Der Döbel und seine Fressgewohnheiten

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Der Döbel und seine Fressgewohnheiten

Beitragvon $hadow » 26.07.2003 - 19:57

Hiho
So wie man im Forum und von Kollegen hört , frisstz der Döbel ja alle süssen Obstsorten , Insekten , Brotarten etc.

Selbst ich fing vorgestern meinen Ersten auf nem 15cm Hechtwobbler.

Heisst das , das der Döbel alles essbare in sich hineinfrisst ?

Habt ihr irgendwelche Döbel gefangen , obwohl ihr eigentlich auf etwas Anderes anglen wolltet ?
Die Weisheit jagt mich, aber ich bin schneller.

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Beitragvon andal » 26.07.2003 - 20:59

Döbel, oder Aitel wie sie im Süden heißen, sind die absoluten Allesfresser. Besonders die Größeren neigen dazu sich sehr gerne räuberisch zu ernähren. Mir sind auch schon welche an Köderfische gegangen.

Gratuliere, mit 55 cm hast Du einen sehr schönen gefangen!

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Beitragvon $hadow » 26.07.2003 - 22:00

Danke Andal :D
Das war auch mein Erster
Die Weisheit jagt mich, aber ich bin schneller.

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Beitragvon andal » 26.07.2003 - 22:18

Versuche mal gezielt große Döbel zu fangen. Vorsicht Suchtgefahr! Es gibt kaum einen eigensinnigeren Fisch. Wo Dir Forellen skrupellos auf jeden Köder knallen, da zeigen sie Dir die kalte Schulter.

Großdöbel haben feste Einstände, ziehen aber auf Nahrungssuche gerne in kleineren Gruppen durchs Revier. Sie leben aber auch in Seen, die Anschluß an "Döbelflüsse" haben. Dort werden sie teilweise wirklich kapital. 60 cm+ sind locker drin. Allerdings gelten sie in Seen bisweilen als unfangbar. Ihre sprichwörtliche Vorsicht ist im Stillwasser extrem ausgebildet.

Das Schöne aber ist, der Döbel ist ein Ganzjahresfisch. Sein Hunger kennt keine Jahreszeiten! Ich glaube, man merkt es kaum, das Leuciscus cephalus einer meiner Lieblingsfische ist. ;)

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Beitragvon Cronn » 26.07.2003 - 22:45

Tach
Döbel sind wirklich tolle Fische. Vor allem, weil man sie mit so ziemlich jeden Köder fangen kann. Am liebsten beangel ich sie mit der Trockenfliege.Eine tolle Alternative zu Salmoniden, die in der Ruhr nicht gerade dicht gesät sind. Ist eine der spannendsten Angelarten für unseren Herrn Aitel. Und einen super Drill an der leichten Fliegenrute liefert er allemal.

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Beitragvon Taxler » 27.07.2003 - 11:26

@ cronn

Da muß ich Dir wirklich recht geben.
Beim Fliegenfischen mit der Trockenfliege gehe ich mittlerweile gezielt an einen Bach, der zwar selten Salmoniden, jedoch einen guten Bestand an Aiteln hat.
Ich finde, dass der Aitel/Döbel bei vielen Kollegen als attraktiver Angelfisch nicht die richtige Anerkennung findet. (eigentlich sollte ich sagen: "Gott sei Dank")

Grüße aus München,
Peter 8)
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon Rheinangler » 27.07.2003 - 14:41

Bei mir hat sogar schon mal einer auf Käse gebissen.
Auch ein kleiner ist ein feiner!!!!!

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Beitragvon Zanderschreck » 27.07.2003 - 18:18

andal hat geschrieben:Gratuliere, mit 55 cm hast Du einen sehr schönen gefangen!


Ich bin zwar sehbehindert und habe ein ziemlich starke Brille, aber wo steht das den das er 55cm groß war ?

Als Beifang sind die echt klasse zu beangeln, nur tue ich sie nie verwerten.
Hat von Euch schon mal jemand Döbel gegessen ?
Gruß
Volker

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Beitragvon andal » 27.07.2003 - 18:38

Die Längenangabe steht in einem anderen Beitrag, wo er gefragt hat, was er da überhaupt gefangen hat.

Aitel schmeckt recht gut, wenn man ihn grätengerecht zubereitet.

Das steht dann in wieder einem anderen Beitrag. :D

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Beitragvon mikesch » 28.07.2003 - 10:43

@Andal,
was Veit so schreibt, könnte einen doch glatt dazu verleiten, einen Ausflug in den "Norden" zu machen :D .

Hat von Euch schon mal jemand Döbel gegessen ?


Aber sicher, für einen richtig zubereiteten Aitel lass' ich jede Forelle liegen :!: .
Gegrillt ist er eine wahre Delikatesse.

Selbst hab' ich Aitel mit Teig, Wurm, Käse, Maden und Hechwobbler gefangen. Teils gezielt, teils als Beifang.
Beifänge zwischen 30 u. 54cm sind nicht unangenehm 8) .
fishing isn't a sport, it's a passion!
Gruß
Michael

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Beitragvon Lucky-Aal » 28.07.2003 - 14:45

Ich hab mal ein Aitel mit 54cm auf mais am grund gefangen.
Einen tag spater fing mein freund ein aitel mit 40 cm auf tauwurm
Eine woche später fing ein anderer fischer ein aitel mit 65 cm und 8 pfd
auf honigmaden.
ich konnte den letzten fang erst nicht glauben, imjmerhin wäre er in der hitparade vom blinker auf platz 1.
also bei uns beißt das Aitel so gut wie auf alles. aber eine plage sind sie eigentlich nicht. bis auf ein paar handgroße aitel sind bis jetzt eigentlich keine mehr gefangen worden.

euer Lucky-Aal

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Beitragvon andal » 28.07.2003 - 16:52

@ Veit:

Sag' niemals Nie! Schaue doch mal in die "Fischküche". Wäre doch schade, wenn Du Dein Vorurteil über den Döbel nicht loswerden könntest. :)

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Beitragvon $hadow » 28.07.2003 - 16:58

Meinen hab ich letztens gebraten gegessen und ich sag euch nur :

!!!! LECKER !!!!
Die Weisheit jagt mich, aber ich bin schneller.

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Beitragvon speedfishing » 03.08.2003 - 22:43

Döbel werden fast immer zurückgesetzt, so kann es passieren, dass selbst an stark beangelten Stellen ziemlich beachtliche Fische entstehen, die Dich, wenn sie Dich entdecken, mit Deiner Angel allein lassen. Sich an große Döbel im Flachwasser ranzupirschen ( und zu fangen) ist wirklich suchtgefährdend. Mit winzigen Schwimmwobblern hatte ich gute Erfolge. Frolic geht auch gut, Weintrauben fangen selektiv ;)

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Beitragvon Kärpfel » 27.08.2003 - 22:03

Ich hab mal einen gegrillt! Schmeckt dann wie forelle! Mein größter döbel war 65cm und ging beim Hechtangeln auf einen Köderfisch! :D
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