Hasenjagd!

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Kai S.
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Beitragvon Kai S. » 11.11.2009 - 22:37

FangNix hat geschrieben:Nein, es geht mir um das Erlegen von Eichhörnchen, was ich nicht nachvollziehen kann.
Ist eine Kugel nicht teurer als das Fleisch welches verwertet wird?


Du vergisst auch noch das Fell. Allein was ein Squirrel Schwanz im FliFi Zubehör kostet dürfte da doch eine ganze Menge Kugeln bringen (auch schon bevor er den Preis nannte). Dazu gibt es aber ja noch den Rest vom Fell.

Ich finde Eichhörnchen süß und niedlich. Die zu essen oder zu jagen kann ich mir so auch nicht vorstellen weil ich sie auch nicht als Plage ansehe. Wären sie aber ein Problem, dann würde es anders aussehen. Eine zahme Hausratte ist ja auch niedlich, eine wilde in einer Gruppe dann nicht. :D

Sehe also auch nicht so das Problem mit der Jagd. Ja wenn es ein geschütztes Tier wie der Kormoran wäre, dann könnte ich es nachvollziehen. ;)

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Beitragvon achimx » 11.11.2009 - 23:31

Naja, vielleicht sollte man bei den Jägern auch Catch and release einführen, was sich sicherlich als schwieriges Unterfangen herausstellen könnte...
Finde es durchaus Interessant, dass man aus Eichhörnchen auch was machen kann... wenn die Viecher allerdings so gross sind wie chip und chap aus den Micky Maus Filmen meiner Tochter, musst du da bestimmt ein paar mehr erlegen, oder Hogy 8) .

Das mit den Schlangen hab ich allerdings auch schon mal gehört . In einer Simpsons - Folge :) :)

Edit : Sorry, dieser Post ist auf die erste Seite dieses Threats bezogen, habe die folgenden Seiten glattweg übersehen. Von daher ist vielleicht etwas "aus dem Zusammenhang gerissen"
Gruss,

Micha

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Beitragvon Taxler » 11.11.2009 - 23:41

Zum besseren Verständnis der Verwertmöglichkeit der Squirrels:

Dazu ein Link zu dem von Hogy genannten "Gumbo":

http://www.blinker.de/forum/viewtopic.p ... ight=gumbo
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon achimx » 11.11.2009 - 23:48

Hmmmm... ZU dem Link von Taxler und dem darin enthaltenen Rezept hätte ich noch eine Frage an Hogy :
Da steht was von einem schweren, gusseisernen Topf. Ist das ein muss oder geht das auch mit einem normalen Topf?
Sieht echt lecker aus, ich such schon mal mein altes Luftgewehr raus und nehm Nachbars Eiche unter Feuer ;-)
Gruss,



Micha



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Beitragvon Raubfischer92 » 11.11.2009 - 23:56

Ich war ja letztes Jahr auch in den USA, und bin dort mit nem Kumpel auch ein paar mal jagen gewesen!
Unter anderem auch auf Eichhörnchen.
Ich bin zwar selbst nicht dazu gekommen mal eins zu probieren, weil es wirklich echt schwer ist so ein Eichhörnchen zu treffen, wenn das durch die Bäume rennt, aber Connor meinte die schmecken super.
Und so viel kleiner wie ein Kaninchen sind die zum Teil auch nicht, kann man also schon sinnvoll verwerten...
LG
Moritz
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Beitragvon Hogy » 12.11.2009 - 1:21

achimx hat geschrieben:Hmmmm... ZU dem Link von Taxler und dem darin enthaltenen Rezept hätte ich noch eine Frage an Hogy :
Da steht was von einem schweren, gusseisernen Topf. Ist das ein muss oder geht das auch mit einem normalen Topf?
Sieht echt lecker aus, ich such schon mal mein altes Luftgewehr raus und nehm Nachbars Eiche unter Feuer ;-)



Hallo Achim, das geht auch mit einem "normalen" Topf. Traditionell wird Gumbo in grossen Mengen gekocht und oft auch draussen ueber offenem Feuer oder Gasflamme. Da verteilt und haelt sich die Hitze im schweren Topf besser. Der Roux wird auch irgendwie besser im Eisentopf, aber machbar ist das auch mit anderem Geraet.




Raubfischer92 hat geschrieben:Ich bin zwar selbst nicht dazu gekommen mal eins zu probieren, weil es wirklich echt schwer ist so ein Eichhörnchen zu treffen, wenn das durch die Bäume rennt, [...]
Moritz



Hut ab vor den Kollegen, die mit Pfeil und Bogen Squirrel jagen. Das ist die hohe Kunst.

Gruss, Hogy



Uebrigens, falls sich jemand wirklich fuer Louisiana Cuisine interessiert, hier noch etwas Spam (wiewohl ich in keinster Weise profitiere):

Chef John Folse's After The Hunt, 850 Seiten phantastischer Rezepte und Bilder. Wo sonst findet man Anleitungen fuer Pan Fried Squirrel Brains, Cranberry Brazed Raccoon, Mississippi River Beaver Roast und Crabmeat Stuffed Frog Legs?


http://www.amazon.com/After-Hunt-Louisi ... 830&sr=1-1

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Beitragvon rhinefisher » 12.11.2009 - 6:58

Hi! Ich bin erschüttert; der böse Ami schießt diese putzigen Eichhörnchen... :shock: .
Die sollten es mal besser so machen, wie wir zivilisierten Europäer das handhaben; zig Millionen winziger Singvögel zu frittierten Snaks machen.
Da lernt man auch Schießen; so ne winzige Meise ist mir ner 20er Flinte nur schwer zu treffen... .
Tino, mal ganz erhrlich, das war nicht so toll... .
Petri

Übrigens; KK Munition kostet bei uns auch nicht die Welt... .
Ach, und Sqirrel schmeckt gut.
DEUS LO VULT !

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Beitragvon FangNix » 12.11.2009 - 14:15

In diesem Thread wird das klassische amerikanische Klischee bedient.
Wie man lesen konnte, kann sich jeder der alt genug ist also eine Lizenz zum Jagen kaufen.
Oder es gibt einen Crashkurs und man ist somit berechtigt Tiere zu jagen.
Wie waidgerecht dort dann gejagt wird, kann ich natürlich nicht beurteilen und möchte es mir auch nicht vorstellen.
Ich bin froh das es in Deutschland anders ist.
Wie mit Waffen und der Natur in den USA umgegangen wird, ist ja auch allgemein bekannt.
Die USA ist ja weltweiter Marktführer in Sachen Umwelt und Naturschutz!
In der Vergangenheit konnte ich feststellen, das die US Armee mit Waffen und Munition anders umgehen wie wir. Da werden die Magazine vollgemacht, und es wird sinnlos herumgeballert.
Das Foto was hier zur Verfügung gestellt wurde, beweist ebenfalls wie einfach mit Waffen umgegangen wird. Eine viel zu junge Person mit einer Waffe und einem erlegten „Eichhörnchen“.
Nur weil es legal ist diese Tiere zu jagen muss man es ja nicht tun.
Hier bei uns ist es auch legal, Laichdorsche zu angeln. Nur werde ich mich an solch einer Angelei nicht beteiligen, nur um in einem Fachmagazin in einer Tabelle an erster Stelle zu stehen. Sowas ist für mich nicht nachvollziehbar.
Abschließend kann ich nur noch mal betonen:
Meine Meinung ist, das die Jagd auf solch kleine Tiere nicht sinnvoll ist.
Aber wenn es in den USA schon Restaurants gibt, die das Motto „You Kill it, we grill it“ haben, muss natürlich auch für Nachschub gesorgt werden.

@rhinegreifer
das tut mir leid, das du glaubst dass das nicht toll war.
Gast

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Beitragvon achimx » 12.11.2009 - 14:58

Naja... Eigentlich wollte ich etwas ausführliches zu Fangnix Äusserungen schreiben, bin mir aber nicht sicher, ob es das wert ist...
Gruss,



Micha



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Beitragvon Gerd » 12.11.2009 - 16:27

Auf der einen Seite wird über die "Deutsche Gründlichkeit" gemeckert, auf der anderen Seite die amerikanische "Leichtigkeit" verteufelt ? Wie ist es denn hier in Deutschland ?

Wenn ich mir so die Fischereiprüfung anschaue, dann frage ich mich, ob der Jagdschein genau so einfach zu erhalten ist. Na gut, man muss einen Kurs belegen und eine Prüfung bestehen, das war es dann aber auch schon. Im Endeffekt ist es dann doch nicht anders als in Amiland - nur etwas bürokratischer und teurer.
Humor ist der Knopf der verhindert, daß einem der Kragen platzt

*Joachim Ringelnatz*

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Beitragvon Madgraf » 12.11.2009 - 16:31

Ich finde die Regelung in Amerika in Ordnung, man muss sich nur mal überlegen was für ein riesiges Land das ist. In Deutschland diese Regel einzuführen hätte keinen Sinn. Man stelle sich nur mal vor jeder dürfe Jagen und Angeln.
1. Fischbestand und Wildbestand kaum noch erwähnenswert
2. Hier im Odenwald oder in anderen waldreichen Gebieten muss man dann aufpassen beim spazierengehen nicht übern Haufen geeschossen zu werden ;)

Also für beide Länder net das Optimum, aber ein guter Mittelweg :)
Die Menge der Tage im Leben kann man nicht ändern, aber die Mengen an Leben pro Tag.

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Beitragvon Barschkönig » 12.11.2009 - 16:31

Ich habe ein Jahr in den USA gelebt und bin in Virginia, Pennsylvania und West Virginia jagen gewesen. Das amerikanische Grauhörnchen muss vielerorts bejagt werden und wird in den USA deswegen dem jagdbaren Kleinwild zugerechnet, weil - wie bei uns auch - die natürlichen Fressfeinde stark zurückgegangen sind und es zu einer Überpopulation kommt. Deswegen finde ich es nur sehr konsequent, die erlegten Tiere auch einer sinnvollen Verwertung zuzuführen. Und so ein Gumbo ist eine sehr sinnvolle Verwertung.
Natürlich kann man trefflich über das amerikanische Jagd- und Waffenrecht streiten; auch ich habe dort Menschen getroffen, denen ich nicht einmal einen Stock anvertrauen würde und die im Umgang mit der Kreatur versagt haben. Aber der Waffenbesitz hat in den USA einen ganz anderen Stellenwert als in Europa und ist Ausdruck eines besonderen Freiheitsverständnisses, welches Teil der amerikanischen Kultur ist. Ich empfinde es immer als arrogant, wenn man die eigene Wertevorstellung, Moral und Ethik, die im eigenen Kulturkreis ja durchaus ihre Berechtigung hat, auf einen anderen Kulturkreis projeziert und diesen dann für seine Unterschiede kritisiert oder gar angreift.

Übrigens: Das amerikanische Grauhörnchen ist z.B. in England und in Teilen des europäischen Festlandes bereits eingeschleppt worden. Dort verdrängt es das uns bekannte rote Eichhörnchen. Eine Bejagung der Grauhörnchen macht also auch in Europa Sinn, um die eigene Artenvielfalt zu erhalten. Ähnliches gilt für Marderhunde und Waschbären.
Erst wenn die letze Ölplattform versenkt ist, wenn die letzte Tankstelle geschlossen wurde, dann werdet ihr feststellen, dass man nachts um zwei bei Greenpeace kein Bier kaufen kann!

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Beitragvon Hogy » 12.11.2009 - 16:39

achimx hat geschrieben:Naja... Eigentlich wollte ich etwas ausführliches zu Fangnix Äusserungen schreiben, bin mir aber nicht sicher, ob es das wert ist...


Nein, das bringt, glaub ich, nichts. Da sitzen die Vorurteile fest und sind von Wissen um die tatsaechlichen Verhaeltnisse nicht beeintraechtigt.

FangNix muss ja nicht in USA leben und ich nicht in Deutschland. Da koennen wir beide froh sein.

Im Nachhinein entschuldige ich mich dafuer, dieses Thema aufgebracht zu haben. Mir waren die Sensibilitaeten nicht bewusst.

So, ich geh jetzt mal ein paar Tage zum Angeln.
Wenn mir keiner ein Loch ins Kayak schiesst (Entensaison!), bin ich dann naechste Woche wieder zurueck.


Gruss, Hogy

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Beitragvon achimx » 12.11.2009 - 16:40

Ich empfinde es immer als arrogant, wenn man die eigene Wertevorstellung, Moral und Ethik, die im eigenen Kulturkreis ja durchaus ihre Berechtigung hat, auf einen anderen Kulturkreis projeziert und diesen dann für seine Unterschiede kritisiert oder gar angreift.

Sehr schön gesagt, dass sollten sich manche so circa fünfzig mal durchlesen und dann noch mal ne Karre voll beidseitiger Toleranz inhalieren....
Gruss,



Micha



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Beitragvon achimx » 12.11.2009 - 16:47

@Hogy....
Im Nachhinein entschuldige ich mich dafuer, dieses Thema aufgebracht zu haben. Mir waren die Sensibilitaeten nicht bewusst.

Also, ich seh da kein Problem drin. und man kann nicht bei jedem Thema auf alle Nichtigkeiten achten... Aus einem ganz normalen Threat eine derartige Verteufelung zu machen, ist eine Kunst für sich. Schliesslich hast du eindeutig erläutert, was du mit den Squirrels so anstellst, was mir durchaus das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.
"""Hallo an alle. Gibt's unter euch welche, die neben dem Angeln auch gelegentlich Kleingetier jagen?"

Frage eindeutig, Antworten eigentlich nicht weiter schwer.... Schade was draus geworden ist.
Ich für meinen Teil weigere mich, das Bild des Amerikaners so zu sehen wie es manche hier anscheinend tun. auch, weil ich selber die USA noch nie besucht habe und mir so keine Meinung dazu bilden kann, ob es da nun wirklich so ist oder doch ganz anders....
Gruss,



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