Kann es wirklich so krass sein?

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Kann es wirklich so krass sein?

Beitragvon Valestris » 04.02.2015 - 18:42

Moin moin zusammen,

Ich hab heute einen Eintrag gefunden der sich auf die Bestandsdichte der Welse in der Warnow bezieht. Kurz gesagt steht drin, dass es im Prinzip (wenn ich es richtig verstanden hab!) nur Welse bis ca 80cm und so ab 2m geben soll :shock:
Ich kann mir das aber eigentlich nicht vorstellen, die Jungs werden ja nicht von jetzt auf gleich 2m+ groß, wobei das geil wär :lol:
Hier mal das ganze als Zitat:
" an der Warnow haben sich schon so einige Leute die Zähne ausgebissen. Der Bestand an Wallern in Größen ab 80cm aufwärts ist marginal gering und wird vor allem von regionalen Anglern überschätzt. Es gibt recht viele Nachwuchswelse in Größen bis 60cm...da die dortigen Welse sich natürlich auch fortpflanzen und nur sehr wenige große Fische ab 1,8 - 2m Länge. Die wenigen großen Fische haben zum Teil ein sehr großes Revier ( 5-8km Flußlauf ) als Einzelfisch und ziehen ständig umher. Dadurch ist es schwierig sie zu lokalisieren und zu beangeln. Die kleinen dagegen fängt man fast überall. In der Warnow fehlt fast vollständig die mittlere Größe an Welsen, das lässt darauf schließen das der Welsbestand sich aufgrund fehlender geeigneter Nahrung letztlich selbst reguliert...soll heißen - wenn die Großen Fische merken das sie Nahrungskonkurenz durch eigenen Nachwuchs bekommen...wird dieser zum Mittagessen eingeladen ! Wenn du dort Wels fangen möchtest...musst du viel beobachten und Strecke machen - quasi den wenigen Fischen hinterher angeln !"

" In 25 - 35 Lebensjahren lernt ein Fisch in einem solch kleinen Gewässer so einiges kennen und wird entsprechend vorsichtig ! Der Fisch muss einen Fehler machen...sei es durch eine bestimmte Wetterlage / durch andere natürliche Einflüsse um deinen Köder zu nehmen. Waller sind extrem sensibel und bemerken recht schnell das etwas nicht stimmt...insbesondere die größeren. Mach dir mal Gedanken wie du einen Waller fangen möchtest...der bereits 200m bevor du an der Angelstelle angekommen bist, bemerkt hat das du da bist ( mooriger Boden an der Warnow ) ! Im übrigen...fast alle großen Fische der letzten 30ig Jahre wurden in der Warnow auf eher kleine Köder gefangen !"

Ich bin mal gespannt, was ihr so dazu meint. Ich persönlich kann es mir absolut nicht vorstellen, dass es so extrem sein kann, die mittleren Fische müssen da sein. 8)

LG
Achim
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Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 04.02.2015 - 18:59

Ist bei uns auch so.
Die kleinen bis 1m werden gefangen, die großen machen kurzen Prozess mit der Aal- und Zandermontur.
Die mittleren Größen fehlen in der Fangstatistik völlig.
Thomas (Admin bei Team Eichsfeld Angler)

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Beitragvon Valestris » 04.02.2015 - 19:30

Ok, ist also auch an andren Gewässern so. Hätte ich eigentlich nicht gedacht.
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Beitragvon Schimpi » 05.02.2015 - 9:18

Am Rhein auf "meiner" Strecke hatte ich bisher auch nur Kontakt mit Welsen, welche eher großen Kaulquappen ähneln, oder mit den Monstern, gegen die ich keine Chance hatte.

Ich habe auch das Gefühl, dass die Zwischengröße fehlt.
Vielleicht muss man aber auch nur irgendwie anders drauf angeln ?!?

Es wäre schon merkwürdig, wenn genau diese Altersgruppe fehlen würde. Da müsste ja irgendwas mit den Jahrgängen passiert sein. In fast ganz Deutschland. :shock:
Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!

P.S.: Diese Info wurde auf 100% recycelten Datensätzen geschrieben und ist nach der Löschung sämtlicher Buchstaben und Zahlen erneut verwendbar.

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Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 05.02.2015 - 10:14

Es schaffen aufgrund Kannibalismus halt nur relativ wenige dieses Größenfenster noch oben zu durchbrechen.
Nach dem Laichgeschäft ist natürlich der Hunger der Kapitalen sehr groß und deren kleineren Artgenossen sind dann ein willkommenes Fressen.

Und sind wir mal ehrlich, das ist auch genau die Küchengröße. Leider.

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Beitragvon Gerd » 05.02.2015 - 11:01

Schimpi hat geschrieben:Am Rhein auf "meiner" Strecke hatte ich bisher auch nur Kontakt mit Welsen, welche eher großen Kaulquappen ähneln, oder mit den Monstern, gegen die ich keine Chance hatte.



Das sind keine Kaulquappen, das sind Grundeln :lol:

Wie definiert ihr denn die Zwischengröße ?
Ich denke, die 'fehlende' Zwischengröße hat einen anderen Grund:

Die Quapp- Waller, die man bei Aalangeln als Beifang fängt -oder auch beim Spinfischen, haben eine Größe, in der sie sich noch gut mit dem verwendeten Gerät handlen lassen. Aber bereits ab einer Größe von 1,50 haben die Jungs bereits soviel Dampf, dass sie meistens mit diesem Tackle kurzen Prozess machen.

Schon entsteht die Mär vom Monster. Ob der verlorene Fisch nun 'nur' 1,50 Meter hatte oder 2 Meter ist nicht mehr feststellbar.

Ich hatte schon mehrere Welse bis rd 150 cm, die gingen auch mit dem Zandergerät noch recht sicher zu landen. Meinen bisher größten (irgendwas knapp Ü 180) hatte ich dann an ner richtig schweren Spinnrute und der hatte unglaublich viel Kraft, der hätte mir mein Zandergerät zerlegt, obwohl er nur rund 30 cm größer war als die Fische, die sicher gefangen wurden.

Ich denke, dass sich die Kraft im Bezug auf die Größe potenziert.
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Beitragvon Valestris » 05.02.2015 - 12:17

Also für mich liegt die Zwischengröße bei 1-1,6m so grob gesagt :D
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Beitragvon NachtFee » 05.02.2015 - 14:32

Hi,

also das sind bei uns auch genau die welche von den Kochtopfanglern mitgenommen werden. Da sie mit normalem Gerät noch zu landen sind.

Wenn dann noch soviele Weiße Kormorane am Wasser sind wie bei uns...
welche sich weder an Schonzeiten noch an Schonmaße halten...
dann wird es halt mal irgendwann weniger!

Bei den größeren >1,50m wird es bereits schwieriger!
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Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 05.02.2015 - 15:57

In vielen Gewässern kommt noch dazu, dass aufgrund schlechter Wetterbedingungen die Laichzeit nicht bzw. zu kurz stattfindet.
Möglicherweise hatten andere Räuber aber im gleichen Jahr gute Bedingungen
(Zander, Hecht, Barsch).
Dann fehlen ganze Jahrgänge.

Ich denke, dass es viele Gründe, auch die hier genannten, haben muss.
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Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 05.02.2015 - 16:42

Würde ich nicht sagen, durch die Erderwärmung laichen Waller in Deutschland teilweise sogar 2 mal. Wenn ihr mehr Waller wollt, müsst ihr also mehr Auto fahren :lol: . Ich denke, dass zu den Entnahmen dieser mittleren Burschen durch Angler auch noch der Kannibalismus kommt. Das Würde alles erklären.
Angeln :D

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Beitragvon rhinefisher » 06.02.2015 - 7:48

#Allround#Nachhaltig hat geschrieben:Würde ich nicht sagen, durch die Erderwärmung laichen Waller in Deutschland teilweise sogar 2 mal. Wenn ihr mehr Waller wollt, müsst ihr also mehr Auto fahren :lol: . Ich denke, dass zu den Entnahmen dieser mittleren Burschen durch Angler auch noch der Kannibalismus kommt. Das Würde alles erklären.


Woher stammt denn diese Weisheit? :D
DEUS LO VULT !

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Beitragvon Valestris » 06.02.2015 - 15:09

Also ich denk mal wenn unsere Waller hier gut sind, schaffen sie einmal im Jahr abzulaichen. Oft spielen halt die äußeren Faktoren nicht mit. Letztes Jahr wirds definitiv passiert sein, der Sommer und das Wasser waren schön warm.
Kannibalismus ist natürlich ne Möglichkeit aber Futterfisch ist eigentlich genug vorhanden und Konkurrenz in Form von Hechten und Co sind verschwindend gering geworden.
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Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 07.02.2015 - 16:53

Kannibalismus, wissenschaftlich erwiesen

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Doppelte Laichzeit ist Quatsch