Bin ich auf dem richtigen Weg?

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Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Zockerherz » 20.06.2019 - 18:24

Hallo Liebe Forengemeinde,

ich mal wieder :)
Heute bin ich mal wieder als Schneider nach Hause und ich persönlich reflektiere den Angeltag, woran es gelegen haben könnte.

Ich fische derzeit mit folgender Ausrüstung:

Rute: Shimano Technium Spinning 274 cm WG 14-56g
Rolle: Daiwa Ninja 2500A (wird demnächst gegen eine Shimano Stradic Ci4+ 4000 FB getauscht)
Schnur: Shimano Kairiki sx8 0,10 (auf die Stradic kommt dann eine Daiwa J-Braid 0,16)
Vorfach: Am Anfang des Tages Daiwa Prorex 7x7 in 7 Kg, später dann 0,20er Fluocarbon

Vereinsteich mit maximal 3 Meter Wassertiefe. Leider sehr trübes Wasser mit viel Kraut und Wasserpest. Der Köderlauf ist schwer zu beurteilen, da ich diesen erst kurz vor meinen Füßen sehe.

verwendete Köder:
Diverse Gummifische in 7,5 cm und 10 cm Länge mit 10g Jigkopf
Rapala Original Floater Größe 11 cm 6g
Rapala X-Rap Suspender 10 cm 13g
DAM Effzett Pro Lite Shallow 4g

Die Gummifische wurden mit Faulenzen, Jiggen und einleiern gefischt.
Beim Faulenzen und Jiggen wurde auf Sicht gefischt. Sobald die Schnur erschlafft ist, hab ich 2 oder 3 mal schnell gekurbelt. Die Absinkphase war so ca. 2 Sekunden. Köderkontakt hatte ich nur richtig beim einkurbeln oder langsam über den Boden schleifen um einen gründelnden Fisch zu simulieren. Der Boden ist leider sehr schlammig.
Was ich aber erkennen konnte, hat der Schwanz schön hochfrequent gewabbelt.

Die Wobbler wurden mal schneller, mal langsamer durchs Wasser geführt und hin und wieder auch mal ein wenig gezuppelt und Spinnstops. Je schneller ich eingekurbelt habe umso stärker hat die Rute vibriert. Ich denke, dass nennt man dann Kontakt zum Köder :)

Einen Fisch hatte ich am Effzett ProLite, dieser ist aber schnell vom Haken gesprungen, da der Anhieb nicht richtig saß. Da an genau der Stelle wo der Biss kam immer ein Hindernis ist, dachte ich, dass ich wieder daran hänge habe und dementsprechend wollte ich nicht wieder einen Köder verlieren, weil ich den Haken unlösbar in Totholz treibe ;)
Auf dem Pro Lite sind sogar schöne Zahnabdrücke.

Gefischt habe ich anfangs auf Zander, später auf Barsch oder generell dass irgendwas beißt.

Findet ihr die Ausrüstung für Zander, Hecht und auch mal Barsch in Ordnung? (Für Barsch ist die sicher schon etwas zu groß, das weiß ich). :)
Generell habe ich an der Rute selber nur die Bewegungen des Köders gespürt, wenn ich ihn etwas schneller eingeholt habe, oder wenn ich am Grund auf Hindernisse gestoßen bin wie Kraut. Ich fand das schnelle einkurbeln aber teils schon etwas zu schnell. :S

Bin ich mit meiner oben beschrieben Köderführung schon auf dem richtigen Weg?
Vielleicht liegt es auch nicht an mir und der Ausrüstung, sondern am Gewässer selber. Schwer zu sagen.

Danke für das Lesen im Vorauz! :clap:

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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon ToTi » 20.06.2019 - 19:16

Die beste Ausrüstung ist immer die, mit der du dich am wohlsten fühlst.
Das einzige was ich bemängeln muss, ist dein FC-Vorfach, wenn Hechte vorhanden sind.
Wenn schon FC, dann mind 0,7mm. Alles darunter wird weg geraspelt.
Mein Tip ist wenn gar nix geht, machs mal Old-School. Spinner und Blinker, damit fange ich immer!
Nicht den Mut verlieren, am Anfang ist alles schwer, aber mit der Zeit kommen die Erfolge, dann die Sicherheit und dann wird es immer leichter.
Mit der Zeit wirst du dein Heimatgewässer, seine Eigenheiten und wie deine Fische ticken immer besser kennen lernen.
Als Anfänger sind wir alle oft Schneider heim gekommen.
Kopf hoch und nicht entmutigen lassen.

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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Zockerherz » 20.06.2019 - 19:31

Danke für die Antwort. :)

Bestellt ist Flexonit in 4,5 Kilo Tragkraft. Das werde ich dann vor die kleinen Köder vorschalten. Dann ist das Thema erledigt. Muss dann nur mal schauen welche Snaps am besten geeignet sind.

Das 7x7 von Daiwa ist für die kleinen zu dick und die laufen nicht richtig. Das Fische ich dann generell wenn ich auf größere Gummis/Wobbler gehe.

Entmutigen lasse ich mich nicht und ich bin so oft da wie ich kann. Es kann ja sein, dass ich irgendwelche kapitalen Fehler begehe (mal von dem FC Vorfach abgesehen).

:)

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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon ToTi » 21.06.2019 - 7:46

Du machst deine Vorfächer selber? :-)

https://www.youtube.com/channel/UCB8jkq ... Ov11Q5LiBQ

Uli Beyer, schau dir mal seine Video´s an über Vorfächer, da kann man noch einiges lernen.
Die anderen Video´s kann ich aber auch empfehlen, z.b. angeln mit Gummi, oder Wobbler.

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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Argail » 21.06.2019 - 8:15

Vielleicht ist der See auch schlicht und ergreifend mit Kunstködern überangelt. Versuch mal ein kleines Rotauge am leichten Titanvorfach unbeschwert übers Kraut zu zupfen.Einzelhaken durch Unterkiefer und oben durch die Schädelplatte führen,dann hält der KöFi auch mehrere Würfe. Vorteil: er taumelt ganz natürlich ab und startet wie ein verletzter Fisch wenn du die Rute zwei Mal leicht hochruckst. Wenn ein Fisch beißt hat er nur "natürliches Mundgefühl",kein starrer Kunstköderkörper,kein abstehender Drilling. Spürst du einen Biss (die beißen meist härter als auf Kukö) dann kurz die Rute runter und wenn die Schnur sich strafft den Anhieb setzen. Durch den Einzelhaken ist dann auch das Lösen wesentlich entspannter ;)

Und brauchst du mehr Wurfweite als mit einem unbeschwertem Köderfisch dann schalte einen schwimmenden Sbirulino vor.
Scheißwetter ist Beißwetter!!! :D

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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Zockerherz » 21.06.2019 - 9:04

@ToTi
Ja ich mache meine Vorfächer selber, das hat aber weniger den finanziellen Hintergrund, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass ich meine Vorfächer flexibler gestalten kann was Einhänger und Wirbel angeht.

Für Barsche wollte ich das 1x19 Flexonit in 4,5 Kg Tragkraft verwenden. Hinten kleiner Wirbel, vorne kleiner Snap mit großem Rundbogen. Das sollte auch im Ernstfall einen Hecht halten :p Das Daiwa Prorex 7x7 in 7 Kilo ist mir zu dick. Hier werde ich wohl auch auf Flexonit umsteigen. Wobei es für Zander und Hecht auch reichen sollte.

Die Videos von Uli Bayer schaue ich mir derzeit auch an. Die sind sehr gut erklärt, vor allem die Videos zur Köderführung von Hard- und Softbaits. Was ich interessant fand, war das Video von Lieblingsköder https://www.youtube.com/watch?v=9n2dXaK0S8E. Die haben da unter anderem eine FC Schnur durch ein Hechtmaul gezogen (was natürlich gleich durch war). Aber im Test auf Köder bis 5 cm war der Hechtbeifang 0,4 % und bei Größen ab 7,5 cm bei 4%. Im direkten Vergleich mit zwei Dropshot Montagen mit FC und Stahl auf Barsche vom Boot aus, gab es am Stahl kaum Bisse. Am FC bissen Sie in einer Tour. Die Empfehlung war hier bei Gummis mit 5 cm FC zu nehmen und alles darüber Stahl. :? Aber das ist ein anderes Thema. Das Video oder zumindest die Stelle mit dem FC im Hechtmaul kann man gerne mal an alle schicken, die der Meinung sind, FC und Hardmono sind Hechtsicher :D

@Argail
Ich habe mich gestern auch mit weiteren Anglern unterhalten, die dann an die beiden Teiche kamen.
Alle sprechen von sehr schlechten Fangzahlen und gehen oft als Schneider nach Hause. Hier wäre der KöFi wirklich die bessere Wahl. Ich muss mich erstmal damit beschäftigen wie ich Köderfische fange :D 3g Pose mit 10er Haken und Mais im Randbereich, das wäre jetzt meine Idee, aber ich lese am Besten nochmal nach. :)

Dass die Fische sehr Scheu beissen habe ich festgestellt, nachdem ich meinen Effzett Pro Lite abmontiert hatte. Erst dachte ich, der Drilling hätte beim Auswerfen Kerben geschlagen, aber nö, das sind Bisse. Ich habe aber nichts gemerkt. :) Vielleicht ist die Rute auch für die 4g zu steif, ich bin zu Grobmotorisch oder ich hab es mit einem Hänger verwechselt. Manchmal gab es bei den Seerosen ein komisches Gefühl wie einen Doppelhänger. ich glaube das war ein Biss. Auch weil an der Stelle bei den Seerosen kleine Fische aus dem Wasser sprangen. :)
490AC2F2-3000-4F10-868E-1539DFFB8160.jpg
490AC2F2-3000-4F10-868E-1539DFFB8160.jpg (1.21 MiB) 847 mal betrachtet


Ich werde das nächste mal aber an die Fulda gehen und dort mein Glück versuchen. :dance:
Das mit dem Köderfisch behalte ich aber im Kopf und wird das nächste mal am Teich umgesetzt. :)

Übrigens, mit dem Thema Wurfweite habe ich keine Probleme. Die Technium lädt sich unglaublich gut auf und selbst der 4g Köder lässt sich recht weit auswerfen. :)

Danke für eure Antworten :)

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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Raubfisch-Fan » 21.06.2019 - 14:31

Wie läuft es denn insgesamt gesehen an diesem Gewässer? Was wird gefangen? Wie viel? Und wie groß?

Man muss einfach einsehen, dass die meisten kleineren Gewässer in DE, die regelmäßig befischt werden und/oder in Vereinshand oder öffentlich sind zumeist ziemlich bescheiden sind was Population und Alterspyramide angeht. Da hilft dann auch das 0,12 FC Vorfach und der ultrarealistische Swimbait nicht mehr viel.

Vorfachtechnisch benutze ich für die Barschangelei, wenn auch Hechte zu erwarten sind, gerne 0,30er FC von etwa 70 bis 80cm und dann eine Titanspitze aus 7x7 3Kg Titan von vielleicht 20cm, welches ich mittels Tippetring an das FC anknüpfe.
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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Zockerherz » 23.06.2019 - 10:41

Also an dem Gewässer läuft es auch bei anderen gar nicht. Hatte kürzlich mit jemandem gesprochen, der an dem Gewässer mit seinem Sohn übernachtet hat. Draußen hatten die zwei Karpfenruten mit Bissanzeiger. Nachts hatten die dann einen Biss. Es war ein kleiner Karpfen, aber ansonsten nichts.

Fische gibt es definitiv, aber die sind wenn sehr Beisscheu. Mir wurde auch erzählt, dass wohl immer regelmäßig zu Beginn der Saison eine große Gruppe Osteuropäer kommt, die die ganze Anlage quasi totblinkern.

Wegen dem Vorfach, es wurde doch immer empfohlen ca. 50 cm zu nehmen, da Hechte den kleinen Köder richtig Tief inhalieren, da würde so eine kleine Spitze nichts bringen :) Aber sag mal, welches Titan nutzt du denn? Beim Googlen finde ich kein 7x7 in 3 Kilo.
Ich hatte gestern mal an der Fulda direkt das 1x19 4,5 Kg Flexonit getestet. das Laufverhalten des oben gezeigten Köders war grandios, der Snap wurde an den Sprengring geklippt. Das Material ist aber so schwierig zu verarbeiten, weil ich es schlecht erkenne beim einfädeln :D

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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Raubfisch-Fan » 23.06.2019 - 11:41

Zockerherz hat geschrieben:Mir wurde auch erzählt, dass wohl immer regelmäßig zu Beginn der Saison eine große Gruppe Osteuropäer kommt, die die ganze Anlage quasi totblinkern.


Das ist immer ein richtig gutes Zeichen für ein Gewässer... :doubt:

Zockerherz hat geschrieben:Wegen dem Vorfach, es wurde doch immer empfohlen ca. 50 cm zu nehmen, da Hechte den kleinen Köder richtig Tief inhalieren, da würde so eine kleine Spitze nichts bringen :)


Wenn ich gezielt auf Hecht fische nehme ich logischerweise auch Vorfächer von ca. 45 bis 70cm. Beim Barschangeln dagegen fange ich meistens auf 50 Brasche einen Hecht. Meistens waren die dann eher klein, so bis 65cm, und hingen am Gummi ganz vorne. Bisher hat meine Erfahrung gezeigt, dass Titan von 25 bis 30cm ausreicht beim gezielten Barschangeln.

Zockerherz hat geschrieben:Aber sag mal, welches Titan nutzt du denn? Beim Googlen finde ich kein 7x7 in 3 Kilo.


Ich benutze Knot 2 kinky seven strand in 2,7 Kilo. Das single Strand ist auch sehr gut, ist allerdings eher was für Jerks/Hardbaits und Bigbaits.
Kleine Cranks oder Twitchbaits z.B. laufen damit nicht mehr so gut.
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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Zockerherz » 23.06.2019 - 13:55

Raubfisch-Fan hat geschrieben:Das ist immer ein richtig gutes Zeichen für ein Gewässer...


Oho, :shock: Ich dachte daran, dass kaum Fische besetzt werden (wenn sie denn besetzt werden, weil erst die Gastgruben versorgt werden und das was übrig bleibt oben in den Teich kommt. :cry: (Wurde zumindest so von einem Mitglied erzählt, der ist da etwas Unglücklich über die Fangzahlen der letzten Jahre).

Raubfisch-Fan hat geschrieben:Ich benutze Knot 2 kinky seven strand in 2,7 Kilo. Das single Strand ist auch sehr gut, ist allerdings eher was für Jerks/Hardbaits und Bigbaits.
Kleine Cranks oder Twitchbaits z.B. laufen damit nicht mehr so gut.


Wahnsinn ist das Zeug teuer :D Da bleibe ich lieber bei meinem Flexonit in 4,5 Kilo Tragkraft. Das ist bei 1x19 sogar nur 0,2 mm dick und damit nochmals 0,05 mm dünner als das Seven Strand bei höherer Tragkraft und wesentlich günstiger. Der 4g Crankbait lief damit echt gut und es gab augenscheinlich keinen Unterschied zum Fluocarbon.

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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Gruni » 24.06.2019 - 11:42

Zockerherz hat geschrieben:Also an dem Gewässer läuft es auch bei anderen gar nicht...

Dann rate ich dir mal an ein Gewässer zu gehen in dem auch was gefangen wird!
Ich lese aus deinen letzten Posts immer mehr Frust und Selbstzweifel heraus....es ist auch erstmal gut sich selbst zu hinterfragen und nicht nur nach den Anderen zu schauen, aber als Rookie solltest du erstmal dahin gehen wo du auch was lernen kannst und ein Gewässer in dem selbst die alten Hasen nix fangen gehört da sicher nicht dazu! ;)
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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon ToTi » 24.06.2019 - 17:39

Zockerherz hat geschrieben:Also an dem Gewässer läuft es auch bei anderen gar nicht. Hatte kürzlich mit jemandem gesprochen, der an dem Gewässer mit seinem Sohn übernachtet hat. Draußen hatten die zwei Karpfenruten mit Bissanzeiger. Nachts hatten die dann einen Biss. Es war ein kleiner Karpfen, aber ansonsten nichts.


Du musst mit denen reden, die regelmäßig an dein Gewässer kommen zum angeln. Nur die haben den Überblick, ob was vernünftiges und in adäquaten Mengen vorhanden ist. Die nur ab und zu mal kommen haben keine Ahnung!!

Wenn ich von anderen Tageskartenanglern und Forumsschreiberlingen höre, in meinem Gewässer, in dem ich immer angle, ist doch nix drin, totgefischt und nur Kleinkram drin, wäre ich schon lange weg von meinem See.
Aber ich habe eine Jahreskarte für den See und mit der Zeit kennt man auch die anderen Jahreskartenangler kennen. Man baut sich ein Netzwerk auf und erfährt noch viel mehr interessante Sachen, wer wo was und wie gefangen hat.
Ich weiß, daß in meinem See Welse von weit über 2,00 m drin sind. Ich weiß, daß in meinem See Karpfen rum schwimmen von weit über 25 Kg haben und weiß auch, daß auch Zander über 80 cm gefangen werden und Hechte über 1,00 m. Das alles wissen aber nur die , die auch regelmäßig dort angeln.

Wenn ich z.b. 2 bestimmte Angler schon von weitem sehe, kann ich direkt umdrehen, Posenrute von zu Hause holen und dann gehts ab auf Forellenjagd ;-) Und da ich ja nach all den Jahren die auch gut kenne, haben die auch immer ein kleines Plätzchen neben sich für mich. Da wird zusammen gerückt und schon mal beim anderen mitangefüttert, daß ja auch alle was fangen.

Man muss dazu auch wissen, mein Hausgewässer ist ein relativ kleiner See mit gerade mal 6 ha und mit hohem Angeldruck. Jemand, der nur 2x im Jahr dahin fährt wird wahrscheinlich nicht viel fangen und dann überall erzählen, da ist nichts drin. Wichtig ist also die richtigen Leute zu fragen und seine eigenen Erfahrung zu machen. Wie schon mal gesagt, versuche es weiter, rede mit den richtigen Leuten, setzte deine selbst gemachten Erfahrungen und die Info´s die du bekommst richtig um und ich verspreche dir dann wirst du auch erfolgreich sein.
Ich gehe so gut wie NIE Schneider nach Hause!

Wenn die gewässererfahrenen Angler an deinem Gewässer sagen, es ist nichts drin, erst dann ist der Zeitpunkt gekommen einen neuen See, Bach oder Fluß zu suchen.


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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Raubfisch-Fan » 26.06.2019 - 15:02

Zockerherz hat geschrieben:Wahnsinn ist das Zeug teuer :D Da bleibe ich lieber bei meinem Flexonit in 4,5 Kilo Tragkraft. Das ist bei 1x19 sogar nur 0,2 mm dick und damit nochmals 0,05 mm dünner als das Seven Strand bei höherer Tragkraft und wesentlich günstiger. Der 4g Crankbait lief damit echt gut und es gab augenscheinlich keinen Unterschied zum Fluocarbon.


Der Vorteil von Titan ist seine Langlebigkeit. Der Anschaffungspreis mag recht hoch erscheinen, doch wenn man überlegt, wie schnell man ein Stahlvorfach "zerfischt" (vor allem im Drill) ist das Kosten/Nutzen Verhältnis absolut in Ordnung.
Mit einem 7x7 Titanvorfach kann ich locker 10-15 Hechte fangen und etliche Barsche. Beim normalen Stahl muss man nicht selten nach dem ersten Hecht wechseln, weil das Ding aussieht wie ein Korkenzieher oder einen odere mehrere Knicke drin hat.

Ich hab früher auch fast nur Stahl gefischt, doch als ich vor einigen Jahren mit dem Jerken angefangen hatte und das erste mal ein 1x1 Titanvorfach vorm Köder, hab ich ziemlich schnell gewechselt. Ich hatte eine Saison mal auf meiner Jerke nur ein einziges Vorfach! Das sah auch nach 50 Hechten noch top aus.
Im Endeffekt ist eine Abwägungssache was man nimmt und kommt stark auf die Angeltage und die Anzahl der Fänge an.
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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon Zockerherz » 28.06.2019 - 9:44

Raubfisch-Fan hat geschrieben:Ich hab früher auch fast nur Stahl gefischt, doch als ich vor einigen Jahren mit dem Jerken angefangen hatte und das erste mal ein 1x1 Titanvorfach vorm Köder, hab ich ziemlich schnell gewechselt. Ich hatte eine Saison mal auf meiner Jerke nur ein einziges Vorfach! Das sah auch nach 50 Hechten noch top aus.
Im Endeffekt ist eine Abwägungssache was man nimmt und kommt stark auf die Angeltage und die Anzahl der Fänge an.


Danke für die Info :)
Mir persönlich ist aber das 4 Kg zu dick im Vergleich zum Flexonit. Aber: das nutze ich ja bevorzugt zum Angeln auf Barsch wenn mit Hechten zu rechnen ist :) Bisher sieht das Flexonit auch nach ein paar Hängern immer noch sehr gut aus. Möglicherweise ist das ja etwas robuster als die üblichen Stahlvorfächer? Es ist ja auch letztendlich teurer.

Wenn sich meine Daiwa Prorex Rolle in 7 Kilo dem Ende neigt werde ich mal ein 7x7 Titanvorfach kaufen und testen. Dann kann ich mir ja immer noch überlegen ob ich auf das Titanium umsteige. :)

Ach ja, ich habe jetzt gestern mal einen No Knot ausprobiert. Ist ja schon fein das ganze Aber irgendwie gefällt es mir persönlich nicht so, da die Schnur zum auswerfen so lang bleibt.

Bisher habe ich es immer so gemacht:
Geflochtene Schnur in 12 Kg Tragkraft (Daiwa Tournament Evo in 0,16), da dran ist per verbessertem Albright ein 9 Kilo FC in 0,35 angeknotet mit einer Länge von ca. 60 cm.

An dieses FC wird am Ende bei jedem Angeltag dann entweder ein Snap für den Köder, oder eben das Stahlvorfach per Wirbel angeknotet. Hat für mich den Vorteil, dass die Sollbruchstelle meistens bei dem Knoten zum Stahlvorfach oder Snap liegt. Auch muss ich nur den Snap abschneiden und spare mir dadurch wieder geflochtene, weil ich nicht ständig irgendeine Schnur dranknote.

Ich denke mal als Allround Montage ist das schon ganz Ok.

@ToTi
ich bin leider meistens immer alleine am Gewässer und die wenigen Vereinsmitglieder, die nich dort treffe beschweren sich immer, dass sie nichts fangen.

Gut, ich muss aber auch den Angeldruck bedenken. An der Fulda selber habe ich jetzt mehr Fische gesehen, Sogar gestern eine springende Bachforelle. Erfolg hatte ich mit den üblichen Methoden bisher nicht. Vielleicht sollte ich doch mal Ansitzangeln mit Bienemade/Wurm probieren. Aber mir macht das GuFi Fischen gerade so viel Spaß und ich habe eine steile Lernkurve beim lösen von Hängern und verlieren von Ködern :dance:
Ich glaube ich werde mich wieder an den Vereinsteich wagen, dann aber mit Pose oder Dropshot.

Auch weil momentan die Mücken dort eine extreme Plage sind. Einmal kurz stehen geblieben und sofort schwirren unzählige penetrant um einen herum. Thermacell wäre eine Alternative, aber das ist mir dann doch etwas arg teuer. Autan hat bisher immer an der Fulda ganz gut funktioniert. Wobei ich letztens extrem zerstochen wurde. Das war der Blutzoll, den ich für meinen 24er Barsch zahlen durfte :D


@Gruni
Da hast du sicherlich Recht! Wie oben bereits erwähnt werde ich den Teich vorerst meiden. Dieser ist zwar recht groß (es sind zwei), aber hier gibt es leider keine Stege und die üblichen Spots wie Überhängende Bäume/Büsche habe ich bereits mehrfach mit Spoons, GuFis und Spinnern abgefischt.

Fische sind in jedem Fall drinne, aber die wollen nicht. Köderfische wären eine Alternative. Mais an die Pose und ab gehts. Aber nicht bei dem Mückenterror ;)

Leider gibt es bei uns Nähe Kassel, Melsungen nicht ganz so viele Gewässer die in gut erreichbarer Nähe liegen, bzw wo es überhaupt Gastkarten für gibt.
Ich bin ja schon froh, dass ich als Vereinsmitglied neben den beiden Teichen ja auch an 15 Km Fuldastrecke angeln darf. :)
An den Buga See in Kassel zu fahren wäre auch eine alternative, der Fischbestand soll sehr gut sein und mit Tiefen bis 7 Meter wäre das uch gut um mal Zander zu fangen. Aber: Der See verkrautet im Sommer immer extrem und nicht oft ist alles Blaualgenverseucht. :no:
Edersee wäre noch eine Alternative. Hier läppern sich die Kosten aber auch ganz gut, wenn man sich immer ein Boot mietet :D

Ansonsten gibts noch den Diemelsee und einige große Gewässer bei Göttingen. Aber Hand aufs Herz, wenn ich knapp eine Stunde fahren muss, dann ist das für mal ganz ok, aber nicht, wenn man oft auch mal für zwei, drei Stunden die Rute auswerfen möchte :)

In Nordhessen gibts halt nicht viel ;) Keine Gute Gastronomie, keine richtig tollen Fischgewässer, keine herzensguten und offenen Mitmenschen :clap: :D Nein Spaß beiseite. Wenn jemand hier um Kassel, Guxhagen und Melsungen noch ein Gewässer kennt, wo man auch mal Gastkarten erwerben kann, dann immer raus damit :)

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Re: Bin ich auf dem richtigen Weg?

Beitragvon rhinefisher » 28.06.2019 - 11:28

Hi!
Um mal deine Eingangsfrage zu beantworten: Du bist ganz sicher auf dem richtigen Weg.. :clap: !
DEUS LO VULT !