Rotauge?

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Rotauge?

Beitragvon LaZe » 03.05.2009 - 23:10

Hey,

ich habe heute beim Barben angeln einen Fisch gefangen.
Ich bin der Überzeugung das es ein Rotauge ist. (Ist nen richtiger Brummer gewesen ca. 30+ cm)

Mein Vater sagt es sein ein Aland. Was sagt ihr dazu?

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Beitragvon JuliFisch » 03.05.2009 - 23:17

Ich würde auch eher auf einen Aland tippen, da mir das Maul für ein Rotauge zu groß ist, und der Flossenansatz der Rückenflosse zu weit vorne sitzt für ein Rotauge. Meiner Meinung nach, aber keine Garantie... :D

Aber trotzdem ein sehr schöner Fisch :D

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Beitragvon rhinefisher » 04.05.2009 - 7:14

Hi! Du wirst bestimmt noch grössere fangen - Alande werden recht groß... .
Petri!
DEUS LO VULT !

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Beitragvon Gerd » 04.05.2009 - 18:25

Für ein Rotauge fehlt die Rote Iris, diese hier erscheint - zumindest auf dem Bild Gelb. Dies spricht m.E. für einen Aland. Gegen einen Aland sprechen jedoch die relativ großen Schuppen. Vielleicht ein Alauge oder ein Rotland? 8)
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Beitragvon til » 04.05.2009 - 20:22

Das ist ein Rotauge würde ich auf Anhieb sagen.
Für mich "typisch": der eher orangene Ton der Flossen (Aland eher Blutrot), Der bläuliche Schimmer des Schuppenkleids (Aland bräunlicher), die Färbung der Schwanzflosse (beim Aland Schwarz). Auch der ganze Körperbau kommt mir eher wie ein Rotauge vor.
Nach einer Konsultation von Fishbase spricht die anzahl Schuppen auf der Seitenlinie (so ich sie zählen kann) ganz klar für diese These:
Aland: 53-61
Rotauge: 42-46
Gezählt: c. 45
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Beitragvon LaZe » 04.05.2009 - 22:27

Oder doch eine Rotfeder?

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Beitragvon andal » 04.05.2009 - 22:29

LaZe hat geschrieben:Oder doch eine Rotfeder?


Alles, nur keine Rotfeder. Ich halte den Fisch für ein Rotauge. Til hat ja beschrieben, warum.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon almbleamal » 04.05.2009 - 22:34

Trotz der eher gelblichen Iris würde ich, vor allem aufgrund der recht großen Schuppen (danke für die die Recherche, til!), auch auf Rotauge tippen - obwohl der Rückenflossenansatz wirklich recht weit vorne zu sein scheint...
"Angeln ist die einzige Philosophie, von der man satt wird."
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Beitragvon Onkel Tom » 04.05.2009 - 22:36

Kann es nicht auch einfach eine Art Hybrid sein? Das kommt doch gerade bei Friedfischen gelegentlich vor, oder irre ich mich da völlig?
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Beitragvon andal » 04.05.2009 - 22:50

Sicher gibt es immer wieder mal Mischlinge, aber in dem Fall halte ich es nicht für zutreffend. Gerade Farben sind kein wirklich zutreffendes Merkmal, weil sie sehr vom Fanggewässer abhängig sind. Noch dazu bei wirklich adulten Exemplaren, die lange genug Zeit hatten, sich anzupassen.

Es gibt sehr dunkle Spiegelkarpfen und beinahe farblose, cremefarbige Spiegler. Die einen sind aus moorigen Seen und die anderen halt aus einer lehmigen Brühe. Zander aus dem Rhein sind verhältnismäßig dunkel. Zander aus dem Neusiedlersee, einem Steppensee, fehlt fast die Pigmentierung und sie haben annähernd rosa Flossen. Oder vergleicht mal die Hechte bei uns mit irischen, oder schwedischen Esoxen aus den Schären und bei Bachforellen ist es noch auffälliger!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Onkel Tom » 04.05.2009 - 22:58

Da gebe ich dir Recht Andal, Farben sind wirklich kein Kriterium. Auch an meinen Gewässern weisen die selben Arten unterschiedliche Färbungen auf. Dies ist auf den Krautbewuchs, die Gewässertrübung und die Farbe des Bodens zurück zu führen.

In diesem Fall hier sah mir die Rückenflosse nur irgendwie nicht nach Rotauge aus. Nachdem ich mir jetzt allerdings ein paar Bilder von Rotaugen und Alanden angesehen habe, würde ich auch ehr zum Rotauge tendieren.
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Beitragvon til » 05.05.2009 - 6:54

Farben sind schon sehr variabel, aber es gibt doch bestimmte artspezifische Farbtöne. Z.B. ist das Rot bei Rotaugen und Rotfedern zwar mehr oder weniger intensiv, aber nach meinen Erfahrungen beim Rotauge immer mit mehr Gelbanteil (Richtung Orange) bei der Rotfeder mit mehr Blauanteil (Blutrot). Wobei den zwei muss man nur aufs Maul schauen und alles ist klar. Die Rotfedern im Tessin haben übrigens schwarze Flossen!
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Beitragvon Holger Wulf » 05.05.2009 - 8:26

til hat geschrieben:Die Rotfedern im Tessin haben übrigens schwarze Flossen!

Tragen die Trauer und wenn ja, warum?

Zum Thema: Rotauge! Petri!
Angeln, angeln, angeln und auch mal an die Leser denken!

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Beitragvon wolfgang » 06.05.2009 - 14:43

Holger Wulf hat geschrieben:
til hat geschrieben:Die Rotfedern im Tessin haben übrigens schwarze Flossen!

Tragen die Trauer und wenn ja, warum?

Zum Thema: Rotauge! Petri!



In einschlägiger Fachliteratur findet sich manchmal der Hinweis, daß Rotfedern in subalpinen Bereichen oft schwarze Flossen haben.
Warum steht da leider nicht..................
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Beitragvon Wormman » 06.05.2009 - 15:15

Meistens handelt es sich bei gemeldeten Riesenrotaugen in der Tat um Alande oder Mischlinge, sog. Bastarde.
Dies hier scheint aber wirklich ein "reinrassiges" Rotauge zu sein - Petri!
Carpe noctem!