Auf Hecht mit Köderfisch?

  • Hallo,


    ich hätte mal eine Anfängerfrage ;).


    Ich habe ja hoffentlich demnächst bald meinen Schein und möchte dann als erstes gleich mal mit Köderfisch auf ( hoffentlich grosse :) ) Hechte in Weihern gehen.


    Habe mir folgende Montage vorgestellt:


    - Hecht/Grundrute 3 Meter bis 80 Gr.
    - Stationärrolle mit ca. 130 m. 0,45er Mono
    - 10 Gr. Laufpose
    - Wirbel
    - Stahlvorfach ca. 80 cm mit 2/0er Bronzedrilling


    Ist die Montage so ok und in welcher Wassertiefe bietet man den Köderfisch am besten an?



    Danke,
    Andi

  • würde auch dünnere Schnur nehmen meiner Meinung nahc reicht ne gute 0,30 mono vollkommen. Wie dick ist denn dein Stahlvorfach und welche Tragkraft hat diese?
    Wie groß sit der Weiher und wie tief?
    Musst auch Schonzeit des Hechtes beachten!

  • Hallo Salmo,


    da kann ich JuliFisch nur zustimmen. Vor allen Dingen mit der Hauptschnur. Kaufe Dir eine Markenschnur max. 0,35 (monofil). Diese haben ein Traggewicht größer 10 kg. Bei Gewässern mit großen Raubfischbestand bevorzuge ich auch immer eine Rolle mit Kampfbremse.


    Petri Heil

  • Hallo


    Ich würde es mit dem Vorhandenen Material versuchen, die Pose must du gut "Ausbleien" ( beim angeln mit totem Köderfisch kann man wie in deinem Fall bei einer 10 Gramm Pose - 10 Gramm Blei benutzen oder sogar etwas mehr nehmen) muss man halt ein wenig probieren. Das selbe
    ist es mit der Wassertiefe, am besten du angelst mit zwei Ruten. Zum Beispiel eine in Grundnähe und eine im Mittelwasser - ist auch etwas Jahreszeit- und Gewässerabhängig. ;)

  • Also ich kann jetzt nur von meinen bevorzugten Sachen sprechen.
    Die Schur sollte normal 0,30mm reichen, evt. 0,35mm wenn du mit großen Fischen rechnest oder Hängergefahr.
    Also Rute ist bis 80g Wurfgewicht ok, aber 3m ist mir für ne Köfi Rute doch zu klein. Da sind mir 3,60m persönlich lieber, wenn nicht noch etwas länger. Ist aber wohl Geschmackssache.


    Ne Alternative wäre auch eine Grundbleimontage mit Köfi auf Grund oder auftreibend. Ansonsten kommt es halt auf die Weite drauf an ob du echt eine 10g Pose brauchst oder ob nicht doch 6-8g reichen. Ich würde jedenfalls die Pose nic´ht schwerer als nötig nehmen, und diese hohen Tragkraftangaben stammen oft noch aus Zeiten in denend er lebende Köderfisch erlaubt war.


    Bei den Stahlvorfächern würde ich mir auch lieber mehrere Hakengrößen kaufen. Denn welche Größe du am Ende benutzt hängt auch von der Größe des Koderfisches ab. Da solltest du also die Größe an den jeweiligen Köfi anpassen.

  • Ist Schnur die dicker ist als 0,35 eigentlich unbrauchbar für Hecht? Ich mein alleine das Stahlvorfach ( 0,4, grün, 9 kg )ist ja optisch schon viel auffälliger als die Hauptschnur und die kriegt der Fisch ja wohl viel eher zu Gesicht bevor er beisst?

  • Nein, unbrauchbar ist sie nicht.
    Aber eben nicht unbedingt notwendig.
    Je nach Beschaffenheit (Hindernisse; Kraut; Totholz) des Gewässers reicht 0,30er oder 0,35er.
    Eine weitere Überlegung bei der Schnurstärke ist die Pfundtestkurve der Rute.
    Deine Rute hat 80g WG, das entspricht etwa 2,75 lbs Pfundtestkurve.
    Die für eine Rute sinnvolle Schnurtragkraft beträgt maximal das 10-fache der Pfundtestkurve der Rute, das wären in deinem Fall 27,5 lbs, also gut 12kg.
    Das leistet eine 0,35er Stroft GTM locker.
    Mit einem 9kg tragenden Stahlvorfach liegst du ebenfalls goldrichtig, um mit deinem Gerät gute Hechte sicher drillen und landen zu können.


    Noch ein Wort zum Stahlvorfach:
    Ich mag das grün ummantelte 1x7er nicht sonderlich. Es ist - wie du schreibst - sehr starr, dick und optisch auffällig.
    Dem Hecht als Zielfisch ist das in den allermeisten Fällen zwar reichlich egal. Aber sollten die Fische heikler sein, dann ist gerade beim stationären Fischen mit der Pose, ein nicht ummanteltes, vielfädiges 1x19 oder noch besser 7x7 Stahlvorfach die geschmeidigere, unauffälligere und damit bessere Wahl.
    Ich verwende gern 7x7er Flexonit, 7x7er Drennan Sevenstrand oder 7x7er von Canelle mit 9kg Tragkraft.

  • noch ein tipp zur pose: ich bleie immer mit 2/3 der tragkraft aus -egal ob im see oder am fluss. dh in der praxis: 15g tragkraft erfordern 10g blei.
    vorteil bei dieser bebleiung: auch ein dicker koefi zieht deine pose bei wind oder stroemung weniger leicht unter wasser, und, noch wichtiger, du kannst haenger von bissen unterscheiden. beim biss faengt die pose oft an zu hoppeln, bevor sie verschwindet.


    ich mach bei hecht + pose immer punktbebleiung, also nur eine olive, keine schrote..
    wenn die fische sehr traege sind, also zb im winter, nimm besser eine vorgebleite pose (die geht leichter unter, da brauchst du weniger blei), und klemme ca. 2g aufs vorfach. dann liegt das vorfach mit dem koeder schoen am boden, wenns beisst macht die pose plumps.

    Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

  • ach ja, die rute:
    ich hab schon mit allen moeglichen laengen zw. 2.7 - 4m mit koefi geangelt, klappt alles. zum posenfischen wuerde ich persoenlich 3.6m bei testkurve 2.5-2.75 lbs bevorzugen (das ist universell ausgelegt, wenn du grosshechte mit pfundigen rotaugen jagen moechtest, bist du mit 3-3.5 lbs besser bedient).
    wenn du dir was gutes tun willst, dann kauf dir so ein geraet 3-tlg., dann hast dus auch dabei wenn dus brauchst ;-)


    die vorteile der langen rute:
    1. pose laesst sich besser fuehren
    2. der anhieb kommt besser durch, da ich, wenn ich mit der 3.6m rute durchziehe, logischerweise mehr schnur aus dem wasser nehme, als bei zB einer rute mit 2.7m
    3. ich kann eine feststellpose und trotzdem ein langes vorfach nehmen (bei rute 3.6m kann der abstand zw. pose und koeder beim werfen bis zu 3m betragen)
    4. die rute federt beim drill mehr, die kampfbremse an der rolle kann ich mir sparen.

    Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

  • lustig, bei euch ist jetzt mitternacht. bin grad in bolivien, hier ist erst frueher abend.


    wenn ihr mal nach la paz kommt, nehmt die sbiru-rute mit. hier am titicacasee gibts riesige (!) rebos's, die wahrscheinlich noch nie im leben einen spinner oder twister gesehen haben. hab natuerlich kein angelzeug dabei.

    Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

  • ach ja, wenn du dir dein geraet erst kaufen musst, nimm ne freilaufrolle. wenn du das nicht tust, wirst du bald merken, wie sehr sie dir fehlt (spaetestens wenn du beim kollegen siehst wie praktisch das ist). mein preis-leistungs tipp: daiwa regal plus 4000 br. super!

    Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

  • Nur mal so als Tipp, es gibt eine Edit Funktion, da muss man dann nicht 4 Post in wenigen Minuten machen.


    Freilaufrollen mag ich auch gerne für Hecht. Sind schon recht praktisch. Ist aber Geschmackssache, und mit einem Gummi um die Rute, und die Schnur eingeklemmt im Gummiring, geht es auch.

  • Hallo,


    ich habe mir vor kurzen eine Hechtkombi, wie Du sie suchst zugelegt.
    Als Rute habe ich mir eine Shimano Beast-Master 3,60m WG 50-100g 3 teilig zugelegt. Als Rolle eine DAM Quick Dura 850 FS, Freilaufrolle und diese mit ca. 250m 0.30 monofiler Schnur bespult. Bis der Hecht bei uns wieder freigegeben ist, lege ich normale Wurmgrundmontagen damit aus.


    Zum Ansitzangeln auf Hecht hatte ich zuvor auch immer Ruten von 3,60m Länge. Besonders beim Angeln vor Schilfkanten wirst Du längere Ruten zu schätzen wissen. Auch auf Distanz wirfst Du viel weiter damit. Bin jetzt nur von Teleskop auf Steckruten umgestiegen.

  • Zitat von jungfischer007

    wieso nimmst du nicht einfach eine 0,18 fireline crystal die hält genau so viel und für den hecht ist sie fast unbemerkbar


    Ich nehme mal folgende möglichen Gründe an,


    dass
    - die Fireline weitaus keine so hohe Abriebfestigkeit hat wie ne Monofile
    - die Fireline als Geflecht keine Dehnung zur Pufferung aufweist
    - die Fireline als Geflecht an der Oberfläche schwimmt
    - dem Hecht die Sichtbarkeit der Hauptschnur schnuppe ist, da das Stahlvorfach doch etwas sichtbarer ist
    - die Fireline Crystal um einiges teurer ist, was nicht zwingend erforderlich zum Hechtangeln ist


    ... brauchst Du noch mehr mögliche Gründe? 8)

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