Bachforellen schlucken immer tief!!!

  • Hallo Leute,
    ich brauche eure Hilfe, weil die Bachforellen auf Grund zu tief schlucken:(
    Ich angele mit 15gr Birnenblei und 60cm Vorfach mit 8 Haken. ich hab Alles versucht dass die Bafos nicht zu tief schlucken: sehr kurzes Vorfach, Finger auf der Schnur aber es bringt nichts. Die Glöckchen melden nichts die feine Spitze bewegt sich gar nicht und auf der Schnur sind auch keine Zupfer oder Fluchtbewegungen zu spüren.
    Wie schaffe ich es, dass die Fische sich rechtzeitig auf sich aufmerksam machen??

  • Hallo jona!
    Welchen Köder benutzt du? Ich hatte die Erfahrung, dass besonders der kleinere Wurm sehr schnell geschluckt wird. Falls du mit diesen angelst, probier es mal mit größeren Ködern.
    LG Funfisher23

  • Forellen und Grundangeln passen nicht gut zusammen, wie auch Forelle und Naturköder generell eine heikle Sache ist.


    Wenn schon Naturköder, dann muss eine extra sensible Bissanzeige her, die auch schon anzeigt, wenn was am Köder knabbert, und nicht erst beim Run losgeht. Abgesehen vom eigenen Tastsinn in Kombination mit einer sensiblen Rute gibts da nur die Pose, und auch das hat so seine Tücken:
    Neulich wollte ich mich nach zwei perfekt gehakten Fischen auf Bienenmade schon selbst zum Ritter schlagen, und wurde ein wenig unvorsichtig: Ich warf ein Stück um eine Felskante herum, und ließ den Schwimmer auf mich zu treiben. Nur drei Sekunden lang hatte ich ihn nicht im Blick, und musste mich auf den Tastsinn verlassen, und diese drei Sekunden haben gereicht, um Forelle Nummer drei tief schlucken zu lassen.
    Deshalb: Wenn schon Naturköder, dann volle Aufmerksamkeit, Schnur immer gespannt, Rute ablegen ist sowieso tabu!


    Auch die Köder- und Hakengröße löst das Problem nicht wirklich, auch ein 4er Karpfenhaken wird oft geschluckt! Ob der Widerhaken angedrückt ist, spielt beim Hakenlösen kaum eine Rolle, die Forelle wird dabei so oder so verletzt. Wenn der Haken schon hinten im Schlund sitzt, ist es ratsamer, das Vorfach knapp abzuschneiden, und zu hoffen, daß der Fisch den Greifer von alleine los wird. Dabei helfen wir dem Fisch natürlich, wenn wir gleich widerhakenlose Modelle verwenden!


    Ich bin ein eingefleischter Naturköderangler, und hab die Techniken mittlerweile einigermaßen im Griff. Trotzdem beschleicht mich beim Wurmangeln in Forellenrevieren immer ein ungutes Gefühl, denn selbst wenn man alles richtig gemacht hat, einen Kollateralschaden wirds immer geben.

    Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

  • Ach ja, eine Abhilfe gibts doch:
    Eine riesige Verbesserung hinsichtlich der Problematik des Tiefschluckens bringt das aktive Sbirolinofischen! Da gehen dem eigentlichen Biss kleinere Attacken voraus, die sich mit einer geeigeneten Rute sehr gut erkennen lassen. Und das Beste, um diese Zuppelbisse zu verwerten, braucht man nur weiterzukurbeln, die "Flucht" der Beute scheint dann den eigentlichen Biss zu provozieren.


    Mit dem Sbirolino an einer leichten Feederrute hab ich in dieser Saison schon einige Forellen gefangen, darunter auch vorzeigbare Seeforellen, die einen statisch angebotenen Köder in einem Rutsch runter schlingen würden! Bis dato hab ich mit der Sbirolinomontage nicht einen Fisch verangelt!


    Leider ist das nix für kleine Bächlein, und auch die Strömung setzt der Methode Grenzen, und verschlechtert die Bissanzeige. An Teich und See aber eine Supersache, nicht nur in Puffs, sondern besonders an Naturseen!

    Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

  • Davon kann ich auch Lieder singen! Aber beim Spinnfischen ist es noch viel ärgerlicher, den die kleinen Drillinge am Spinner sitzen oft bombenfest und man muss manchmal Fische um die 15 cm abschlagen. Aber die großen sind vorsichtiger und der Haken sitzt nicht so tief. Ich empfehle dir Jona es mit Kreishaken zu probieren die greifen nämlich im Maulwinkel
    Petri Heil :D

  • Wow danke für die vielen Antworten:)
    Ich werde jetzt mit großen Haken Größe 4 und Pose und Tauwürmern angeln damit ich die Bisse auf jeden Fall mitbekomme:)
    Da meine Rute nur 180cm lang ist und die Gumpen um die 2m-2,5m, soll ich dann mit Laufpose angeln?
    Petri:)

  • Nee, ne andere Rute kaufen.
    Mit Laufschwimmer am Fließwasser, das wird nix, und selbst dafür wär die Rute zu kurz. Als Notbehelf ist zwar irgendeine Rute besser als keine Rute, aber wenn du ernsthaft mit der Pose fischen willst, sollte die Rute mindestens drei Meter lang sein, gerne auch länger.

    Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

  • Kauf dir ne günstige Bolo, macht mehr Spaß und Sinn. Ansonsten kann ich mich nur Korsikaphil anschließen. Im benutz aber auch beim Spinfischen nur Einzelhaken und empfehle es das Naturköderangeln zu lassen, bin kein Fan von verangelten Fischen...

  • Zitat

    Im benutz aber auch beim Spinfischen nur Einzelhaken und empfehle es das Naturköderangeln zu lassen, bin kein Fan von verangelten Fischen...


    Dann müsste man aber nur Fliegenfischen.... und das mit Minihaken ;) Denn gerade ein großer Einzelhaken kann ganz schnell durchs Auge gehen... Ich hatte bisher deutlich bessere Erfahrungen mit einem 4er Wurmhaken, Rotwurm und einem Blitzanhieb :)


    Fast alle Forellen, die ich auf Wurm fange, waren gehakt wie die am Bild (also im Maulwinkel) :)



  • Hatte neulich beim Hechtangeln mit KöFi auf Grund und 2 6er Drillingen auch mehrere Bisse hintereinander, habe mich normal fürs Hechtangeln verhalten, was den Anhieb angeht, aber nachdem ich beim 4. Biss keinen Wiederstand spürte, habe ich mal etwas länger gewartet, Anhieb gesetzt, und dann war da ein Klopper von Bachforelle drangehangen, ich hab mich total gefreut. Bis ich gesehen habe, wie tief sie geschluckt hat, ich hab den Drilling, der kurz vor dem Schlund saß mühselig rausgemacht, in der Hoffnung dass die Forelle, die übrigens Schonzeit hat, danach wieder schwimmen kann, auf ein Foto habe ich dann verzichtet und sie schnell ins Wasser gesetzt, aber sie hat sich nicht mehr bewegt..... Naja soviel dazu...
    Ich an deiner Stelle würde, wenn's geht mal mit Waggler angeln, da siehst du die feinen bisse recht gut!

  • hast du schonmal ueberlegt aufs spinnfischen umzusteigen macht ne menge spass und du verangelst wenn du die kleinen Drillinge gegen von deinen Wobblern oder Spinnern austauschst gegen Groesere oder gegen einzelhaken weniger Schlucker.
    Oder aus Spirolino umsteigen da kannst du dann natuerlich mit naturkoedern weiter fischen

  • Ich kann mich RW91 nur anschliessen, ich fische seit ein paar Jahren nur noch mit Kunstköder auf Forelle und ich habe nicht eine verangelt, wenn man mit Spinnern und passenden Einzelhaken angelt schluckt keine zu tief. Es gehen aber auch einige Fische im Drill verloren es ist aber ein faireres Spiel mit Dir und der Forelle, den Sie hat auch die Chance frei zu kommen.


    Das Spinnfischen macht mir z.B. wesentlich mehr Spass, da z.B. die Forellen kurz nach dem Anbiss oft mächtige Sprünge absolvieren, dass sieht einfach hammermässig aus!


    Aber jetzt völlig auf z.B. Fliegenrute zu setzten finde ich persönlich Banane und übertrieben.

    Gruß
    Jesse


    Catch and eat if you want...


    Immer auf der Suche nach dem Monsterbarsch grösster bisher 39cm gefangen 27. Juli 2013 am Rhein.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!