Schwarzbarsche in Deutschland

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Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon Gerd » 27.06.2017 - 14:58

Bin gerade auf der Seite blinker.de über folgende Meldung gestolpert:

https://www.blinker.de/angelmethoden/ra ... otprojekt/

Leider etwas weit von mir weg - da liegt Frankreich oder Italien doch günstiger.
Aber wie schaut es bei Euch aus ? Befürwortet ihr solche 'Experimente' ?
Schwarzbarsch steht eigentlich schon länger auf meiner To-Do-List :p
Humor ist der Knopf der verhindert, daß einem der Kragen platzt

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon Valestris » 27.06.2017 - 15:27

Den Beitrag hab ich tatsächlich auch gelesen, da ich schon als Jugendlicher die Schwarzbarsche sehr schön fand. Es ist ja in meiner Nähe, trotzdem werde ich dort nicht hinfahren, das ist mir einfach zu teuer, dann lieber mal im Ausland wenn ich Urlaub hab zb.
An sich finde ich das Projekt gut, auch das drauf geachtet wird dass diese nicht heimischen Fische nicht ausbüchsen können, aber der Preis ist überzogen meiner Meinung nach. Vielleicht ändert sich das noch wenn die Fische sich wirklich fortpflanzen sollten.

Auf meiner Liste steht der Schwarzbarsch neben dem Katzenwels und der Karausche jedenfalls auch schon einige Jahre.
Fish 4 Life!

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 27.06.2017 - 16:33

Jo sollen se doch machen. Mir persöhnlich viel zu teuer. gibt aber halt nicht so viele seen in deutschland mit schwarzbarschen, deshalb wahrscheinlich der teure preis.
ist das der einzige see in deutschland mit schwarzbarschen?
Angeln :D

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon Gerd » 28.06.2017 - 7:59

Grundsätzlich stehe ich einer gebietsfremden Art immer skeptisch gegenüber.
Andererseits finde ich die Idee vom Grundsatz 'gut'.
Stellt Euch mal vor, wenn es keine gebietsfremden Arten bei uns gäbe. Zander (zwar schon seit Ewigkeiten in D heimisch), Regenbogenforelle, Karpfen - die Angelei wäre in D doch um einiges ärmer.

Also her mit den Blackies :p
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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon Derrik Figge » 28.06.2017 - 11:12

Die Gefahr ist, dass sie durch Wasservögel oder dumme Menschen auch in andere Gewässer gelangen können. Das wäre fatal...

Ich bin im November oben bei den Müritzfischern, vielleicht mache ich mal einen Abstecher dahin. Ist zwar die schlechteste Jahreszeit, aber mal sehen.
Ich suche immer alte ABU Angelrollen, Kartons und Papiere sowie Werbematerial.
Ich freue mich über Angebote aller Art per PN oder Mail. Danke

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon Dreamworker » 28.06.2017 - 12:15

Meine Meinung zu diesem Schwarzbarsch-Fischen: Zum einen übertrieben teuer, zum anderen viel zu weit weg, auch wenn die Tageskarte bloss 10 Euro kostet. Allerdings würde mich das Angeln auf eine "neue" Barschart durchaus reizen, auch weil ich wissen möchte, ob ein Schwarzbarsch genauso wie ein Flußbarsch schmeckt bzw. auch genausowenig Gräten hat und wie er im Drill kämpft.

Gut, für Schwarzbarschangelei ein externes, künstliches Gewässer zur Verfügung zu stellen, ohne befürchten? zu müssen, das sie in öffentliche Gewässer (Flüsse, Kanäle..) gelangen. Obwohl ein Besatz mit Schwarzbarschen in Großgewässern wie etwa Rhein, Main und Schiffahrtskanälen nicht zu einer Nahrungsknappheit unter sämtlichen Raubfischen führen würde, (sind schließlich genug Grundeln vorhanden), läge das Problem vielleicht darin, das Schwarzbarsche auch Laichräuber sind und das sie andere (junge Zander, Hechte, Barsche...) Fische zu stark dezimieren würden?

Wenn andere Fischzuchten, Fischereiverbände oder Angelvereine diesem Beispiel folgen und den Schwarzbarsch als Zucht- bzw. Speisefisch entdecken um das Angeln auf ihn ermöglichen, sollte das erstmal in abgeschlossenen, Hochwassersicheren Gewässern wie Baggerseen erfolgen. Der Schw.barsch wäre außer in der Küche auch für die vielen Forellenteiche eine gute Bereicherung!
Es müssen mit dieser Fischart auch erstmal in den Bundesländern durch individuelle Fischereirechtliche Berater, Gewässerbiologen und deren Meinungen sowie Erfahrungen gesammelt werden, um herauszufinden, für welche Gewässer in Deutschland ein Besatz mit Schwarzbarschen unbedenklich ist...

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon Argail » 28.06.2017 - 12:36

Moin Moin,

ich denke,bevor man sich neue,nicht heimische Arten ins Land holt,sollte man sich vorrangig darauf konzentrieren,die heimischen Arten zu fördern und zu vermehren. Ich denke da ganz explizit z.B. an die Äsche und an die Karausche. Dies geht natürlich nur einher mit großflächigem Habitatschutz respektive Renaturierung und einer stärkeren Regulation der Fressfeinde,hier speziell dem Kormoran.

Die Aktion der Müritzfischer werte ich als rein marktwirschaftliches und auf Gewinn ausgerichtetes "Event-Angeln",was zwar nicht schadet,aber auch nicht viel nützt. Der Umsatz soll angekurbelt werden,indem man Anglern einen Leckerbissen anbietet. Das ist natürlich eine ganz andere Chose und getrennt zu betrachten von nachhaltiger Gewässerbewirtschaftung wie sie durch Angelvereine betrieben werden SOLL. Was aber auch meistens nur auf "Karpfen in die Teiche, Forellen in den Fluss" hinausläuft.Aber das ist ein anderes Thema.

Also: wer ganz geil drauf ist,mal eine neue Fischart zu fangen,kann sich gerne für eine völlig überteuerte Tageslizenz an den 30 cm Schwarzis auf engem Raum versuchen.Forellenpuff mit Schwarzbarschen, nur 4-5x so teuer. Meins wäre es nicht. Aber da halte ich es mit dem alten Fritz: möge jeder nach seiner Facon glücklich werden.

Eins haben die Müritzfischer aber auf jeden Fall schon erreicht: erhöhte Aufmerksamkeit.Gutes Marketing, gut konzeptioniert.Kaufmännisch: Hut ab!

Gruß und tight Lines!

Michael
Scheißwetter ist Beißwetter!!! :D

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 28.06.2017 - 15:44

Ich denke mal schwarzbarsche wachsen zu langsam ab oder benötigen zu spezielles futter um in forellenpüffen :lol: besetzt zu werden.
Angeln :D

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon Argail » 29.06.2017 - 9:06

Lieber Hashtag,

ich hätte wohl eher schreiben sollen: Das ist ja wie ein Forellenpuff,nur das hier statt Forellen maßige Schwarzbarsche besetzt werden.

Hat´s jetzt "klick" gemacht? 8)
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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon Derrik Figge » 29.06.2017 - 14:49

In Spanien fische ich super gerne auf Black Bass und auch in den USA hatte ich bereits das Vergnügen. Diese Fischart ist ganz anders als unsere eigenen Arten, sie springen z.B. mehrfach im Drill oder schrauben sich kopfschüttelnd aus dem Wasser. So ein Drill ist ein echtes Spektakel! Allerdings sind sie manchmal auch richtige Zicken und es kostet einen den letzten Nerv, auch nur einen Biss zu bekommen. Also vom Spaßfaktor kann ich nur sagen, es lohnt sich! 8)
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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 29.06.2017 - 16:39

achso. trotzdem für den fall das sich einer fragt ob man die wie diese afrowelse in püffe (hört sich falsch an :gruebel: ) besetzen kann hier mal kurz ein zu teuer.
Angeln :D

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon TeamEichsfeldAngler » 30.06.2017 - 7:30

Ich kenne ein abgeschlossenes Gewässer in Mitteldeutschland, in dem heuer 1-jährige Forellenbarsche besetzt wurden.
Beim Besatz war ich dabei. Dieses soll ebenfalls als Angelgewässer dienen.
Man darf gespannt sein.
Thomas (Admin bei Team Eichsfeld Angler)

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 01.07.2017 - 0:10

kostet das da auch so viel?
Angeln :D

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon Dirk90 » 04.07.2017 - 11:21

Also sind die Blackies für eine neue Herausforderung gut. Aber ich glaube auch, dass sie nicht nur in einem Gewässerabschnitt verweilen, sondern sich auf irgendeine Art und Weise weiter verbreiten. Sind die Schwarzbarsche auch Schwarmfische, wie unsere heimischen Barsche? Oder sind sie generell etwas aggressiver?

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Re: Schwarzbarsche in Deutschland

Beitragvon bassmanic » 19.03.2018 - 23:06

Nun, eigentlich wurde hier bereits alles wichtige zu dieser Schwarzbarsch-Idee geschrieben. Auch völlig zurecht die Bedenken! Probleme mit Neozoen haben wir ja schon genug...
100%ige Sicherheit, mit einem abgeschlossenen Lebensraum ist illusorisch, da die unkontrollierte Verbreitung durch Wasservögel oder hirnlose Menschen einfach nicht auszuschließen ist. Also - verantwortungslos.

Abgesehen von den Bedenken ist die Angelei auf diese Fische tatsächlich genial. Einen kapitalen Schwarzbarsch an der Einhandspinnrute...da geht was! :allolol:
Kenne diesen Fisch nur zu gut, aus iberischen Stauseen und Flüssen.
Übrigens, auch kulinarisch ist er ein absolutes Highlight!
Mit freundlichen Grüßen,
bassmanic ;-]