Anfangen mit FLIEGENFISCHEN - was muss ich beachten??


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Joxy
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Anfangen mit FLIEGENFISCHEN - was muss ich beachten??

Beitragvon Joxy » 04.01.2013 - 16:20

Hallo Angler,
ich möchte mit der ,,Königsdisziplin´Z ,wie sie viele nennen ;) , anfangen-dem Fliegenfischen.
Jetzt wollte ich fragen:
Was für Material brauche ich um in Flüssen und Seen erfolgreich zu angeln, z.B. Forellen??

Und was brauche ich um im Sommer in der Ostsee etwas zu fangen?

Weiß jemand wo ich nördlich von Hamburg gut mit der Fliege fischen kann? -Am liebsten Forellen.

Vielen Dank schonmal,
Joxy:D

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Beitragvon Raubfisch-Fan » 04.01.2013 - 17:33

An Material zum Fliegenfischen brauchst du grundsätzlich:
- Rute, Rolle und Schnur (auch Backing) in der passenden Klasse
- Vorfächer und spezielle Verbindungs-Schlaufen, wenn du nicht knoten willst
- Fliegen ;)

Alles Andere wie Watkescher, Hakenlöser, Schnurclip, Bissanzeiger oder Schwimmhilfen hat man entweder schon oder man holt es sich zusätzlich. Zum Fliegenfischen in der Ostsee sind Wathosen, egal ob einteilig oder zweiteilig, von Vorteil und ein Watstock gibt zusätzliche Sicherheit.
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Beitragvon mikesch » 04.01.2013 - 18:31

Raubfisch-Fan hat geschrieben:... Zum Fliegenfischen in der Ostsee sind Wathosen, egal ob einteilig oder zweiteilig, von Vorteil ...
Was verstehst du unter zweiteiligen Wathosen?
Oder meinst du Wathosen mit angeschweißten Stiefeln bzw. Füßlinge mit Watschuhen?
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Gruß
Michael

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Beitragvon Raubfisch-Fan » 04.01.2013 - 22:29

mikesch hat geschrieben:
Raubfisch-Fan hat geschrieben:... Zum Fliegenfischen in der Ostsee sind Wathosen, egal ob einteilig oder zweiteilig, von Vorteil ...
Was verstehst du unter zweiteiligen Wathosen?
Oder meinst du Wathosen mit angeschweißten Stiefeln bzw. Füßlinge mit Watschuhen?


Hast recht. Hab ich ein bisschen komisch ausgedrückt, aber das mein ich :D.
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Beitragvon Küsten-Kind » 06.01.2013 - 16:55

Moin Moin!
Zum fischen in der Ostsee würde ich auch noch einen Schnurkorb verwenden. Das vereinfacht die Sache ungemein.
Außerdem sind Wathosen an den meisten Stellen absolut notwendig, weil man sonst nicht genug Platz für den Rückwurf hat, oder den interessanten Bereich gar nicht erst erreicht.

Der Zugang zu klassischen Forellen oder Äschengewässern hier im Norden ist begrenzt. Leider. Die Dänen haben einige passable Auen, für die man auch Tageskarten bekommen kann. Meistens auch gar nicht teuer (um 20€).
Ansonsten bleibt der Forellensee. Da ich die Küste bevorzuge habe ich aber bei den Forellenseen keine Erfahrung.

Beim Gerät muss mann noch über die Schnurklasse diskutieren. Die Schnurklasse gibt an, wieviel Wurfgewicht eine Fliegenrute hat und dementsprechend wie kräftig sie ausfällt.
An einem kleinen Fließgewässer fischt man eher fein, also mit ruten der Klasse 3-5. Vielleicht auch mal 6.
An der Küste verwende ich eine Rute der Klasse 8 (für große Fliegen und wenn der Wind mal etwas stört) oder eine Rute der Klasse 6. Die 6er nehm ich zum Beispiel gerne im Herbst (der Wind ist ablandig und die Fliegen sind klein).
Eine Rute Klasse 8 (#8 ) eignet sich darüber hinaus perfekt fürs Hechtfischen. Und das macht Spaß... Außerdem findet man im Norden zahlreiche Seen mit Booten und gutem Hechtbestand.

Grüße aus Kiel

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Beitragvon Diox » 07.01.2013 - 20:00

Moin,

du hast ja schon in meinem Blog etwas gelesen, gerade was Ausrüstung angeht hab ich dort ja vieles aufgezählt.

Was die Frage angeht welches Gerät für Flüsse und Küste... das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich bin kein Küstenfischer aber eines wäre für mich klar.
Ich würde wohl nicht mit dem selben Gerät im Fluss auf Forelle fischen wie in der See.

Im Fluss auf Forelle, würde ich je nach Gewässer und zu erwartenden Fischen und Gegebenheiten eine 4er bis 6er Rute wählen mit einer normalen Schwimmschnur.
An der Küste würde ich aber dafür mit schweren Gerät arbeiten, muss nicht viel schwerer sein aber ein Schusskopf um auf Weite zu kommen ist absolut Empfehlenswert auch würde ich keine rein schwimmende Schnur empfehlen.

Was ich noch immer empfehlen kann ist ein Kurz um das Werfen zu erlernen. Fehler die man am Anfang macht, brennen sich ein und man bekommt sie schwer wieder raus. Ein weiterer Grund ist das viele es wieder aufgeben weil sie am Anfang alleine nicht klar kommen. Ist also eine gute Investition.
Im Moment suche ich einen Programmierer der mit bei einem Projekt helfen würde! HTML und CSS gefragt! Jave Vorteilhaft!

Ansonsten Bla Blub

http://fliegenfischen.blog.de/

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Beitragvon Küsten-Kind » 12.01.2013 - 21:10

Ich würde wohl nicht mit dem selben Gerät im Fluss auf Forelle fischen wie in der See.


Ach, in der See fängt man auch nicht nur Riesen. Mit einer Rute Klasse 6 kommt man super zurrecht. Das Hauptproblem sind nicht die Fische, sondern die äußeren Bedingungen (Wind, nötige Wurfdistance etc.). Die lassen sich aber, mit etwas Erfahrung, über die Platzwahl (die etwa 70% des Fangerfolges ausmacht) steuern. Also mit ner 6er Rute wird man auch was an der Küste. Forellen zwischen 40 und 50 machen mit dem leichten Gerät eh mehr Spaß...

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Beitragvon Cactus » 14.01.2013 - 10:19

Hallo,

nur am Rande - nicht alle Süsswasserruten und Rollen sind für das Salzwasser geeignet. Wenn man wirklich überall mit einer Rute und Rolle fischen will, dann sollte man darauf schon beim Kauf achten.
Salzwassergeignete Ausrüstung geht natürlich immer auch im Süsswasser.

Grüsse
Heinz
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Beitragvon Küsten-Kind » 14.01.2013 - 14:56

Klar, das stimmt natürlich, und um das noch weiter zu ergänzen: Nicht alle Ausrüstungsteile, die als salzwassergeignet deklariert sind, sind es dann auch tatsächlich... :/
Die übliche und konsequente Pflege das Materials ist hierbei der entscheidene Punkt!

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Beitragvon erbsedd » 06.03.2013 - 20:01

Meine ersten Erfahrungen beim Fliegenfischen habe ich bei einem Lehrgang für Anfänger gemacht. Meine erste Rute/Rolle etc. hatte ich mir auf einer Messe gekauft. Der Verkäufer war wahrscheinlich froh diesen Ladenhüter loszuwerden. Ich empfehle daher, dass gesamte Material wirklich bei einem Profi für`s Fliegenfischen zu kaufen.
Für meinen Sohn hat dieses "Verkaufsgespräch" nahezu 5 Stunden gedauert. Die Rute soll schon zu einem passen. Ich beschreibe dies immer wie bei Harry Potter und seinem Zauberstab. Der Zauberstab sucht sich seinen Träger nicht umgekehrt. Die falsche Rute und man(n)/frau gibt nach kurzer Zeit frustriet auf. Mein Sohn (damals 10 Jahre) hat 6 verschiedene Ruten und Schnüre ausprobiert, bis er das richtige hatte. Also nicht kaufen und losgehen, dass macht nicht glücklich. Sondern erst mal die Technik im Anfangsstadium versuchen zu beherrschen und verschiedenes Equipment beim Händler der Wahl ausprobieren. Empfehlen kann ich hierbei: http://www.fliegenfischeratelier.de/
Siggi und seine Frau sind echte Profis.

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