Rolle fürs Ansitzen. Multi oder Stationär?

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Rolle fürs Ansitzen. Multi oder Stationär?

Beitragvon Biggeron » 08.01.2007 - 11:48

Hallo!

Welche Rolle nimmt man fürs Ansitzen?
Multi oder Stationär?

Wie ist es mit der Wurfweite?
Mit einer Stationsrolle kann man ja weiter werfen, oder?

Welche Rollen sind hier zu gebrauchen?

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Beitragvon Derrik Figge » 08.01.2007 - 21:52

Diese Frage kann niemand abschließend beantworten:

Stationärrolle (am besten mit Freilauf):

Geeignet für Anfänger wie Spezialisten. Meist hohe Übersetzung, daher sehr gut. Wurfweiten je nach Können, Angelart und Methode bis über 100 Meter.

Multirolle:

Vom Boot für jeden zu benutzen. Beim Wurf trennt sich die Spreu vom Weizen! Experten werfen deutlich weiter als mit der Stationärrolle... Geringe Übersetzung, dadurch mehr Power. Für Wels unumgänglich auf Dauer.

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Beitragvon Zanderschreck » 08.01.2007 - 22:03

Also Wurfweite und Wallerangeln, dass passt irgendwie nicht zusammen.
Egal was für eine Rolle.
Es kommt drauf an welche Montagen du fischen willst.
Gruß
Volker

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Beitragvon Derrik Figge » 08.01.2007 - 22:07

Du hast sicher verstanden, was ich meinte... ;)

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Beitragvon Biggeron » 09.01.2007 - 7:56

Ich fische vom Ufer aus mit U-Poser oder Knochen Montage.

Auslegen oder Reißleine geht nicht, da nicht erlaubt.

Welche Rolle ist hier "besser".

Es ist mit großen Welsen zu rechnen...

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Beitragvon Taxler » 09.01.2007 - 9:26

Biggeron hat geschrieben:Ich fische vom Ufer aus mit U-Poser oder Knochen Montage.

Auslegen oder Reißleine geht nicht, da nicht erlaubt.

Welche Rolle ist hier "besser".

Es ist mit großen Welsen zu rechnen...


Bei der Knochenmontage in diesem Fall gar keine.
Wie bitteschön möchtest Du eine Knochenmontage vernünftig ausbringen, wenn Du sie nicht auslegen kannst?

Wenn mit großen Welsen zu rechnen ist, ist eine Montage mit dementsprechender Beköderung
und Bebleiung kaum vernünftig auszuwerfen.
Weder mit Stationär-, als auch mit Multirollen

Versuch doch mal, eine derartige Montage mit 60er geflochtener Hauptschnur
sowie 3-pfündiger Brasse oder Karpfen auszuwerfen.
Viel Spass!

Gruß,
Peter
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon Biggeron » 09.01.2007 - 11:01

Bei der Knochenmontage werfe ich erst nur das Belei aus.
Am Karabiner habe ich die Schnur von einer zweiten Rute befestigt und ziehe dann den Karabiner wieder zum Ufer her.
Das Blei blaubt draußen liegen...

Dann kommt die Knochenmontage mit Köder an den Karabiner und ich ziehe mit der ersten Rute wieder Schnur ein.. so schwimmt die ganze Monate raus, da wo das Blei liegt...

Ist das nicht bekannt???

Ich will ja eigenlich nur wissen, welche Rolle vom Ufer aus besser zu gebrauchen ist...

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Beitragvon Derrik Figge » 09.01.2007 - 16:19

Je größer und stärker die Fische, je eher ist eine Multi zu empfehlen. Sie hat einfach mehr Power.

Die Frage ist, was Du groß nennst. In Spanien am Ebro ist das sicher eine andere Größenordnung als hier in heimischen Gefilden. Bei Fischen bis 1,60 Meter sehe ich mit einer GUTEN Stationärrolle kein Problem.

Ich habe folgende Rollen bereits gefischt und bislang halten sie super:

Shimano Baitrunner 6500 (wenig Schnurfassung, daher nur auf kurze Distanz fischbar)

Penn Spinnfisher die größte (gleiches Problem, aber noch besser, allerdings keinen Freilauf)


Penn 309 (kein Schnickschnack, daher fast unverwüstlich und Schnurfassung satt)

Penn 340 + 345 GTI (absolute Monster, allerdings auch schwer)

Ich kenne aus Spanien dutzende Leute, die auch Stationärrollen anderer Marken gefischt haben, aber meist eben nur kurz bis zu deren Dahinscheiden, oder einmal kurz im Urlaub, da kann man nicht von richtigen Tests sprechen. Auf Dauer hat am Ebro noch keine Stationärrolle gehalten, die oben genannten Multis laufen seit vielen Jahren, bei richtiger Pflege, problemlos.

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Beitragvon M.W. » 09.01.2007 - 16:26

Hallo,
was mich interresiert: Welche Multirollen sind den überhaupt wallertauglich bzw. zu empfelen? Baitcast-Rollen wohl wahrscheinlich nicht :)

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Beitragvon Biggeron » 09.01.2007 - 16:29

Es ist ein See und ich fische meistens in der nähe von einem Schongebiet.
Wenn der Walle mal ins Schongebiet rein kommt, ists aus.
Da sind viele versunkene Bäume und Zeugs drin.
Also muss die Schnur schon recht stark sein und Rolle was vertragen.
Angäblich sind Waller bis zu einer länge von 2 Metern und selten größer drin.
Meistens werden sie so um die 1,80 Meter gefangen.
Aber es könnte ein größerer zuschlagen!

Die Shimano 6500er habe ich mir schon angeschaut....
Die Schnurfassung gefällt mir nicht so :(
Weil wenn ich da die Knochenmontage auslege und mit der zweite Rute die Schnur wieder zum Ufer ziehe, ist ja die doppelte Schnur draußen und da kann es passieren, das es sich nicht mehr ausgeht.

Auf eine Multi passt halt mehr Schnur drauf, aber ich weiß nicht, wie die beim werfen ist.

Meinst du, wäre eine große Stationär Rolle für mich besser?
Was haltest du von der Quantum Crypton SCS
Schnurfassung 500m / 0,40er Mono

Danke für die Hilfe.

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Beitragvon Zanderschreck » 09.01.2007 - 16:30

Ich fische meistens Stationär (und diese Rollen halten auch *gg*).
Für kürzere Distanzen nehme ich die Shakespear Medalist 80 (davon habe ich 2 Stück) und auf weite große Distanz fische ich die Penn GTI 345.
Große Distanzen fangen bei mir in etwa 180 Meter an ;).

Ich persönlich würde für U-Pose und Knochen immer wieder eine Stationärrolle nehmen.
Ich fische halt lieber mit Stationär, hatte auch noch nie Probleme damit.
Okay, bei Ü-2 Wallern gegen die Strömung musst Du ab und an bei voll zugemachter Bremse doch nochmal den Finger mit auf die Spule nehmen :D .
Gruß

Volker



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Beitragvon Biggeron » 09.01.2007 - 16:36

Wie gesagt es ist ein See und ich muss den Waller maximal davon abhalten, das er ins Schongebiet kommt...

Okay, also eine Stationär Rolle.
Wieviel 0,60er geflochten passen auf die Shimano 6500?
Welche Freilaufrollen sind noch zu empfehlen?

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Beitragvon Zanderschreck » 09.01.2007 - 16:43

Auf die 6500er dürften so (ohne zu schmeicheln) undgefähr 120 Meter 0.60er draufpassen.
Die Medalist ist ein klein wenig größer etwa 140-150 Meter 0.60er, dabei kommt es dann aber auch wieder drauf an, welche Schnur man verwendet, dass alte Spiel also.
Bei alles Stätionären habe ich keinen Freilauf, die Bremse ist meist ziemlich geschlossen, dazu braucht es aber feste Rutenhalterungen ;) .
Ich persönlich brauche keinen Freilauf, da ich dem Waller nach dem Biss keinen Meter schenken möchte.
Zuletzt geändert von Zanderschreck am 09.01.2007 - 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß

Volker



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Beitragvon Derrik Figge » 09.01.2007 - 16:43

Stationärrollen mit extrem großer Schnurfassung haben einen gewaltigen Nachteil, die Achse bei nach oben gehobener Spule. Sie ist selbst bei SS 3000, S 5000 T oder S 6000 T so dünn, dass sie sich verbiegen kann und die Spule sich dann nicht mehr dreht. Ich habe das selbst gehabt und öfter gesehen.

Ich persönlich habe keine Lust immer zu prüfen, wie meine Spule steht, nur um zu wissen, dass ich problemlos anschlagen kann. Gerade bei einem Fisch, der auf einen zukommt und man Schnur aufdrehen muss, geht das ganz schnell ins Auge.

Dazu kommt die geringe Schnurfassung und die nicht haltende Bremse bei Volllast. Die Fingerlösung ist da aber ein adäquates Mittel, man sollte nur nie Spulen mit gefrästen Löchern nehmen, mein Daumen sah nach dieser Bekanntschaft ein paar Wochen echt mies aus...tolle MDS Rollen ;)

Von daher ist eine Multi immer gut. Modelle siehe meinen letzten Beitrag (309, 340, 345).

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Beitragvon andal » 09.01.2007 - 16:48

Wieso erscheinen mir jetzt die Aussagen vom Volker a) glaubwürdiger und b) praktikabler? :D
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.