Nachwuchs ohne Ende- doch wo sind die Mittleren/ Großen?

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Nachwuchs ohne Ende- doch wo sind die Mittleren/ Großen?

Beitragvon CrpRprs » 13.08.2017 - 14:03

Sehr geehrte Leser und Leserinnen,
sehr geehrte Angelfreunde und -kameraden,

:!: Vorab ein herzliches Hallo an alle! Ein Vorstellungs-Thread zu mir/ uns folgt in Kürze :!:

An unserem Vereinsgewässer beobachten wir nun seit mittlerweile mehr als drei Jahren einen "erschreckenden" Wels-Nachwuchs. Woran wir das erkennen? Es vergeht kein Fischen in den Abendstunden, an dem kein kleiner Nachkömmling (meist ca. 20-25 cm groß) den Bissanzeiger erklingen und den Bluthochdruck ansteigen lässt, welcher nach der Ernüchterung natürlich rasch wieder sinkt...

Angefangen hat das Phänomen beim Karpfenangeln mit Boilies: Nach 30 Minuten Liegezeit des Köders im Wasser fing der Bissanzeiger im Abstand von ca. zwei Minuten drei- bis viermal hintereinander an zu piepsen. Dann war wieder etwas Ruhe und plötzlich wiederholte sich das Spiel. Da der Abzug der Schnur ausblieb, ließen wir die Ruten im Wasser. Nach einigen Stunden Wartezeit und das folgende Einholen der Ruten dann die Ernüchterung: Ein kleiner Wels hing nach 30 Minuten Liegezeit im Wasser am Köder- die folgenden Stunden waren also für? Richtig: Umsonst. Wir fanden heraus, dass die Kraft der kleinen Kerle zwar für die Rucker ausreichte, aber nicht um "etwas konstant" den Bissanzeiger ertönen zu lassen. So gingen wir nie von kleinen Welsen aus, sondern eher von am Köder rumspielenden Karpfen.

Das erste Welsbaby (gefangen etwa 2014) war natürlich ein Ereignis das seit dem damals ersten und letzten Welsfang von 2009 schnell die Runde machte. Das Zweite und Dritte auch, doch dann wurde es nur noch nervend...

Also saßen wir gezielt auf Welse an, denn: Wenn 2009 ein Wels mit 1,40cm gefangen wurde, nun plötzlich Nachwuchs an die Ruten geht, müssen doch mindestens zwei Große und eventuell Mittlere, garantiert aber viele Kleine im Gewässer sein! Was unsere Vermutungen angeht: Ja, kleine hat es auf jedenfall drin (fangen die wie gesagt mittlerweile seit drei Jahren konstant), doch Mittlere/ Große Kerlchen blieben bis auf eine Ausnahme (2016/ 1,50cm groß/ Köderfisch/ wieder zurückgelassen) leider aus.

Nun die Frage, die uns derzeit so stark beschäftigt, dass wir die Füße nicht mehr still halten können und uns an Profi´s im Welsangeln wenden müssen: Was zum Kuckuck geht denn in unserem Gewässer vor? Wie kann es sein, dass Fische mit der Größe von 20-25 cm gefangen werden, danach aber kein einziger Biss von Größeren Fischen mit etwa 60-100 cm folgt?

Wir haben zur Unterstützung der Problemlösungsfindung mal eine Karte samt Legende von unserem See erstellt:


Bild

Zusätzliche, wichtige und Interessante Informationen zum See:

- Knapp das ganze Schongebiet ist von Seerosenfeldern, Hängenden Bäumen und Gebüschen eingenommen (durch das Schongebiet verlorene HotSpots?)
- Die Wassertiefe um das Ufer und die Inseln beginnt bei ca. 30 cm und wird bis zur Maximaltiefe (siehe Bild) konstant tiefer- sprich keine "Kanten"
- Eine "Kante" (zwischen Ein- und Ablauf- auf dem Bild an dem Bänkchen das an der Straße in Bildmitte erkennbar ist) ist bekannt, dort wurde auch 2016 der Wels gefangen (der Köder lag zwischen Insel und Ufer)
- Ein heftiger Biss in den Abendstunden zog unseren Köder vom Einlauf bis hin zum hinteren Teil (zwischen Inselufer und Seerosenfeld) der Insel "I2"- der Fisch löste sich nach dem Verkriechen in gesunkenen Ästen vom Haken (wir fuhren mit dem Boot aus um die Schnur zu befreien und entdeckten sehr, sehr viel Schleim zwischen den Ästen im Wasser und an unserer Schnur)


Uns raucht mittlerweile der Kopf- wir versuchen und versuchen, variieren die Köder (Wurmbündel, Forellen(-köpfe), Köderfische, Welsboilies) und die Plätze, füttern an und gehen nach bestimmten Wettersituationen an´s Gewässer, aber die Fänge bleiben bis auf die kleinen Kerlchen leider aus. Wir hoffen daher sehr stark auf Eure Hilfe- den hoffentlich folgenden Fang nach Umsetzung eurer Vorschläge widmen wir dann auch dem Forum und eurer Unterstützung. :clap: :bia:

Für Fragen zum See, zu allem was wir bereits versucht und gelassen haben, stehen wir hier im Forum natürlich jederzeit zur Verfügung und werden schnellstmöglichst auf diese im Thread eingehen.

Nochmals: Vorab einen ausdrücklichen Dank an jede Mithilfe!!! Wir sind froh, nun endlich auch hier im Forum vertreten sein zu dürfen und wie gesagt, eine kleine Vorstellung unsererseits folgt in Kürze!

Wir wünschen viel Erfolg beim Fischen, genießt die Natur und wie immer gilt: Umweltbewusst, schonend und sauber Angeln!

Mit den besten Grüßen,

Eure
C R P R P R S

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Vorschläge/ Tipps & Tricks aus den Antworten in gesammelter Form:

- Stille und Ruhe ist beim Wallerfischen extrem wichtig!
Zuletzt geändert von CrpRprs am 13.08.2017 - 20:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Nachwuchs ohne Ende- doch wo sind die Mittleren/ Großen?

Beitragvon rhinefisher » 13.08.2017 - 16:36

Das nenne ich mal ausführlich.. :clap: .
Was mich etwas irritiert; fangt ihr jetzt 3 Jahre hintereinander Fische zwischen 20 und 25cm ?
Die Fische von 2014 müssten jetzt 40-50cm lang sein, die 2015er gut 30 bis 40cm.. :-S :-S .
Vielleicht besetzt da jemand fleißig und heimlich, aber die Fische kommen nicht hoch.
Für den einen Großen wäre das auch die passende Erklährung.
Für den Fang von Wallern muß man einige Sachen berücksichtigen, sonst kann man Jahre ohne Biss verangeln.
Bei uns im Rhein sind die Welse völlig skrupellos; selbst bei heftigem Getöse beißen sie oft noch - im See sieht das vollkommen anders aus.
Das Wichtigste ist absolut unauffälliges Verhalten - die geringste Erschütterung und man kann, wenn nicht die Nacht, so auf jeden Fall die beangelte Stelle vergessen.. :lol: . Also besser alleine angeln!
Der zweitwichtigste Punkt ist die Ernährungsweise der Welse: Die reagieren zu 90% auf Vibrationen! Ein bewegungsloser Köder wird nur als Ausnahme genommen.
Bei eurem flachen Teich und dem vermuteten Angeldruck, werden die Fische jegliche Aktivität einstellen, sobald der erste Angler ans Ufer tritt.. 8) .
Den Fischen genügt eine relativ kurze Phase der Jagdzeit, die müssen nicht auf Beutezug gehen wenn wir am Wasser randalieren, es reicht auch die Zeit zwischen 3 und 4 Uhr.. .
Petri

PS: Wo liegt der Teich? Eher im Süden?
DEUS LO VULT !

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Re: Nachwuchs ohne Ende- doch wo sind die Mittleren/ Großen?

Beitragvon CrpRprs » 13.08.2017 - 20:50

rhinefisher hat geschrieben:Das nenne ich mal ausführlich.. :clap: .
Was mich etwas irritiert; fangt ihr jetzt 3 Jahre hintereinander Fische zwischen 20 und 25cm ?
Die Fische von 2014 müssten jetzt 40-50cm lang sein, die 2015er gut 30 bis 40cm.. :-S :-S .
Vielleicht besetzt da jemand fleißig und heimlich, aber die Fische kommen nicht hoch.
Für den einen Großen wäre das auch die passende Erklährung.
Für den Fang von Wallern muß man einige Sachen berücksichtigen, sonst kann man Jahre ohne Biss verangeln.
Bei uns im Rhein sind die Welse völlig skrupellos; selbst bei heftigem Getöse beißen sie oft noch - im See sieht das vollkommen anders aus.
Das Wichtigste ist absolut unauffälliges Verhalten - die geringste Erschütterung und man kann, wenn nicht die Nacht, so auf jeden Fall die beangelte Stelle vergessen.. :lol: . Also besser alleine angeln!
Der zweitwichtigste Punkt ist die Ernährungsweise der Welse: Die reagieren zu 90% auf Vibrationen! Ein bewegungsloser Köder wird nur als Ausnahme genommen.
Bei eurem flachen Teich und dem vermuteten Angeldruck, werden die Fische jegliche Aktivität einstellen, sobald der erste Angler ans Ufer tritt.. 8) .
Den Fischen genügt eine relativ kurze Phase der Jagdzeit, die müssen nicht auf Beutezug gehen wenn wir am Wasser randalieren, es reicht auch die Zeit zwischen 3 und 4 Uhr.. .
Petri

PS: Wo liegt der Teich? Eher im Süden?


Vielen Dank für deine Antwort, Rhinefisher!

Exakt, wir fangen seit drei Jahren Fische in der Größe. Alles darüber bleibt, bis auf die zwei Fänge im Jahr 2009 und 2016, aus.
Da wir meist mindestens zwei bis drei Leute am Angelplatz sind und auch Grillen, dürfte die "Unruhe" ein Grund sein- doch unsere Köder fahren wir mit dem Boot meist an die Ufern der Inseln (also "weit" weg vom Ansitzplatz). :-S

Montagen wie KöFi´s mit Auftrieb über Grund haben wir bis jetzt ausgelassen, die Wurmbündel wurden auch zu 99% auf Grund angeboten. Sollten wir daher mehr im Freiwasser fischen?

Unser Gedanke ist meist: "Da drin muss es doch vor Wallern nur so wimmeln, wenn wir seit einigen Jahren nur Babys fangen!" Daher haben wir jedes Wochenende genutzt, auch verschiedene Plätze zu befischen.

Eine wichtige Ergänzung noch: Unser See ist voller Friedfische! Und das meine ich wirklich so: Man sieht etliche Gruppen von den Köderfischen an der Wasseroberfläche in Seemitte rumtümmeln :cry:

FAZIT deiner Antwort: Wir werden beim nächsten Ansitz Ruhe bewahren und uns leise und still verhalten- die Ruten am besten fern vom Ansitzplatz einwerfen.

Nochmals danke und petri zurück {ß*#
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Re: Nachwuchs ohne Ende- doch wo sind die Mittleren/ Großen?

Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 14.08.2017 - 7:59

Meine Erfahrung am stehenden Gewässer decken sich mit den bisherigen Antworten.
Die großen werden zu Kannibalen und fressen ihre eigenen Nachkommen.
Gezieltes Fischen vom Ufer habe ich bei uns bereits aufgegeben. Ist mir mittlerweile die Zeit zu schade für.
Der Waller will Bewegung und das wird in Deutschland mit den Gesetzen unterbunden.
Thomas (Admin bei Team Eichsfeld Angler)

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Re: Nachwuchs ohne Ende- doch wo sind die Mittleren/ Großen?

Beitragvon rhinefisher » 14.08.2017 - 8:29

TeamEichsfeldAngler hat geschrieben:Meine Erfahrung am stehenden Gewässer decken sich mit den bisherigen Antworten.
Die großen werden zu Kannibalen und fressen ihre eigenen Nachkommen.
Gezieltes Fischen vom Ufer habe ich bei uns bereits aufgegeben. Ist mir mittlerweile die Zeit zu schade für.
Der Waller will Bewegung und das wird in Deutschland mit den Gesetzen unterbunden.


Yo - denke ich auch; es gibt 1-3 grössere Fische. Sobald der Nachwuchs ( egal ob besetzt oder natürlich..) so groß ist, dass verstecken nicht mehr möglich ist, werden die Kleinen von den Großen vertilgt.
Würde der Weiher im Süden, also z.B. in Austria liegen, wäre ein lebender Fisch mein Köder. In Deutschland würde ich es mit einem riesigen Tauwurmbündel versuchen - je mehr Wurm, desto mehr Bewegung.. .
Dann würde ich in regnerischen und gewittrigen Nächten ganz still und heimlich mein Glück in den oberen Wasserschichten mit der Pose versuchen.. .
Die Würmer müssen frisch sein und werden nur einmal durchstochen.
Viel Glück.. :biggthumpup:
DEUS LO VULT !

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Re: Nachwuchs ohne Ende- doch wo sind die Mittleren/ Großen?

Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 14.08.2017 - 11:44

Wenn das Befahren des Gewässers möglich ist, spanne ab und probiere mal Blutegel oder Tauwurmbündel.
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Re: Nachwuchs ohne Ende- doch wo sind die Mittleren/ Großen?

Beitragvon Derrik Figge » 14.08.2017 - 18:12

Ausdauer wird das A und O sein. In der Ruhr haben wir reichlich Waller, aber seit ca. 25 Nächten will keiner auf meine Würmer beißen. Wobei, einer hat es versucht, ein Halbstarker, und ist nach 10 m ausgestiegen. Also selbst bei besten Bedingungen muss es nicht zwangsläufig rappeln.

Blutegel würde ich auf jeden Fall mal probieren, die XL oder XXL sind echte Monster und machen mehr Radau als ein lebendiger Aal :gut:
Ich suche immer alte ABU Angelrollen, Kartons und Papiere sowie Werbematerial.
Ich freue mich über Angebote aller Art per PN oder Mail. Danke

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Re: Nachwuchs ohne Ende- doch wo sind die Mittleren/ Großen?

Beitragvon Fishingforlife » 07.01.2018 - 14:04

Vielleicht probiert ihr mal an der Oberfläche bzw. im Mittelwasser zu fischen(zb. U-Pose) ,da die größeren Welse(besonders wenn viel Angeldruck herrscht),dort oft jagen.