das sich der Rückgang, grade bei den Aalen dank Glasaalfang und Wasserkraftwerken, bemerkbar macht. Ich habe deshalb ja auch nur die Aussage mit den drei Anglern als Thema genommen, wobei ich den Frust trotzdem nicht verstehe, denn ich weiß immer noch nicht was er mit dem zusammenhanglosem Gerede sagen möchte, noch weiß ich warum man nicht ab und an mal was übers Big Game lesen sollte und davon träumen darf.


    Wenn er seine Kritik evt. verständlicher und nicht so zusammenhanglos geschrieben hätte, dann könnte ich ihn vermutlich verstehen. Bei Dir ist es ja auch nachvollziehbar was du kritisierst, eben weil es verständlich und zusammenhängend geschrieben ist.

  • Bei mir im Verein gibt es schon lange keine jahrelangen Wartezeiten mehr, wer reinwill kommt auch rein ;)


    Hier sind die Fischbestände auch zurückgegangen und haben sich verändert, man muß sich dem halt anpassen.


    Ich habe nun hier den Vorteil, schon fast 30 Jahre das gleiche Gewässer befischen zu können und gehe regelmäßig 1-2 Mal die Woche los, da kennt man sich halt ein wenig aus :D
    Nichtsdestotrotze fahre ich auch eine Menge an Schneidertagen ein, immer fangen wäre ja auf die Dauer auch öde.
    Ansonsten hast du schon in gewisser Weise recht, derjenige, der regelmäßig Großfische fangen will, muß sich dies mit enormen Zeit- Geld und Materialaufwand quasi erkaufen. Regelmäßige Großfischfänge gibt es nun einmal nicht an Vereinsgewässer XYZ, da muß man beispielsweise für Hechte auf die Bodden, nach Schweden usw. und braucht entweder ein eigenes gut ausgerüstetes Boot oder muß sich solches leihen, am besten inkl. Guide...


    Ich zähle mich ja auch nur zum Ottonormalangler, der sich das reiflich überlegen muß, ob er sich solche Ausgaben leisten kann, aber irgendwann werde ich mir auch mal nen Bodden- oder Schwendentrip gönnen und leisten 8)

  • Was macht sich denn so mancher Angler für einen Stress?


    Ist einer nur ein guter Angler, wenn er maximal viele Bilder von Kapitalen vorzeigt?


    Was ist ein guter Angler?


    Muss man sich Presseberichte zum Anlass nehmen, keinen Spass mehr am eigenen anglerischen Handeln zu haben?

  • Zitat

    Komisch, daß es in den Niederlanden ganz anders aussieht - da werden die Gewässer gehegt und sind für Jedermann zugänglich


    Ich stelle fest, dass die Diskussion hier eine ernsthafte Wendung nimmt. Die Frage die sich doch am Anfang stellte war, ob die Reportagen über kapitale Fänge in den Fachzeitschriften übertragbar auf uns "Normalangler" sind. Hierzu kann ich keine Stellungsnahme geben. Dafür mangelt es leider bei mir an die nötige Zeit mein Hobby auszuüben. Oder auf den Punkt gebracht: "Mangel an Erfahrung." Aber wichtig finde ich die kritischen Vergleiche der Angelgewässer und Möglichkeiten hier am Niederrhein und unserem Nachbarland "Holland". Hier besteht eine ganz andere Lobby was den Angelsport betrifft. Sei es die Hege und Pflege aber auch die Möchligkeiten die den dortigen Angelmitgliedern (auch Deutsche) geboten werden. Von guten, gepflegten Wegen hin zum Angelplatz, bis zu kontrollierter Wasserqualität. Ganzjährige Einschränkungen bestimmter Fischarten wie Karpfen in Limburg, um den Pflanzenbewuchs zu reduzieren oder den Hechtfang um diese Raubfischart aufgrund der Verbreitung des Zanders zu schonen.


    Wegziehen würde ich zwar deswegen nicht aus dieser Region, aber nachdenklich kann man schon werden.

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