Friedfischangeln im Rhein bei Wiesbaden

Moderatoren: Valestris, Onkel Tom, Derrik Figge, Moderatoren

Schiener
Rotauge
Rotauge
Beiträge: 28
Registriert: 12.03.2015 - 21:42
Wohnort: Wiesbaden

Friedfischangeln im Rhein bei Wiesbaden

Beitragvon Schiener » 12.03.2015 - 22:48

Hallo allerseits,

wie ich im Neumitgliedbereich bereits andeutete, habe ich mich am Rhein in Wiesbaden zum ersten Mal ans Wasser begeben. Ich hatte mir zuvor ein paar Futterkörbe besorgt (100gr.) und eine Futtermischung im Gepäck, sowie Maden und eine Dose Mais. Benutzt wurde eine Freilaufmontage mit Tangleboom.

Soweit die Theorie ...

Die Praxis war doch sehr ernüchternd. Die 100gr. Körbe waren wohl doch deutlich zu leicht und wurden ziemlich zügig abgetrieben. Nachdem die Futtermischung aufgebraucht war und ich nichts gefangen hatte, nahm ich den Futterkorb ab und hakte stattdessen ein 120gr. Blei ein. Auch die 120gr. schienen deutlich zu leicht. Am 12er Haken hatte ich 2 Maden und versuchte es noch während die Sonne langsam unter ging.
Kein Biss ..

Für das nächste Mal habe ich mir jetzt überlegt, die straight Paternoster-Montage zu verwenden, damit der Köder nicht auf dem Grund aufliegt.
Der Köder würde etwas über dem Grund in der Strömung angeboten, die Fische würden sich selbt haken. Ich hab mir auch ordentlich schweres Blei besorgt 160er und auch 200er, damit die ganze Montage nicht wieder abtreibt.

Was haltet ihr von dieser Idee?

Als Köder habe ich ne relativ Breite Palette mit Käse,Frühstücksfleisch, Tauwurm und Frolic.

Ich bin für jeden Tipp den ihr habt super dankbar !

Benutzeravatar
Humbucker
Barsch
Barsch
Beiträge: 140
Registriert: 03.04.2014 - 10:25
Wohnort: Köln

Beitragvon Humbucker » 13.03.2015 - 1:17

Hallo Schiener,
der Rhein ist der strömungsstärkste Fluss Europas. Im Hauptstrom zu angeln ist demzufolge nicht ganz einfach. Selbst 200 Gramm werden dir abtreiben und Futter kannst du in dieser Strömung eh vergessen. Das kann anfangs sehr demotivierend sein. Um den Spaß nicht zu verlieren empfehle ich dir es erst einmal zwischen den Buhnen zu versuchen. Dort kannst du deutlich leichter fischen und Fisch ist in den meisten Fällen auch vorhanden. Du solltest darauf achten, daß der Köder nicht unmittelbar auf dem Grund liegt, da er sonst von Grundeln und Wollhandkrabben sofort abgefressen wird. Andernfalls musst du dementsprechend oft nachködern.
Der Rhein ist wie gesagt nicht ganz einfach aber lass dich nicht unterkriegen. Wenn du erst einmal eine gute Stelle gefunden hast, macht es echt Spaß.

Benutzeravatar
Gerd
Hecht
Hecht
Beiträge: 10630
Registriert: 17.09.2005 - 12:34
Wohnort: Lkrs. Bergstraße / Hessen

Beitragvon Gerd » 13.03.2015 - 6:52

Wie Humbucker schon geschrieben hat - der Rhein ist echt nicht einfach.
Aber Du bist schon mal auf nem guten Weg, das Feedern wird Dir sicherlich bald Fisch bringen. Für den Anfang würde ich mich auf die Innenseite von Kurven konzentrieren, dort ist die Strömung nicht ganz so hart und mit Deinen Futterkörben solltest Du hinkommen, ggf. das Gewicht auf 140 g erhöhen, dann passt das. Ein ganz wichtiges Kriterium ist aber die Schnur, diese sollte der Strömung wenig Widerstand bieten. Deshalb die Ruten möglichst steil aufstellen, um Schnur aus der Strömung zu heben. Auch würde ich Dir zu einer Geflechtschnur raten, da diese im Bezug auf die Tragkraft wesentlich dünner ist als ein Monofil.

Lass Dich nicht entmutigen und bleib am Ball, dann wird sich der Erfolg schon bald einstellen. Und wenn Du Dich dann durch die Grundeln durchgeangelt hast (die werden bald wieder auftauchen) wird sicherlich auch bald der erste ordentliche Fisch am Band hängen.

Und keine Angst - Wollhandkrabben haben wir hier noch nicht :p
Humor ist der Knopf der verhindert, daß einem der Kragen platzt

*Joachim Ringelnatz*

Schiener
Rotauge
Rotauge
Beiträge: 28
Registriert: 12.03.2015 - 21:42
Wohnort: Wiesbaden

Beitragvon Schiener » 13.03.2015 - 17:12

So .. heute wieder am Wasser gewesen. Habe mir ein Plätzchen gesucht hinter einer langen Steinschüttung, praktisch wie ein Hafen im Kleinformat. Das Wasser schien nicht besonders tief, aber die Strömung war deutlich weniger als im Hauptstrom. Damit hatte ich es schon merklich einfacher. Trotzdem hatte ich auch heute keinen Erfolg. Es scheint, als ob ich etwas grundsätzliches falsch mache. Ich habe heute mit Festbleimontage geangelt 150gr. Das hat auch soweit gut geklappt, nur die Tauwürmer kamen irgendwie nicht so gut an. Einzig positiv war, dass der Untergrund sandig/schlammig war und ich mit genauso viel Blei nach Hause kam, wie ich mitgenommen hatte. Das war letztens im Hauptstrom ganz anders. Da hatte ich gleich 3 ganze Montagen verloren. ich werde mir weiter Gedanken machen müssen. Evtl. eine Pose treiben lassen in der Strömung ? :-S

Benutzeravatar
Diox
Hecht
Hecht
Beiträge: 3102
Registriert: 19.06.2007 - 12:06
Wohnort: Nähe Trier

Beitragvon Diox » 27.03.2015 - 14:03

Beim lesen fallen mir zwei Punkte auf wo ich Fehler sehe...bzw. was ich anders machen würde.

1. Beim feedern keine Freilaufmontage und beim Grundfischen mit Tauwurm keine Festblei-Montage.

2. Achte sehr darauf wie du dein Futter anmachst! Experten sehen das nicht umsonst als Wissenschaft. Ist die Strömung stark, schweres Futter mit hoher Klebkraft. Ist sie nicht so stark muss das Futter auch lockerer sein. Oft ist da eine enorme Fehlerquelle zu finden.

Ansonsten kann ich mich nur anschließen, dranbleiben! Ich bin auch lange am Rhein nur gewesen um die Aussicht zu genießen... unfreiwillig.
Im Moment suche ich einen Programmierer der mit bei einem Projekt helfen würde! HTML und CSS gefragt! Jave Vorteilhaft!

Ansonsten Bla Blub

http://fliegenfischen.blog.de/