Ruinenangeln in Polen


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Ruinenangeln in Polen

Beitragvon Dreamworker » 11.02.2019 - 17:03

Ruinenangeln, was ist das denn? wird sich der eine oder andere von euch fragen... In der Serie 'Lost Places" auf "Welt" bin ich auf interessante Angelplätze an Gebäuderuinen aus der Zeit des "kalten Krieges" und der NS-Zeit aufmerksam geworden.
Da diese sehr abgelegen sind, dürfte da kaum bis gar nicht geangelt werden und die Fische dort zu kapitalen Größen herangewachsen sein.
Ziel 1: Die Masurische Seenplatte sollte mit einem Schiffbaren Kanal mit der Ostsee verbunden werden. Der Höhenunterschied von 90m sollte mit Schleusen überwunden werden. Dieser Kanal wurde aber nur zum Teil fertiggestellt, ebenso wie die Schleusen.
Die größte ist die bei Fürstenau, wo noch Wasser im unteren Becken ist. Da würde ich gern mal auf Aal und Raubfisch angeln...

Ziel 2, an der Ostseeküste in Estland (Hara) : Dort befindet sich ein ehemaliger U-Boothafen der Russen, wo früher U-Boote entmagnetisiert wurden. Von den Kais sollte gutes Vertikalangeln möglich sein, bestimmt haben viele Futterfische und Räuber dort einen neuen Lebensraum gefunden und werden nicht beangelt, weil die Anlage recht abgelegen ist.

Ziel 3: Die ehemalige Luftwaffen-Torpedoversuchsanlage auf dem Hexengrund in der Danziger Bucht: Nur mit dem Boot zu erreichen. Gebäuderest steht mitten in der See, war früher durch einen befahrbarer Steg mit dem Ufer verbunden. 1940 gebaut, 1942 in Betrieb genommen, 2 Jahre später schon aufgegeben.

Bestimmt viele große Hochsee-Schwarm-Raubfische an den UW-Stein- und Holzstrukturen anzutreffen. ECHOLOT ein muß!

Gehört zwar nicht zur Rubrik "Ausland", aber vom Thema doch dazu: Ich glaube, an der Ems steht noch ein alter deutscher U-Boot Bunker, auch eine interessante Angelmöglichkeit.
Weitere Informationen über die vorgeschlagenen Ziele bestimmt im Netz....

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Re: Ruinenangeln in Polen

Beitragvon Schimpi » 12.02.2019 - 14:28

Hhhmmm.....???
Vielleicht mal ne Idee für`s nächste Forums-Treffen. 8)

Solche Ecken zu befischen ist bestimmt mal geil.
Wobei es aber auch knackig ist an sehr abgeschiedenen Orten zu fischen, wo man vielleicht auch mal einige Meter von der nächsten Zivilisation entfernt ist.

Ach egal !!! :lol:
ich wäre gerne dabei. 8)
Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!

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Re: Ruinenangeln in Polen

Beitragvon rhinefisher » 12.02.2019 - 14:45

Hi!
Schön und gut, etwas abenteuerlicher zu angeln ist immer schön - aber dass es in Europa auch nur 1m" unbeangelte Wasserfläche gibt, kann ich einfach nicht glauben.. .
Petri
DEUS LO VULT !

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Re: Ruinenangeln in Polen

Beitragvon Dreamworker » 12.02.2019 - 17:30

Habe mir folgendes gedacht: Erstmal bei Google Earth checken, wo man das Auto am besten abstellen kann.
Wenn es machbar ist, Mountain-Bike mitnehmen und mit einer gut transportablen Ausrüstung zum Bauwerk fahren. Etwa zum Fürstenauer Schleusenbauwerk...

Zu dem U-Boot Stützpunkt müssten eigentlich noch (vergessene) Straßen hinführen. Man könnte an beiden Zielen für 2 oder 3 Tage ein Angelcamp aufschlagen, wenn sich hier vielleicht 4 begeisterte (also noch 2) finden... Muß aber gut organisiert sein und über einen Termin müssten wir auch mal sprechen....

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Re: Ruinenangeln in Polen

Beitragvon Colamann » 12.02.2019 - 22:50

rhinefisher hat geschrieben:Hi!
Schön und gut, etwas abenteuerlicher zu angeln ist immer schön - aber dass es in Europa auch nur 1m" unbeangelte Wasserfläche gibt, kann ich einfach nicht glauben.. .
Petri

Unbeangelt ist relativ. Ich war mal in Norwegen wandern auf einer, sagen wir mal weniger beliebten Strecke ;) Trotzdem eingetragener Wanderweg, Finnskogsleden falls es jemanden interessiert.
Auf 80km Strecke genau eine Ortschaft mit zwei Häusern. Die erzählten uns, daß wir dieses Jahr sogar schon die zweite Wanderergruppe seien. :D Und das Ende August. Auf der Strecke gab es unendlich viele Gewässer, und bestimmt geht da jemand angeln. Aber da kommen auf hundert Quadratkilometer Gewässerfläche vielleicht fünf Anwohner plus ein Touri im Jahr. In ehemaligen Sperrgebieten wird es vermutlich noch krasser sein.

Ein Problem sehe ich aber: Die Erreichbarkeit ;)

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Re: Ruinenangeln in Polen

Beitragvon Dreamworker » 13.02.2019 - 6:59

Ja, das ist es eben: Die Erreichbarkeit. Von mir aus ist es bis zur Schleusenruine Fürstenau ca. 1000km, einfach.
Sind schon mindestens 10h Anfahrt, da müsste man schon 14 Tage Angelurlaub machen, damit sich die Fahrt auch lohnt!

Aber wenn sich inkl. SCHIMPI und mir noch jemand fürs Ruinenangeln in Polen interessiert und gern mit dabei wäre, könnte man eine Fahrgemeinschaft gründen....

Übrigens: Den U-Boot Bunker den ich in Norddeutschland meine und wo es bestimmt auch spannend wäre, drin zu angeln, liegt in Bremen(Bremerhafen) und heißt Bunker Hornisse....

Vielleicht können die Bremer etwas zu den Angelmöglichkeiten dort sagen und was man für eine Erlaubnis als Bundeslandfremder braucht...

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Re: Ruinenangeln in Polen

Beitragvon Tidi » 17.02.2019 - 0:08

Ich glaube kaum, daß man im Bunker Hornisse angeln kann, höchstens im Hafen bzw. Einfahrt davor, dafür wird bestimmt der Hafenschein benötigt.
Liegt in Bremen, nicht in Bremerhafen.

Weiter nördlich, gleiche Seite, ist der U-Boot-Bunker Valentin. Da sind bestimmt keine Fische drin. Im Becken davor ziehen bestimmt bei Hochwasser Fische rein. Ich habe da einmal geangelt, aber nix gefangen.

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Re: Ruinenangeln in Polen

Beitragvon Dreamworker » 17.02.2019 - 14:29

Ich habe mal im TV einen anderen interessanten Bericht verfolgt, da wurde, glaub ich, der Valentin gefilmt. Woran ich mich noch erinnern kann, waren Schwärme von Fischen, die ich in einem Bauwerksbecken gesehen habe... In Frankreich gibt es an der Atlantik- und Mittelmeerküste auch recht große U-Boot Bunker, der größte stand bzw. steht in St. Loiriot.

Wenn das innere eines solchen Bauwerks zugänglich ist, könnte da das Angeln auf alle deckungsliebenden Fische wie Wolfsbarsche, Conger, Lippfische, vielleicht Butt und andere recht erfolgreich sein....
Bloß muss man sich im klaren sein, das so eine Location durchaus recht hängerträchtig sein kann!

Aber vielleicht ist das Wasser dort so klar, das man die Fische auf Sicht beangeln kann und auch so sieht, wo Hindernisse liegen...