Jagd

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fishingpeter
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Beitragvon fishingpeter » 29.10.2013 - 11:51

Ist es nicht so, dass Bow Hunting in Deutschlang verboten ist?...

Schon wieder ein Grund mehr in die Staaten abzuwandern
NEEEEEEEEEEEEEIN, ich brauch' keine Signatur!!!!!!!!

Johnny79
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Beitragvon Johnny79 » 29.10.2013 - 12:12

Bogenschießen, naja, hin oder her. Indianer braucht auch USA nicht. Aber ist dort wohl ein Sport, für mich Tierquälerei. Seit ich einen Pfeil im Bein von einer meiner Pferde gefunden hab, war da bei mir Schluss mit Lustig. Aber jedem das Seine.

Hensle
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Beitragvon Hensle » 29.10.2013 - 12:21

Also meine Begeisterung hält sich auch schwer in Grenzen für das,das ich da lese bzw. sehe !
Jagen grundsätzlich finde ich ok, aber warum muss man die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ich ein Tier nicht richtig zu treffe oder nur verletzte, indem ich eine altertümliche " Waffe " benutze ?
Nee , gefällt mir nicht !!!

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Beitragvon Carp Gear » 29.10.2013 - 12:31

@Hensle. Bist du Jäger, bzw. bist du mal mit zur Jagd gegangen? Nur weil man mit einer Kugel schießt, heißt das nicht, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, das Tier zu töten! Das ist blödsinn!
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Beitragvon Hensle » 29.10.2013 - 12:42

Nein ich bin kein Jäger , aber ich habe schon sehr viel mit Langwaffen und Kurzwaffen geschossen und ich habe auch schon das eine oder andere mal mit einem Bogen geschossen und ich glaube ich kann behaupten , dass es mit einem Bogen weitaus schwieriger ist sein Ziel zu treffen.
Dass , ich das nicht gut finde ist halt meine Meinung , soll aber jeder machen was er will .
Wie ist das eigentlich , ein Jäger hat ja normalerweise eine Kurzwaffe dabei um dem Wild den Fangschuss zu geben , wie ist das beim Bogenschiessen ?
Ist ne ernstgemeinte Frage !

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Beitragvon andal » 29.10.2013 - 12:47

Dafür gibt es ein Messer. Dann wird traditionell abgenickt. Die typischen bayrischen Jagdmesser heißen deswegen auch Nicker.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Gerd » 29.10.2013 - 12:52

Hensle hat geschrieben: ... indem ich eine altertümliche " Waffe " benutze ?


Naja, von altertümlich kann man da sicher nicht mehr sprechen, da die heutzutage verfügbaren Bogen Präzisionsinstrumente sind. Sicherlich gibt es auch altertümliche Bogen, aber es gibt auch altertümliche Langwaffen. Da würde ich doch einen Präzisionsbogen der Mittelalter-Muskete vorziehen.

Und -wie Hogy schon schrieb- ist die sinnvolle Schußdistanz wesentlich geringer als mit Feuerwaffen.
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Beitragvon Carp Gear » 29.10.2013 - 12:59

@Hensle: Du vergleichst das schießen auf einem Schießstand auf ein starres totes Ziel mit der Jagd und das geht mal gar nicht! Die Pumpe geht etwas, wenn du auf etwas lebendiges schießt, das Wetter spielt mehr eine Rolle und auch die Umgebung! Nicht immer ist das Schussfeld gut wie auf dem Schießplatz! Nur weil man schießt, heißt das nicht, dass man weiß wie tödlich etwas ist! ;-)

Ich habe genug Tiere mit gutem Treffen noch etliche Meter gehen sehen und andere mit schlechten Schuss sofort umkippen gesehen! Aus gut 15 Jahren Erfahrung sei dir versichert, die Kugel ist nicht so tödlich wie man denkt! Sie tötet ohne Frage, aber ob das besser ist als der Pfeil ist nicht gerade sicher! ;-)
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Beitragvon Hensle » 29.10.2013 - 17:11

@Andal
Danke für die Info !

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Beitragvon Diox » 29.10.2013 - 17:47

Richtig, der Unterschied ist getroffen oder nicht getroffen. Und wenn ich mit einem Bogen schieße, treffe ich als geübter Schütze genau so mein Ziel wenn ich den richtigen Moment abwarte.
Im Moment suche ich einen Programmierer der mit bei einem Projekt helfen würde! HTML und CSS gefragt! Jave Vorteilhaft!

Ansonsten Bla Blub

http://fliegenfischen.blog.de/

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Beitragvon Hogy » 29.10.2013 - 18:06

Also, hier ein paar Antworten auf eure Fragen:

Warum mit dem Bogen jagen?

Ich jage mit Bogen und habe auch viel mit dem Gewehr gejagt. Beides ist fuer mich ok. Der Gesetzgeber hier bevorzugt aber auf oeffentlichem Land (auf Privatland gelten andere Regeln) die Bogenjagd.

Im Klartext heisst das, Bogensaison ist vom ersten Oktober bis zum 15. Februar. Davon sind vielleicht zwei, drei Wochenenden "rifle days". In der restlichen Zeit sind nur Kleinkaliber und Schrot (fuer "small game", Hasen, Eichhoernchen, Voegel) zugelassen.

Will man also die schier unendlichen Moeglichkeiten Nutzen, oeffentliches Land zu bejagen, kommt man um den Bogen nicht herum.

Zur Kurzwaffe: da wird es kompliziert. Da die meiste Zeit der Saison keine Waffen (ausser KK und Flinten) auf oeffentlichem Land zugelassen sind, sind auch keine Kurzwaffen erlaubt. Man koennte ja damit jagen. Einen Fangschuss ansetzen geht daher auch nicht.

Nun gibt es allerdings die Moeglichkeit eine Lizenz zu erwerben, die es einem erlaubt eine Kurzwaffe verdeckt zu tragen (zur Selbstverteidigung). Die "trumpft" die Jagdregelung. Ich habe sowas, trage also immer eine KW bei mir, die ich aber weder zur Jagd, noch zum Fangschuss verwenden darf. Wie gesagt, kompliziert.

Fangschuss war bei mir auch nie noetig. Wenn es denn mal sein sollte, muss eben nochmal der Bogen verwendet werden, oder das Messer, wie erwaehnt.

Nauerlich braucht es mit dem Bogen mehr Uebung als mit dem Gewehr. Also muss man ueben, ueben, ueben. Was ja auch Spass macht, schoenes Hobby auch ohne Jagd.



Zum Thema "Tierquaelerei":

Ich bin bekennender Fleischesser. Um ein Schnitzel in die Pfanne hauen zu koennen, muss ein Tier sterben. Ich habe ernsthafte Probleme mit der industriellen Tierhaltung und -verarbeitung. Die Jagd finde ich daher persoenlich humaner. Ich decke nahezu meinen gesammten Fleischbedarf durch die Jagd.
Das Toeten an sich ist uebrigens fuer mich nicht einfach. Da ist kein Vergnuegen dabei, es ist eine traurige Notwendigkeit und es bleibt bei einem. Das ist fuer mich auch bei einem Fisch nicht wirklich anders. Sollte sich das mal aendern, werde ich Veganer.

Es kommt dann wieder ein Punkt danach, wo sich das Lebewesen in meinem Bewusstsein zum Nahrungsmittel verwandelt und dann habe ich wieder Freude daran.

Das kann man anders sehen, aber ich habe mich mit diesem Thema viel beschaeftigt und bin so ziemlich gefestigt in meinen Ansichten. Wer Fleisch isst, sollte den Tatsachen in die Augen sehen koennen und sich nicht damit beruhigen, dass andere die Drecksarbeit machen.

Ich habe vollsten Respekt vor Veganern und wuerde nie versuchen so jemand von seiner Position abzubringen. Meine ist eine andere.

Bleibt noch das Thema Pfeil vs. Kugel. Da kann ich nur aus eigener Erfahrung berichten, dass subjektiv der Pfeil mindestens so effektiv ist wie die Kugel, guten Schuss vorausgesetzt. Wer das mal konsequent durchdenken will, der Tod tritt immer durch eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff ein, sprich Blutverlust und -druckabfall. Das ist beim Kiemenbogenschnitt beim Fisch nicht anders.
Jagdpfeile haben drei oder vier scharfe Klingen. Bei einem Schuss durch beide Lungen ist der Blutverlust massiv und schnell, der Tod tritt innerhalb von Minuten ein. Das geht bei der Kugel auch nicht schneller. Die Kugel hat den "Vorteil", durch die hohe Energie/Schockwirkung bei weniger genau plazierten Schuessen effektiver zu sein.

Wenn man das selbst einige Male erlebt hat, faellt auf wie "unaufgeregt" das Toten mit dem Bogen ist im Vergleich zum Gewehr. Die Tiere scheinen zumindest weniger gestresst. Es gibt dazu auch wissenschaftliche Untersuchungen, wobei Wildfleisch auf Stresshormone untersucht wurde und die Mengen in mit dem Pfeil getoetetem Wild deutlich niedriger waren, als bei mit der Kugel geschossenem.


Zur "hardware":

Moderne Boegen sind unglaublich weit entwicket. Sie haben Umlenkrollen und Visiervorrichtungen. Die Praezision ist hervorragend. Hier ein Beispiel vom Uebungsplatz:


Von einer 10m hohen Plattform der Blick aufs Ziel in 40m Entfernung:


Bild


Zwei Schuss aus dieser Position:


Bild


Pfeil in Pfeil. Das ist zwar selten, kommt aber oft genug vor, dass ich beim Ueben nun nicht mehr auf dieselbe Stelle ziele. So ein Kohlefaserpfeil kostet $10...

Mein Bogen ist uebrigens ein Mathews Monster. Bild habe ich gerade keines zur Hand, kann man ja googlen.


Es gibt mittlerweile auch eine Bewegung weg von dem Hightech-Zeug. Das nennt sich "intuitive shooting" oder "instinctive shooting". Benutzt werden dabei einfache "long bows", wie sie schon Robin Hood hatte, ohne Umlenkung und Zielvorrichtung. Das ist die hohe Schule, kann man sich ja mal auf YouTube anschauen. Dafuer bin ich nicht gut genug...




Gruss, Hogy
Zuletzt geändert von Hogy am 29.10.2013 - 18:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon andal » 29.10.2013 - 18:17

Der kann es!

Und Wildtauben sind lecker. Ist zwar nicht viel dran, aber man kann ja zwei haben.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Hogy » 29.10.2013 - 18:24

andal hat geschrieben:Der kann es!

Und Wildtauben sind lecker. Ist zwar nicht viel dran, aber man kann ja zwei haben.



Enschuldige andal, ich hab das Video wieder rausgenommen, bevor ich deine Antwort gesehen habe. Hatte befuerchtet, dass das manche aufregt.


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Beitragvon Diox » 29.10.2013 - 18:27

Eine sehr gute Meinung, Hogy! Lieber ein Wild geschossen als ein Schwein aus der Massenzucht gekauft.
Im Moment suche ich einen Programmierer der mit bei einem Projekt helfen würde! HTML und CSS gefragt! Jave Vorteilhaft!



Ansonsten Bla Blub



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Beitragvon Gerd » 29.10.2013 - 18:32

Hogy hat geschrieben:
andal hat geschrieben:Der kann es!

Und Wildtauben sind lecker. Ist zwar nicht viel dran, aber man kann ja zwei haben.



Enschuldige andal, ich hab das Video wieder rausgenommen, bevor ich deine Antwort gesehen habe. Hatte befuerchtet, dass das manche aufregt.


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Ging es da um Bogenjagd auf Niederwild / Taube ? Schade, hätte ich gerne gesehen, ist bestimmt eine Königs- Disziplin auf Kleintiere. Da fallen mir doch die Squirrels ein :lol:
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