Warum Setzkescherverbot?

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Kai S.
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Beitragvon Kai S. » 28.01.2011 - 21:23

andal hat geschrieben:Salz, nasse Stoffbeutel, Kühlboxen mit Eis, oder Kühlakkus, Kühlschränke in Vereinsheim, zwischendurch heimgehen, gleich auf den Grill... ist doch alles kein Problem. Der Viezehntageamstückdurchundurchkarpfenangler nimmt ja eh keinen Fisch mit. ;)


Wie sagte Robert Arlinghaus so schön, öffne mal bei 30 Grad Deine Kühlbox (die hatte der Staatsanwalt bei uns auch als Grund genannt warum er den Setzkescher verfolgen würde wenn er ohne offiziell triftigen Grund genutzt wird) alle 5 -10 Minuten um da Fisch rein zu legen und das über 4 Stunden. Dann nochmal 1 Stunde Fahrt im aufgeheizten Auto. Will man die dann echt noch essen? Und zwischendurch ins Vereinsheim gehen das 15km oder mehr entfernt ist und sicher auch nicht geöffnet, das geht auch nicht wirklich.

Und die Zeiten sind noch sehr gnädig gewählt. Normal läuft es doch eher so:

Morgens um kurz nach 4 Uhr los, 5:15 Uhr am Treffpunkt, melden, klönen, dann losen und zum Wasser wo man um 6 Uhr frühstens ankommt. 2 Stunden aufbauen, dann 4 Stunden fischen. Bis man abgebaut hat und bei 35 Grad in der Mittagshitze alles beim Auto hat wieder 1 Stunde um. Dann noch im heißen Auto zum Treffpunkt und dort wiegen lassen. Meist werden die dann vor Ort verwertet, aber die Akkus haben schon lange schlapp gemacht durch das öffnen. Will man die aber selber mitnehmen, dann kommen noch so 1 1/2 bis 2 Stunden mit Essen, ect. dazu und die Heimfahrt. Um 16 Uhr etwas ist man Zuhause.

Der erste Fisch ist dann aber schon seit 8 Stunden tot und durch das ganze auf und zu bei der Hitze ist die Kühlleistung schon lange weg. Mit dem Setzkescher hätte man schon mal 4 Stunden frischeren Fisch und kein dauerndes auf und zu der Kühlbox, also eine bessere Kühlung.

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Beitragvon Cactus » 29.01.2011 - 10:10

Hallo,

wenn der Setzkescher entsprechend ist (Textilsetzkescher, gross genug usw.) sehe ich keinen Grund, keinen zu verwenden. Ist auch in Österreich lt. Gesetz nicht verboten. Dass manche Fischereirechtsbesitzer trotzdem einen verbieten, hängt oft mit speziellen Voraussetzungen des Fischereigewässers zusammen oder mit der Tatsache, dass an vielen Gewässern ein Verbot besteht (aus gutem Grund), im Rahmen der erlaubten Höchstentnahmemenge später kleinere gegen grössere - später gefangene-
Fische auszutauschen. Dieser Unsitte will man dann mit einem Kescherverbot entgegensteuern.

Grüsse
Heinz
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Beitragvon Smirfknift » 29.01.2011 - 11:27

Wenn Setzkescher, dann sollte er doch groß und geräumig genug sein und das sind die meisten aber leider nicht. Wenn ich schon, aus welchen Gründen auch immer, einen Fisch hältern "muß", dann nehme ich einen Karpfensack, das ist meiner Meinung nach die beste Lösung. Ich habe z.B. am Neckar schon genug Angler gesehn, die trotz Verbotes einen Setzkescher aus Drahtgeflecht verwenden. Bei jedem Schiff, das vorbeikommt werden durch die Wellen die Fische durcheinander geworfen, an die Kescherwand gedrückt usw. Dementsprechend sehen sie dann auch aus und gehen jämmerlich ein...muß DAS denn sein? Ich finde, es ist schon in Ordnung, wenn man das evtl. gewässerabhängig macht, die gleichen Möglichkeiten sollte es bei Catch & Release geben, warum soll ich einen 20kg-Karpfen abschlagen, wenn ich eigentlich ein 2kg-Exemplar für den Grill wollte?
Leider gibt es auch genug Angler, die Fische, die für den Setzkescher-Einsatz nicht geeignet sind, immer wieder dort hältern, aber nach einem halben Tag die dann toten Fische wieder im Wasser entsorgen...wie bei allen Fragen des täglichen Anglerlebens wieder so ne Gratwanderung.
Beim Angeln geht es nicht um Leben oder Tod, es geht um Wichtigeres!

Kai S.
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Beitragvon Kai S. » 30.01.2011 - 0:57

Also von einem Setzkescher reden wir doch eh erst ab min. 3,5m Länge und 40cm Durchmesser, wobei bei uns 50cm Durchmesser vorgeschrieben sind und ich auch 4m bevorzuge (weil alles drüber zu teuer wird im Verhältnis). Grob kann man sagen wenn erlaubt dann normal 3,5m und 50cm als Minimum.

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Beitragvon rhinefisher » 30.01.2011 - 16:01

Solche Methoden wie von Catus beschrieben, oder Drahtsetzkescher gehen garnicht.
Ab 3m und 50cm finde ich in Strömungsarmen Bereichen absolut OK.
Petri
DEUS LO VULT !

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Beitragvon bobbl » 30.01.2011 - 16:22

Ich finde, dass ein geräumiger und gut gestreckt ausgelegter Setzkescher durchaus erlaubt sein sollte. Mir ist so noch kein einziger Fisch während dem Hältern verendet.
[b]lg

[i]bobbl

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Beitragvon Diox » 30.01.2011 - 18:57

Naja ich denke das Andal wirklich gute Methoden genannt hat, wenn ich beim Fliegenfischen bin schlepp ich auch keine Gefriertruhe mit. Stoffbeutel nass machen, Fisch rein, beides in ne Plastiktüte und durch das verdampfende Wasser hast du nen Kühlschrank.

Schlecht ist mri auch noch kein Fisch geworden den ich in ner Kühlbox mit Akkus hatte auch wenn er mal 12 Stunden drin war.

Setzkescher.. ich bin auch kein absolter Feind der Dinger. Groß und stabil genug dann ist es ok aber dann sollten die Fische danach auch mitgenommen werden. Ansonsten hat man schnell welche Mit verletzter Schleimhaut im Gewässer.
Im Moment suche ich einen Programmierer der mit bei einem Projekt helfen würde! HTML und CSS gefragt! Jave Vorteilhaft!

Ansonsten Bla Blub

http://fliegenfischen.blog.de/