Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon Dreamworker » 18.07.2019 - 19:08

Hier mal ein Feedback von mir: Habe den Insektenlarven-und-so-Futtermix erfolgreich ausprobiert! Habe mit Mehlwurm/Madekombi geangelt und am Haar hatte ich noch eine Maiskette.

Mein erster Fisch war eine Karausche, der zweite eine schöne Rotfeder! Da ich über meiner Senke auch ein Futterkörbchen benutze, stopfe ich das auch mit demselben Futter voll. Das Ergebnis sind immer gute Senken mit Gründlingen und Weißfischchen genau in der richtigen Größe...

Ich gebe dem Futter noch Maden und kleine Mehlwürmer hinzu, dann hat man schon einen kleinen Schwarm auf dem Netz...
Als Tip für Gewässer mit Strömung: Mehrere Futterkörbchen oder - spiralen besorgen. Zuhause das Futter hineinpressen, es in Frischhaltefolie einwickeln und einfrieren. Beim nächsten Angeln die Teile tiefgefroren auswerfen. So lockt das Futter über einen längeren Zeitraum Fische an und löst sich nicht schon zwischen Oberfläche und Grund auf. Als Streckmittel verwende ich noch etwas Paniermehl und Karpfen-Grundfutter.

Für einen Teig verwendet man feingemahlene Insektenlarven-und-so, Eiweiß-und Volleipulver, dazu etwas Honig.
Gut mit etwas Wasser durchkneten, bis eine zähe Konsistenz erreicht ist. Das kann so an den Haken. Darauf kann jeder Friedfisch in jeder Größe beißen!

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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon ToTi » 20.07.2019 - 7:50

Hast du dein Futter mal im direkten Vergleich gefüttert?
Also links eine Rute mit deiner Futtermischung und rechts eine mit einer handelsüblichen Futtermischung. Ich denke nur so kann man eine wirklich realistische Aussage treffen, ob das eine besser, schlechter fängt oder es keinen Unterschied gibt.
Da ich auch selber gerne Feedere und selbst mit Futter herumexperimentiere würde ich gerne deine Erfahrung dazu hören bzw. lesen ;-)

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Leg dich nie mit Anglern an, wir kennen Orte, da findet dich niemand :D

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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon Dreamworker » 20.07.2019 - 13:18

ToTi hat geschrieben:Hast du dein Futter mal im direkten Vergleich gefüttert?
Also links eine Rute mit deiner Futtermischung und rechts eine mit einer handelsüblichen Futtermischung. Ich denke nur so kann man eine wirklich realistische Aussage treffen, ob das eine besser, schlechter fängt oder es keinen Unterschied gibt.
Da ich auch selber gerne Feedere und selbst mit Futter herumexperimentiere würde ich gerne deine Erfahrung dazu hören bzw. lesen ;-)

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Es ist wichtig, mit dem zu Feedern, was die Fische schon kennen! Bei uns gehören Bachflohkrebse dazu...
Egal, ob du mit denen, Maden oder Mehlwürmern angelst, sollten diese in welcher Form auch immer, im Futter enthalten sein! Funktioniert im Stillwasser genauso wie in Känälen und Flüssen, probier es doch mal aus!

So, ich muß jetzt Mittagessen vorbereiten, heut Nachmittag geht's bis Nachts irgendwann ans Wasser....

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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon Gerd » 20.07.2019 - 20:41

Dreamworker hat geschrieben:Zuhause das Futter hineinpressen, es in Frischhaltefolie einwickeln und einfrieren. Beim nächsten Angeln die Teile tiefgefroren auswerfen. So lockt das Futter über einen längeren Zeitraum Fische an und löst sich nicht schon zwischen Oberfläche und Grund auf.


Etwas Gefrorenes taut von außen nach innen auf, sprich Du hast nen Eisklumpen, der keine Verbindung zum Korb hat. Und was macht Eis? Es strebt zur Wasseroberfläche.

Dreamworker hat geschrieben:Es ist wichtig, mit dem zu Feedern, was die Fische schon kennen!


Leider wurde mir untersagt, nach Belegen für wildeTheorien zu fragen.
Meiner Meinung nach weiß ein Fisch nicht, was er gestern gefressen hat, diese Intelligenz besitzt er nicht.
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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon Zockerherz » 22.07.2019 - 10:46

Der Trick mit dem gefrorenen taucht mittlerweile immer öfter auf. Auf Instagram habe ich schon einige dieser Eisköder gesehen.
Klar schwimmt Eis oben, der Vorteil wäre aber, dass sich die Futterbrocken langsamer von der Hauptmasse lösen, ab einem gewissen Zeitpunkt sinkt dann der Rest auf den Grund.

Allerdings war auf dem Bild kein Futterkorb zu sehen, sondern ein Boilie am Haken, der in eine Mischung aus Mais und Co eingefroren war. Ich bin auch der Meinung, dass diese Art des Feederns gar nicht mal so schlecht ist und ausprobieren kann man vieles. Ja ich weiß Gerd, Never Change a Running System :) Aber wenn jemand Spaß am experimentieren hat (auch wenn das ganze noch so abwegig erscheint), dann ist es doch gut :)

Was das Futter angeht bin ich hier allerdings anderer Meinung, zumindest etwas gespalten. Man sagt ja immer, Raubfische spezialisieren sich auf die Beute, die in größeren Mengen im Gewässer vorkommt. Daher verschmähen sie oftmals Köder, die anders sind. Zumindest soweit die Theorie. :)
Ich kann mir trotzdem vorstellen, dass Fische eher etwas fressen, dass irgendwo in den Tiefen des Fischgehirns als "bekannt" abgespeichert wurde. Es sei denn der Hunger treibt es rein.

Aber ihr angelt länger als ich und ich finde eure Diskussionen (wenn sie denn sachlich bleiben) sehr interessant, da das zwei vollkommen gegensätzliche Ansätze sind (zumindest in meinen Augen :) )

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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon Gerd » 22.07.2019 - 14:07

Zockerherz hat geschrieben:Der Trick mit dem gefrorenen taucht mittlerweile immer öfter auf. Auf Instagram habe ich schon einige dieser Eisköder gesehen.
Klar schwimmt Eis oben, der Vorteil wäre aber, dass sich die Futterbrocken langsamer von der Hauptmasse lösen, ab einem gewissen Zeitpunkt sinkt dann der Rest auf den Grund.

Allerdings war auf dem Bild kein Futterkorb zu sehen, sondern ein Boilie am Haken, der in eine Mischung aus Mais und Co eingefroren war. Ich bin auch der Meinung, dass diese Art des Feederns gar nicht mal so schlecht ist und ausprobieren kann man vieles. Ja ich weiß Gerd, Never Change a Running System :) Aber wenn jemand Spaß am experimentieren hat (auch wenn das ganze noch so abwegig erscheint), dann ist es doch gut :)

Was das Futter angeht bin ich hier allerdings anderer Meinung, zumindest etwas gespalten. Man sagt ja immer, Raubfische spezialisieren sich auf die Beute, die in größeren Mengen im Gewässer vorkommt. Daher verschmähen sie oftmals Köder, die anders sind. Zumindest soweit die Theorie. :)
Ich kann mir trotzdem vorstellen, dass Fische eher etwas fressen, dass irgendwo in den Tiefen des Fischgehirns als "bekannt" abgespeichert wurde. Es sei denn der Hunger treibt es rein.

Aber ihr angelt länger als ich und ich finde eure Diskussionen (wenn sie denn sachlich bleiben) sehr interessant, da das zwei vollkommen gegensätzliche Ansätze sind (zumindest in meinen Augen :) )


Ein gefrorener Köder ist auch mit der Montage verbunden, d.h. er treibt in der Regel eine Vorfachlänge weit auf, wenn er dann komplett durchgetaut ist sinkt er diese eine Vorfachlänge weit ab. Wenn Du aber jetzt gefrorenes Futter hast, dann treibt das bis an die Oberfläche auf, selbst wenn es ne halbe Minute später aufgetaut ist und absinkt, dann ist es durch Wind und Strömungen meterweit vertrieben, der Lockeffekt ist hinüber, das Futter lockt dort wo kein Hakenköder ist, sofern sich nicht die Enten gütlich getan haben. Feederfischen findet nahezu ausschließlich am Gewässergrund statt, da ist ein Futter, welches in einer anderen Wassertiefe arbeitet absolut kontraproduktiv. Das hat auch nichts mit 'Never change a running System' zu tun, das ist einfach nur durch Erfahrung und etwas nachdenken zu erklären. Aber bitte - natürlich steht es Euch frei, aus Spaß zu expermientieren. In der knappen Angelzeit, die mir zur Verfügung steht, möchte ich lieber bestmöglich Fisch fangen und nicht Enten füttern.

Zur den Ködern: Du vergleichst da Äpfel mit Birnen. Sicherlich fangen zu gewissen Zeiten gewisse Köder, das liegt daran, dass sie nahezu immer die am leichtesten verfügbare Nahrung nehmen. Raubfische sind da aktiv auf der Jagd.
Die Zielfische beim Feederangeln sind in der Regel die Fischarten, die Ihre Nahrung vom Grund aufnehmen, die oftmals den Gewässergrund umrüsseln. Die Fressen das, was da vorkommt und fressbar ist /erscheint. Maden z.B. kommen sehr selten natürlich im Gewässer vor, trotzdem ein super Weißfischköder. Der viel verwendete Tauwurm rennt nachts in Kanada über die Wiesen, in dem von mir erreichbaren Altrheinabschnitt kann man damit wunderbar dicke Brassen fangen - die Fische kennen ihn nicht, er kommt im Gewässer nicht vor. Aber Fische können es sich nicht leisten, etwas was fressbar erscheint liegen zu lassen. Wenn die Friedfische derart selektieren könnten, dann würden sie ausschließlich Wasserinsekten und Zuckmückenlarven fressen.
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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon Zockerherz » 22.07.2019 - 15:20

Das ergibt auch wieder Sinn. Danke für die ausführliche Antwort. :)

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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon rhinefisher » 22.07.2019 - 16:21

Zockerherz hat geschrieben:Das ergibt auch wieder Sinn. Danke für die ausführliche Antwort. :)

Das verwundert jetzt nicht - war der Gerd doch mal Wettfischer, sollte vom Futter/Füttern also Kenntniß haben.. :shock: :D :shock: .
Das mit dem einfrieren von Lockfutter mache ich "schon immer" - das auftreiben verhindert man durch die zugabe von Kies.
Für den "normalen" Angler genügt im Grunde jedes beliebige Futter - es muß nur essbar sein.. :dance:
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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon Argail » 23.07.2019 - 8:07

rhinefisher hat geschrieben:
Zockerherz hat geschrieben: das auftreiben verhindert man durch die zugabe von Kies.
Für den "normalen" Angler genügt im Grunde jedes beliebige Futter - es muß nur essbar sein.. :dance:


Warum habe ich jetzt ein Bild vom Rhinefisher vor Augen wie er am Gewässer sitzt, Anfuttermittel mampft und den vorbeikommenden Kollegen mit vollem Mund anschnauzt "waff denn?Der Kief gibt den riftigen Chrunch!" :lol: :lol: :lol:
Scheißwetter ist Beißwetter!!! :D

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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon rhinefisher » 23.07.2019 - 8:32

Ja, genau - so läuft es fast immer... G) G)
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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon Zockerherz » 23.07.2019 - 13:12

:clap: Der war gut. :lol:

Und was bekommen die Fische zu essen, wenn der Angler alles für sich beansprucht? Oder funktioniert das getreu dem Motto eins für die Fischchen und eins für mich? ;)

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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon rhinefisher » 23.07.2019 - 13:33

Ich wiege bei 196cm 130kg - was glabt ihr wohl woher das kommt... :badgrin: :roll: :badgrin:
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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon Argail » 23.07.2019 - 14:29

rhinefisher hat geschrieben:Ich wiege bei 196cm 130kg - was glabt ihr wohl woher das kommt... :badgrin: :roll: :badgrin:


.....Schwanger?....... :D :D :D
Scheißwetter ist Beißwetter!!! :D

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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon Gerd » 25.07.2019 - 14:36

Argail hat geschrieben:
rhinefisher hat geschrieben:Ich wiege bei 196cm 130kg - was glabt ihr wohl woher das kommt... :badgrin: :roll: :badgrin:


.....Schwanger?....... :D :D :D

Abgenommen ? Futtert Dir Dein Hundchen alles weg ? :lol: :lol:
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Re: Insektenmehl- als Futterzusatz und Teig, unschlagbar?

Beitragvon rhinefisher » 25.07.2019 - 20:29

Irgendwie seid ihr pöse Purschen..... :badgrin: :clap: :badgrin:
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