Tief laufende Köder für Hecht?

  • Hallo zusammen


    ich möchte bei meinem alljährlichen Trip an den Bodensee endlich mal den Groß-Hechten auf die Schuppen rücken.
    Das befischte Gewässerprofil sieht folgendermaßen aus:


    - flache Uferkante, nach 50-100 Meter Entfernung zum Ufer erst 2 Meter Wasstiefe
    - dann steil (ca.45°) abfallende Kante auf ca 6-7 Meter
    - dann flacher abfallend auf 10-15 meter


    Angelt man zum Land hin, oder parrallel zur Kante, fängt man Hechte, die aber alle zwischen 50 und 60 cm groß sind. Diese stehen bei ca. 4-6 Metern Wassertiefe an der Kante.
    Ich vermute jetzt mal, dass die größeren Hechte vorgelagert dazu lauern, da sich auch der Hauptfutterfisch, die Renken/Felchen eher in 8-12 Meter tiefen Wasser aufhalten.


    Noch einige Angaben: Ich werde vom Boot aus Angeln, Schleppfischen ist nur mit Muskelkraft erlaubt; mit Köderfischen angeln ist nahezu unmöglich, da man nur Weißfisch aus dem Bodensee verwenden darf (und ich dort noch nie Weißfische gesehen habe)


    Ich dachte an vorrangig an Wobbler (Grandma?), die Köderfarbe sollte der eines Felchen recht nahe kommen. Kann man diese großen, schweren Wobbler halbwegs ermüdungsfrei und auch weit genug werfen? Oder doch eher/auch Gummifische?


    Welchen Ansatz/Köder würdet Ihr mir empfehlen, um gezielt auf größere Hechte in dem tieferen Wasser zu angeln? Ich habe dafür wohl auch noch nicht die richtige Geräte-Kombi, dachte am ehesten an eine Jerk-Rute mit Baitcaster Rolle. Was meint Ihr?


    Danke für Eure Ideen


    Robbe

  • Ich würde die 25 cm Relax GuFis schleppen mit einem mittelschweren Kopf. Die Teile lassen sich leicht in der Tiefe anbieten und haben schon bei geringem Tempo einen ausgezeichneten Lauf. Rapala Magnum Wobbler laufen auch gut bei der Tiefe, aber nur die sinkenden mit Metallschaufel. Der Deeptaildancer geht auch soweit runter und läuft erstklassig. Die große Castaic Forelle in sinkend geht nicht ganz so tief, aber für die steigt ein Hecht auch 2 Meter hoch :lol:

    Ich suche immer alte ABU Angelrollen, Kartons und Papiere sowie Werbematerial.
    Ich freue mich über Angebote aller Art per PN oder Mail. Danke

  • Hi Robbe, fische am chiemsee. Dort sieht das Gewässer ähnlich aus. Zu welcher Zeit fährst du denn an den Bodensee? Du musst bedenken das sich die Renken nicht dauerhaft in diesen Tiefen aufhalten. Vorallem in den Abendstunden steigen die Renken bis an die Oberfläche auf. Das heißt du kannst große Hechte auch im Freiwasser auch auf 1-2 m Tiefe fangen. Da der Bodensee auch ein klarer See ist. Steigen dir Hechte auch mal 4 m auf. Das heißt du kannst auf 2 m Schleppen und du kannst trotzdem Hechte auf 6m fangen. Hast du ein Echolot auf deinem Boot? Auf Großhechte fische ich eig. Hauptsächlich alles was groß ist. Angefangen von 20cm Aso oder Wikam Systemen - 40cm Megalodon Shads. Grandma und Jake von Musky Mania sind auch aufjedenfall mit in der Köderbox.
    Ich würde mir überlegen ob ich nicht Felchen am System schleppe.
    Desweiteren dachte ich du willst Schleppen? Warum fragst du dann ob man diese großen Wobbler ermüdungsfrei werfen kann?
    Bei der Rutenwahl kommt es auch drauf an ob du mit Sideplaner fischt oder nicht.
    Irgendwo hab ich gelesen das am Bodensee bis zu 4 Ruten pro Person erlaubt sind. Weiß ich aber nicht sicher. Am Chiemsee sind nur 2 erlaubt.
    Von einer Jerkcombo + Baitcaster würd ich abraten. Deswegen hab ich dieses jahr 2 größere Fische verloren. Die Ruten sind dafür einfach zukurz, du bekommst damit den anhieb nicht so gut durch, vorallem wenn der Hecht mit dem Köder von hinten kommt und auf dich zu kommt. Mit der Baitcaster kannst du auch nicht so schnell Schnureinholen, gerade in der Situation wenn der Fisch auf dich zukommt. Das wären schon ma Gründe für eine längere Rute. Ich dachte auch immer eine Bootsrute muss kurz sein, klar kommts dir beim Landen zugute, aber Anhieb und Drill sind mit mit ner 2,7m Rute doch etwas Praktischer. Weiterer Grund gegen die Baitcaster ist, das du deinen "Freilauf" nicht so hart einstellen kannst damit dir die großen Wobbler nicht die Schnur von der Rolle ziehen. Das würde heißen du müsstest deine Drillbremse weich einstellen und vor bzw kurz nach dem Anhieb nachstellen. Deswegen würd ich dir zu einer Stationärrolle mit Freilauf raten. Ich selbst fische die Penn Slammer LiveLiner 560L, als Rute würd ich dir entweder zu den ASO Schleppruten raten (etwas teurer) oder zu einer leichten Pilkrute zwischen 100-200 g oder so. Die Rute darf kein Besenstiel sein sondern braucht schon etwas Spitzenaktion. Bei weiteren Fragen kannste mir auch ne PM schicken.
    Beschäftige mich seid guten 5 Jahren mit dem selben Thema.
    Gruß Wurschtsepp

    "Es ist mir wirklich egal, wer Dein Vater ist - solange ich hier angle, läufst Du nicht übers Wasser..."

  • Danke erst mal für die Vorschläge


    Wurschtsepp: Am Bodensee sind nur 2 Ruten erlaubt; Schelppangeln ist wie gesagt nur mit Muskelkraft erlaubt, daher wird das nur mit "Rückenwind" Sinn machen. Also ist Werfen angesagt. Und ja, Felchen am System wäre toll, aber wie gesagt, nur Weißfische sind als Köderfisch erlaubt. Ich werde zum Start der Hechtsaison, am 15. Mai, dort sein. Da ist der Krautbewuchs noch gering, Gummifische wären also kein Problem.
    Das mit der längeren Rute ist ein guter Hinweis, das erspart mir den Kauf einer solchen. Ne leichte Wallerrute mit Spitzenaktion habe ich nämlich {ß*#
    Noch eine Frage: was nimmst Du als Landungshilfe für die Großen Hechte? Ich wollte mir mal einen großen gummierten Kescher zulegen, so was in der Art wie "Hammerkescher Bärenstark" von DAM.


    Ich hab mal ein bisschen gesucht und bin über folgenden Köder gestoplert: Spro BBZ – 1 Swimbait 8“. Laut den Angaben ist er "schnell sinkend" mit ca. 30 cm pro Sekunde. Hat jemand vielleich schon Erfahrungen mit dem Köder gemacht?

  • Okay, dann ist das genau so wie bei uns mit den Bestimmungen. Ich denke die großen Köder kannst du ruhig schleppen, mit einem gut laufenden Ruderboot dürfte das kein Problem darstellen.
    Darf hier auch nur ohne Motor schleppen.
    Du musst ja keine Geschwindigkeiten von 4 km/h oder mehr erreichen. 2-3 km/h reichen völlig aus um die Köder zum laufen zu animieren.
    Nimm dir doch Weißfische von deinem Hausgewässer mit an den Bodensee fürs System?
    Zur Landung, ich lande eigentlich alle Fische per Hand oder mit "the Solution". Das ist ein sogenanntes Hebenetz. Kannste dir in de Youtube Video mal anguggen. Echt super das Teil.


    http://www.youtube.com/watch?v=Of_M8Ivk_lU


    Zu dem Spro BBZ kann ich dir sagen das ich damit die größten erfolge beim werfen gemacht habe. Nur geschleppt kommt er mir etwas langweilig vor.

    "Es ist mir wirklich egal, wer Dein Vater ist - solange ich hier angle, läufst Du nicht übers Wasser..."

  • Zitat von Wurschtsepp


    Nimm dir doch Weißfische von deinem Hausgewässer mit an den Bodensee fürs System?


    Ne, es sind leider nur Weißfische aus dem Bodensee erlaubt, wohl wegen Einschleppung von Krankheiten. Ich bin bei ner Kontrolle (die beim Start der Hechtsaison 100%ig kommt) tatsächlich schon mal darauf angesprochen worden (da waren die Rotaugen aus nem kleinen, dem Bodensee angrenzenden Weiher)


    "Sessolution" sieht interessant aus, erinnert mich an Methoden, die zum Markieren von großen Fischen in der Forschung benutzt werden.



    @ ABU Freak: jaja, den Savage gear hatte ich mir auch angeschaut, aber ich bin ob des Preises etwas unentschlossen. Da ich sonst Zander, Barsch und Co mit dem Fish/Lip-Grip bzw. per Hand lande, würde ich den Kescher quasi nur einmal pro Jahr benutzen. Andererseits...wenn deswegen der Hecht des Lebens flöten geht... ?:-/

  • Guden Robert,
    in welcher Ecke gehste eigentlich fischen?
    Können wir ja mal beim nächsten Treffen hier am Rhein besprechen. Wir wollen auch Ende Mai an den Bodensee fahren. Würde mich interessieren.


    Gruß

    Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt.
    (frei übersetzt nach Aldous Huxley, 1894 - 1963)

  • Hallo zusammen


    ein kleiner Nachtrag zu diesem thread; auf Grund der diesjährigen Wetterverhältnisse war mein Plan völlig im Eimer. Die großen Hechte waren irgendwo und nirgendwo, auf jeden Fall aber nicht an meinem Haken. Was mich nicht davon abgehalten hat, die großen Köder zu testen. Heraus kam dann so was:



    Alle anderen Hechte waren nicht viel größer; wir haben in den 4 Tagen etwa 40 Hechte gefangen, wovon der größte allerdings nur knapp über 60 cm groß war. Spaß gemacht hat´s alle mal!










    Ach ja, die gab´s ja auch noch :D



    Jetzt heisst es für mich erst mal 20 neue Gewässer erforschen, hab heute schon mal den Karlsruhe Hafen gecheckt, aber vor der Sonne kapituliert (oder wars die volle Windel meiner Tocher? :D )


    Gruß
    Robbe

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