Anfängerglück

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meyfab
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Anfängerglück

Beitragvon meyfab » 21.05.2012 - 17:11

Hallo Leute,
mir ist neulich beim Angeln der Gedanke gekommen, ob es sowas wie Anfängerglück gibt. Klar kommt es nen bisschen auf können an, aber wenn ich mal zurückdenke hab ich schon öfters dieses Glück gehabt.
Wie seht ihr das?
:)
Wer zu spät zieht,den bestraft de Fisch

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Beitragvon Smirfknift » 21.05.2012 - 18:51

Hmm...ja, wenn ich so an mein erstes Angeljahr zurückdenke...da hab ich eigentlich richtig gut gefangen. Zwar mit teilweise abenteuerlichen Montagen usw. aber man muß ja auch erst mal alles lernen. In meinem ersten Jahr hatte ich auch einen Wels an der Angel, geschätzte 1,60m groß, also kein Riese, aber für mich wäre das DER Fisch gewesen. Leider war ich zu faul, immer wieder mal meine Schnur zu kontrollieren und meine Katzen haben sich daran gütlich getan. Kurz und gut, die Schnur war gerissen und der Wels weg.
Aber um wieder zum Thema zu kommen, ich konnte viele verschiedene Fischarten überlisten und bin NIE Schneider heim gegangen. An meinem Können lag das mit Sicherheit nicht... ;D :lol:
Beim Angeln geht es nicht um Leben oder Tod, es geht um Wichtigeres!

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Beitragvon Schimpi » 21.05.2012 - 20:01

Manchmal habe ich schon das Gefühl das es sowas wie Anfängerglück gibt. :D

1.) Der Vater von nem Kumpel von mir war, nachdem er den Angelschein gemacht hatte, das erst mal am Rhein und fing sofort einen 74er Hecht auf nen Spinner.

2.) Am Wochenende war ich mit nem Kumpel am Rhein der seit nem halben Jahr den Angelschein hat und bisher sehr selten am Wasser war. Auch er fing einen guten Fisch. Einen 63er Zander auf Spinner.
Und genau hier ist wohl wirklich von Anfängerglück zu sprechen. ;) Nachdem mein Kumpel dachte, er habe einen Hänger, übernahm ich kurz seine Rute um zu schauen ob ich den Hänger lösen kann. Nach 1 bis 2 Minuten Hängerlösen merkte ich auf einmal starke Kopfstöße und sofort hab ich ihm die Rute wieder in die Hände gedrückt damit er den Fisch ausdrillen konnte. Und es hat geklappt. :D
Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!

P.S.: Diese Info wurde auf 100% recycelten Datensätzen geschrieben und ist nach der Löschung sämtlicher Buchstaben und Zahlen erneut verwendbar.

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Beitragvon Thuni » 21.05.2012 - 20:43

Oh, es gibt Anfängerglück, da kann mein Vater ein Lied von singen ;-)
Als wir vor 4 Jahren in Spanien waren, war es der Traum meines Vaters einen Thunfisch zu fangen, er meinte immer nur, er würde der Erste an der Rute sein, wenn was beißt. Sind an einem Tag auf Makrelen gegangen und zack, erster Hundezahnthun gehakt, zwar kein Riese im Vergleich zu unseren jetzigen Fängen aber immerhin der erste Thunfisch.
Nachdem wir sehr erfolgreich Thune von guten Größen mittlerweile fangen (Durchschnitt 120kg), will mein Vater jetzt endlich einen Schwertfisch auf die Planken legen. Wieder das Gleiche Spiel, erst sehr aufwändige Montagen gebaut und wieder der Gleiche Satz :" Ich werde beim Biss der Erste an der Rute sein und den Fisch drillen". Letztes Jahr sollte ich mit der Jiggingrute Köderfische in 100m Tiefe auf Schwertfisch fangen. Und ZACK beim Raufkurbeln ein enormer Schlag in die Rute und die Rolle fängt an ihr Lied zu singen.
Hierbei hatte ich Mehrfaches Anfängerglück, da:
- Die Schnur 27 Kg hält und der Schwertfisch ein Gewicht von 70 kg hatte
- Ich keinerlei Vorfach angebunden hatte, sodass der Fisch die Schnurr hätte zerhacken können
- Der Fisch, als er das Erste mal an der Oberfläche war, mit der Schnur um den Motor geschwommen ist
- Der Haken sich gelöst hatte und der Schwertfisch sich zum Glück in die Schnur verwickelt hatte.
- Ich das Viech nach über 2 Stunden sicher an Bord gebracht hatte :D :D :D

Also wie man sieht ist das Glück beim Angeln nicht zu unterschätzen ;-)

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Beitragvon Raubfisch-Fan » 21.05.2012 - 21:00

Ochja Anfängerglück gibt es bestimmt (irgendwie). Als ich mit dem Angeln angefangen hab wollte ich dierekt Hechte mit Kunstködern fangen. Hab mir dierekt die alten Blechköder meines Vaters geschnappt und fing an zu Spinnern und zu Blinkern.
Schon bei einem meiner ersten "Angelversuche" bekam ich einen Biss und konnte meinen ersten Blinker-Räuber fangen. Zwar kein Hecht aber immer hin ein netter Rapfen. (Und das Alles an monfiler Schnur :D ;))

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Beitragvon Diox » 22.05.2012 - 11:32

Vielleicht hat das Anfängerglück auch damit zu tun das man weniger gezielt auf eine Fischart fischt aber es gibt es, bin ich mir ganz sicher. Vielleicht will Petrus auch nur das keiner mehr von diesem Hobby weg kommt und gewährt daher ne Überdosis Glück ;)
Im Moment suche ich einen Programmierer der mit bei einem Projekt helfen würde! HTML und CSS gefragt! Jave Vorteilhaft!

Ansonsten Bla Blub

http://fliegenfischen.blog.de/

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Beitragvon andal » 22.05.2012 - 11:54

Es ist die Unbekümmertheit, die Unbefangenheit, mit der Anfänger zu Werke gehen. Dabei werden auch schonunglos unorthodoxe Sachen probiert, bei denen jeder gestandene Angler nur den Kopf schüttel würde. Das bringt dann auch oftmals schöne Anfangserfolge. Andersherum gibt es auch genügend Einsteiger, die vom Start weg die Schneider-Meisterprüfung ablegen.

Was jetzt der bessere Start ins Anglerdasein ist, bleibt offen.

Wer gleich mit einem Kracher loslegt, wird vielleicht schnell sehr enttäuscht sein, dass es nicht so weitergeht. Wer ewig nichts fängt, verliert womöglich die Geduld und entwickelt nie die nötige Ausdauer.

Sehr viel wichtiger finde ich, ist gleich vom Fleck weg eine möglichst breite Basis zu schaffen. Früher hieß es, Anfänger sollten erst mal ein Jahr stippen, bevor sie richtig loslegen. So falsch war das gar nicht, denn vor dem Laufen lernt man besser erst mal aufrecht zu stehen und das Gehen. Wenn ich dagegen lese, "...ich fange jetzt an und will mich auf XY spezialisieren...!" dann frage ich mich schon, ob das der richtige Einstieg ist.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Hechtschocker » 22.05.2012 - 12:05

Was ich gemerkt habe - ich bin ja auch nach langer Abstinenz erst wieder aktiv - ist sich nicht vom Methoden-, Köder und Materialwahnsinn befallen zu lassen.
Viel wichtiger ist m.E. das Gespür für das Gewässer zu bekommen. Die Bewertung des Standortes ist eigentlich entscheidender. Klar gibt es die richtige Zeit am richtigen Ort. Aber das kann auch ein Zufall sein. Einschätzen zu können, was der richtige Ort ist, halte ich für wichtiger.

Und das bringt die Erfahrung ...

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Beitragvon Taxler » 22.05.2012 - 14:06

Ob es Anfängerglück gibt ....?

Da bin ich mir absolut sicher ...! 8)


Warum es Anfängerglück gibt?

Keine Ahnung .... ist eben einfach so ;)
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon maggot » 22.05.2012 - 18:55

Ich meine, das hat nichts mit Glück zu tun, ich denk mal, da man im ersten Jahr IMMER viel öfter angeln geht als die Jahre darauf. Außerdem hat man glaube ich viel mehr Motivation und freut sich mehr über jeden Fisch (und warscheinlich auch dass man noch keine dicken gefangen hat, wenn man die reaktionen von mir bei einem 70er hecht heute und damals vergleicht lässt sich da schon was unterscheiden ;)
ihr kennt bestimmt Matze Koch, er hat mal gesagt "wenn man motiviert ist und dem Köder vertraut fängt man besser weil man viel besser aufpasst und sowas", am anfang sieht man einfach nicht alles so kritisch, vor einem jahr hätte ich mir nie gedacht "der Wobbler ist doch viieeeel zu hell, oder zu schmal oder zu flach laufend..."
Naja, man wird's nie genau wissen ;)
EAT...
SLEEP...
GO FISHING....

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Beitragvon meyfab » 22.05.2012 - 20:12

Ich glaube an Anfängerglück,weil ich beim 1. Angeln nen schönen Karpfen und ne gute Schleie gefangen hab oder beim 1x am FoPu ne "Lachsforelle" gefangen hab (ich weis,dass es keine gibt).
Aber ich glaube,dass Petrus uns damit auf die Sprünge helfen will, damit wir nich am See sitzen und denken:"Toll den ganzen Tag am Weiher und nix gefangen, tolles Hobby.In der Fischabteilung bekoome ich mehr ,günstiger."
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Beitragvon RudivomSee » 22.05.2012 - 21:04

Na das mit dem Anfängerglück hatte bei mir zwei Seiten :?
Der Schei war Frisch und der Rudi geht mit der Hegene aufs Boot zum Maränen angeln....... Bis da hin ist ja alles Gut.
Dann der Biss und das nur ca 5min. nachdem ich die Hegene zu Wasser gelassen hatte. Was ist das einfach dachte ich mir und der Fisch schwamm schnurstracks um das Ankerseil und einer der restlichen Haken verfing sich im Selben :(
Also Anker hoch und dabei voll in einen der Haken gegriffen :oops:
Da stand ich nun auf meinem Boot, einen Haken in der Hand, der mit anderen fest am Ankerseil hing ein Fisch am Haken mit dem Seil ins Boot gezogen und das Messer zum abschneiden der Schnur am anderen Ende vom Boot :roll:
Was soll ich sagen war das jetzt Glück oder Pech?

Der Fisch war trotzdem lecker und der Haken..... musste abgeknipst und einmal durchgezogen werden.
Seitdem habe ich nie wieder in einen Haken gepackt :D
Ich bin wie ich bin; die einen kennen mich, die anderen können mich!!!
http://www.soester-angelverein.de/

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Beitragvon Schimpi » 22.05.2012 - 22:45

Hey Rudi.
Ich glaube das war weder Anfängerglück, noch Anfängerpech !

Das war einfach nur Anfänger. :badgrin: :badgrin: :badgrin:
Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!

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Beitragvon LaZe » 23.05.2012 - 22:59

Ich sage Ja es gibt Anfängerglück - genauso wie Anfengerpech :D

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Beitragvon Christian K. » 24.05.2012 - 6:35

Ich sehe es so wie Andal, man geht als Anfänger oder wenig wissender zu werke, sei es als Angelanfänger oder als Neuling bei einer bestimmten Angelart.
Promt wird man für sein "stümperhaftes" vorgehen in Form von Fisch belohnt!

Man fischt anders als andere, probiert verschiedenes aus und das führt zum erfolg. Würde man stur nach Handbuch fischen, so wie es "Gesetz" ist, sähe die Sache wohl anders aus.

Ein Beispiel das erst vor kurzem geschah.
Mein Fischerkumpel hatte keine wirkliche Ahnung vom Renken fischen, ich zeigte ihm wie es geht. Er fährt kurz darauf alleine raus, mit meiner Rute die ich ihm geliehen habe und fängt mal nebenbei fünf Renken zwischen 39 und 53cm ... :shock:

Nun kommt das Glück ins Spiel, denn einmalig so gut zu fangen ist das eine, einen guten Fischer macht wohl aus solche Fänge regelmässig zu haben ;) (dazu gehört allerdings auch etwas Glück)

Ich gönne jedem Anfänger seine Fische und seine erfolge, nur sollten die Fische nicht zu gross sein, denn am Anfang seiner kariere einen meter Hecht zu fangen schliesst Steigerungen schon ziemlich aus.
Ich brauchte dafür 30 Jahre :lol:
Ich mache keinen Unterschied zwischen Jung und Alt,
ob du arm oder reich bist, lässt mich kalt,
ich heiß euch alle, willkommen, ich liebe jeden,
alles was ich will, ist euer Leben...